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Boiling Point: Road To Hell - Review (PC)

Wertung:
77 %

Einleitung:

Spieler die Ego-Shooter und Rollenspiele mögen, können sich jetzt auf ein neuartiges genreübergreifendes Spiel stürzen. Bei dem Genremixspiel handelt es sich um das Spiel Boiling Point: Road To Hell. Entwickelt wurde das 3D-Actionspiel übrigens von Deep Shadows. Die Mitarbeiter rund um die Gründer Sergey Zabaryansky und Roman Lut sind erfahrene Spezialisten im Bereich 3D-Spiele. Es war für die Macher eine logische Konsequenz, die etwas ausgetretenen Pfade der Ego-Shooter mit populären Elementen aus anderen Genres anzureichern, um etwas völlig Neues zu erschaffen. Ob die hoch gesteckten Ziele erreicht wurden, könnt Ihr in unserem Review erfahren.

 

Zum Spiel:

Natürlich werden Spieler bei Boiling Point: Road To Hell nicht grundlos in ein Abenteuer geschickt. Irgendwo im Nirgendwo Südamerikas kämpft der Spieler sich unter größter Anstrengung durch den Dschungel. Wir schlüpfen dabei in die Rolle von Saul Meyers, ein hoch dekorierter Soldat. Er ist auf der Suche nach seiner Tochter Lisa, die in der grünen Hölle Südamerikas verschwunden ist. Wer steckt hinter alldem und welches Geheimnis hat Lisa vor ihrem verschwinden entdeckt? Diese und viele weitere Fragen müssen wir nun aufklären und das ist nicht gerade einfach. Fangen wir aber erst einmal ganz von vorne an. Nachdem das Spiel geladen wurde, gelangen wir in das Hauptmenü. Hier erblicken wir die Menüpunkte Spiel fortsetzen, Neues Spiel, Laden/Speichern und Optionen. Wie gewohnt kann der Akteur unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Wer ein Spiel schon begonnen hat, darf dieses unter Spiel fortsetzen oder Laden weiterführen. Einen aktuellen Spielstand kann der Spieler außerdem unter Speichern sichern. Am Anfang müsst Ihr natürlich erst einmal ein neues Spiel starten. Was kann man sich nun unter diesem Spiel vorstellen? Nun Boiling Point: Road To Hell ist eine Mischung aus Ego-Shooter, Action-Adventure und Rollenspiel. Wir agieren dabei in einer großen freibegehbaren Welt. Diese ist wirklich riesig, denn Euch erwartet ein gut 18 mal 25 Kilometer großes Areal. In diesem Gebiet agieren unterschiedliche Parteien - wie Guerillas, Indios, Mafiosi, CIA und so weiter - deren Vertrauen wir erlangen sollen. Um nötige Informationen zu erhalten, muss der Held entweder Knete verteilen oder diverse Aufgaben erledigen. Schlagen wir uns auf eine Seite, werden wir notgedrungen Probleme mit den anderen Parteien bekommen. Schließlich ist die Mafia nicht sonderlich erfreut, wenn wir für die CIA arbeiten. Um nun an die Aufgaben zu kommen, sprechen wir mit unterschiedlichen CPU gesteuerten Figuren. Diese findet man an diversen Orten. In den Bars trifft der Spieler übrigens NPC von allen Parteien. Welche Gruppe Ihr nun als Auftraggeber annehmt, bleibt ganz allein Eure Sache. Auch wenn alles bis jetzt recht interessant klingt, werdet Ihr bei den Missionen ein wenig enttäuscht werden. Diese sind aus anderen Spielen recht bekannt. Wir sollen z.B. bestimmte Leute liquidieren, Konvois aufhalten oder feindliche Stützpunkte infiltrieren. Meistens muss der Spieler dabei nur an bestimmten Ort kommen und alle Leute nieder ballern. Hin und wieder kommen auch mal Aufträge vor, die mit unsere Hauptstory zu tun haben. Allerdings sind diese ebenfalls recht einfach gestrickt.

