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Age of Pirates: Caribbean Tales - Review (PC)

Wertung:
74 %

Einleitung:

Atari und Playlogic Entertainment Inc. bringen mit Age of Pirates: Caribbean Tales ein neues Action-Adventure-Spiel auf den deutschen Markt. Entwickelt wurde das Game von Akella, die bekannt wurden durch Spiele wie Sea Dog, Age of Sail II und Pirates of the Caribbean. Das Spiel selber ist ein Mix aus Rollenspiel, Adventure und Handelssimulation. Wir konnten die fertige PC-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich ambitionierte Freibeuter auf das Spiel stürzen sollten, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Bevor wir die Segel setzen, die Kanonen laden und uns in das Abenteuer stürzen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem wir das Spiel installiert und gestartet haben, erscheint erst einmal das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel laden", "Optionen" und "Multiplayer". Wie üblich kann der Spieler unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Wer den Mehrspielerbereich bevorzugt, sollte den Menüpunkte Multiplayer anklicken. Hier kann man sich mit anderen Leuten via LAN oder Internet in die Spielarten Deathmatch, Team-Deathmatch, Konvoi und Fort-Belagerung stürzen. Die meisten werden sich allerdings am Anfang erst einmal für den Einzelspielerbereich interessieren. Ist ein Spielstand vorhanden, so kann man diesen unter Spiel laden aktivieren. Am Anfang bleibt uns natürlich nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Bevor sich der Spieler die Piratenklamotten anzieht, muss er erst noch einen Charakter erstellen. Zur Wahl stehen der unerschrockene Blaze und seine tollkühne rothaarige Stiefschwester Beatrice. Außerdem sollen wir einen Spielernamen angeben und uns eine Flagge aussuchen. Das war selbstverständlich noch nicht alles. Daneben müssen wir noch die Spieleinstellungen bestimmen. Diese wurden unterteilt in die Bereiche Nation-Aggression, Nation-Fortschritte, Ausgangslage Kolonien, Beziehung zum Spieler, Begegnungshäufigkeit, Ereignishäufigkeit, Segeleinstellungen, Geschützeinstellungen, Schaden-Einstellungen, KI-Einstellungen und Schwierigkeitsgrad. Letzterer Punkt bietet vier unterschiedliche Grade und so dürfte jeder Spieler eine passende Herausforderung finden. Sind unsere Einstellungen beendet, kann das Abenteuer endlich beginnen. Das Spiel wird natürlich durch ein ansprechendes Intro passend eingeleitet. Im Anschluss starten wir mit unserer Spielfigur - im Jahr 1640 - auf einer karibischen Insel. Da jeder Anfang schwer ist, müssen wir unsere ersten Abenteuer mit einem kleinen Schiff inkl. einer schon vorhandenen Crew bestreiten. Zum Glück können wir später größere Schiffe erwerben und so gegen stärkere Gegner bestehen. Insgesamt bietet das Spiel übrigens 16 verschiedene Segelschiffe an, die genretypisch alle andere Vorteile besitzen. Grundlegend kann man sagen: Je teurer das Schiff, desto besser die Ausstattung. Außerdem erhalten wir zu Beginn eine kleine Seekarte und einen Hinweis auf eine Frau (Beatrice). Da in dem Spiel vier Nationen um die Vorherrschaft in der Karibik kämpfen, sollte sich unser Held für eine Seite entscheiden. Ist dieses geschehen, erhalten wir einen Kaperbrief. Hierdurch können wir andere Segelschiffe angreifen, diese erobern oder ausplündern. Für welche Seite der Spieler sich entscheidet, sollte gut überlegt sein. Ein späterer Wechsel kann einige Komplikationen mit sich bringen. Daneben muss der Spieler noch viele weitere Nebenaufgaben erledigen. Die Palette reicht dabei von Leute oder Güter transportieren bis hin zu Sklaven organisieren. Erledigen wir diese Aufgaben, so erhalten wir nicht nur Geld. Auch nützliche Erfahrungspunkte können wir ergattern. Hierdurch
bekommt unser Charakter nette Extrafähigkeiten wie erhöhte Trefferquote.
 
In den vorhandenen Städten darf sich unsere Spielfigur recht frei bewegen. Allerdings ist das nicht unbedingt notwenig, denn dank eines Reisemenüs können wir uns direkt zu den wichtigen Orten wie Laden, Werft, Kneipe oder Gouverneur teleportieren. Laufen wir doch durch die Stadt, so trifft unsere Spielfigur diverse Leute. Diese geben uns zum einen interessante Infos und zum anderen lukrative Aufträge. Bei den Gesprächen werden uns übrigens oftmals unterschiedliche Antworten angeboten. Es liegt also in unserer Hand, wie die Gespräche ablaufen. So agieren wir nun in den Städten und vor allem auf dem Meer um diverse Aufträge zu erledigen. Damit wir den Überblick nicht verlieren, steht eine Karte zur Verfügung. Diese zeigt uns genau an, wo welche Insel ist und wo wir bzw. andere Schiffe sich gerade aufhalten. Allerdings ist nicht jeder spielrelevanter Ort eingezeichnet. Auf dem Meer wird der Spieler natürlich nicht alleine segeln. Recht schnell treffen wir feindliche Schiffe bzw. Piraten. Vor allem am Anfang sind wir diesen Schurken recht hilflos ausgeliefert. Da bleibt uns eigentlich nur die Flucht übrig. Sind wir unseren Verfolger losgeworden, kommt auch gleich der nächste Widersacher an und das Spielchen kann von vorne losgehen. Ist der Spieler später mit einem besseren Schiff ausgerüstet, kann er sich den Gegnern selbstverständlich auch stellen. Feindliche Schiffe sind allerdings nicht die einzige Gefahr auf hoher See. Auch Stürme sollte man nicht verachten. Gerät unser Schiff in ein Unwetter, so müssen wir unser ganzes Geschick aufbringen - damit unsere Flotte keinen Schaden nimmt. Das gelingt leider nur selten und so muss der Akteur schnell einen Hafen aufsuchen. In der Werft wird unser Schiff dann auf Vordermann gebracht. Hier kann man auch neue Schiffe kaufen oder diese neu ausrüsten. Das war bei weitem noch nicht alles. Haben wir genug Geld, so darf man ebenfalls neue Waffen kaufen. Diese sind vor allem bei den 3D-Kämpfen wichtig. Entern wir z.B. ein Schiff, wird in den Kampfmodus gewechselt. Nun schwingen wir unser Schwert gegen diverse Seeleute. Am Ende wartet dann noch der gegnerische Kapitän auf uns. Gewinnen wir auch dieses Duell, gehört das Schiff uns. Wahlweise darf man auch mit der Pistole kämpfen. Wirklich herausfordernd sind diese Auseinandersetzungen allerdings nicht. Etwas spannender laufen da schon die Schiffsschlachten ab. Hier können wir, dank unterschiedlicher Munition und Beweglichkeit der Schiffe, sehr taktisch vorgehen. Spannende Kämpfe sind dadurch vorprogrammiert. Hat der Spieler einen Gegner besiegt, so plündert er das eroberte Schiff, fügt es seiner Flotte hinzu oder versenkt es im Meer. So agieren wir nun recht frei durch die Karibik. Durch Gespräche in den Städten nehmen wir Aufträge an, handeln mit Waren, verdienen so Geld um dann unsere Flotte immer weiter aufzubauen. Daneben verfolgen wir noch die etwas magere Story, die allerdings nicht wirklich interessant ist. Diese wird außerdem recht unspektakulär erzählt. Zum Glück gibt es genügend andere Sachen, um die wir uns kümmern können. Schließlich sollen wir eine mächtige Flotte aufbauen, Kolonien erobern, diese verwalten und zum mächtigsten und meistgefürchteten Piraten der Karibik aufsteigen.

