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Brigade E5: New Jagged Union - Review (PC)

Wertung:
70 %

Einleitung:

Mit Brigade E5: New Jagged Union kommt der inoffizielle Nachfolger der Kultserie Jagged Alliance auf den deutschen Markt. Mit einem Mix aus rundenbasierter und Echtzeit-Strategie schicken der russische Entwickler Apeiron und Shaun Lyng, Designer und Script-Schreiber der Jagged Alliance-Serie, Strategiefans in gnadenlose Gefechte. Wir konnten uns das Strategiespiel jetzt genauer ansehen. Ob sich Genrefans auf dieses Spiel freuen können, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wie bei solchen Spielen üblich, werden wir nicht grundlos in den Kampf geschickt. Wir befinden uns in dem südamerikanischen Land Palinero. Liebliche Landschaften suggerieren Frieden, doch der Eindruck täuscht immens: Das Land liegt im Randgebiet eines gnadenlosen Bürgerkriegs. Es herrscht Ausnahmezustand und der Spieler muss sich entscheiden, für welche Seite er kämpfen will: Für den korrupten Diktator und seine Schergen, für den Widerstand oder für seine eigenen Ziele im Kampf um Macht und Geld. Bevor wir aber ins das Kampfgeschehen eingreifen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü. Dieses besteht aus zwei attrappenartigen Zielscheiben. Auf der linken ist eine Liste mit den Menüpunkten Laden, Speichern und Fortfahren. Wie gewohnt kann man unter Speichern einen bestehenden Spielstand sichern, unter Laden einen Spielstand aktivieren und unter Fortfahren ein aktuell unterbrochenes Spiel weiterspielen. Außerdem können wir in diesem Bereich ein neues Spiel starten. Bevor wir das machen, schauen wir uns aber noch die rechte Seite an. Auf der zweiten Attrappe finden wir bestimmte Sequenzen und Ansichten, z.B. das Intro, die Ruhmeshalle (zeigt die besten Ergebnisse der vergangenen Spiele an) und die Credits. Außerdem gelangen wir dort auch in die Einstellungen, wo der Spieler die spielrelevanten Optionen verändern darf. Am Anfang bleibt uns natürlich nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Nachdem wir auf den gleichnamigen Menüpunkt geklickt haben, erscheint ein Untermenü mit den Punkten Tutorial, Kampagne und Mehrspieler. Am Anfang sollte jeder erst einmal das Tutorial durchspielen. Hier werden uns das Spiel und die Steuerung in kleinen Schritten beigebracht. Wer lieber mit anderen menschlichen Spielern ein Spiel wagen möchte, kann dieses unter dem Menüpunkt Mehrspieler machen. Hier sind Spiele via Internet möglich. Das eigentliche Singleplayer-Spiel finden wir dann unter Kampagne. Nachdem wir diesen Punkt angeklickt haben, muss der Schwierigkeitsgrad bestimmt werden. Gleich drei stehen hier zur Auswahl. Anschließend suchen wir eine Spielfigur aus. Natürlich hat jeder Charakter andere Vor- aber auch Nachteile. Steht unsere Spielfigur fest, werden wir dazu angehalten, der Hauptfigur unseres Spiels eine genau definierte Geschichte und ein Profil zuzuschreiben, indem wir einen detaillierten Fragebogen ausfüllen. Nachdem wir uns dann für eine Fraktion entschieden haben, beginnt endlich das eigentliche Spiel.

Grundlegend ist das Spielprinzip recht einfach. Auf einer Übersichtskarte bewegen wir unsere Truppen über die Landschaft. Erreichen wir einen Sektor wie z.B. eine Stadt oder werden unsere Leute von jemand angegriffen, wechselt die Ansicht zu einer 3D-Darstellung. Hier darf der Spieler die Kamera frei drehen und zoomen. In einer Ortschaft kann man in den ansässigen Waffengeschäften einkaufen oder sein Zubehör in einer Bank verstauen. Natürlich treffen wir auch auf diverse CPU-Figuren, mit denen wir reden können. Von ihnen erhalten wir dann unsere Aufträge. Diese reichen von Sabotageakten bis hin zu Botengängen. Für unsere Dienste erhalten wir dann wichtige Belohnungen und Vorteile. Allerdings muss der Spieler ein wenig drauf achten, welcher Gruppierung er vertraut, denn die anderen Fraktionen werden von unseren Entscheidungen beeinflusst. Etwas schade bei der Sache ist allerdings, dass die Auftragsbeschreibungen nicht eindeutig sind. Oft merken wir, dass uns irgendetwas fehlt und dass wir bis jetzt alles umsonst gemacht haben. Egal wie wir nun handeln, es folgt anschließend immer ein Gefecht. Am Anfang agieren wir noch alleine durch die Levels. Im späteren Spielverlauf dürfen wir einige Mitstreiter anheuern. Unsere Truppe lernt mit der Zeit auch dazu und so können wir später anspruchsvollere Aufträge bewältigen. Je schwieriger die Aufgaben sind, desto mehr Gegner treffen wir, die natürlich auch besser bewaffnet sind. Zum Glück können wir mit unserem verdienten Geld ebenfalls neue Ausrüstungen erwerben. Später ist dann sogar ein Fahrzeug drin, womit wir schnell herumfahren können. Außerdem fasst ein Fahrzeug mehr Ausrüstungen, was unser Leben um einiges erleichtert. Wie immer kostet alles in dem Spiel Geld. Dieses erhalten wir durch absolvierte Missionen. Außerdem finden wir während eines Auftrags viele Objekte, die wir ebenfalls behalten können. Sind die Waffen zu gebrauchen, werden sie schnell ausgerüstet. Der Rest wird beim nächsten Händler verkauft. Frisch ausgerüstet kann es dann wieder in den Kampf gehen.

Diese Kämpfe laufen recht einfach ab. Trifft der Akteur auf einen Gegner, wird das Spiel automatisch gestoppt. Nun agieren wir nicht mehr in Echtzeit durch die Levels, sondern das Spiel läuft rundenweise ab. Jede Aktion kostet Zeit und so muss der Spieler gut überlegen welche Bewegung oder Handlung er ausführen möchte. Dabei wurde auf alles geachtet. Unsere Figuren können verschiedene Positionen einnehmen, sich bewegen und auf Gegner schießen. Ein Sichtfeld und eine Anzeige für das Zielen zeigen stets gut an, ob ein Gegner in Reichweite ist. Habe wir eine Aktion ausgesucht, kann es weiter gehen. Sobald neue Feinde auftauchen pausiert das Spiel erneut. Wir haben also immer genügend Zeit um uns auf die neue Situation einzustellen. Leider sehen wir bei den Kämpfen auch schnell, dass einiges schief gelaufen ist. Das beste Beispiel ist die Wegfindung. So laufen unsere Jungs unnötige Wege, was wertvolle Zeit kostet. Der Hersteller hat natürlich an ein reichhaltiges Waffenarsenal gedacht. Über 130 Modelle stehen zur Auswahl. Dabei werden wir mit Pistolen genauso auf Gegnerjagd gehen, wie mit Gewehren, Raketenwerfern oder Granaten. Daneben kann man die Waffen auch verbessern. Von der Laserzielvorrichtung über Schalldämpfer bis hin zu diversen Munitionsvarianten ist alles vorhanden. Obligatorische Minen und Sprengfallen dürfen ebenso wenig fehlen. Hierdurch ergeben sich viele Varianten für unsere Vorgehensweise. Selbstverständlich basiert das Spiel nicht nur auf dem Prinzip des lauten Tötens. Auch leise kann man einen Gegner niederstrecken. Dank Tarnutensilien kann unsere Spielfigur sich leise an einen gegnerischen Soldaten heranschleichen. Eine Anzeige gibt außerdem Aufschluss darüber, wie gut wir aktuell getarnt sind. Allerdings müssen wir darauf hinweisen, dass dieses nicht immer klappt. Oft werden wir von Leuten nicht gesehen, die fast über uns stolpern. Kurze Zeit später entdeckt uns dann ein Soldat, der hundert Meter weit weg ist. So agieren wir nun durch die nett gestalteten Umgebungen, nehmen einen Auftrag nach dem anderen an, rüsten unsere Truppe immer besser aus und kämpfen gegen eine Vielzahl von Gegnern.