Haben wir eine Aufgabe erledigt winkt uns eine nette Belohnung in Form von Geld. Außerdem wächst das Ansehen bei der Gruppe. Mit dem Geld kann der Spieler nun neue Informationen kaufen oder Gegenstände erwerben. Wie bei solchen Spielen üblich wird eine Reihe an Objekten angeboten. Diverse Waffen sind genauso vorhanden wie Rüstungen, Granaten, Nahrungsmittel oder Getränke. Letztere dienen übrigens zum Aufbau unserer Energieleiste. Allerdings haben diese Objekte Vor- und Nachteile. So wirken sich z.B. Alkohol oder Medizin negativ auf die körperliche Verfassung aus. Das geht soweit, dass wir von übermäßigem Konsum abhängig werden. Alle Objekte verbrauchen natürlich Platz und wenn das Gewicht zu groß ist, kann die Spielfigur keine weiteren Objekte mehr aufnehmen. Wenn der Spieler nun im Dschungel ist, sieht er an Straßen oftmals Leute, die Nahrungsmittel, Getränke oder andere nützliche Gegenstände verkaufen. Hinzu kommt, dass wir mit ein wenig Glück auch im Dschungel Items finden. Ein wichtiger Punkt ist natürlich das Thema Waffen. Abhängig von den Missionen, die erfüllt werden müssen, sind einige Waffen eher geeignet als andere. Der Spieler sollte daher sorgfältig seine Waffen auswählen. Waffen und Munition sind in dem Spiel einfach zu finden, da gefallene Gegner oftmals ein kleines Abschiedsgeschenk übrig lassen. Allerdings haben diese Waffen einen gewissen Verschleiß und manchmal versagen sie sogar. Der Kauf von neuen Waffen erfordert viel Geld, genauso wie die Aufrüstung. Man sollte daher sorgsam mit dem verdienten Geld umgehen. Je nachdem wie der Spieler nun agiert, ändern sich die Fähigkeiten unserer Spielfigur. Nutzen wir z.B. oft das Scharfschützengewehr, so schießen wir mit der Zeit immer sicherer. Wie im richtigen Leben wird unser Held auch müde. Nach einer gewissen Zeit muss sich unsere Spielfigur hinlegen - um zu schlafen. Gleichzeitig werden unsere Verletzungen geheilt, so dass wir anschließend gut erholt weiter machen können. Viel Erholung brauchen wir auch, um in dem großen Areal zu agieren. Zum Glück müssen wir die ganze Gegend nicht zu Fuß erkunden. Das Spiel bietet eine Reihe von Fortbewegungsmittel. Zum Beispiel darf unsere Spielfigur ein kostenpflichtiges Taxi nehmen, um stressfrei an einem bestimmten Ort zu kommen. Selbstverständlich gibt es auch weitere Fahrzeuge. Zu Beginn des Spiels hat der Held die Fähigkeit einen Wagen zu fahren. Im weiteren Spielverlauf erhält er die Möglichkeit Tests zu absolvieren und Lizenzen zum Fahren oder Fliegen anderer Fortbewegungsmittel zu erwerben. Nutzt der Spieler ein Vehikel so sollte er auch für seine Wartung sorgen. An Tankstellen kann er Reparaturen am Wagen durchführen lassen, Benzin tanken oder die Reifen wechseln. So werden wir mit der Zeit alle möglichen Fortbewegungsmittel wie PKW, LKW, Panzer, Boote, Flugzeuge oder Helikopter kennen lernen. Nett ist auch noch, dass wir im Kofferraum Gegenstände einlagern können. Da wir nur über ein begrenztes Inventar verfügen sollte man dieses ausgiebig nutzen.

 

Technik:

Mit der Präsentation kann man grundlegend zufrieden sein. Etwas schlechter ist allerdings die Grafik ausgefallen. Das liegt vor allem an den etwas mageren Texturen und den sich oftmals wiederholenden Charaktermodellen. Hier hätte der Hersteller wirklich mehr machen können. Vor allem die Gesichter sehen nicht mehr zeitgemäß aus. Das gleiche gilt für die Animationen. Die Figuren bewegen sich leider viel zu hölzern. Auch die Fahrzeuge könnten ein paar Polygone mehr vertragen. Wenigstens wurde die Umgebung immer wieder anders gestaltet. Malerische Strände sind genauso vorhanden wie Berge und ein dichter Dschungel. Hinzu kommen unterschiedliche Tageszeiten und Wettereffekte. Der Sound hat ebenfalls einige Probleme. Das fängt schon bei der englischen Sprachausgabe an. Diese wird zum Teil mitten im Satz abgebrochen oder erst gar nicht abgespielt. Der Spieler darf wenigstens alles mit deutschen Texten nachlesen. Die Musik selber passt zwar zum Spiel aber dennoch hätte ein wenig mehr Abwechslung nicht geschadet. Zumindest kann man mit den Soundeffekten zufrieden sein. Die Motorgeräusche klingen genauso ansprechend wie die Waffen. Mit der KI kann man bedingt leben. Teilweise verhalten sich die CPU-Gegner so, wie man es erwartet. Allerdings ist das nicht immer so. Oftmals bleiben sie auch stehen und warten darauf abgeschossen zu werden. An die Steuerung muss man sich erst einmal gewöhnen. In der Ego-Perspektive kommt man mit der Lenkung recht gut klar. Allerdings ändert sich das mit den Fahrzeugen. Diese lassen sich etwas zu schwammig steuern. Die Menüsteuerung ist dagegen gut ausgefallen. Hier wird der Spieler keine Probleme bekommen. Leider hat das Spiel einige Bugs. Unter anderem stören böse Ruckler das Gameplay. Selbst mit viel Arbeitsspeicher werdet Ihr hier Probleme bekommen.

 

Fazit:

Leider kann das Spiel nicht ganz überzeugen. Loben muss man den Hersteller zumindest für die Spielidee. Es macht schon sehr viel Spaß das riesige Areal zu erforschen. Das Ambiente stimmt ebenfalls und dank vieler NPC-Gespräche, vielen unterschiedlichen Waffen und interessanten Fahrzeugen wird auch ausreichend Abwechslung geboten. Hinzu kommen die unterschiedlichen Fraktionen und die vielen Objekte im Spiel. Allerdings sind die Missionen etwas träge. Viel zu oft müsst Ihr immer wieder das gleiche machen. Vor allem wenn man auf die etwas beschränkten CPU-Gegner trifft, wird das Gameplay etwas dröge. Man erwartet in der heutigen Zeit doch ein wenig mehr von seinen Gegnern. Wenigstens wird man durch die Story ein wenig entschädigt. Allerdings erwartet nicht zuviel, denn diese ist nach gut 20 bis 25 Stunden erledigt. Wirklich störend sind vor allem die vielen kleinen Bugs. Hier kann man nur hoffen, dass bald ein Patch alle Fehler beseitigt. Wenn die Fehler einmal behoben sind, wird aus dem Spiel ein wirklich interessanter Titel. Boiling Point: Road To Hell ist ein Beispiel dafür, dass man ruhig mehrere Genres in ein Ego-Shooterspiel packen kann. Das Grundkonzept stimmt und wenn der Hersteller ein wenig mehr auf die Details geachtet hätte, wäre aus dem Spiel ein sehr interessantes und vielschichtiges Genremixspiel geworden. Da aber doch einige Kritikpunkte vorhanden sind, kann Boiling Point: Road To Hell leider nur ein gute mittelmäßige Wertung abstauben.

 

Features:

- Zwei Genre in einem! ‚Boiling Point' verknüpft Rollenspiel-Elemente mit denen eines Ego-Shooters.
- Das ultimative Spielerlebnis! Völlige Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit unter tropischer Sonne. So etwas gab es noch nie!
- Action total! Als Spieler sind Sie stets mitten im Geschehen, jede Ihrer Entscheidungen beeinflusst das gesamte Spiel!
- Realismus pur! Zusätzlich zu allen spielerischen Elementen lässt eine High-End-Optik die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit verschwimmen.
- Viele Wege, ein Ziel! Alle Aufgaben lassen sich auf unterschiedliche Weise lösen. Sie genießen eine unglaubliche Vielfalt - auch beim abermaligen Durchspielen!
- Gigantische Spielwelt: Sie bewegen sich auf einer Fläche von 18 x 25 km! In diesem riesigen Areal gibt es alles - nur keine Ladezeiten!
- Jedes Mittel ist recht! Nutzen Sie verschiedene Waffen, Ausrüstungsgegenstände, Fahrzeuge, Helikopter und Boote!

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

Boiling Point: Road To Hell (PC)

 
 Boiling Point: Road to Hell
EUR 49,99
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Grafik: 78 %  
Sound: 74 %  
Bedienung: 76 %  
Singleplayer: 75 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 80 %  
Gesamtwertung:  77 %  

Mindestanforderungen:

- 2GHz Prozessor
- Windows 2000/XP
- 512 MB RAM
- 6-fach DVD-Laufwerk
- 4 GB Festplattenplatz
- 128 MB Grafikkarte
- Direct X-kompatible Soundkarte

 

 

 

 

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