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Baphomets Fluch: Der Engel des Todes - Review (PC)

Wertung:
79 %

Einleitung:

In Baphomets Fluch: Der Engel des Todes startet George Stobbart in sein viertes Abenteuer. Alles begann 1996 bzw.1997 mit den klassischen Point & Click-Adventurespielen Baphomets Fluch & Baphomets Fluch 2. Sechs Jahre später folgte im Jahr 2003 das Spiel Baphomets Fluch 3 - Der schlafende Drache. Dieses Spiel ging neue Wege und wollte durch ein etwas actionlastigeres Gameplay neue Maßstäbe setzen. Jetzt kehrt die Serie zu ihren Ursprüngen zurück. Wir konnten das neuste THQ-Spiel ausgiebig testen. Ob der vierte Teil an alte Erfolge anknüpfen kann, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wie bei den Vorgängerspielen kommt Baphomets Fluch: Der Engel des Todes nicht ohne eine anständige Story aus. Im vierten Teil begleitet der Spieler erneut George Stobbart, den Helden aller drei bisherigen Abenteuer. George hat sich zu Beginn des Abenteuers Hals über Kopf in die wunderschöne, aber auch mysteriöse Anna Maria verliebt. Als diese unter ungeklärten Umständen verschwindet, macht er sich natürlich auf die Suche nach ihr. Dabei stößt er auf eine Verschwörung, die sich um ein mysteriöses Artefakt mit verheerender Macht rankt. Die einzige Spur, die Georg bleibt, ist ein uraltes Manuskript, das angeblich den entscheidenden Hinweis auf eine mythische Substanz enthält, die seit mehr als zweitausend Jahren in Vergessenheit geraten ist. Einmal mehr sieht es so aus, als ob George Stobbart die Welt retten muss. Bevor wir in das Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint ein ansprechendes Intro. Dieses leitet die Story passend ein. Anschließend folgt das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel laden", "Optionsmenü" und "Extras". Wie gewohnt kann man unter Optionsmenü alle spielrelevanten Einstellungen wie Grafik, Sound oder Steuerung vornehmen. Unter Extras finden wir dann noch nette Konzeptzeichnungen und eine Liste mit den Leuten, die das Spiel erschaffen haben. Ist ein Spielstand vorhanden, so darf man diesen unter Spiel laden aktivieren. Am Anfang bleibt uns natürlich nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Nachdem wir auf den gleichnamigen Menüpunkt geklickt haben, schlüpft der Spieler in die Rolle des Haupthelden. Diesmal starten wir mit George Stobbart in einem Kautionsbüro. Dort wartet die schöne Anna Maria schon auf uns. Sie braucht dringend Hilfe und bevor wir eine Entscheidung treffen können, stürmen fiese Gesellen unser Büro. Schon beginnt das Abenteuer, denn wir müssen mit unserer Klientin fliehen. Auf unserer Flucht lernen wir die ersten spielerischen Inhalte kennen. Georg soll klettern, hangeln, Objekte verschieben, balancieren und viele kleine Rätsel lösen. Genretypisch muss der Spieler außerdem jeden Ort nach wichtigen Hinweisen oder Objekte absuchen, alles Nützliche einsammeln und viele Gespräche führen. Dazu lenken wir unsere Spielfigur entweder mit der Tastatur oder mit der Maus durch die Levelabschnitte. An spielrelevanten Gegenständen erscheint ein Hinweis am Mauszeiger und so weiß der Spieler immer, wo er eine Aktion ansetzen kann.

Um die diversen Rätsel zu lösen, muss man oftmals eingesammelte Objekte nutzen und gegebenenfalls diese vorher miteinander kombinieren. Das geschieht recht einfach in unserem Inventar. Ist ein Gegenstand nur einmal verwendbar, so verschwindet dieses automatisch. Allerdings gibt es viele Objekte die wir auch mehrmals nutzen können. Ihr braucht jetzt allerdings keine Angst haben, wirklich voll wird unser Inventar eigentlich nie und so behält man immer den Überblick. Nützlich ist natürlich auch, dass nicht jeder Gegenstand mitgenommen wird. Eigentlich packen wir nur die Utensilien ein, die auch spielrelevant sind. Ist der Anfangsbereich abgeschlossen, werden wir so einige Orte oder anders ausgedrückt halb Europa kennen lernen. Die einzelnen Abschnitte werden selbstverständlich immer wieder durch kleine Sequenzen zusammengehalten, die wunderbar die Story vorantreiben. So haben wir niemals das Gefühl, etwas ohne Grund machen zu müssen. Der Humor bleibt ebenfalls nicht auf der Strecke. Neben diversen witzigen Gesprächen werden wir auch viele lustige Kommentare von Georg hören. Wie schon in den Vorgängerteilen hat er bei fast jedem Objekt etwas amüsantes zu sagen. Hinzu kommen viele skurrile Charaktere - wie einen Mafiosi, der sich für Elvis hält. Selbstverständlich kann man deren Vorlieben oftmals für die Lösung eines Problems nutzen. Genretypisch schauen wir uns die Figuren sorgsam an und sprechen mit diesen. Sammelt man alle Hinweise ein, so stellen die Aufgaben nur selten ein wirkliches Problem dar. Allerdings weisen wir jetzt schon einmal darauf hin, dass die Rätsel oft unlogisch sind. Aber das kennt man ja von solchen Spielen. Bis Ihr auf bestimmte Lösungen kommt, wird viel Zeit vergehen. Das liegt vor allem daran, dass wir bei vielen Problemen nur durch nerviges ausprobieren weiter kommen. Außerdem müssen wir gegebenenfalls auch mitlaufende Figuren in unsere Lösung mit einbeziehen. Schließlich gibt es Stellen, an denen wir nur zu zweit weiter kommen. Daneben soll der Akteur auch noch kleinere Logikrätsel oder Puzzles lösen. Die Laufwege sind dann noch recht kurz. Wir werden bei einer Problemlösung nur selten weite Strecken laufen. Das ist auch gut so, denn nicht immer haben wir unendlich viel Zeit. Hin und wieder sitzt uns auch mal ein Zeitlimit im Nacken. In der Regel ist das Gameplay allerdings recht entspannt. So agieren wir nun in den recht abwechslungsreichen Umgebungen, untersuchen diese penibel nach nützlichen Objekten, lösen kleinere aber auch größere Rätsel und führen viele witzige Gespräche.

 

Technik:

Mit der Grafik kann man grundlegend zufrieden sein. Wir agieren in vielen unterschiedlichen und sehr abwechslungsreichen Umgebungen, die allerdings nur wenige Details aufweisen. Es wäre wirklich nett gewesen, wenn der Hersteller mehr Objekte eingebaut hätte. Trotzdem wird eine glaubwürdige Welt gezeigt, in der wir uns recht frei bewegen können. Hinzu kommen dann noch viele kleine Effekte wie Regen oder Rauch. Hierdurch entsteht ein gutes und authentisches Ambiente. Die Charaktere wurden eigentlich recht gut modelliert. Vor allem die Gesichter - bei den Gesprächen - können überzeugen. Etwas magerer sehen die Animationen aus, denn die Figuren bewegen sich recht hölzern und unnatürlich. Etwas schade ist auch, dass wir kleine Clippingfehler erblicken. Zumindest werden wir durch gut gemachte Zwischensequenzen (in Spielgrafik) ein wenig entschädigt. Kommen wir nun zum Sound. Dieser schneidet eindeutig besser ab. Neben diversen Ingamegeräuschen werden wir auch eine stimmungsvolle Musik zu hören bekommen. Hinzu kommen viele deutsch synchronisierte Dialoge. Diese sind, dank gutem Wortwitz, sehr unterhaltsam. Allerdings verstehen wir nicht, warum man die Gespräche nicht abbrechen darf. Etwas gewohnheitsbedürftig ist dann auch noch die Steuerung. Es gibt in dem Spiel zwei Möglichkeiten unsere Spielfigur zu lenken. Zum einen mit der klassischen Maussteuerung. Diese ist allerdings etwas unpräzise und so weicht man notgedrungen auf die Tastatur aus. Allerdings kann man hiermit nicht alles machen und so muss man im Endeffekt beides nutzen. Sehr benutzerfreundlich ist dagegen das
Inventar. Mit den Objekten kommt man schnell klar und selbst das kombinieren geht einem leicht von der Hand. Hinzu kommt, dass jeder Spieler die intuitive Lenkung (Kreismenüsteuerung) schnell erlernt. Probleme bereitet dann noch die Wegfindung. Unsere Spielfigur bleibt oft an Objekten hängen oder geht unnütze Wege. Hier hätte man ebenfalls einiges besser machen können. Die Kamera selber hat grundlegend alles im Blick. Oft wird uns nur eine feste Perspektive angeboten, die allerdings überraschend übersichtlich ist. Auch wenn es so einige Kritikpunkte gibt, kann man mit der technischen Seite insgesamt gut leben. An die diversen Macken gewöhnt man sich schnell und so stören diese später kaum noch das Gameplay.

 

Fazit:

Baphomets Fluch: Der Engel des Todes ist insgesamt ein nettes Adventurespiel. Allerdings gibt es einige Kritikpunkte die immens stören. Neben der etwas dürftigen Grafik, nerven vor allem die unlogischen Rätsel. Es dauert zum Teil recht lange, bis man auf die passenden Lösungen kommt. Außerdem ist es etwas schade, dass es nur wenige echte Knobelrätsel gibt. Meistens müssen wir nur ein Objekt an einem Ort einsetzen, Schalter drücken und Gegenstände verschieben. Hier wäre ein wenig mehr Vielfalt nicht schlecht gewesen. Trotzdem gibt es auch ein paar sehr interessante Rätsel, die einem zum schwitzen bringen. Entschädigt werden wir dann noch durch eine interessante Story, kleinere Slapstickeinlagen und viele witzige Dialoge. Es gibt natürlich noch mehr positive Punkte. So stimmt z.B. die Mischung aus Action und Rätseln. Immer wieder müssen wir etwas anderes erledigen und so fallen die flacheren Passagen kaum noch auf. Hinzu kommt ein relativ einfacher Schwierigkeitsgrad, wodurch selbst Anfänger nur selten überfordert werden. Die Spielzeit von gut 15 Stunden ist für so ein Spiel auch in Ordnung. Allerdings wird die meiste Zeit für die Bewältigung der Rätsel draufgehen. Auch wenn Baphomets Fluch: Der Engel des Todes das Genre nicht neu erfindet, kann es gut unterhalten. Der tolle Witz und die humorvollen Einlagen werden nicht nur Fans der Vorgängerspiele begeistern. Uns hat das vierte George Stobbart-Abenteuer - trotz diverser Macken - gut gefallen und daher können wir das Spiel auch allen Adventurefans ans Herz legen.

 

Features:

- Neu entwickelte Engine ermöglicht revolutionären Detailreichtum und mehr Realitätsnähe als jemals zuvor bei einem Adventure
- System zur Erkennung von Emotionen und zum Aufbau von Beziehungen zu anderen Charakteren
- Zahlreiche faszinierende und abwechslungsreiche Umgebungen, die über die ganze Welt verstreut sind und den Charme der jeweiligen Region einfangen
- Starke Spieldynamik: brenzlige Situationen müssen unter Zeitdruck gelöst werden
- Herausfordernde, dabei aber immer logische Rätsel
- Packende Storyline voller Intrigen und Wendungen, basierend auf Fakten, Mythen, Fiktionen und diversen Verschwörungstheorien

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Baphomets Fluch: Der Engel des Todes (PC)

 
 Baphomets Fluch 4: Der Engel des Todes
EUR 49,99
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Grafik: 76 %  
Sound: 84 %  
Bedienung: 80 %  
Singleplayer: 75 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 82 %  
Gesamtwertung:  79 %  

Systemanforderungen: 

- Windows XP
- DirectX 9.x
- Pentium-IV 1400 MHz
- 256 MB freier Hauptspeicher
- 2.5 GB freier Festplattenplatz
- DVD-ROM-Laufwerk, Soundkarte,
- Joystick oder Game-Controller

 


 

 

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