Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







Blacksite - Review (Xbox 360)

Wertung:
72 %

Einleitung:  

Midway bringt mit dem Game Blacksite einen neuen Egoshooter auf den deutschen Markt. Anstatt in einen realen Krieg zu ziehen, schickt uns der Hersteller diesmal Aliens auf den Hals. Die Story selber stammt übrigens aus der Feder der bekannten Spiele-Autorin Susan O´Connor, die auch an Games wie Gears-of-War mitgearbeitet hat. Das Spiel erscheint nicht nur für PC, sondern auch auf den Next-Gen-Konsolen Xbox 360 und Playstation 3. Wir konnten uns jetzt die fertige Version für Microsofts neustes Videospielsystem ein wenig genauer ansehen. Ob sich Blacksite für alle ambitionierten Alienjäger lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Bevor wir in das Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten Kampagne, Versus, Dossiers, Erfolge und Optionen. Wie nicht anders zu erwarten war, kann man unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten Einstellungen wie Steuerung, Audio, Video und Speichereinheit anpassen. Unter Erfolge dürft Ihr Euch außerdem gleichnamige ansehen. Nett ist auch der Bereich Dossiers. Hier findet Ihr nette Bilder und Erklärungen zu allen Personen und Objekten im Spiel. Diese müssen allerdings erst einmal freigeschaltet werden. Dazu sollt Ihr die passenden Dossiers in den einzelnen Levels finden. Wer gerne gegen menschliche Spieler ein Game bestreiten möchte, kann dieses über Versus machen. Online-Multiplayer-Matches mit bis zu zehn Leuten über das Xbox-Live-Netzwerk sind hier möglich. Auf diversen Maps darf man dann bei Spielarten wie CTF, Deathmatch oder Team Deathmatch sein Können unter Beweis stellen. Am Anfang werden sich die meisten Spieler allerdings in den Einzelspielermodus stürzen. Das Herzstück dabei ist die Kampagne. Nachdem Ihr diese gestartet habt, folgt ein Menü. Hier kann der Gamer eine neue Kampagne starten, eine bestehende weiterspielen oder schon gespielte Episoden noch einmal bestreiten. Bevor es losgeht, muss der Akteur noch einen von drei Schwierigkeitsgraden bestimmen. Das ganze wird dann durch einen kleinen einführenden Film inkl. deutscher Sprachausgabe passend eingeleitet. Wir befinden uns nun im Irak, drei Jahre vor der normalen Handlung. Als Elitesoldat führt Ihr eine geheime Mission durch um geheime Waffenlager aufzuspüren. Aber anstatt auf diese zu stoßen, entdecken wir etwas viel schlimmeres. Durch misslungene Gen-Experimente mit außerirdischen Technologien wurden monströse Alienmutanten erschaffen. Diese bedrohen nun die Menschheit und es kann nur einen geben, der das Problem beseitigt. Damit der Spieler einen guten Einstieg bekommt, durchlaufen wir zu Beginn ein kleines Tutorial. In der ersten Mission werden uns so die Steuerung und das grundlegende Gameplay gut beigebracht.

Das Spiel selber ist dann recht einfach gestrickt. Zwischen den einzelnen Missionen werden immer kleine Ingamefilme eingespielt. Diese treiben die Story passend voran. Wirklich grundlos werden wir also keine Aufgabe erledigen. Hinzu kommen während eines Auftrags neue Missionsziele, die wir durch z.B. Funksprüche erhalten. Der Spieler agiert nun mit seiner Spielfigur aus der Egoperspektive durch die diversen Levels. Hiervon werden wir übrigens viele unterschiedliche zu sehen bekommen. Vom Irak, über bedrohte US-Städte, bis hin zur mysteriösen Geheimbasis Area 51 ist alles vorhanden. Wir verfügen grundlegend über zwei Waffen, die man wahlweise benutzen kann. Hinzu kommen aufnehmbare Mordwerkzeuge, die Ihr in den Levels findet. Der Akteur schöpft, wie bei solchen Spielen üblich, aus einem reichhaltigen Waffenarsenal. Ein normales Maschinengewehr ist genauso vorhanden, wie Pistolen, ein Scharfschützengewehr oder Raketenwerfer. Notwenige Munition sammelt der Spieler ebenfalls in den Levels. Alle paar Meter trefft Ihr dann auf Feinde, die wir nun mit unseren Waffen ausschalten. Auch der Einsatz von Granaten ist möglich. Mit der Übermacht kommt der Spieler auch wegen seiner Teamkollegen gut klar, denn diese kämpfen recht geschickt an unserer Seite. Den Jungs dürfen wir sogar kleine Befehle wie Positionswechsel geben. Außerdem machen sie Türen für uns auf. Hin und wieder gibt es dann auch Momente, wo wir ein Geschütz besetzen oder auf einem Fahrzeug mit einem fetten MG ankommende Feinde niedermähen. Außerdem kann man Fahrzeuge besteigen und mit diesen waghalsige Fahrten unternehmen. Gut zurecht finden wir uns in den Umgebungen eigentlich nur, da alles sehr überschaubar und gradlinig ist. Meistens gibt es nur einen Weg, dem wir folgen können. Somit beschränken sich unsere Handlungen hauptsächlich darauf, ankommende Feinde zu erledigen oder vor uns liegende Orte von Gegnern zu säubern. Davon gibt es übrigens viele. Ihr trefft nicht nur auf menschliche Gegenspieler, sondern auch auf diverse insektenartige Aliens, bis hin zu monströse und teilweise haushohen Bossgegner. Diese wurden selbstverständlich passend in Szene gesetzt und so sieht es schon cool aus, wenn sie in den Kampf eingreifen. So agieren wir nun durch die diversen Szenarios, kämpfen gegen unzählige Gegner und folgen der Story.

 

Technik:

Die optische Seite hat gute aber auch schlechte Seiten. Da wären zum einen die Charaktere. Sie wurden auf den ersten Blick toll modelliert und animiert. Allerdings fällt schnell auf, dass sich die Kollegen oft sehr steif bewegen. Die Level selber sind sehr abwechslungsreich. Immer wieder werden wir andere Umgebungen erblicken, die sogar viele Details aufweisen. Die Texturen sehen auch sehr plastisch aus. Einzig, wenn man ein wenig näher heran geht, wird alles ein wenig unscharf. An viele Effekte und Licht- und Schattenspiele hat der Hersteller ebenfalls gedacht. Allerdings passiert es sehr häufig, dass die Bildwiederholrate einbricht. Die Physikengine macht grundsätzlich eine gute Figur. Vieles lässt sich zerstören oder bewegt sich, wenn wir darauf schießen. Leider gibt es aber auch hier Kritikpunkte, denn vieles wird unkorrekt dargestellt. Teilweise schweben Gegner durch die Gegend und herumschleudernde Betonklötze tänzeln auf dem Boden. Hier hätte man sich eindeutig mehr anstrengen können. Auch wenn viele Macken vorhanden sind, sieht das Spiel dennoch gut aus und so hält man sich gerne in den Levels auf. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Zum Teil wird eine gute Atmosphäre erschaffen. Die Waffen klingen realistisch und selbst diverse Ingamegeräusche werden passend eingespielt. Wirklich umgehauen hat uns der Sound dennoch nicht, denn die Soundabmischung ist teilweise katastrophal. Vor allem bei den Gesprächen werden die Personen viel zu unterschiedlich und leise eingespielt. Die deutschen Sprecher selber sind ganz in Ordnung. Teilweise sprechen sie zwar etwas überzogen, allerdings kann man damit noch leben. Die Steuerung ist ebenfalls ein zweischneidiges Schwert. Während wir normal unterwegs sind, kann man alles sehr einfach lenken. Die Padbelegung wurde gut gewählt und selbst das Abschießen der Gegner klappt auf Anhieb. Steigen wir allerdings in ein Fahrzeug ein, bricht das ganz große Chaos aus. Viel zu schwammig agieren wir mit dem Vehikel. Die KI der Gegner ist leider sehr bescheiden. Sie stehen oftmals dumm in der Gegend herum. Entdecken sie uns doch, so stürmen sie meistens wahllos auf uns zu. Nur selten geht mal ein Gegenspieler in Deckung, macht überraschende Aktionen oder zieht sich zurück. Zumindest agieren unsere Mitstreiter ein wenig intelligenter durch die Levels. Fasst man nun alles zusammen, so gibt es leider viele kleine Kritikpunkte, die das Gameplay stören.

 

Fazit:

Blacksite hätte ein wirklich gutes Spiel werden können. Vieles wurde bei dem Shootergame richtig gemacht. Die Levels sind abwechslungsreich, die Grafik in vielen Punkten zeitgemäß, die Präsentation motivierend und die monströsen Endgegner bringen einen öfters ins Staunen. Allerdings gibt es auch viele Punkte die das Gameplay stören. Es nerven zum einen die vielen technischen Macken wie die üblen Ruckler oder die Aussetzer bei der Physikengine. Hinzu kommen dann noch eine dürftige Gegner-KI und eine katastrophale Fahrzeugsteuerung. Außerdem ist das Gameplay recht monoton, denn meistens knallen wir nur ankommende Feinde ab, die kaum Widerstand leisten. Auch, dass wir nur in gradlinigen Levels agieren, nervt mit der Zeit. Es sind zwar Skriptereignisse vorhanden, diese schocken einen aber nur wenig. Schade ist außerdem noch, dass das Spiel nach gut fünf bis sechs Stunden beendet ist. Dann kann man nur noch die gespielten Abschnitte erneut aufsuchen oder ein etwas unmotiviertes Mehrspielergame bestreiten. Zumindest kann das Spiel einen im Singleplayerbereich durch die nette Story, ansprechende Grafik und teilweise atemberaubenden Monster am Bildschirm binden. Wer also mit etwas zu kurz geratenen Egoshooterspielen genauso leben kann, wie mit vielen technischen Macken, der darf gerne bei Blacksite zuschlagen. Erwartet aber nicht zu viele von dem Spiel.

 

Features:

- Innovative Teamsteuerung: Mit nur einem einzigen Knopf kann das komplette Team befehligt werden. Der Spieler kann sich weiterhin voll auf die Action auf dem Bildschirm konzentrieren.
- Gute K.I. bei den Mitstreitern: Die Computerkollegen rücken eigenständig vor, suchen sich Deckung und nehmen Ziele ins Visier. Dank dem revolutionären Moralsystem passen sie sich den Leistungen des Spielers an.
- Ansprechende Grafik auf Basis der Unreal Engine 3 aus dem Hause Epic. Die derzeit leistungsstärkste Grafikengine auf dem Spielemarkt sorgt für eine zeitgemäße Grafikpracht auf dem Bildschirm.
- Spannende Story mit viel Tiefe und überraschenden Wendungen. Aus der Feder der "Gears of War" Autorin. Unzählige Zwischensequenzen sorgen für wahres Kinoflair und viel Atmosphäre.
- Einsatz des aus Stranglehold bekannten "Massive D" Systems: Viele Gegenstände im Spiel können zerstört werden und sorgen für eine noch realistischere Darstellung.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Blacksite (Xbox 360)

 
 BlackSite
EUR 69,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 74 %  
Sound: 72 %  
Bedienung: 76 %  
Singleplayer: 70 %  
Multiplayer: 66 %  
Spielspaß: 74 %  
Gesamtwertung:  72 %  



 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt