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Ben 10: Protector of Earth - Review (Wii)

Wertung:
70 %

Einleitung:

Fleißige Cartoon Networks-Zuschauer werden die recht beliebte Zeichentrickserie Ben 10 sicherlich kennen. Schon gut zwei Jahre lang wird diese in den USA produziert. Mittlerweile sind schon über vierzig Folgen entstanden, was für eine große Fangemeinde spricht. So eine erfolgreiche Reihe braucht natürlich auch ein angemessenes Videospiel. Dieses kommt jetzt über Koch Media mit dem Titel Ben 10: Protector of Earth auf den deutschen Markt. Erscheinen wird das High Voltage Software-Game übrigens für PlayStation 2, Sony PSP, Nintendo Wii und Nintendo DS. Wir konnten uns jetzt die fertige Wii-Version ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel für angehende Superhelden lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Eine Story darf bei so einem Spiel natürlich nicht fehlen. Auf den ersten Blick sieht Ben Tennyson aus wie ein durchschnittlicher 10 jähriger Junge - wäre da nicht das Omnitrix um sein Handgelenk. Dieses hat der kleine Held eines Nachts bei seinem Großvater gefunden, wo er gerade seine Ferien verbringt. Es handelt sich dabei um ein außerirdisches Artefakt, welches Ben auf Knopfdruck in 5 verschiedene Superhelden verwandelt. Nur mit Hilfe dieser außerirdischen Superkräfte kann Ben die Welt vor neuen Bedrohungen durch seinen bösen Erzfeind Vilgax retten. Bevor wir gegen den bösen Schurken vorgehen, wollen wir allerdings erst einmal ganz von vorne anfangen. Zu Beginn erblickt Ihr den Titelbildschirm. Von hier aus kann man ein bestehendes Spiel aktivieren oder ein neues Abenteuer starten. Bevor Ihr dieses allerdings macht, muss noch einer der drei Schwierigkeitsgrade bestimmt werden. Im Anschluss schlüpft der Spieler in die Haut der Hauptfigur Ben Tennyson. Unsere Spielfigur lenken wir recht einfach mit dem Control-Stick durch die diversen Levels. Diese Spielabschnitte muss der Spieler immer beenden bzw. er muss das Ende erreichen um das Level abzuschließen. Ganz einfach ist das nicht, denn unzählige Gegenspieler machen uns das Leben schwer. Allerdings kann sich unser kleiner Freund in die verschiedenen Gestalten verwandeln und so sind die Gegner ein gefundenes Fressen für unsere Figur. Die Verwandlungen können übrigens recht einfach mit dem Steuerkreuz vollzogen werden. Allerdings muss das Omnitrix zuvor aufgeladen sein. Hinzu kommt, dass der Spieler am Anfang nur 2 Wesen zur Auswahl hat. Die anderen werden erst im laufe des Spiels verfügbar. Jeder Superheld hat selbstverständlich andere außergewöhnliche Fähigkeiten, die wir nun gekonnt einsetzen müssen. Eine Figur zum Beispiel kann Feuerbälle auf Gegner werfen und ein anderer ist besonders schnell. Die jeweiligen Aktionen werden zum einen durch die Aktionsknöpfe ausgelöst. Dank eines kleinen Combosystems kann man hierdurch verschiedene Angriffe zu mächtige Attacken verketten. Hinzu kommen dann noch harte Angriffe und Spezialangriffe durch Bewegungen mit der Wii-Fernbedienung bzw. Nunchuk. Leider müssen wir aber erwähnen, dass die Kämpfe sehr monoton ablaufen. Wirklich herausfordernd sind diese nicht. Daneben kann unsere Spielfigur noch Blocken und diverse Sprünge ausführen. Das war natürlich noch nicht alles. Durch Level-Ups erhält man dann noch neue Angriffe. Das ist auch notwendig, denn hin und wieder müssen wir etwas härtere Bossgegner vertrimmen. Unheimlich schwer ist das aber nicht. Habt Ihr erst einmal die Schwachstelle entdeckt, so ist das monströse Wesen schnell besiegt. Wer jetzt glaubt, dass wir ständig als mächtiger Superheld herumlaufen, der wird sich wundern. Die Verwandlung dauert leider nur so lange, wie unsere Energieleiste gefüllt ist. Mit der Zeit verringert sich diese Energie, wobei Angriffs-Combos diesen Schwund beschleunigen. Sobald die Omnitrix-Anzeige leer ist, werden wir in Ben zurückverwandelt. Der kleine Racker hat leider nicht so viel drauf und so bleibt uns meistens nur eine Möglichkeit: Gegnern ausweichen. So erkunden wir nun die gradlinigen Spielabschnitten, absolvieren kleinere Sprungeinlagen, sammeln diverse Objekte ein, kämpfen gegen plötzlich auftauchende Feinde mit unseren unterschiedlichen Gestalten und folgen der Story. Wer nicht gerne alleine spielt, der darf sich übrigens auf einen netten Koop-Modus freuen. Zu jeder Zeit darf dieser aufgerufen werden, indem ein zweiter Spieler einem laufenden Spiel beitritt. Jetzt kann man gemeinsam gegen die bösen Gesellen vorgehen.

