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Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr - Review (Wii)

Wertung:
77 %

Einleitung:  

Das Genre der Adventurespiele fristet auf der Wii eher ein Schattendasein. Vor allem Krimiadventures gibt es auf Nintendos aktueller Konsole recht wenige. Möchtegerndetektive könnten sich nun auf eine PC-Umsetzung stürzen. Es handelt sich dabei um das The Adventure Company-Game Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr. Dieses kam ursprünglich vor gut zwei Jahren auf den deutschen Markt. Wir konnten die fertige Wii-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Das klassische Point & Click-Adventure kommt natürlich nicht ohne eine anständige Story aus. Zehn Personen, jede mit einem dunklen Geheimnis behaftet, folgen der Einladung eines ominösen Gastgebers. Auf einem einsamen Anwesen auf Shipwreck Island warten die Gäste auf den Hausherren - der sich allerdings nicht preisgibt. Stattdessen bezichtigt der Unbekannte via Tonband jeden eines Mordes. Von der Außenwelt komplett abgeschnitten, setzen sich die Geladenen zwangsläufig mit der Vergangenheit der anderen und ihrer eigenen Geschichte auseinander. Nach und nach offenbaren die Gäste ihre dunkelsten Geheimnisse. Nach und nach enthüllen sich wohl gehütete Beziehungsgeflechte … und nach und nach stirbt ein Gast. Bis auf wenige Ausnahmen hält sich die Umsetzung eng an die Buchvorlage. Der erste Unterschied betrifft uns, denn wir schlüpfen in dem Spiel in die Rolle des Bootsmanns Mr. Narracott, der die zehn Gäste zur Insel bringt. Da auch wir in die Falle tappen und eine Rückreise unmöglich ist, versuchen wir im Wettlauf mit der Zeit, das Motiv hinter den mysteriösen Morden aufzudecken und Leben zu retten. Nachdem Ihr das Spiel in die Konsole eingelegt habt, folgt das obligatorische Hauptmenü, indem wir neben einen bestehenden Spielstand laden auch ein neues Game aktivieren können. Hinzu kommen die Optionen. Hier darf man alle spielrelevanten Einstellungen wie Grafik, Sound und die Steuerung anpassen. Nachdem Ihr ein neues Spiel gestartet habt, folgt ein einführender Film. Dieser leitet das Spiel passend ein und so startet man hoch motiviert in das Abenteuer. Die Steuerung funktioniert erfreulich einfach. Im Mittelpunkt steht der genretypische Cursor. Mit dem A oder B-Knopf werden die einzelnen Aktionen ausgeführt. Der Cursor selber ändert jeweils die Form, wenn eine entsprechende Handlung an einem Ort möglich ist. Erscheint z.B. ein Mund, so kann man mit einer anderen Person Gespräche führen. Es werden nun zum Teil unterschiedliche Themen angeboten, aus denen der Spieler frei einen Satz aussuchen darf. Hierdurch bekommt man das Gefühl, die Dialoge maßgeblich zu beeinflussen. Daneben kann unser Held noch durch die gerenderten Hintergründe gehen, durch ein Schlüsselloch sehen, Gespräche belauschen, Gegenstände näher betrachten, Treppen benutzen oder Türen öffnen. In einem Abschnitt angekommen, beginnt die adventuretypische Suche nach wichtigen Orten bzw. Objekten. Finden wir einen Gegenstand, so können wir diesen nicht nur betrachten, sondern auch in unser Inventar verstauen. Dort muss man diesen dann entweder mit anderen Gegenständen kombinieren oder an dem dafür vorgesehenen Ort benutzen. Während unseren Ermittlungen sammelt der Spieler auch viele Bücher, Zeitungsausschnitte und Briefe. Darin enthaltene Infos werden automatisch in unserem Notizenmenü gespeichert. Dort darf man also alles in Ruhe noch einmal nachlesen. Neben der Suche nach wichtigen Dingen und unzähligen Gesprächen, muss der Spieler immer wieder diverse Rätsel und Aufgaben bewältigen. Diese werden mit Hilfe der Wii-Fernbedienung gelöst. So leeren wir mal einen Sack Mehl mit einer Schaufel oder knacken später einen Safe. Ihr seht schon, dass alle genretypischen Inhalte vorhanden sind. So erkunden wir nun die unterschiedlichen Umgebungen, suchen diese nach wichtigen Gegenständen und Orten ab, sammeln neben Informationen auch nützliche Objekte, kombinieren diese gegebenenfalls, benutzen die Teile an den richtigen Stellen, lösen kleinere Rätsel, führen viele Gespräche und folgen der recht spannenden Story. Diese hat übrigens nicht nur überraschende Wendungen, sondern auch alternative Enden. Ein erneutes durchspielen lohnt sich also.

