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Bionic Commando - Review (PS3)

Wertung:
86 %

Einleitung:  

Zum 20jährigen Jubiläum des 1988 erschienenen Bionic Commando gönnt uns Capcom eine Neuauflage des bekannten Swing-and-Shootspiels. Das Spiel selber erscheint übrigens für Xbox 360, Playstation 3 und PC. Entwickelt wurde das Game bei dem schwedischen Entwicklerstudio Grin, die schon an Spielen wie Tom Clancy's Ghost Recon Advanced Warfighter 2 oder Ballistics gearbeitet haben. Wir konnten in den letzten Tagen die fertige PS3-Version ausgiebig testen. Ob das Gameplay aus vergangenen 8bit-Tagen auch heute noch funktioniert, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Ganz ohne Grund werden wir selbstverständlich nicht in das neuste Capcomspiel geschickt. In Bionic Commando steht der schon aus dem Retrospiel bekannte Nathan "R.A.D." Spencer im Mittelpunkt. Die Zeit ist nicht spurlos an Spencer vorübergegangen: 10 Jahre nach seinem heldenhaften Sieg über die Truppen des Imperiums im Originalspiel fällt ihm die Regierung in den Rücken, der er Treue geschworen hatte. Man verurteilt ihn für Verbrechen, die er nicht begangen hat, zur Todesstrafe. Am Tag der Urteilsvollstreckung detonieren Terroristen in Ascension City eine experimentelle Waffe, die ein Erdbeben auslöst, die gesamte Stadt in Schutt und Asche legt und das Leben aller Einwohner fordert. Das Gelände ist eine Ruinenlandschaft, und die Luftabwehr befindet sich in der Kontrolle eines großen Terroristentrupps mit unklaren Absichten. Die FSA hat nur eine einzige Chance: ein Angriff tief im feindlichen Gebiet. Für diese Aufgabe ist ein bionischer Kampfsoldat, ein Bionic Commando, wie geschaffen. Bevor wir jetzt zu viel verraten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler, Playstation Network, Mehrspieler/LAN und Optionen. Unter zu letzt genannten Punkt, könnt Ihr wie gewohnt alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Wer mag, der darf sich auch mit Freunden über Mehrspieler/LAN in das Abenteuer stürzen. Hier warten dann gut 12 Maps auf Euch. Diese können mit bis zu 8 Spielern gespielt werden. Bei den Spielmodis Deathmatch, Team Deathmatch und Capture The Flag könnt Ihr ausgiebig zeigen, was in Euch steckt. Die meisten werden sich allerdings zu Beginn auf den Singleplayermodus stürzen. Nachdem wir den Punkt Einzelspieler angewählt haben, muss noch der Speicherpunkt bestimmt und der Schwierigkeitsgrad festgelegt werden. Drei unterschiedliche Stufen stehen zur Auswahl. Somit dürfte für jeden Gamer eine passende Herausforderung dabei sein. Im Anschluss erblicken wir den Ladebildschirm. Hier wird uns recht nett die Steuerung und die Bedeutung der einzelnen Möglichkeiten erklärt. Es folgt ein einführendes Intro, das uns stimmungsvoll mit englischer Sprachausgabe und deutschem Untertitel in das Spiel einführt.

Der Spieler schlüpft nun in die Haut des Helden, der zu Beginn erst einmal einen Tutorialbereich durchläuft. Hierdurch werden uns die Steuerung und die Möglichkeiten im Spiel sehr gut näher gebracht. Kommen wir nun zum Gameplay. Der Gamer agiert aus der Third-Person-Perspektive. Mit unserer Spielfigur können wir uns nun recht frei in der 3D-Welt bewegen. Neben gehen, rennen und springen kann unser Held auch noch diverse Nahkampfangriffe ausführen. Hinzu kommt ein Waffenarsenal, dass Gegner recht schnell aus der virtuellen Welt fegt. Passende Munition nehmen wir übrigens im Spiel durch herumliegende Items auf. Sehr eindrucksvoll in Bionic Commando ist dann noch der bionische Arm. Mit diesem Wunderwerkzeug kann sich unser Held an fast jeder Oberfläche festkrallen und heranziehen. Selbstverständlich können wir damit auch hangeln und so große Entfernungen und Höhen sehr schnell überbrücken. Das ist auch oftmals notwenig, denn immer wieder müssen wir den Weg in einem Level suchen, der uns in den nächsten Abschnitt bringt. Ein einfaches Ziel- und Erkennungssystem erleichtert uns dabei die Handhabung des Seils und so wird jeder sehr schnell damit klar kommen. Der Arm ist allerdings nicht nur für das Seil gut. Mit der Zeit erlernen wir immer mehr Moves, wodurch das Kampfsystem ständig interessant bleibt. Dabei sind später optisch eindrucksvolle Manöver möglich. Die permanente Action kommt allerdings nicht nur durch diese Jumpeinlagen zustande. Daneben müssen wir noch diverse Gegner mit unseren Waffen erledigen. Hier reicht das Waffenarsenal von Pistole über Maschinengewehr bis hin zu diversen anderen Mordwerkzeugen. Wir sollen nun unterschiedliche Aufgaben erledigen. Damit wir den Überblick nicht verlieren, werden diese über Wegpunkte markiert. Der Spieler weiß also immer, wohin er als nächstes soll. Durch das Erledigen der Missionen verbessern wir dann unsere Spielfigur. Mit einer aufgebauten Panzerung und mehr Munition, Waffen und Moves, entwickeln sich immer spektakulärere Kämpfe. Diese werden dann permanent durch mächtige Bosskämpfe ergänzt. So erkunden wir nun die diversen Umgebungen, zeigen unser Können bei den waghalsigen Kletter- und Schwungaktionen, sammeln viele nützliche Objekte ein, erweitern permanent unser Möglichkeiten, kämpfen gegen unzählige Gegner und folgen der Story, die immer wieder durch kleine Filme stimmungsvoll vorangetrieben wird.