 

Technik:

Die Grafik ist gar nicht mal so schlecht. Wir werden z.B. sehr detaillierte Schiffe zu sehen bekommen, auf denen sich unsere Matrosen realistisch tummeln. Hinzu kommen viele kleine Animationen. Gefallen kann außerdem das Meer, das wunderschöne Wellen hat. Wirklich toll sehen die Schiffe bei Nacht aus. Wenn die Laternen das Schiff beleuchten und der Mond auf das Wasser scheint, möchte man stundenlang einfach nur umhersegeln. Neben ansprechenden Effekten werden wir auch unterschiedliche Wetterbedingungen erleben. Die Städte sehen ebenfalls ordentlich aus. Auch hier werden wir viele Details vorfinden, die allerdings nur starr in die Umgebung eingebaut wurden. Außerdem hat der Hersteller bei den Texturen und Polygonen gespart. Etwas besser kommen die Charaktere rüber. Diese wurden ordentlich modelliert. Allerdings bewegen sie sich etwas hölzern. Hier hätte man ebenfalls einiges besser machen können. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben einer stimmungsvollen Musik, werden wir auch viele Ingamegeräusche zu hören bekommen. Diese wiederholen sich allerdings sehr oft. Hin und wieder werden dann noch deutsche Synchronstimmen eingespielt. Allerdings sagen sie nur ein paar kleinere Sätze. Die wirklich relevanten Gespräche werden leider nur durch Texteinblendungen wiedergegeben. Die Steuerung ist ein wenig gewohnheitsbedürftig. Zum einen bewegen wir unsere Spielfigur sehr plump durch die Stadt. Auch das Schiff lässt sich nur sehr träge lenken. Hinzu kommt, dass wir Bereiche oftmals nur sehr unlogisch erreichen können. Wir müssen z.B. in einer Stadt erst in den Hafen wechseln, dann an den Kai laufen, bevor wir unser Schiff erreichen. Hier wäre eine sinnvollere und vor allem nicht so komplizierte Vorgehensweise hilfreich gewesen. Allerdings muss man auch lobend erwähnen, dass wir viele relevante Orte - dank des Reisemenüs - sehr einfach erreichen können. Wer also keine große Lust dazu hat, alles abzulaufen, der darf diese Funktion in der Stadt ausgiebig nutzen. Evtl. hätte der Hersteller ruhig mehr Funktionen auf die Maus legen sollen. Die Steuerung wäre dann um einiges einfacher ausgefallen. Alle anderen Aktionen kann man zumindest - nach einer gewissen Zeit - sicher ausführen. Das gilt für das Navigieren der Schiffe, genauso wie für die Kämpfe. Die Menüs selber sind außerdem ein wenig überladen, dennoch kommt man schnell mit diesen klar. Das liegt vor allem daran, dass sie sehr übersichtlich sind. Die Kamera ist eigentlich ganz in Ordnung. Wir können diese zu jeder Zeit ausrichten und so den optimalen Blickwinkel selber bestimmen. Etwas bescheiden ist dann noch die KI der CPU-Figuren. Das gilt für NPC in der Stadt, genauso wie für Gegner bei den 3D-Kämpfen. Wirklich intelligente Handlungen werden wir leider nur selten sehen. Etwas besser verhalten sich die Schiffe auf dem Meer. Hier werden wir so manche überraschende Aktion sehen. Der Schwierigkeitsgrad selber ist recht fair. Das liegt vor allem daran, dass wir diesen frei einstellen können. Somit wird jeder Spieler eine passende Herausforderung finden. Wie gut bzw. hilfreich das Handbuch ist, konnten wir leider nicht testen. Der Hersteller hat uns leider keines mitgeschickt. Man kann nur hoffen, dass die vielen Möglichkeiten im Spiel ausgiebig beschrieben werden.

