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Blacksite - Review (PS3)

Wertung:
73 %

Einleitung:  

Nach gut vier Monaten veröffentlicht Midway das Ego-Shooterspiel Blacksite auch für Sonys Playstation 3. Dabei handelt es sich um die inhaltlich gleiche Version, die auch schon für die Xbox 360 und PC auf den deutschen Markt kam. Der Hersteller schickt uns in dem Spiel fiese Aliens auf den Hals, anstatt uns in einen realen Krieg zu führen. Das ganze wurde in eine nette Story gepackt, die übrigens aus der Feder der bekannten Spiele-Autorin Susan O´Connor stammt. Wir konnten die fertige PS3-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung für angehende Alienjäger lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

In dem First-Person-Shooter Blacksite erlebt der Spieler eine bombastische Alien-Invasion. Im Kampf gegen die Außerirdischen verschlägt es Euch als Elitesoldat an diverse Schauplätze - vom Kriegsgebiet Irak, über bedrohte US-Städte bis hin zur mysteriösen Geheimbasis Area 51. Bevor wir allerdings in das Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten Kampagne, Versus, Dossiers und Optionen. Wie nicht anders zu erwarten war, kann man unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten Einstellungen anpassen. Ganz interessant ist der Bereich Dossiers. Hier findet Ihr Geheimnisse, die wir als Einzelspieler im Kampagnenmodus eingesammelt haben. In diesem Bereich darf man diese dann untersuchen, wodurch Ihr nette Erklärungen zu allen Personen und Objekten im Spiel bekommt. Wer gerne gegen menschliche Spieler ein Game bestreiten möchte, kann dieses über Versus machen. Online-Multiplayer-Matches mit bis zu zehn Leuten über das Internet sind hier möglich. Auf diversen Maps darf man dann bei Spielarten wie Deathmatch, Team Deathmatch, Capture the Flag oder Abduction sein Können unter Beweis stellen. Am Anfang sollte sich aber jeder erst einmal in den Einzelspielermodus stürzen. Das Herzstück dabei ist die Kampagne. Nachdem Ihr diese gestartet habt, folgt ein Menü. Hier kann der Gamer eine neue Kampagne starten, eine bestehende weiterspielen oder schon gespielte Episoden noch einmal bestreiten. Bevor es losgeht, muss der Akteur noch den Schwierigkeitsgrad festlegen. Das ganze wird dann durch einen kleinen einführenden Film inkl. deutscher Sprachausgabe passend eingeleitet. Wir starten nun als Elitesoldat im Irak, drei Jahre vor der normalen Handlung. Als Anführer einer Gruppe führt Ihr eine geheime Mission durch um ein geheimes Waffenlager aufzuspüren. Aber anstatt auf dieses zu stoßen, entdecken wir etwas viel schlimmeres. Durch misslungene Gen-Experimente mit außerirdischen Technologien wurden monströse Alienmutanten erschaffen. Diese bedrohen nun die Menschheit. Zum Glück sind wir am Pad um das Problem aus der Welt zu schaffen. Damit der Spieler einen guten Einstieg bekommt, durchlaufen wir zu Beginn ein kleines Tutorial. In der ersten Mission werden uns die Steuerung und das grundlegende Gameplay in kleinen Schritten beigebracht.

Das Spiel bzw. Gameplay ist recht genretypisch und einfach gestrickt. Zwischen den einzelnen Missionen werden kleine Ingamefilme inkl. deutscher Sprachausgabe eingespielt. Diese treiben die Story passend voran. Wirklich grundlos werden wir also keine Aufgabe erledigen. Hinzu kommen während eines Auftrags neue Missionsziele, die wir z.B. durch Funksprüche erhalten. Ihr agiert nun mit Eurer Spielfigur aus der Egoperspektive durch die diversen Levels. Hiervon werden wir übrigens viele unterschiedliche zu sehen bekommen. Vom Irak, über bedrohte US-Städte bis hin zur mysteriösen Geheimbasis Area 51 ist alles vorhanden. Wir verfügen grundlegend über zwei Waffen, die man wahlweise benutzen kann. Hinzu kommen aufnehmbare Mordwerkzeuge, die Ihr in den Levels findet. Der Akteur schöpft, wie bei solchen Spielen üblich, aus einem reichhaltigen Waffenarsenal. Ein normales Maschinengewehr ist genauso vorhanden, wie Pistolen, ein Scharfschützengewehr oder Raketenwerfer. Notwenige Munition sammelt der Gamer in den einzelnen Spielabschnitten. Alle paar Meter trefft Ihr dann auf Feinde, die wir mit unseren Schießprügeln ausschalten. Hinzu kommen Granaten, die gleich mehrere Gegner auf einmal niederstrecken. Zum Glück muss der Spieler nicht alleine gegen die Übermacht kämpfen, denn an seiner Seite agieren Teamkollegen. Diese handeln recht geschickt und so sind die gestellten Aufgaben schnell erledigt. Den Jungs dürfen wir sogar kleine Befehle wie Positionswechsel geben. Außerdem machen sie Türen für uns auf. Hin und wieder gibt es dann auch Momente, wo wir ein Geschütz besetzen oder auf einem Fahrzeug mit einem fetten MG ankommende Feinde niedermähen. Außerdem kann man Fahrzeuge besteigen und mit diesen waghalsige Fahrten unternehmen. Die Levels selber sind leider sehr linear. Meistens gibt es nur einen Weg, dem wir folgen müssen. Somit beschränken sich unsere Handlungen hauptsächlich darauf, ankommende Feinde zu erledigen oder vor uns liegende Orte von Gegnern zu säubern. Davon gibt es übrigens reichlich. Ihr trefft nicht nur auf menschliche Gegenspieler, sondern auch auf diverse monströse Aliens und haushohe Bossgegner. Diese wurden selbstverständlich passend in Szene gesetzt und so sieht es schon cool aus, wenn sie in den Kampf eingreifen. Wir folgen nun der Story, kämpfen uns durch verschiedene Szenarios und mähen mit unterschiedlichen Waffen ankommende Feinde nieder.

 

Technik:

Die Grafik ist eigentlich ganz nett. Die Charaktere wurden ansprechend modelliert und animiert. Leider bewegen sie sich oft sehr steif, was äußerst unnatürlich aussieht. Die Umgebungen selber sind außerdem sehr abwechslungsreich. Immer wieder werden wir andere Umgebungen erblicken. Die Texturen wirken dabei plastisch und an viele kleine Details hat der Hersteller auch gedacht. Einzig, wenn man ein wenig näher heran geht, wirkt alles ein wenig unscharf. Monströse Effekte und Licht- und Schattenspiele erfreuen unser Auge dann auch noch. Leider bricht bei der Grafikpracht oft die Bildwiederholrate ein. Hinzu kommen stockende Momente, wenn das Spiel Daten nachlädt. Die Physikengine macht grundsätzlich eine gute Figur. Viele Sachen lassen sich zerstören oder bewegen sich, wenn wir darauf schießen. Leider gibt es aber auch hier kleinere Kritikpunkte, denn nicht alles wird physikalisch korrekt dargestellt. Teilweise schweben Gegner durch die Luft und herumschleudernde Betonklötze tänzeln auf dem Boden. Hier hätte man sich eindeutig mehr anstrengen können. Auch wenn viele Macken vorhanden sind, sieht das Spiel dennoch ansprechend aus und so hält man sich gerne in den Levels auf. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Die Waffen klingen realistisch und selbst diverse Ingamegeräusche werden passend eingespielt. Durch unsere Begleiter und die Funksprüche wird außerdem eine gute Atmosphäre erschaffen. Wirklich umgehauen hat uns der Sound dennoch nicht. Die deutschen Sprecher selber klingen zumindest ganz passabel, auch wenn sie oftmals etwas überzogen sprechen. Die Steuerung ist grundlegend in Ordnung. Die Padbelegung wurde gut gewählt und selbst das Abschießen der Gegner klappt auf Anhieb. Steigen wir allerdings in ein Fahrzeug ein, bricht das große Chaos aus. Viel zu schwammig agieren wir mit dem Vehikel. Die KI der Gegner ist leider sehr mager. Oftmals stehen sie nur dumm in der Gegend herum und so hat man kaum Probleme, diese zu treffen. Entdecken sie uns dann doch, so stürmen sie meistens wahllos auf uns zu. Nur selten geht ein Gegner in Deckung oder macht überraschende Aktionen. Naja man kennt das ja von solchen Spielen.

 

Fazit:

Schade, dass der Hersteller nicht mehr aus dem Spiel rausgeholt hat. Blacksite macht eigentlich vieles richtig. Die Grafik sieht bis auf kleinere Ausnahmen ganz nett aus und die Levels wurden abwechslungsreich gestaltet. Hinzu kommt eine motivierende Präsentation, die durch eingespielte Filme die Story immer wieder vorantreibt. Nett sind auch die monströsen Endgegner, die sich eindrucksvoll zu Wort melden. Allerdings gibt es auch viele Kritikpunkte die das Gameplay maßgeblich stören. So gibt es zum einen viele technischen Macken. Außerdem nerven die dummen Gegner, die kaum intelligente Handlungen zeigen. So verkommt das Game zu einem eintönigen Ballerspiel. Hier hätte man eindeutig mehr machen können. Sehr monoton ist auch das Gameplay, denn meistens braucht der Spieler nur ankommende Feinde in den gradlinigen Levels mit seinen diversen Waffen niedermähen. Da helfen selbst die wenigen Skriptereignisse kaum weiter. Viel zu kurz ist außerdem die Spielzeit. Schon nach gut fünf Stunden erscheint der Abspann. Da der Einzelspielermodus dann kaum noch zu einen erneuten Spiel einlädt, kann man sich nur noch mit dem etwas dürftigen Mehrspielermodus beschäftigen. Wer also nichts gegen recht kurze bzw. monotone und gradlinige Spiele hat und mit einer dürftigen KI leben kann, der darf ruhig bei Blacksite zuschlagen. Für wenige Stunden kann das Spiel gut unterhalten. Im Anschluss verstaubt das Shootergame aber genauso schnell im Regal, wie wir die Gegner umnieten.

 

Features:

- Innovative Teamsteuerung: Mit nur einem einzigen Knopf kann das komplette Team befehligt werden. Der Spieler kann sich weiterhin voll auf die Action auf dem Bildschirm konzentrieren.
- Gute K.I. bei den Mitstreitern: Die Computerkollegen rücken eigenständig vor, suchen sich Deckung und nehmen Ziele ins Visier. Dank dem revolutionären Moralsystem passen sie sich den Leistungen des Spielers an.
- Ansprechende Grafik auf Basis der Unreal Engine 3 aus dem Hause Epic. Die derzeit leistungsstärkste Grafikengine auf dem Spielemarkt sorgt für eine zeitgemäße Grafikpracht auf dem Bildschirm.
- Interessante Story mit überraschenden Wendungen. Aus der Feder der "Gears of War" Autorin. Unzählige Zwischensequenzen sorgen für wahres Kinoflair und viel Atmosphäre.
- Einsatz des aus Stranglehold bekannten "Massive D" Systems: Viele Gegenstände im Spiel können zerstört werden und sorgen für eine noch realistischere Darstellung.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Blacksite (PS3)

 
 BlackSite
EUR 69,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 77 %  
Sound: 75 %  
Bedienung: 74 %  
Singleplayer: 72 %  
Multiplayer: 66 %  
Spielspaß: 76 %  
Gesamtwertung:  73 %  



 

 

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