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Alone in the Dark: Inferno - Review (PS3)

Wertung:
83 %

Einleitung:

Jeder der Survival-Horror-Spiele mag, der wird mit Sicherheit die Alone in the Dark-Reihe kennen. Seid 1992 erfreut diese Serie viele Gamerherzen. Mittlerweile sind wir beim fünften Teil angekommen. Vor gut einem halben Jahr erschien dieser in Deutschland. Atari bringt nun das Spiel mit dem Titel Alone in the Dark: Inferno für die Playstatione 3 in den Handel. Dabei handelt es sich um eine überarbeitete Version des ursprünglichen Spiels Alone in the Dark V. Als Reaktion auf das Feedback von Medien und Konsumenten sorgte das Entwicklerstudio Eden Games für noch mehr Feuer, Action und Spannung. Natürlich bleibt die neue Version der ursprünglichen Storyline treu. Optimiert wurde allerdings das Gameplay. Diese Neuerungen beziehen sich vor allem auf die Kameraführung, das Inventar oder das Handling der Figuren. Außerdem wurde zusätzlich eine brandneue Action-Sequenz mit einem epischen Kampf gegen einen zuvor unbekannten Gegner eingeführt. Wir konnten uns die fertige Playstation 3-Version jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Das Action-Survival-Spiel Alone in the Dark: Inferno kommt genretypisch nicht ohne eine Story aus. Der Central Park wurde ursprünglich als sichere Zufluchtstätte geschaffen … aber nicht unbedingt für die Einwohner von New York, sondern für Wesen ganz anderer Art. Generationen von Wächtern haben dieses Geheimnis gehütet und dafür gesorgt, dass die riesige Parkfläche unberührt blieb, während die Stadt um den Park herum in den Himmel wuchs. Jetzt kann das Geheimnis nicht mehr gewahrt werden, und Edward Carnby, seines Zeichens Detektiv für paranormale Aktivitäten, muss in einer einzigen apokalyptischen Nacht versuchen, die unglaubliche Wahrheit hinter dem Central Park aufzudecken. Ihr schlüpft natürlich in die Rolle des Helden. Mit ihm sollen wir nun viele unterschiedliche Aufgaben bewältigen. Diese reichen von diversen Klettereinlagen, über kleinere Knobelaufgaben, vielen Kämpfen bis hin zu Fahrten mit einem Auto. Am Anfang erwachen wir mit unserer Spielfigur ohne eine Erinnerung zu haben. In der Ego-Perspektive werden wir nun recht unsanft auf die Beine gestellt und von einem Mann weggezerrt. Bevor die nahe Exekution eintritt, geschehen merkwürdige Dinge. Heftige Erschütterungen und merkwürdige Risse im Gebäude lassen viele Fragen aufkommen, die erst später beantwortet werden. Allerdings haben diese Ereignisse auch einen Vorteil, denn wir werden unseren Peiniger los und können so die Flucht aus dem Hochhaus beginnen. Übrigens durchlaufen wir zu Beginn ein kleines Tutorial. Hier wird uns recht gut die Steuerung näher gebracht. Wir erfahren u.a., dass man auch in der Third-Person-Perspektive spielen darf. Das bringt vor allem bei den unzähligen Klettereinlagen immense Vorteile. Hindernisse oder Abgründe sollen wir nämlich mit Hilfe der Umgebung überwinden. So gibt es z.B. herumhängende Kabel, die als Schwungseile benutzt werden können. Dabei werden wir oftmals in Hektik ausbrechen, denn bei unseren Kletteraktionen werden diverse Ereignisse eingespielt. So sollen wir herabstürzenden Trümmerteilen ausweichen und andere Fallen überlisten. Obligatorische Gegner dürfen bei dem Spiel ebenfalls nicht fehlen. Dabei treffen wir nicht nur auf einen Gegnertyp. Immer wieder tauchen andere monsterähnliche Wesen auf, die uns an den Kragen wollen. Auch hier soll der Spieler die Umgebung nutzen um sein Leben zu schützen. Man kann zum Beispiel einen Stuhl nehmen und diesen dann an Flammen anzünden. Genretypische Schusswaffen existieren dann auch noch. Allerdings kann man mit diesen nicht alle Probleme aus der Welt schaffen und so muss der Gamer immer wieder Alternativen suchen. Vor allem Schlagwaffen bevorzugt unser Held. Diese werden, anders wie in anderen Genrevertretern, nicht mit einem einfachen Knopfdruck aktiviert. Vielmehr müssen wir die Schlagbewegung mit dem Stick simulieren. Bei unserer Flucht aus dem Hochhaus merken wir, dass sich diese merkwürdigen Phänomene immer weiter ausbreiten. Da die Umgebung relativ groß ist, nutzt unser Held Fahrzeuge um an gewünschte Orte zu gelangen. Eine ruhige Fahrt sollte jetzt keiner erwarten, denn fest eingebaute Ereignisse erschweren auch hier unser Leben. Immer wieder stürzen Objekte auf die Strasse, denen wir ausweichen müssen. Hinzu kommt die etwas gewohnheitsbedürftige Steuerung.