 

Technik:

Die grafische Seite ist ganz nett, auch wenn diese einen nicht vom Hocker haut. Wir agieren zum einen in detailreichen Hintergründen, in denen es immer wieder etwas zu entdecken gibt. Zahllose Objekte wurden eingebaut, die zu ausgiebigen Erkundungstouren einladen. Daneben werden wir noch viele ansprechend modellierte Figuren erblicken. Diese bewegen sich allerdings etwas steif durch die Bilder. Genauso mager fallen die Gesichtsanimationen aus. Hier hätte man einiges besser machen können. Ein wenig werden wir allerdings durch nette Effekte wie Licht- und Schattenspiele entschädigt. Um einiges besser hat uns der Sound gefallen. Vor allem die Sprecher können voll überzeugen. Die Stimmen passen gut zu den Charakteren und so folgt man den Gesprächen sehr gerne. Etwas nervig ist nur, dass wir oftmals die gleichen Sätze zu hören bekommen. Vor allem bei den Klickorgien nervt das mit der Zeit. Dennoch lauschen wir öfters auch witzigen Sprüchen, die ein wenig das Geschehen auflockern. Eine stimmungsvolle Musik ist dann ebenfalls vorhanden. Diese passt gut zum Spiel. Hin und wieder werden außerdem diverse Umgebungsgeräusche eingespielt. Insgesamt wird also ein nettes Ambiente erschaffen. Mit der Steuerung kann man voll zufrieden sein. Die Lenkung klappt auf der Wii erfreulich gut und so kann man sehr schnell in das Spielgeschehen einsteigen. Dank unterschiedlicher Cursorsymbole erkennt der Spieler direkt, was er aktuell machen muss und so kommen kaum Fragen auf. Hinzu kommen selbsterklärende Menüs und ein aufgeräumtes Inventar. Wer also so ein Spiel schon einmal gespielt hat, wird sofort mit dem Game klar kommen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der Technik durchaus zufrieden sein.

 

Fazit:

Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr ist ein nettes Point & Click-Adventurespiel. Eine spannende Story ist genauso vorhanden, wie viele Gespräche und gute Charaktere. Allerdings braucht das Spiel eine gewisse Zeit um erst einmal in Schwung zu kommen. Wer den etwas trägen Anfang überstanden hat, der wird kaum noch vom Bildschirm los kommen. Schließlich will man wissen, wie die Geschichte ausgeht. Genrefans können sich außerdem auf viele logische Rätsel freuen. Diese sind allerdings nicht sonderlich schwer ausgefallen. Wer den Informationen folgt und den Gesprächen gut zu hört, wird schnell auf die Lösung kommen. Daneben werdet Ihr noch viel Zeit mit der obligatorischen Suche nach Objekten verbringt. Mögt Ihr also die Krimis von Agatha Christie, so könnt Ihr - dank der guten Story - ohne Bedenken bei diesem Game zuschlagen. Vor allem, da sowieso kaum Alternativen auf Nintendos aktueller Konsole angeboten werden. Ihr braucht Euch noch nicht einmal zu sorgen, wenn ihr die Geschichte schon kennt. Der Hersteller hat genügend überraschende Wendungen und unterschiedliche Enden für diese Spieler eingebaut. Wer aktuell ein nettes Krimiadventure spielen möchte und mit kleineren technischen und spielerischen Macken leben kann, der darf gerne zum nächsten Händler eilen. Uns hat Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr ganz gut gefallen und daher können wir einen Kauf befürworten.

 

Features:

- Nutzen sie die einzigartige Steuerung des Wii um z.B. Schlösser zu knacken, Zündholzer anzuzünden und um Cocktails zu mixen.
- Lernen sie 10 Charaktere kennen, die sich von ihrer dunkelsten Seite zeigen
- Neue, überraschende Wendungen sowie alternative Enden, die sie selbst bestimmen
- Eine Gesamtspielzeit von mehr als 20 Stunden, die sie an ihren Bildschirm fesseln werden
- Sammeln sie Hinweise um ihre Ermittlungen voranzutreiben und die Rätsel des Mörders zu lösen

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr (Wii)

 
 Agatha Christie - Und dann gabs keines mehr
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 72 %  
Sound: 78 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 76 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 79 %  
Gesamtwertung:  77 %  



 

 

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