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Alone in the Dark V - Review (Xbox 360)

Wertung:
80 %

Einleitung:

Die Alone in the Dark-Reihe sollte eigentlich jeder kennen, denn die Spiele erfreuen schon seid 1992 viele Gamerherzen. Man kann sogar sagen, dass der erste Teil vor mehr als 15 Jahren das Survival-Horror-Genre erschuf. Mittlerweile sind schon vier Teile der Reihe in den Handel gekommen. Nun folgt der fünfte mit dem altbekannten Namen Alone in the Dark V. Entstanden ist das Spiel bei den Eden Studios die bekannt wurden durch Titel wie die V-Ralle-Reihe, Kya oder Test Drive Unlimited. Das Action-Survival-Spiel erscheint übrigens für PC, Xbox 360, Playstation 2 & 3 und Nintendo Wii. Wir konnten uns die fertige Xbox 360-Version jetzt sehr genau ansehen. Ob sich eine Anschaffung nicht nur für Fans der Reihe lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Natürlich darf bei so einem Spiele eine Story nicht fehlen. Der Central Park wurde ursprünglich als sichere Zufluchtstätte geschaffen … aber nicht unbedingt für die Einwohner von New York, sondern für Wesen ganz anderer Art. Generationen von Wächtern haben dieses Geheimnis gehütet und dafür gesorgt, dass die riesige Parkfläche unberührt blieb, während die Stadt um den Park herum in den Himmel wuchs. Jetzt kann das Geheimnis nicht mehr gewahrt werden, und Edward Carnby, seines Zeichens Detektiv für paranormale Aktivitäten, muss in einer einzigen apokalyptischen Nacht versuchen, die unglaubliche Wahrheit hinter dem Central Park aufzudecken. Der Spieler schlüpft natürlich in die Haut des mutigen Helden. Mit ihm sollen wir nun viele unterschiedliche Aufgaben bewältigen. Diese reichen von diversen Klettereinlagen, über kleinere Knobelaufgaben, vielen Kämpfen bis hin zu Fahrten mit einem Auto. Am Anfang erwachen wir mit unserer Spielfigur ohne eine Erinnerung zu haben. In der Ego-Perspektive werden wir nun recht unsanft auf die Beine gestellt und von einem Mann weggezerrt. Bevor die nahe Exekution eintritt, geschehen merkwürdige Dinge. Heftige Erschütterungen und merkwürdige Risse im Gebäude lassen viele Fragen aufkommen, die erst später beantwortet werden. Allerdings haben diese Ereignisse auch einen Vorteil, denn wir werden unseren Peiniger los und können so die Flucht aus dem Hochhaus beginnen. Jetzt darf der Spieler auch in der Third-Person-Perspektive spielen. Das bringt vor allem bei den Klettereinlagen immense Vorteile. Hindernisse oder Abgründe sollen wir nämlich mit Hilfe der Umgebung überwinden. So gibt es z.B. herumhängende Kabel, die als Schwungseile benutzt werden können. Dabei werden wir oftmals in Hektik ausbrechen, denn bei unseren Kletteraktionen werden diverse Ereignisse eingespielt. So sollen wir herabstürzenden Trümmerteilen ausweichen und andere Fallen überlisten. Obligatorische Gegner dürfen bei dem Spiel ebenfalls nicht fehlen. Dabei treffen wir nicht nur auf einen Gegnertyp. Immer wieder tauchen andere monsterähnliche Wesen auf, die uns an den Kragen wollen. Auch hier soll der Spieler die Umgebung nutzen um sein Leben zu schützen. Man kann zum Beispiel einen Stuhl nehmen und diesen dann an Flammen anzünden. Genretypische Schusswaffen existieren dann auch noch. Allerdings kann man mit diesen nicht alle Probleme aus der Welt schaffen und so muss der Gamer immer wieder Alternativen suchen. Vor allem Schlagwaffen bevorzugt unser Held. Diese werden, anders wie in anderen Genrevertretern, nicht mit einem einfachen Knopfdruck aktiviert. Vielmehr müssen wir die Schlagbewegung mit dem Stick simulieren.

Bei unserer Flucht aus dem Hochhaus merken wir, dass sich diese merkwürdigen Phänomene immer weiter ausbreiten. Da die Umgebung relativ groß ist nutzt unser Held auch Fahrzeuge um an gewünschte Orte zu gelangen. Eine ruhige Fahrt sollte jetzt keiner erwarten, denn fest eingebaute Ereignisse erschweren auch hier unser Leben. Immer wieder stürzen Objekte auf die Strasse, denen wir ausweichen müssen. Hinzu kommt die etwas eigenwillige Steuerung, die uns ebenfalls alles abverlangt. Nett ist übrigens auch, dass wir die Umwelt recht frei erkunden dürfen. Dabei werden wir viele unterschiedliche Orte erblicken. Ein Museum ist genauso vorhanden, wie eine U-Bahn-Station oder Abwasserkanäle. Hier treffen wir ebenfalls auf die diversen Gegner, die wir mit unseren eingesammelten Waffen bekämpfen. Daneben gibt es auch noch viele andere Objekte, die wir in den unzähligen Umgebungen einsammeln. Neben den normalen Gegenspielern werden wir auch gut inszenierte Bossgegner erblicken. Wie bei solchen Spielen üblich, hat jeder Feind andere Stärken aber auch Schwächen. Haben wir diese erst einmal herausgefunden, so ist das Monster schnell erledigt. Wir kommen nun zu einem Punkt, der uns sehr gut gefallen hat. Edward hat ein ganz anderes Inventarsystem. Er verstaut wirklich alles am Körper, wo wir diese Sachen auch direkt erblicken. Mit einem Tastendruck öffnet der Held seine Jacke und wir sehen alle Dinge - wie Waffen, Taschenlampe, Munition oder Benzinflasche - die er aktuell mit sich herumschleppt. Das war bei weitem noch nicht alles. Die mitgeführten Gegenstände lassen sich zusätzlich kombinieren. So kann man z.B. aus einfachen Patronen mit Alkohol entflammbare Geschosse machen. Ein Molotow-Cocktail ist auch mit wenigen Handgriffen gebaut. Leider mussten wir feststellen, dass bei der Kombination stark auf die Reihenfolge geachtet wird. Zieht Ihr den falschen Gegenstand als erstes auf ein Objekt, passiert nichts. Das dürfte in der heutigen Zeit nicht mehr passieren. Die Kombinationsfreudigkeit endet nicht im Inventar. So kann der Spieler auch ein Feuerzeug und eine Spraydose in die virtuellen Hände nehmen - fertig ist ein kleiner Flammenwerfer. Bei den Kämpfen erleiden wir notgedrungen Schaden. Wir haben zwar keine Lebensleiste, allerdings erkennen wir anhand von ekligen Fleischwunden schnell, wann es unserem Helden schlecht geht. Diese Wunden kann man zum Glück mit einem Spray oder falls diese schlimmer sind, mit einem Verband realitätsnah versorgen. Das Spiel lebt allerdings nicht nur von den vielen Kämpfen, wilden Autofahrten und spektakulären Klettereinlagen. Ein wichtiger Bestandteil des Spiels sind auch die adventuretypischen Rätsel. Hier gilt es Sachen zu besorgen, diese an dafür vorgesehenen Orten wieder einzusetzen oder Sachen zu aktivieren. Bei vielen Aufgaben spielt auch die Umgebung und die eingebaute Physik eine wichtige Rolle. So muss man Kabel an Ecken schwingen, damit sie einen nicht behindern. Immer wieder wird der Spieler vor Problemen gestellt, die auf verschiede Art und Weise gelöst werden sollen.

 

Technik:

Mit der Grafik kann man eigentlich ganz gut leben. Einzelne Texturen hätten zwar ein wenig schärfer sein können, wirklich störend ist das aber nicht. Dafür werden wir durch viele Effekte und Lichtspielereien anständig entschädigt. Allerdings gibt es auch hier hin und wieder Sachen die missfallen. Einfallendes Licht durch ein Fenster wirkt zum Teil viel zu künstlich. Nett sehen außerdem die Figuren aus. Sie wurden ordentlich modelliert und auch ansprechend animiert. Etwas hüftsteif ist unser Held aber trotzdem. Das ganze wurde außerdem in eine atmosphärisch spannende Spielwelt gepackt, in der eigentlich immer etwas passiert. Eingespielte Filme halten alles gut zusammen und so kommt man kaum noch vom Bildschirm los. Recht ansprechend ist der Sound. Viele passend eingespielte Soundeffekte sorgen für eine dichte Atmosphäre. Hinzu kommt eine stimmungsvolle Musik. Etwas dürftig fällt dagegen die deutsche Synchronisation aus. Nicht jeder Sprecher passt zur Figur. Die Steuerung ist leider etwas gewohnheitsbedürftig. Zum einen kann man nur Waffen abfeuern, wenn man zuvor in die Egoperspektive wechselt. Hinzu kommt eine gewisse Trägheit beim Zielen, was gerade in hektischen Situationen immense Nachteile mit sich bringt. Die Fahrzeuge lassen sich auch nicht viel besser lenken. Sie fahren sehr schwammig und bleiben fast überall hängen. Vor allem, wenn uns die Zeit im Nacken sitzt, kommen schnell Frustmomente auf. Ganz nett ist auch noch die Idee des Blinzelns. Mit einem Druck auf den Stick können wir Lidschläge ausführen und so unser eingeschränktes Sichtfeld verbessern. Der Schwierigkeitsgrad ist recht angenehm. Die Rätsel sind logisch und so kommt man schnell auf die entsprechende Lösung. Außerdem gibt das Spiel gerade am Anfang genügend Hinweise und so lernt man die Fähigkeiten der Spielfigur gut kennen. Wirklich leicht ist das Game aber nicht. Dafür stirbt unsere Figur einfach zu oft. Viele Abschnitte müssen wir mehrmals absolvieren, bis wir gestellte Aufgaben erledigen. Etwas mager ist dann auch noch die KI der Gegner. Wirklich intelligent verhalten sich diese nämlich nicht. Einzig bei den Bosskämpfen werden wir wirklich gefordert. Wird ein Abschnitt dann doch einmal zu viel für Euch, oder habt Ihr gerade keine Lust auf einen Endgegner, so könnt Ihr diesen auch überspringen. Das Spiel ist in viele Spielabschnitte aufgeteilt, die von Anfang an frei anwählbar sind. Somit bleibt man also niemals in dem Spiel hängen. Damit wir nichts von der Story verpassen, gönnt uns der Hersteller auch noch einen kleinen Film im Vorfeld. So wird schnell gezeigt, was bis jetzt geschehen ist. Fasst man nun alles zusammen, so kann man - bis auf Kleinigkeiten - recht zufrieden mit der technischen Seite sein.