Nett ist übrigens auch, dass wir die Umwelt recht frei erkunden dürfen. Dabei werden wir viele unterschiedliche Orte erblicken. Ein Museum ist genauso vorhanden, wie eine U-Bahn-Station oder Abwasserkanäle. Hier treffen wir ebenfalls auf die diversen Gegner, die wir mit unseren eingesammelten Waffen bekämpfen. Daneben gibt es auch noch viele andere Objekte, die wir in den unzähligen Umgebungen einsammeln. Neben den normalen Feinden werden wir auch gut inszenierte Bossgegner erblicken. Wie bei solchen Spielen üblich, hat jeder Feind andere Stärken aber auch Schwächen. Haben wir diese erst einmal herausgefunden, so ist das Monster schnell erledigt. Wir kommen nun zu einem Punkt, der uns sehr gut gefallen hat. Edward hat ein ganz anderes Inventarsystem. Er verstaut wirklich alles am Körper, wo wir diese Sachen auch direkt erblicken. Mit einem Tastendruck öffnet der Held seine Jacke und wir erblicken alle Dinge - wie Waffen, Taschenlampe, Munition oder Benzinflasche - die er aktuell mit sich herumschleppt. Das war bei weitem noch nicht alles. Die mitgeführten Gegenstände lassen sich zusätzlich kombinieren. So kann man z.B. aus einfachen Patronen mit Alkohol entflammbare Geschosse machen. Ein Molotow-Cocktail ist auch mit wenigen Handgriffen gebaut. Die Kombinationsfreudigkeit endet nicht im Inventar. So kann der Spieler auch ein Feuerzeug und eine Spraydose in die virtuellen Hände nehmen - fertig ist ein kleiner Flammenwerfer. Bei den Kämpfen erleiden wir notgedrungen Schaden. Wir haben zwar keine Lebensleiste, allerdings erkennen wir anhand von ekligen Fleischwunden schnell, wann es unserem Helden schlecht geht. Diese Wunden kann man zum Glück mit einem Spray oder falls diese schlimmer sind, mit einem Verband realitätsnah versorgen. Das Spiel lebt allerdings nicht nur von den vielen Kämpfen, wilden Autofahrten und spektakulären Klettereinlagen. Ein wichtiger Bestandteil des Spiels sind auch die adventuretypischen Rätsel. Hier gilt es Objekte zu besorgen, diese an dafür vorgesehenen Orten wieder einzusetzen oder Sachen zu aktivieren. Bei vielen Aufgaben spielt die Umgebung und die eingebaute Physik eine wichtige Rolle. So muss man Kabel an Ecken schwingen, damit sie einen nicht behindern. Immer wieder wird der Spieler vor Problemen gestellt, die auf verschiede Art und Weise gelöst werden sollen. Welche die beste Lösung ist, müssen wir durch austesten selber herausfinden. So erkunden wir nun die unterschiedlichen Umgebungen, lösen Rätsel, kämpfen gegen kleine aber auch monströse Gegner und folgen der Story, die durch kleine Filmeinspielungen ständig vorangetrieben wird.

 

Technik:

Die technische Seite ist so, wie man es bei einem anständigen Survival-Horror-Spiel erwartet. Wir werden viele unterschiedliche Orte zu sehen bekommen. Diese weisen unzählige Details auf und so erkundet man die Umgebung sehr gerne. Ein Highlight ist natürlich das Effektfeuerwerk, was auf den Bildschirm gezaubert wird. Immer wieder passiert etwas und dank intensiver Licht- und Schattenspielerei wird auch eine düstere Atmosphäre erzeugt. Da kann man ruhig über kleinere Grafikfehler hinwegsehen. Sehr eindrucksvoll sehen auch die Flammen aus, die sogar in das Gameplay mit einfließen. Ordentlich modelliert und animiert wurden auch die Figuren. Vor allem unsere Spielfigur bewegt sich geschmeidig durch das Spiel. Genießen dürft Ihr außerdem viele eingespielte Filme, die fast kinoreif die Story immer wieder vorantreiben. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben einer stimmungsvollen Musik werden wir auch ständig passend eingespielten Ingamegeräuschen lauschen. Selbst mit den deutschen Synchronstimmen kann man gut leben, auch wenn die Stimmen nicht immer zu den Figuren passen. An die Steuerung muss man sich eine ganze Zeit lang gewöhnen. Allerdings wird uns der Einstieg durch viele Hilfetexte sehr erleichtert. Nervig ist allerdings, dass unsere Spielfigur nur aus der Egoperspektive seine Waffen abfeuert. Jedes Mal schaltet er die Sicht um, bevor er einen Gegner anschießt. Das kann schon mal irritieren, wenn man lange vorher aus der Third-Person-Perspektve gespielt hat. Etwas träge ist der Schießmodus dann auch noch. Wirklich schnell kann man das Ziel nicht in der Egoansicht anvisieren. Vor allem bei flinken Gegnern bekommt man Probleme. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber auch daran. Kleinere Einschränkungen gibt es außerdem bei der Fahrzeugsteuerung. Ein Auto lässt sich viel zu schwammig lenken und sitzt einem dann noch die Zeit im Nacken, steigt der Frustpegel schnell nach oben. Ganz nett ist aber die Idee des Blinzelns. Mit einem Druck auf den Stick können wir Lidschläge ausführen und so unser eingeschränktes Sichtfeld verbessern. Der Schwierigkeitsgrad ist recht angenehm. Die Rätsel sind logisch und so kommt man schnell auf die entsprechende Lösung. Außerdem gibt das Spiel gerade am Anfang genügend Hinweise und so lernt man die Fähigkeiten der Spielfigur gut kennen. Wirklich leicht ist das Game aber dennoch nicht. Gerade bei den Kletterpartien stirbt unsere Figur viel zu oft. Etwas besser hätte auch die KI der Gegner ausfallen können. Wirklich intelligent verhalten sich diese nicht. Einzig bei den Bosskämpfen werden wir wirklich gefordert. Der Hersteller hat dann noch ein interessantes Feature eingebaut. Schafft man einen Spielabschnitt mal nicht oder habt Ihr gerade keine Lust auf einen Endgegner, so könnt Ihr diesen auch überspringen. Das Game ist in viele Spielabschnitte aufgeteilt, die von Anfang an frei anwählbar sind. Somit kann man zu jeder Zeit im Spiel vor- aber auch zurückspringen. Damit Ihr nichts von der Story verpassen, wird im Vorfeld ein kleiner Film eingespielt. So wird schnell gezeigt, was bis jetzt geschehen ist.

 

Fazit:

Alone in the Dark: Inferno ist schon ein nettes Spiel, das vor allem Genrefans begeistern kann. Die Story ist ansprechend und dank vieler eingespielter Filme wird diese auch recht interessant erzählt. Hinzu kommt eine gute Stimmung im Spiel, denn es gibt kaum Momente, wo nichts passiert. Permanent hat man die Angst im Nacken, dass die ruhigen Momente gleich vorbei sind. Das kommt vor allem durch die netten Soundeinspielungen zustande. Auch an Abwechslung hat man gedacht. Mal lösen wir kleinere Rätsel, dann klettern wird herum, fahren mit einem Auto oder kämpfen gegen diverse Monster. Da man ständig mit der Umgebung interagiert und irgendetwas erledigen muss, kommt man kaum noch vom Bildschirm los. Auch die Idee mit dem neuartigen Inventar oder die Kombinationsvielfalt tragen zum guten Gameplay bei. Da stört es nur wenig, dass die Steuerung kleinere Probleme macht oder das manche Passagen etwas schwer ausgefallen sind. Wer also über Kleinigkeiten hinwegsehen kann und gerne Survival-Horror-Spiele spielt, der darf gerne bei dem Game zuschlagen. Alone in the Dark: Inferno hat uns ganz gut gefallen und daher können wir einen Kauf befürworten.

 

Features:

- Alles kann zerstört werden: Detaillierte Gegenstände in der Umgebung. Fast jedes Objekt kann in Echtzeit benutzt oder bedient werden (Seile festbinden, Molotow-Cocktails herstellen, Kanister in der Luft zerschießen, alle Türen zerstören).
- Feuer: Als Waffe benutzt kann Feuer auf alle beweglichen brennbaren Objekte/Figuren übergreifen und die unmittelbare Umgebung zerstören.
- Freiheit: Spieler können mit Fahrzeugen im Spiel überall hinfahren - Verfall in Echtzeit - Kaputtmachen und weiterfahren - Der Spieler kann aus dem fahrenden Auto springen und es so als Waffe benutzen - Keine Begrenzung: Der Spieler kann überall dorthin, wo ein Mensch in dieser Situation ebenfalls hin könnte - Man kann so weit sehen, wie das Auge reicht.
- Erzähltiefe: Die Entwickler Eden Studios haben die Zutaten von gefeierten TV-Dramaserien wie 24 oder Lost genommen und sie erfolgreich in das Videospiel eingebracht.
- Unglaublich realistische Umgebung: Stimmige Beleuchtung mit Schattenspiel, erkennbare Hautstrukturen und feuchte Augen mit Lichtreflexionen. Verletzungen werden realistisch dargestellt und haben einen logischen Einfluss auf die Handlungen und Bewegungen des Spielers.
- Egoperspektive: Zur Simulation der körperlichen Verfassung (z. B. Zwinkern, um die Sicht zu verbessern)
- Intuitives Inventar: Man kann nur Gegenstände bei sich tragen, die auch realistisch transportiert werden können.
- Pathfinding (Wegsuche)/KI: Feinde werden durch Geruch und Sicht aufgespürt - KI-Erfassungszonen.
- Moralische Entscheidungen haben Einfluss auf den Verlauf des Spiels.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Alone in the Dark: Inferno (PS3)

 
  Alone in the Dark: Inferno (PS3)
EUR 59,99
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Grafik: 87 %  
Sound: 83 %  
Bedienung: 78 %  
Singleplayer: 82 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 84 %  
Gesamtwertung:  83 %  



 

 

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