 

Fazit:

Age of Pirates: Caribbean Tales hätte ein wirklich tolles Spiel werden können. Das actionreiche Game beinhaltet eigentlich alles, was man von so einem Piratenspiel erwartet. Wir dürfen uns frei durch eine große Welt bewegen, Städte zu Fuß erkunden, das Meer mit diversen Schiffen unsicher machen, mit Leuten kommunizieren und uns ausgiebig um unsere Flotte und Spielfigur kümmern. Allerdings scheitert der ganz große Spielspaß an der Technik. Vor allem mit der komplizierten Steuerung wird man sich nur schwer arrangieren können. Grundlegend muss man zu dieser leider sagen, dass sie nicht einfach zu erlernen ist. Man braucht schon einiges an Zeit, bis man die Eigenheiten kennt. Ist man dann hinter das System gestiegen, so kann man zumindest alle Aktionen - zu Land aber auch auf Wasser - sicher ausführen. Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack. Nett wäre auch eine bessere Story und Präsentation gewesen. Da die Geschichte aber kaum binden kann, bleibt nur das erledigen der vielen Nebenaufgaben. Auch wenn man grundlegend immer wieder das gleiche macht, können die Aufgaben über Stunden gut unterhalten. Schließlich will man immer stärker und mächtiger werden. Hinzu kommen dann noch die interessanten Seeschlachten. Diese machen dank vielen taktischen Möglichkeiten sehr viel Spaß. Fasst man nun alles zusammen, so kann man das Spiel wohl nur eisenharten Piratenanwärtern zum Kauf empfehlen. Es gibt leider so einige Kritikpunkte, die den Spielspaß verderben. Wer mit einer dürftigen Steuerung und einer mageren Story leben kann, der darf trotzdem zuschlagen.

 

Features:

- Der Spieler kann das Leben eines Piraten leben, seine Fähigkeiten verbessern, gegen gefährliche Gegner kämpfen und dabei Schätze und Ruhm ernten.
- Gewaltige Seeschlachten mit 16 verschiedenen Segelschiffen und vielen Verbesserungsmöglichkeiten.
- Mit einer Staffel von bis zu vier Schiffen kann der Spieler ruhmreich gegnerische Schiffe kapern.
- Uneingeschränkte Handlungsfreiheit - allerdings haben manche Taten auch Konsequenzen.
- Der Spieler muss den unterschiedlichsten Wetterbedingungen trotzen und bei Tag und Nacht gegen verheerende Stürme kämpfen.
- Kolonien müssen erobert und verwaltet, Gebäude errichtet und die Verteidigung verbessert werden.
- Mehrspieler-Kämpfe mit bis zu 16 Gegnern in vier Mehrspielermodi: Deathmatch, Team Deathmatch, Defend the Convoy und Capture the Fort.

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Age of Pirates: Caribbean Tales (PC)

 
 Age of Pirates: Caribbean Tales
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 80 %  
Sound: 74 %  
Bedienung: 62 %  
Singleplayer: 76 %  
Multiplayer: 74 %  
Spielspaß: 78 %  
Gesamtwertung:  74 %  

Systemanforderungen:

Minimum:

- Betriebssystem: Windows XP, DirectX 9.0c
- Grafikkarte: DirectX 9 GeForce 3 (nicht MX-Serie) Videokarte mit 128 MB
- RAM CPU: Pentium IV 1.8 GHz o. gleichwertig
- Arbeitsspeicher: 256 MB RAM
- Festplatte: 4 GB unkomprimierter Festplattenspeicher
- DVD-ROM- Laufwerk
- Soundkarte: DirectX-kompatible Soundkarte


Empfohlen:

- Grafikkarte: DirectX 9 GeForce 66 00
- Videokarte oder gleichwertig
- CPU: Pentium IV 2.5 GHz oder gleichwertig
- Arbeitsspeicher: 1 GB RAM

 

 

 

 

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