Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







American Conquest: Divided Nation - Review (PC)

Wertung:
63 %

Einleitung:

Nach American Conquest und dem Add-On Fight Back kommt mit American Conquest: Divided Nation das dritte Spiel der bekannten Echtzeitstrategiereihe auf den deutschen Markt. Diesmal werden wir die berühmten amerikanischen Schlachten des 19ten Jahrhunderts nachspielen können. Wir durften uns das neuste CDV-Spiel jetzt näher ansehen. Ob sich das Strategiespiel für angehende Generäle lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Natürlich werden wir nicht grundlos in eine Schlacht geworfen. Der Aufbruch in die Neuzeit zerriss Amerika und in den harten Kriegen und Schlachten des 19ten Jahrhunderts wuchs eine große Nation heran. Mexiko und Texas, Norden und Süden kämpften hart und verbittert um die Vorherrschaft. Weit über seine Grenzen sind heute noch die Generäle und Schlachten bekannt. Aufbauend auf der weltweiten Erfolgsserie American Conquest bietet Divided Nation historisch inspirierte Kampagnen, die sich über die Schlacht um New Orleans, den texanischen Unabhängigkeitskrieg und den amerikanischen Bürgerkrieg erstreckt. Bevor wir nun in die Schlachten geschickt werden, fangen wir erst einmal ganz von vorne an. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erblickt der Spieler das Hauptmenü. Hier finden wir die Menüpunkte Einzelspieler-, Multiplayer-Spiel, Laden, Optionen und Editor. Wie gewohnt kann man unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen und unter Laden einen bestehenden Spielstand aktivieren. Wer gerne alleine spielt, sollte sich direkt in den Einzelspielermodus begeben. Am Anfang muss der Akteur erst einmal seinen Namen eingeben. Anschließend folgt der Spielauswahl-Bildschirm. Hier erblicken wir die Menüpunkte: Kampagne, Einzelmission und Zufallskarte. Im Kampagnenmodus können wir eine von neun Kampagnen spielen. Manche Kampagnen konzentrieren sich auf die entscheidenden Schlachten eines einzelnen historischen Kommandeurs, während andere uns erlauben, die Herausforderungen verschiedener Generäle in wichtigen Gefechten anzunehmen. Daneben gibt es noch die Einzelmissionen. Hier darf der Spieler eine von zehn Missionen spielen, die aus den verschiedenen Kampagnen ausgewählt wurden. Diese können wir natürlich in beliebiger Reihenfolge und Schwierigkeit spielen. Außerdem dürft Ihr unter dem Menüpunkt Zufallskarte eine zufällige Karte erstellen. Auf dieser spielen wir dann mit bis zu sechs Computergegnern. Selbstverständlich darf der Spieler auch eine Karte laden, die er selbst mit dem Editor erstellt oder aus dem Internet geladen hat. Natürlich können wir alles Mögliche wie Landschaftstyp, Klimazone, Ressourcen, Kartengröße, Siegbedingungen usw. einstellen. Wer lieber mit anderen menschlichen Spielern ein Spiel wagen möchte, kann dieses im Multiplayerbereich machen. Hier gibt es drei verschiedene Mehrspielerspiele: Schlachtfeld, Internetspiel und Deathmatch. Diese kann man dann über LAN oder Internet spielen.

Nachdem der Spieler nun eine Spielart ausgesucht hat, gelangt er endlich auf das Schlachtfeld. Das Spiel verwendet viele der üblichen Bedienelemente, wie man sie von vielen anderen Echtzeit-Strategiespielen schon kennt. Die meisten Funktionen des Spiels kann man durch ein Zeigen- und Klicksystem ausführen. Das Spiel verfügt auch über ein automatisches Hilfesystem, um Gebäude oder Einheiten aufzurüsten. American Conquest: Divided Nation bietet zwei unterschiedliche Arten des Spielverlaufs. In den Modi Kampagne, Einzelmissionen und Schlacht liegt der Schwerpunkt auf taktische Manöver und dem Kampf. Es müssen keine Ressourcen gesammelt und es können nur sehr wenige Gebäude für Kampfzwecke gebaut werden. Hier stehen sich meistens vorhandene Armeen gegenüber. Die Modi Zufallskarte und Deathmatch beinhalten dagegen alle Elemente eines klassischen Echtzeit-Strategiespiels. Der Spieler muss Ressourcen sammeln, Gebäude errichten und Truppen erstellen - bevor er gegen andere Nationen Krieg führen kann. Wir starten mit einer Handvoll Arbeiter, die am Anfang erst einmal wichtige Gebäude errichten müssen. Mit Farmen sorgen wir für ausreichend Nahrung, Wohngebäude erstellen Arbeiter und eine Eisenbahnstation produziert Militäreinheiten wie Infanterie, Offiziere, Trommler oder Artillerie. Über 20 unterschiedliche Gebäude gibt es in dem Spiel - die entweder Entwicklungen zulassen, Ressourcen abbauen oder Einheiten produzieren. Mit der Zeit werden immer mehr Gebäudearten freigespielt, die wiederum erweitert und ausgebaut werden dürfen. Schnell wachsen unsere Stadt und dementsprechend auch unsere Armee. Diese soll der Spieler grundlegend selber aufbauen. Gut 100 unterschiedliche Einheiten gibt es in dem Spiel. Natürlich hat jede ihre eigenen Vor- aber auch Nachteile und so müssen wir eine gute Mischung finden - um gegen die gegnerische Armee zu bestehen. Haben wir zu sehr auf die falsche Einheit gesetzt, wird die spätere Schlacht in ein Blutbad enden. Der Spieler muss natürlich auch seine Arbeiter gut einsetzen, damit seine Vorräte nicht zu neige gehen. Alle Aktionen benötigen unterschiedliche Rohstoffe, die wir uns - durch einen gut funktionierenden Wirtschaftskreislauf - erarbeiten müssen. Arbeiter sollen Getreide bei den Farmen ernten, in Minen Rohstoffe abbauen und Holz in Wäldern schlagen. Diese nützlichen Figuren werden außerdem - in diversen Gebäuden - zu Soldaten umfunktioniert. Am Ende steht immer eine riesige Armee auf dem Schlachtfeld. Um unsere Truppen wirkungsvoll einzusetzen, stehen unterschiedliche Formationen zur Auswahl. Hiermit bringen wir unsere Soldaten, Kavallerie und Kanonen in Stellung. Moralisch werden unsere Jungs durch Trommler und Fahnenträger aufgebaut. Sind diese in unseren Truppenteilen vorhanden, so steigt die Kampfmoral. Mit unserer Armee gehen wir nun gegen feindliche Einheiten vor. Dabei wird der Spieler vor einer großen Aufgabe gestellt, denn unsere Armee ist riesig. Tausende von Einheiten muss man koordinieren und strategisch gut einsetzen, damit man am Ende als Sieger vom Feld geht. So bestreiten wir nun eine Schlacht nach der anderen und sorgen dafür, dass unsere Interessen auf dem Schlachtfeld durchgesetzt werden.

 

Technik:

Die Grafik ist leider nicht mehr zeitgemäß. Das fängt bei den dürftigen Landschaften an, die sehr trist aussehen. Alles wirkt sehr detailarm und selbst banale Wassereffekte kommen nicht gut rüber. Die Texturen sehen außerdem genauso mittelmäßig aus wie die Effekte und selbst die Figuren hauen einen nicht vom Hocker. Allerdings mussten wohl auch Abstriche gemacht werden, damit die vielen Einheiten problemlos dargestellt werden. Dennoch erwartet man in der heutigen Zeit ein wenig mehr von einem guten Spiel. Der Sound ist ebenfalls nicht sonderlich gut ausgefallen. Dürftige Ingame-Geräusche sind genauso vorhanden wie eine etwas langweilige Musik. Diese passt zumindest zum Spiel. Mit der Steuerung kann man grundlegend gut leben. Diese orientiert sich am Genre und so werden geübte Echtzeitstrategiefans schnell mit den Bedienelementen und den Funktionen klar kommen. Allerdings sind die Icons etwas klein ausgefallen, wodurch man ein wenig den Überblick verliert. Das gleiche passiert dann auch auf der Spielkarte. Das Gewusel von tausenden von Einheiten ist einfach zu viel, denn diese kann man kaum kontrollieren. Dank der dürftigen Optik ist alles sehr unübersichtlich und so sind koordinierte Schlachten kaum möglich. Das liegt zum Teil auch am katastrophalen Verhalten der Einheiten. Diese machen nicht immer das, was wir ihnen befehlen und von einer guten Wegfindung haben sie auch noch nichts gehört. Hinzu kommt die KI der CPU-Gegner. Diese zeigen kaum intelligentes Verhalten. Angriffsvarianten sieht man genauso wenig wie gut koordiniertes Vorgehen. Meistens stürmen sie einfach nur auf uns zu. Hinzu kommen viele kleine Bugs, die ebenfalls das Gameplay stören. Fasst man alles zusammen, so kann die technische Seite leider nicht überzeugen.

 

Fazit:

Grundlegend hätte aus American Conquest: Divided Nation ein wirklich gutes Echtzeitstrategiespiel werden können. Genügend Spielmodis sind genauso vorhanden, wie strategischer Tiefgang. Hinzu kommt, dass die Massenschlachten viel Spaß machen. Allerdings wird das Gameplay ganz klar durch die mittelmäßige Technik getrübt. Was optisch gezeigt wird, ist wirklich nicht mehr zeitgemäß. Außerdem werden Anfänger kaum mit den Massen klar kommen. Das liegt vor allem an der Unübersichtlichkeit und dem dummen Verhalten der Einheiten. Schnell verliert man den Überblick und demzufolge auch eine Schlacht. Zumindest dürfen wir uns auf ein funktionierendes Wirtschaftssystem, einen ansprechenden Entwicklungsbaum und ein interessantes Thema freuen. Nicht viele Strategiespiele behandeln den amerikanischen Bürgerkrieg. Interessant ist dann auch noch der Kartengenerator bzw. der Editor. Spieler die sich länger mit dem Spiel beschäftigen wollen, werden viele Möglichkeiten vorfinden. Wer also nichts gegen ein technisch schwaches Strategiespiel hat, darf gerne bei American Conquest: Divided Nation zuschlagen. Erwartet aber nicht zu viel.

 

Features:

- Neuer reich ausgestatteter Schlachtenmodus
- Die legendären Gefechte des 19. Jahrhunderts
- Nationen: Texas, Mexiko, Süd- und Nordstaaten
- 9 Kampagnen mit mehr als 50 Karten und Missionen
- Große Palette unterschiedlichster Uniformen und Einheiten
- Schillernde Kavallerieschlachten bis hin zu den ersten Grabenkämpfen
- ca. 100 neue Einheiten
- ca. 20 neue Gebäude
- Pioniertruppen und große Artillerie
- Unterwasserboote
- US-Gettysburg - Kampagne (6 Missionen) u.v.m

 

 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

American Conquest: Divided Nation (PC)

 
 American Conquest - Divided Nation
EUR 29,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 58 %  
Sound: 66 %  
Bedienung: 65 %  
Singleplayer: 62 %  
Multiplayer: 68 %  
Spielspaß: 60 %  
Gesamtwertung:  63 %  

Systemanforderungen:

- Prozessor: 2,0 GHz Pentium/Athlon (empf. 3,0 Ghz)
- Arbeitsspeicher: 256 MB RAM (empf. 512 MB)
- Grafikkarte: 100% DirectX kompatibele Sound- und Grafikkarte
- Laufwerk: DVD
- Betriebssystem: Win 98/ME/2000/XP
- Festplatte 2.5 GB

 

 

 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt