Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







Alone in the Dark V - Review (Wii)

Wertung:
78 %

Einleitung:

Fast jeder dürfte die Alone in the Dark-Reihe kennen. Die Action-Adventure-Spiele erfreuen schon seit vielen Jahren die Gamergemeinde. Der erste Teil erschuf sogar vor mehr als 15 Jahren das Survival-Horror-Genre. Mittlerweile sind schon vier Teile der Reihe in den Handel gekommen. Jetzt folgt endlich der fünfte mit dem obligatorischen Namen Alone in the Dark V. Entstanden ist das Spiel bei den Eden Studios, die bekannt wurden durch Titel wie die V-Ralle-Reihe, Kya oder Test Drive Unlimited. Das Action-Survival-Game erscheint übrigens für PC, Xbox 360, Playstation 2 & 3 und Nintendo Wii. Wir konnten uns jetzt die fertige Wii-Version ausgiebig ansehen. Ob sich ein Kauf für Nintendo-Wii-Besitzer lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Eine anständige Story darf bei so einem Spiele nicht fehlen. Der Central Park wurde ursprünglich als sichere Zufluchtstätte geschaffen … aber nicht unbedingt für die Einwohner von New York, sondern für Wesen ganz anderer Art. Generationen von Wächtern haben dieses Geheimnis gehütet und dafür gesorgt, dass die riesige Parkfläche unberührt blieb, während die Stadt um den Park herum in den Himmel wuchs. Jetzt kann das Geheimnis nicht mehr gewahrt werden, und Edward Carnby, seines Zeichens Detektiv für paranormale Aktivitäten, muss in einer einzigen apokalyptischen Nacht versuchen, die unglaubliche Wahrheit hinter dem Central Park aufzudecken. Der Spieler schlüpft in dem Spiel in die Haut des mutigen Helden. Mit ihm sollen wir nun viele unterschiedliche Aufgaben bewältigen. Diese reichen von diversen Klettereinlagen, über kleinere Knobelaufgaben, vielen Kämpfen bis hin zu Fahrten mit einem Auto. Am Anfang erwachen wir mit unserer Spielfigur ohne eine Erinnerung zu haben. In der Ego-Perspektive werden wir nun recht unsanft auf die Beine gestellt und von einem Mann weggezerrt. Bevor die nahe Exekution eintritt, geschehen merkwürdige Dinge. Heftige Erschütterungen und merkwürdige Risse im Gebäude lassen viele Fragen aufkommen, die erst später beantwortet werden. Allerdings haben diese Ereignisse auch einen Vorteil, denn wir werden unseren Peiniger los und können so die Flucht aus dem Hochhaus beginnen. Jetzt darf der Spieler auch in der Third-Person-Perspektive spielen. Unsere Spielfigur lenken wir übrigens per Nunchuk-Stick durch die 3D-Welt. Die etwas weiter entfernte Ansicht bringt vor allem bei den Klettereinlagen immense Vorteile. Hindernisse oder Abgründe sollen wir nämlich mit Hilfe der Umgebung überwinden. So gibt es z.B. herumhängende Kabel, die als Schwungseile benutzt werden können. Dabei werden wir oftmals in Hektik ausbrechen, denn bei unseren Kletteraktionen werden diverse Ereignisse eingespielt. So sollen wir herabstürzenden Trümmerteilen ausweichen und andere Fallen überlisten. Obligatorische Gegner dürfen bei dem Spiel ebenfalls nicht fehlen. Dabei treffen wir nicht nur auf einen Gegnertyp. Immer wieder tauchen andere monsterähnliche Wesen auf, die uns an den Kragen wollen. Auch hier soll der Spieler die Umgebung nutzen um sein Leben zu schützen. Man kann zum Beispiel einen Stuhl nehmen und diesen dann an Flammen anzünden. Genretypische Schusswaffen existieren auch noch. Allerdings kann man mit diesen nicht alle Probleme aus der Welt schaffen und so muss der Gamer immer wieder Alternativen suchen. Vor allem Schlagwaffen bevorzugt unser Held. Diese werden, anders wie in anderen Genrevertretern, nicht mit einem einfachen Knopfdruck aktiviert. Vielmehr müssen wir die Schlagbewegung simulieren. Dazu führt der Spieler diverse Gesten aus. Durch die verschiedenen Bewegungen kann man dann die Schläge aktivieren, die Bewaffnung wechseln oder sein Inventar öffnen. Durch einen einfachen druck auf die C-Taste wechseln man außerdem in die Ego-Persektive. Jetzt kann man sich per Pointer umsehen und seine Waffen abfeuern. Hier müssen wir allerdings sagen, dass die Gesten nicht immer erkannt werden bzw. oft nur Aktionen ausgeführt werden, wenn wir sehr genau zielen. Das kann mit der Zeit ganz schön nerven.

Bei unserer Flucht aus dem Hochhaus merken wir, dass sich diese merkwürdigen Phänomene immer weiter ausbreiten. Da die Umgebung relativ groß ist, nutzt unser Held auch Fahrzeuge um an gewünschte Orte zu gelangen. Eine ruhige Fahrt sollte jetzt keiner erwarten, denn fest eingebaute Ereignisse erschweren auch hier unser Leben. Immer wieder stürzen Objekte auf die Strasse, denen wir ausweichen müssen. Hinzu kommt die etwas eigenwillige und ungenaue Steuerung, die uns ebenfalls alles abverlangt. Nett ist übrigens auch, dass wir die Umwelt recht frei erkunden dürfen. Dabei werden wir viele unterschiedliche Orte erblicken. Ein Museum ist genauso vorhanden, wie eine U-Bahn-Station oder Abwasserkanäle. Hier treffen wir ebenfalls auf die diversen Gegner, die wir mit unseren eingesammelten Waffen bekämpfen. Daneben gibt es auch noch viele andere Objekte, die wir in den unzähligen Umgebungen einsammeln. Neben den normalen Gegenspielern werden wir auch gut inszenierte Bossgegner erblicken. Wie bei solchen Spielen üblich, hat jeder Feind andere Stärken aber auch Schwächen. Haben wir diese erst einmal herausgefunden, so ist das Monster schnell erledigt. Wir kommen nun zu einem Punkt, der uns sehr gut gefallen hat. Edward hat ein ganz anderes Inventarsystem, dass wir interaktiv mit den Bedienelementen öffnen. Er verstaut wirklich alles am Körper, wo wir diese Sachen auch direkt erblicken. Nun sehen wir alle Dinge - wie Waffen, Taschenlampe, Munition oder Benzinflasche - die er aktuell mit sich herumschleppt. Das war bei weitem noch nicht alles. Die mitgeführten Gegenstände lassen sich zusätzlich kombinieren. So kann man z.B. aus einfachen Patronen mit Alkohol entflammbare Geschosse machen. Ein Molotow-Cocktail ist auch mit wenigen Handgriffen gebaut. Leider mussten wir feststellen, dass bei der Kombination stark auf die Reihenfolge geachtet wird. Zieht Ihr den falschen Gegenstand als erstes auf ein Objekt, passiert nichts. Das dürfte in der heutigen Zeit nicht mehr passieren. Die Kombinationsfreudigkeit endet nicht im Inventar. So kann der Spieler auch ein Feuerzeug und eine Spraydose in die virtuellen Hände nehmen - fertig ist ein kleiner Flammenwerfer. Bei den Kämpfen erleiden wir notgedrungen Schaden. Wir haben zwar keine Lebensleiste, allerdings erkennen wir anhand von ekligen Fleischwunden schnell, wann es unserem Helden schlecht geht. Diese Wunden kann man zum Glück mit einem Spray oder falls diese schlimmer sind, mit einem Verband realitätsnah versorgen. Das Spiel lebt allerdings nicht nur von den vielen Kämpfen, wilden Autofahrten und spektakulären Klettereinlagen. Ein wichtiger Bestandteil des Spiels sind auch die adventuretypischen Rätsel. Hier gilt es Gegenstände zu besorgen, diese an dafür vorgesehenen Orten wieder einzusetzen oder Sachen zu aktivieren. Bei vielen Aufgaben spielt die Umgebung und die eingebaute Physik eine wichtige Rolle. So muss man Kabel an Ecken schwingen, damit sie einen nicht behindern.

 

Technik:

Insgesamt kann man mit der Grafik ganz zufrieden sein. Allerdings agieren wir auch häufig in dunklen Abschnitten, so dass oftmals nur wenig zu erkennen ist. Hinzu kommen die etwas unscharfen Texturen und die objektarmen Levels. Wirklich störend ist das aber nicht, denn wir werden durch viele Effekte und Lichtspielereien anständig entschädigt. Nett sehen außerdem die Figuren aus. Sie wurden ordentlich modelliert und ansprechend animiert. Etwas hüftsteif ist unser Held aber trotzdem. Das ganze wurde außerdem in eine atmosphärisch spannende Spielwelt gepackt, in der eigentlich immer etwas passiert. Eingespielte Filme halten alles gut zusammen und so kommt man kaum noch vom Bildschirm los. Recht ansprechend ist der Sound. Viele passend eingespielte Soundeffekte sorgen für eine dichte Atmosphäre. Hinzu kommt eine stimmungsvolle Musik. Etwas dürftig fällt dagegen die deutsche Synchronisation aus. Nicht jeder Sprecher passt zur Figur. Die Steuerung ist leider etwas gewohnheitsbedürftig. Wirklich einfach ist die Lenkung nicht. Hinzu kommt, dass wir oftmals sehr genau zielen müssen um eine Aktion anzusetzen. Trotzdem wurden viele nette interaktive Sachen - wie das kurzschließen eines Autos - damit verwirklicht. Das macht dann auch jede Menge Spaß. Die Fahrzeuge lassen sich allerdings nicht gut lenken. Sie fahren sehr schwammig und bleiben fast überall hängen. Vor allem, wenn uns die Zeit im Nacken sitzt, kommen schnell Frustmomente auf. Der Schwierigkeitsgrad ist recht angenehm. Die Rätsel sind logisch und so kommt man schnell auf die entsprechende Lösung. Außerdem gibt das Spiel - gerade am Anfang - genügend Hinweise und so lernt man die Fähigkeiten der Spielfigur gut kennen. Wirklich leicht ist das Game aber nicht. Dafür stirbt unsere Figur einfach zu oft. Viele Abschnitte müssen wir mehrmals absolvieren, bis wir gestellte Aufgaben erledigen. Etwas dürftig ist dann auch noch die KI der Gegner. Wirklich intelligent verhalten sich diese nämlich nicht. Einzig bei den Bosskämpfen werden wir wirklich gefordert. Wird ein Abschnitt dann doch einmal zu viel für Euch, oder habt Ihr gerade keine Lust auf einen Endgegner, so könnt Ihr diesen auch überspringen. Das Spiel ist in viele Spielabschnitte aufgeteilt, die von Anfang an frei anwählbar sind. Damit wir nichts von der Story verpassen, gönnt uns der Hersteller auch noch einen kleinen Film im Vorfeld. So wird schnell gezeigt, was bis jetzt geschehen ist.

 

Fazit:

Alone in the Dark V wird nicht jeden Spieler ansprechen. Das Spiel hat wirklich viele Features, die es zu einem einmaligen Spielerlebnis machen. Allerdings gibt es auch Sache die absolut stören. Fangen wir erst einmal mit den positiven Punkten an. Die nette Geschichte kann grundlegend überzeugen. Vor allem die gute Präsentation motiviert einen immer wieder weiter zu spielen. Außerdem hat der Hersteller viele interessante Ideen in das Spiel eingebaut. Unzählige Effekte, vor allem das Feuer, haben uns genauso angesprochen, wie die Kombinationsvielfalt, der Sound, die düstere Atmosphäre, die gut in das Spiel eingebaute Physikengine und die relativ offene Spielwelt. Allerdings gab es auch viele Sachen, die das Gameplay negativ beeinflussen. So ist die Steuerung nicht wirklich gut. Vor allem Anfänger werden einiges an Zeit brauchen, bis sie damit klar kommen. Außerdem hat das Game viele kleine Grafikfehler, die das Gameplay trüben. Zusätzlich lassen sich einige Aufgaben nur durch das Trial and Error-Prinzip erledigen. Wir werden also immer wieder Sachen mehrmals machen müssen, bis wir wirklich die Lösung für ein Problem finden. Das verlängert die Spielzeit unnötig. Leider gibt es in dem Game auch viele kleine Macken, die so nicht vorkommen dürften. Oft geschieht es, dass wir durch Objekte eingekeilt werden. Wer damit leben kann, der wird allerdings ein stimmungsvolles und gut inszeniertes Spiel erhalten. Natürlich muss man über so manche Kritikpunkte hinwegsehen können. Wer sich also mit technischen Macken und Frustmomenten arrangieren kann, der darf bei diesem interessanten Wii-Spiel ruhig zuschlagen. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, kann das Game einen gut am Fernseher binden.

 

Features:

- Alles kann zerstört werden: Detaillierte Gegenstände in der Umgebung. Fast jedes Objekt kann in Echtzeit benutzt oder bedient werden (Seile festbinden, Molotow-Cocktails herstellen, Kanister in der Luft zerschießen, alle Türen zerstören).
- Feuer: Als Waffe benutzt kann Feuer auf alle beweglichen brennbaren Objekte/Figuren übergreifen und die unmittelbare Umgebung zerstören.
- Freiheit: Spieler können mit Fahrzeugen im Spiel überall hinfahren - Verfall in Echtzeit - Kaputtmachen und weiterfahren - Der Spieler kann aus dem fahrenden Auto springen und es so als Waffe benutzen - Keine Begrenzung: Der Spieler kann überall dorthin, wo ein Mensch in dieser Situation ebenfalls hin könnte - Man kann so weit sehen, wie das Auge reicht.
- Erzähltiefe: Die Entwickler Eden Studios haben die Zutaten von gefeierten TV-Dramaserien wie 24 oder Lost genommen und sie erfolgreich in das Videospiel eingebracht.
- Unglaublich realistische Umgebung: Stimmige Beleuchtung mit Schattenspiel, erkennbare Hautstrukturen und feuchte Augen mit Lichtreflexionen. Verletzungen werden realistisch dargestellt und haben einen logischen Einfluss auf die Handlungen und Bewegungen des Spielers.
- Egoperspektive: Zur Simulation der körperlichen Verfassung (z. B. Zwinkern, um die Sicht zu verbessern)
- Intuitives Inventar: Man kann nur Gegenstände bei sich tragen, die auch realistisch transportiert werden können.
- Alle Figuren und Objekte sind bedienbar und reizen das ganze Potential der Wii-Fernbedienung und des Wii-Controllers aus:
- Mit der Wii-Fernbedienung kann man die Kamerafahrt steuern, mit Waffen zielen und schießen und jedes Objekt in der Umgebung beeinflussen (Feuerlöscher, Tische, Stühle, Fledermäuse usw.).
- Mit dem Nunchuk-Controller kann man die Figur freier bewegen, während man verschiedene Handlungen gleichzeitig ausführt.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Alone in the Dark V (Wii)

 
 Alone in the Dark 5 - Near Death Investigation
EUR 64,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 80 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 68 %  
Singleplayer: 80 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 81 %  
Gesamtwertung:  78 %  


 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt