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Bladestorm: Der Hundertjährige Krieg - Review (Xbox 360)

Wertung:
78 %

Einleitung:  

Mit Bladestorm: Der Hundertjährige Krieg bringt THQ ein neues Action-Strategiespiel auf den deutschen Markt. Entwickelt wurde das Game von der Softwareschmiede Koei, die bekannt wurden durch Spielreihen wie der Dynasty Warriors oder Samurai Warriors-Serie. Diesmal schickt uns der Hersteller nicht nach Japan oder China, sondern ins europäische Mittelalter, in die Zeit des Hundertjährigen Krieges. Wir konnten jetzt die fertige Xbox 360-Version ausgiebig testen. Ob sich das Spiel nicht nur für angehende Söldner lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Bladestorm: Der Hundertjährige Krieg schickt uns ins 14. Jahrhundert. Zu dieser Zeit eskaliert eine Auseinandersetzung um die Französische Thronfolge. Der fortwährende Kriegszustand erschöpfte die Armeen beider Seiten so sehr, dass man zunehmend von Söldnern abhängig war. Wir schlüpfen in dem Spiel in die Rolle eines Söldnerführers, der wahlweise für die Franzosen oder Engländer kämpft. Bevor wir allerdings das Schlachtfeld betreten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Das ganze wird nach dem Spielstart durch ein wirklich gut gemachtes Intro stimmungsvoll eingeleitet. Im Anschluss könnt Ihr ein neues Spiel starten, einen bestehenden Spielstand laden oder die spielrelevanten Optionen einstellen. Am Anfang bleibt uns notgedrungen nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Es folgt ein weiterer Film, der mit deutschen Synchronstimmen die Story passend einleitet. Bevor es wirklich losgeht, muss der Spieler dann noch eine Spielfigur erstellen. Dazu bestimmen wir das Geschlecht, das Gesicht und die Stimme. Nachdem wir einen Namen vergeben haben, kann das Spiel endlich beginnen. Ihr seid nun einer von zahllosen Söldnern, die im Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich kämpfen. Wir entscheiden vor einer Schlacht, auf welcher Seite wir uns schlagen. Das bedeutet natürlich auch, dass wir später einem Freund als Gegner gegenüberstehen können. Unser Rang wie auch unser Sold hängt von unserer Kampfleistung ab. Es bleibt komplett uns überlassen, ob wir auf der überlegenen Seite kämpfen und mehr Geld verdienen oder auf der unterlegenen Seite kämpfen und an Rang gewinnen möchten. Vor einer Schlacht finden wir uns erst einmal im Wirtshaus wieder. Hier bereitet sich der Spieler auf den Kampf vor. Ihr könnt Euren aktuellen Status mit Ausrüstung, Bücher (nötig um Einheiten zu kommandieren) und Warenbestand ansehen, beim Händler Bekleidung, Fahnen usw. erwerben, Leute rekrutieren, das Spiel speichern oder mit Leuten reden. Für viele Aktionen benötigt Ihr Geld, das in den anschließenden Missionen verdient wird. Also schauen wir uns die aktuellen Verträge an, die neben dem Missionsziel auch die Auftragsseite und den Sold zeigen. Im Anschluss kann es direkt auf das Schlachtfeld gehen. Zu Beginn des Spiels durchlaufen wir ein kleines Tutorial, das uns die Steuerung und das Spielprinzip näher bringt. Wer jetzt denkt, dass dieses Game genauso abläuft wie die Dynasty Warriors oder Samurai Warriors-Reihe, der irrt sich gewaltig. Ihr müsst jetzt nicht mehr permanent auf die Aktionstaste drücken, um Gegnermassen mit diversen Kombos vom Schlachtfeld zu fegen. Vielmehr ist es unsere Aufgabe, die verschiedenen Einheiten passend einzusetzen.

Das ist auch dringend notwenig, denn die Kämpfe laufen nach dem bekannten Papier-Schere-Stein-Prinzip ab. Das heißt bestimmte Einheiten wie z.B. Reiter sind stark gegen normale Soldaten. Allerdings sind sie schwach gegen Pikeniere, die wiederum den Fußsoldaten unterlegen sind. Ihr müsst also ständig drauf achten, dass die richtigen Einheiten auf dem Schlachtfeld zum Einsatz kommen. Diese müssen dann noch passend koordiniert werden. Es liegt in unserer Hand, wohin sich die Einheiten bewegen und welche Attacken sie ausführen. Allerdings können wir nicht wahllos mit den Einheiten drauf dreschen. Ist eine Handlung ausgeführt, läuft eine Zeitleiste ab. Erst wenn diese gefüllt ist, darf die gleiche Aktion noch einmal ausgeführt werden. Hinzu kommt, dass der Spieler im Kampf noch zwischen den Einheiten wechselt. Wir sind also mal als Schwertreiter unterwegs und kurze Zeit später mit unseren Bogenschützen. Allerdings sind wir nicht nur der kleine Stratege am Schlachtfeldrand. Mit unseren Waffen nehmen wir dann auch am Geschehen teil und erledigen die einen oder anderen Widersacher. Allerdings sollten wir uns nie auf eigener Faust an einen Gegner heranwagen. Einer wirklichen Übermacht sind wir einfach nicht gewachsen und so kommen wir nur mit unseren verbündeten Einheiten weiter. Das gilt jetzt nicht nur für gegnerische Truppen, sondern auch für deren Anführer, die besonders stark sind. Also setzen wir unsere Einheiten taktisch klug ein und variieren mit unseren Angriffen. Schon hat die Gegenseite nichts mehr zu melden. Damit wir auf dem Kriegsschauplatz die Orientierung nicht verlieren, gönnt man uns eine übersichtliche Karte, die alles sehr gut aufzeigt. Haben wir dann noch Rekruten im Wirtshaus angeheuert, so kann man diese in einem Kampf zu jeder Zeit kommen lassen. Wir kämpfen übrigens an vielen unterschiedlichen Orten. Wälder sind genauso vorhanden, wie Wiesenlandschaften und selbst an Burgen hat der Hersteller gedacht. Hier ist selbstverständlich eine etwas andere Vorgehensweise angesagt, wie auf einem freien Schlachtfeld. Nett ist auch, dass wir gegnerische Stellungen einnehmen dürfen. Die Einheiten selber gewinnen dann noch an Erfahrung und werden so immer durchschlagskräftiger. Man sollte also zusehen, dass man erfahrene Truppen nicht grundlos verheizt. Ist dann ein Missionsziel erfüllt und eine Schlacht geschlagen, ändert sich der Grenzverlauf auf der Gesamtübersichtskarte. Außerdem gönnt man uns eine nette Statistik, die den Schlachtverlauf noch einmal wiedergibt. Jetzt erhalten wir Geld, Kampfpunkte und Gegenstände, je nachdem wie gut wir waren. Im Anschluss kaufen wir mit dem verdienten Geld nützliche Gegenstände und nehmen den nächsten Auftrag an.

 

Technik:

Mit der Technik kann man grundlegend zufrieden sein. Zum einen werden wir übersichtliche und selbsterklärende Menüs erblicken, in denen man sich gut zurecht findet. Auf dem Schlachtfeld erblickt der Spieler dann weite Landschaften, die leider etwas matschige Texturen beinhalten. Allerdings werden wir durch viele sichtbare Einheiten, einen imposanten Kampfverlauf und diverse Details wie Bäume oder Gebäude anständig entschädigt. Hinzu kommen aufwendig modellierte Figuren, die sich recht ansehnlich über den Bildschirm bewegen. An viele unterschiedliche Effekte hat der Hersteller auch gedacht und so entsteht insgesamt ein nettes Ambiente. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Zum einen werden passende Ingamegeräusche eingespielt. Diese klingen genauso gut, wie die Kampfgeräusche. Außerdem gönnt man uns deutsche Synchronsprecher, die den Charakteren Leben einhauchen. Eine nette und vor allem stimmungsvolle Musik gibt es dann auch noch. Das ganze wird durch gut inszenierte Filme abgerundet. Mit der Steuerung kommt man schnell klar. Ein anfängliches Tutorial erklärt uns die Lenkung sehr genau und durch praktische Übungen geht die Steuerung schnell ins Blut über. Die Kamera hat ebenfalls alles gut im Blick. Ihr dürft diese frei drehen und somit ist jeder selber für eine optimalen Blickwinkel zuständig. Einzig, wenn es auf dem Schlachtfeld hektisch zugeht, kann es schon mal ein wenig chaotisch werden. Die KI der Gegner ist genretypisch mager. Meistens stürmen sie einfach auf uns zu. Zumindest gehorchen eigene Einheiten auf unsere Anweisungen und so bricht nur selten das Chaos aus. Fasst man nun alles zusammen, so ist die technische Seite ganz ordentlich.

 

Fazit:

Bladestorm: Der Hundertjährige Krieg ist ein nettes Action-Strategiespiel, das endlich vom gewohnten Gameplay der Warriors-Serien abweicht. Endlich gibt es ein anderes Szenario, das vor allem Europäer sehr gut anspricht. Zwar ist nicht alles historisch genau, dennoch wird man durch die vorhandene Story gut motiviert, immer weiter zu spielen. Hinzu kommt eine nette Mischung aus Strategie-, Action- und Rollenspielelementen. Wirklich neu ist das Spielprinzip zwar nicht, dennoch kann es einen sehr gut am Bildschirm binden. Außerdem hat uns das ganze Ambiente gefallen, denn der Spieler wird sehr gut in die Handlung intrigiert. Wer also die altbekannten Koei-Spiele mag, der sollte ruhig einen Blick auf dieses Game werden. Es gibt zwar immer noch verbesserungswürdige Punkte, diese stören aber nicht wirklich das ansonsten gute Gameplay. Bladestorm: Der Hundertjährige Krieg hat uns gut gefallen und daher können wir das neuste THQ-Spiel jedem Genrefan ans Herz legen. Sind Eure Erwartungen nicht allzu hoch, so werdet Ihr viele spannende Stunden mit dem Spiel verbringen.

 

Features:

- Über 1000 Einheiten pro Schlachtfeld gleichzeitig darstellbar!
- 400 einzigartige Gegenstände!
- 120 zufällige Ereignisse!
- 110 verschiedene Modelle von Nichtspieler-Charakteren!
- 60 packende Missionen!
- 40 Truppenarten mit individueller Ausrüstung!
- 8 unterschiedliche Umgebungen, die besondere taktische Strategien erfordern!

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Bladestorm: Der Hundertjährige Krieg (Xbox 360)

 
 Bladestorm - The Hundred Years of War
EUR 62,99
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Grafik: 76 %  
Sound: 78 %  
Bedienung: 80 %  
Singleplayer: 75 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 79 %  
Gesamtwertung:  78 %  



 

 

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