 

Technik:

Mit der Grafik kann man nicht wirklich zufrieden sein, auch wenn ein netter Zeichentricklook gezeigt wird. Die Levels sind allesamt sehr detailarm und so gibt es nur wenig zu entdecken. Vor allem die Hintergründe wurden nicht wirklich aufwendig gestaltet. Alles wirkt irgendwie trist und unspektakulär und so hat man sich schnell an der Optik satt gesehen. Da helfen auch nicht die kleineren Effekte wie Schatten oder Explosionen weiter. Allerdings ist nicht alles schlecht. Etwas besser hat uns nämlich das Charakterdesign gefallen. Wir werden immer wieder andere Gegner zu sehen bekommen, die nett modelliert und animiert wurden. Auch unsere Spielfigur sieht ganz ordentlich aus und dank geschmeidiger Bewegungen sieht man ihm gerne bei seinen Aktionen zu. Der Sound ist leider auch nicht der Hammer. Nur wenige Ingamegeräusche werden eingespielt und die monotone Musik motiviert einen nur selten. Einzig mit den englischen Sprechern kann man zufrieden sein. Sie machen ihre Arbeit wirklich gut und so hauchen sie den Figuren wirkliches Leben ein. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, darf übrigens alles über deutsche Texte nachlesen. Die Steuerung ist ebenfalls ein zweischneidiges Schwert. Die Lenkung der Figur und die normalen Attacken klappen recht gut. Leider werden aber die Bewegungen mit der Fernbedienung sehr ungenau umgesetzt. Meistens endet es darin, dass man einfach nur wild herumfuchtelt. Die Kamera hat grundlegend alle im Blick. Uns wird eigentlich immer eine gute Perspektive angeboten. Recht einfach ist dann noch der Schwierigkeitsgrad. Wirklich herausfordernd sind die Kämpfe nicht. Das liegt hauptsächlich an den strohdummen Gegnern, die kaum intelligente Handlungen zeigen. Einzig bei den Bossgegnern werden wir ein wenig gefordert.

 

Fazit:

Schade eigentlich, dass der Hersteller nicht mehr aus der Vorlage herausgeholt hat. Die Zeichentrickserie schreit förmlich nach einem Videospiel. Man hätte durch die verschiedenen Superhelden und deren Fähigkeiten wirklich viel aus einer Umsetzung machen können. Leider verkommt Ben 10: Protector of Earth zu einem recht monotonen Prügelspiel. Die Gegner fordern einen nicht wirklich, das Leveldesign ist langweilig und eigentlich müssen wir immer wieder die gleichen Handlungen ausführen. Einzig durch die ständigen Verwandlungen kommt ein wenig Spielspaß auf. Auch bei der Grafik und Steuerung hätte man sich ein wenig mehr gewünscht. Dennoch kann man sich für eine gewisse Zeit mit dem Spiel beschäftigen, denn der Charme der Zeichentrickserien wurde gut eingefangen. Nett ist auch noch, dass es einen Koop-Modus gibt. Hier macht das Kämpfen um einiges mehr Spaß. Wer also nichts gegen ein etwas langweiliges Prügelspiel hat, der darf gerne bei Ben 10: Protector of Earth zuschlagen. Allerdings werden wohl nur echte Fans der Serie einen Kauf nicht bereuen. Alle anderen müssen hier nicht ihre Geldbörse zücken. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr von einem Vollpreisspiel.

 

Features:

- Treffen mit alten Bekannten aus der Cartoonserie, wie Bens Großvater, oder seinem Erzfeind Vilgax
- Liebevoll gestaltete Comicgrafik sorgt für Zeichentrick Feeling pur
- Umsetzung des Mega Zeichentrick Erfolges Ben10 von Cartoon Network
- Schlüpf in die Haut von 5 außerirdischen Superhelden

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Ben 10: Protector of Earth (Wii)

 Ben 10 - Protector of Earth
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen
Grafik: 68 %  
Sound: 66 %  
Bedienung: 67 %  
Singleplayer: 69 %  
Multiplayer: 75 %  
Spielspaß: 72 %  
Gesamtwertung:  70 %  


 

 

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