 

Technik:

Bei der Technik ist so einiges schief gelaufen. Das fängt schon bei der Grafik an. Grundsätzlich ist es zwar ganz nett, dass wir in einer 3D-Welt agieren. Diese besteht allerdings nur aus recht klobigen Objekten und wenigen Details. Hinzu kommen schwache Texturen und wenige Licht- und Schatteneffekte. Wirklich gute Effekte werden wir außerdem nur selten zu sehen bekommen. Alles wurde recht einfach gehalten, was allerdings bei solchen Spielen öfters vorkommt. Außerdem werden wir mit diversen Rucklern leben müssen. Diese treten vor allem in Städten auf. Nicht viel besser sehen die Figuren aus. Alle Spielfiguren wirken sehr kantig und klobig. Außerdem wurden sie nur einfach animiert und so bewegen sie sich recht hölzern durch die Levels. An die Kamera muss man sich ebenfalls erst einmal gewöhnen. Man kann die Ansicht zwar frei drehen und zoomen, doch das wird in einem Gefecht oft zur Qual. Das liegt vor allem daran, dass sich die Kamera an Objekt verschiebt. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben kleineren Ingamegeräuschen und einer passenden Musik, werden wir auch eine deutsche Sprachausgabe zu hören bekommen. Die Sprecher machen ihre Arbeit allerdings nicht sonderlich gut, da sie oft überzogen Reden. Mit der Steuerung kommt man recht schnell klar. Einfache und gut sortierte Menüs erleichtern das Leben und dank eines Einführungsbereichs wird man schnell mit der Lenkung klar kommen. Der Schwierigkeitsgrad wird für manche ein wenig zu schwer sein. Vor allem im späteren Spielverlauf werden Anfänger einige Probleme bekommen. Etwas schade ist auch, dass die KI der Gegner recht einfach ausgefallen ist. Sie gehen zwar in Deckung oder warten auf Verstärkungen, allerdings war es das dann auch schon mit den Intelligenten Handlungen. Ansonsten rennen sie eigentlich immer dort hin, wo geschossen wird. Hinzu kommt, dass sie sich auch mal selber in die Luft sprengen oder dass sie solange stehen bleiben, bis sie erschossen werden. Wirklich nervig ist dann noch die Wegfindung. Viel zu oft laufen unsere Jungs unnötige Wege, was wertvolle Zeit kostet. Fasst man alles zusammen, so kann das Spiel technisch nicht wirklich überzeugen. In der heutigen Zeit erwartet man wirklich mehr von einem Strategiespiel.

 

Fazit:

Brigade E5: New Jagged Union hätte ein wirklich gutes Spiel werden können. Gefallen kann vor allen das vielseitige Gameplay. Es macht schon Spaß seine Truppe aufzubauen, diese auszurüsten und mit den jeweiligen Waffen spezielle Taktiken zu entwerfen. Schließlich kann man jede Situation anders lösen. Da das Game viele Waffen und Ausrüstungsgegenstände anbietet, können Strategiefans sich so richtig in dem Spiel auslassen. Es macht auch tierischen Spaß die Gefechte rundenweise auszuführen. Allerdings scheitert das interessante Spielprinzip an der Technik. Viel zu viele Punkte stören das Gameplay. Außerdem wiederholen sich viel zu oft die Aufträge. Eine wirkliche Vielfalt ist also nicht vorhanden und so macht man grundlegend immer wieder das gleiche. Leider gibt es auch ein paar Questbugs, die wirklich ärgerlich sind. Hinzu kommen eine etwas veraltete Grafik und eine nervige Kamera. Außerdem gibt es einige Probleme mit der KI der CPU-Figuren und der Wegfindung. Hier hätte der Hersteller einiges besser machen können. Evtl. werden wir ja noch mit einem Patch beglückt, dass die gröbsten Probleme beseitigt. Obwohl diverse Kritikpunkte vorhanden sind, kann man sich mit dem Spiel einige Zeit beschäftigen. Wer also auf taktische Rundenstrategiespiele steht und komplexe Kampfsysteme bevorzugt, der darf gerne zuschlagen. Sind Eure Erwartungen - gerade bei der Technik - nicht zu hoch, werdet Ihr ein paar nette Stunden mit dem Spiel verbringen können.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Brigade E5: New Jagged Union (PC)

 
 Brigade E5 New Jagged Union
EUR 39,99
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Grafik: 64 %  
Sound: 72 %  
Bedienung: 74 %  
Singleplayer: 68 %  
Multiplayer: 72 %  
Spielspaß: 71 %  
Gesamtwertung:  70 %  

Mindestanforderungen:

- Windows 98/2000/XP
- DirectX 8.1 oder höher
- Pentium-III 1000 MHz
- 256 MB freier Hauptspeicher
- 2 GB freier Festplattenplatz
- Direct 3D-kompatible Videokarte mit 32 MB RAM
- CD-ROM-Laufwerk, Soundkarte,
- Keyboard & Maus

 

 

 

 

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