 

Technik:

Die Grafik kann voll überzeugen. Viele unterschiedliche Umgebungen werden wir zu sehen bekommen. Dabei wurde jeder Ort liebevoll mit unzähligen Details versehen. An jeder Ecke gibt es etwas anderes zu entdecken und so macht das Erkunden der Levels - die manchmal etwas zu gradlinig sind - sehr viel Spaß. Toll ist auch die Weitsicht, denn immer wieder erfreut ein fantastischer Panoramablick unsere Augen. Das war noch nicht alles. Der Hersteller gönnt uns auch tolle Licht- und Schattenspielereien. Außerdem wird oftmals ein Grafikfeuerwerk durch unzählige Effekte abgefeuert. Die Stimmung kommt ebenfalls nicht zu kurz. Überall knallt und rumort es und so gibt es kaum Momente, in denen man sich entspannen kann. Lobend erwähnen muss man auch die Physik in dem Spiel. Es sieht schon toll aus, wenn wir schwingen oder Fahrzeuge durch die Luft fliegen. Auf einem ähnlich hohen Niveau bewegt sich der Sound. Wir lauschen in dem Spiel unzählig passend eingespielten Ingamegeräuschen. Das ganze Geschehen wird zusätzlich durch eine stimmungsvolle und abwechslungsreiche Musik begleitet. Die Steuerung geht einem ebenfalls leicht von der Hand. Zwar benötigt man eine gewisse Einarbeitungszeit um komplizierte Moves gekonnt hin zu bekommen. Nach einiger Spielzeit hat man sich allerdings an das Vorgehen gewöhnt und so schafft man auch schwere Spielabschnitte ohne große Probleme. Nett ist außerdem, dass die Lernkurve gemächlich steigt. Stück für Stück bekommen wir neue Sachen beigebracht. Der Schwierigkeitsgrad ist allerdings nicht einfach. Ständig sollen wir herausfordernde Levels meistern, die nicht nur schwere Kletterpassagen aufweisen. Hinzu kommen unzählige Gegner, die alles von uns abverlangen. Zum Glück kann man den Schwierigkeitsgrad frei einstellen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man insgesamt sehr zufrieden mit der technischen Seite sein.

 

Fazit:

Bionic Commando hat uns wirklich überrascht. Das altbekannte Swing-and-Shootgameplay funktioniert auch heute noch einwandfrei. Das Spiel kann aber mit noch mehr Features punkten. Die Schwungphysik hat uns genauso angesprochen, wie der grandiose Sound, die tollen Bosskämpfe, das Leveldesign, die Optik und die actionreiche Handlung. Da kann man schon einmal über kleine Macken wie die dürftige KI der Gegner und etwas weit entfernte Rücksetzpunkte großzügig hinwegsehen. Wer also permanente Action in grandiosen Kulissen genauso mag, wie herausfordernde Spung- und Ballerpassagen, der wird kaum an Bionic Commando vorbei kommen. Uns hat das Game sehr gut gefallen und daher können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Schwinge am bionischen Arm mit atemberaubenden Tempo durch Straßenschluchten, hak dich an Objekten in großer Entfernung ein, klettere an Stahlträgern hinauf und wähle deinen eigenen Weg durch das Spiel.
- Erkunde die gesamte Umgebung - zu Land, in der Luft oder im Flug von einem 50 Stockwerte hohen Wolkenkratzer - in einem Spiel, das ganz neue Maßstäbe für 3D-Action setzt.
- Gameplay in horizontalen und vertikalen Umgebungen kennzeichnet ein 3D-Spiel, das wirklich alle drei Dimensionen nutzt.
- Nutze die Kraft des bionischen Arms und die Physik der nächsten Generation für realistische Würfe mit großen Objekten, zum Kampf mit und Werfen von Gegnern oder zum Zerstören der Umgebung.
- Rüste dich mit Waffen aus, die eines Bionic Commando würdig sind.
- Mit Mike Patton, dem ehemaligen Sänger von Faith No More, als Stimme von Nathan Spencer
- Herausgegeben von Capcom, verantwortlich für die Erfolgsreihen "Resident Evil" und "Street Fighter" und die Hits der nächsten Generation "Lost Planet" und "Dead Rising"
- Entwickelt vom schwedischen Studio GRIN, bekannt für die erfolgreiche PC-Reihe "Ghost Recon: Advanced Warfighter"

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Bionic Commando (PS3)

 
 Bionic Commando
EUR 64,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 87 %  
Sound: 89 %  
Bedienung: 84 %  
Singleplayer: 87 %  
Multiplayer: 80 %  
Spielspaß: 88 %  
Gesamtwertung:  86 %  



 

 

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