 

Fazit:

Alone in the Dark V wird man lieben oder hassen. Das Spiel hat wirklich viele Features, die es zu einem einmaligen Spielerlebnis machen. Allerdings gibt es auch viele Sache die absolut stören. Fangen wir erst einmal mit den positiven Punkten an. Die nette Geschichte kann eigentlich grundlegend überzeugen. Vor allen durch die nette Präsentation, wird man bis zum Ende am Bildschirm gefesselt. Außerdem hat der Hersteller viele interessante Ideen in das Spiel eingebaut. Unzählige Effekte, vor allem das Feuer, haben uns genauso gefallen, wie die Kombinationsvielfalt, der Sound, die düstere Atmosphäre, die gut in das Spiel eingebaute Physikengine und die relativ offene Spielwelt. Allerdings gab es auch viele Sachen, die das Gameplay negativ beeinflussen. So ist die Steuerung nicht wirklich gut. Es wird wirklich einiges an Zeit brauchen, bis vor allem Anfänger damit klar kommen. Außerdem hat das Game viele kleine Grafikfehler und üble Ruckler. Zusätzlich lassen sich einige Aufgaben nur durch das Trial and Error-Prinzip erledigen. Wir werden also immer wieder Sachen mehrmals machen müssen, bis wir wirklich die Lösung für ein Problem finden. Das verlängert die Spielzeit unnötig. Leider gibt es in dem Game auch viele kleine Macken, die so nicht vorkommen dürften. Oft geschieht es, dass wir durch Objekte eingekeilt werden. Wer damit leben kann, der wird allerdings ein stimmungsvolles und gut inszeniertes Spiel erhalten. Natürlich muss man über so manche Kritikpunkte hinwegsehen können. Wir konnten das und so hat uns das neuste Atarispiel auch recht gut gefallen. Wer also mit technischen Problemen leben kann und recht frustresistent ist, der darf bei diesem unterhaltsamen Spiel ruhig zuschlagen.

 

Features:

- Alles kann zerstört werden: Detaillierte Gegenstände in der Umgebung. Fast jedes Objekt kann in Echtzeit benutzt oder bedient werden (Seile festbinden, Molotow-Cocktails herstellen, Kanister in der Luft zerschießen, alle Türen zerstören).
- Feuer: Als Waffe benutzt kann Feuer auf alle beweglichen brennbaren Objekte/Figuren übergreifen und die unmittelbare Umgebung zerstören.
- Freiheit: Spieler können mit Fahrzeugen im Spiel überall hinfahren - Verfall in Echtzeit - Kaputtmachen und weiterfahren - Der Spieler kann aus dem fahrenden Auto springen und es so als Waffe benutzen - Keine Begrenzung: Der Spieler kann überall dorthin, wo ein Mensch in dieser Situation ebenfalls hin könnte - Man kann so weit sehen, wie das Auge reicht.
- Erzähltiefe: Die Entwickler Eden Studios haben die Zutaten von gefeierten TV-Dramaserien wie 24 oder Lost genommen und sie erfolgreich in das Videospiel eingebracht.
- Unglaublich realistische Umgebung: Stimmige Beleuchtung mit Schattenspiel, erkennbare Hautstrukturen und feuchte Augen mit Lichtreflexionen. Verletzungen werden realistisch dargestellt und haben einen logischen Einfluss auf die Handlungen und Bewegungen des Spielers.
- Egoperspektive: Zur Simulation der körperlichen Verfassung (z. B. Zwinkern, um die Sicht zu verbessern)
- Intuitives Inventar: Man kann nur Gegenstände bei sich tragen, die auch realistisch transportiert werden können.
- Pathfinding (Wegsuche)/KI: Feinde werden durch Geruch und Sicht aufgespürt - KI-Erfassungszonen.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

Alone in the Dark V (Xbox 360)

 
 Alone in the Dark 5 - Near Death Investigation
EUR 64,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 86 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 70 %  
Singleplayer: 80 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 84 %  
Gesamtwertung:  80 %  


 

 

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