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Brute Force - Review (Xbox)

Wertung:
87 %

Einleitung:  

Digital Anvil hat sich viel Zeit gelassen um das erste Xbox-Spiel mit dem Titel Brute Force auf Microsofts Konsole raus zu bringen. Angelegt ist das Spiel im Genre teambasierte Taktikshooter. Optisch und spielerisch orientiert sich das Spiel an Kultspiele wie Halo. Ob Brute Force das Potential hat um nun den Gipfel des Genre zu erreichen erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Natürlich hat Brute Force auch eine Handlung die im Jahre 2340 spielt. Das Klonen von Menschen stellt keine Schwierigkeit mehr da. Gegen böse Mächte muss nun der Spieler als Mitglied einer Eliteeinheit der Konföderation agieren um die Menschheit zu retten. Zur Beginn darf der Spieler erst einmal ein gut gemachtes Intro bewundern das die Story einleitet. Richtige Infos werden am Anfang allerdings nicht geboten und so startet Ihr erst einmal mit vielen Fragen in das Geschehen. Nach dem Intro gelangt der Spieler in das Optionsmenue. Hier muss er sich nun für eine Spielvariante entscheiden.

Das Herzstück des Spiels ist der Kampagne-Modus. Hier müssen eine Reihe von Missionen erfüllt werden um am Ende die Menschheit vor dem Bösen zu retten. Bei Brute Force übernimmt der Spieler aber nicht nur die Rolle eines Helden. Insgesamt vier unterschiedliche Charaktere stehen im späteren Spielverlauf zur Verfügung. Alle besitzen unterschiedliche Spezialfähigkeiten. Am Anfang übernimmt Ihr erst einmal die Rolle von Tex, einem Waffenexperten. Mit der Zeit kommen dann die Charaktere Brutus, Hawk und Flint hinzu. Brutus ist ein Echsenwesen, Hawk eine Expertin im Infiltrieren und Flint eine Scharfschützin. Mit einem Tastendruck darf der Spieler die besonderen Fähigkeiten jedes Charakters aktivieren. Diese halten aber nicht für lange Zeit und so muss der Spiele diese mit bedacht auswählen. Ist die Leiste erst einmal verbraucht müsst Ihr warten bis sich die Fähigkeiten wieder erholt haben. Die unterschiedlichen Charaktere bieten dabei schöne Unterschiede. So kann Tex gleich zwei Waffen auf einmal verwenden, während Brutus seine Lebensenergie auffrischen kann. Hawk dagegen darf sich in gefährlichen Situationen Tarnen und Flint kann auf einen zusätzlichen Zielmechanismus zurückgreifen der das Treffen einfacher macht.

Der Spieler muss sich aber nicht für einen Charakter entscheiden, mit dem er dann das Spiel hindurch agieren will. Vielmehr darf er zu jeder Zeit zwischen den einzelnen Spielfiguren wechseln. Natürlich erst dann, wenn sie im Spiel auftauchen. Wie schon erwähnt beginnt Ihr erst einmal nur mit Tex. Gewechselt wird dann mit dem Digital-Kreuz des Controllers. Nicht aktive Figuren dürfen auch noch indirekt beeinflusst werden, indem der Spieler Kommandos abgibt wie Stellung halten oder Feuerschutz geben. Diese Befehle bieten einige taktische Möglichkeiten die der Spieler im Spiel auch ausnutzen sollte. Immer klappt dieses aber nicht da man eigentlich viel zu oft die anderen Charaktere hinter sich herlaufen lässt. Oft ist es viel zu hektisch um wirklich taktisch vorgehen zu können. Außerdem ist die Intelligenz der CPU gesteuerten Figuren nicht gerade hoch. Sobald Feinde zu sehen sind laufen sie bei Handlungsfreiheit mitten in das Geschehen und so verbrauchen sie die eingesammelten Mediepacks schnell auf. Aus diesem Grund wird sich jeder schnell dazu entscheiden die Charaktere hinter der eigenen Figur laufen zu lassen.

Mit dieser Truppe agiert nun der Spieler in den vielen unterschiedlichen Missionen die allesamt mit einem Intro eingeleitet werden. Die Gegner treten dabei sehr häufig auf und auch bei leichtem Schwierigkeitsgrad ist deren Trefferquote recht gut. Zum Glück findet der Spieler reichlich Medipacks und andere gute Items die ihm das Leben leichter machen. Darunter auch Munition und neue Waffen, die Ihr mit einem Knopfdruck aufnehmen könnt. Nette Feature sind dann auch noch Aktionen wie das aufsammeln von Minen. Wenn diese auf dem Boden liegen muss der Spieler die Minen erst entschärfen, bevor er sie aufnehmen kann. Das Entschärfen dauert allerdings eine gewisse Zeit so das erst einmal für Ruhe gesorgt werden muss, bevor der Spieler sich diesen Sprengkörpern widmen kann. Wird es wirklich mal eng kann man sich immer noch auf seine Truppe verlassen die sich dann um die Gegner kümmern. Eine Karte zeigt auch noch, wo der Spieler als nächstes hin muss. So rennt der Spieler nur selten unnütz durch die recht großen Level.

 

Technik:

An die Steuerung muss sich der Spieler erst einmal gewöhnen. Das liegt vor allem daran das sie ein wenig träge ist. Ansonsten kann man mit der Figur recht sicher agieren. Die Belegung des Controllers lässt auch keine Wünsche offen und so können alle Aktionen schon nach kurzer Zeit ausgeführt werden. Auch das Kommandieren der anderen Charaktere geht recht gut von der Hand. Viele Möglichkeiten hat man zwar nicht aber sie reichen aus um den wilden Haufen unter Kontrolle zu halten. Die Animationen der Charaktere sehen sehr gut aus, einzige Ausnahme - wenn eine Figur mal springen soll. Ansonsten bietet das Spiel eine wunderbare und detailreiche Grafik die an Spiele wie Halo fast heran reicht. Vor allem auf die Weitsicht wurde geachtet und so kann der Spieler in vielen Missionen hunderte von Meter weit sehen. Auf guten Sound, Musik und Stimmen wurden ebenfalls viel wert gelegt und so wird ein Ambiente erschaffen was kaum Wünsche offen lässt. Vor allem die Sprüche der Feinde lassen oft genug ein schmunzeln über die Lippen der Spieler gleiten. Auf eine Quicksave-Funktion hat der Hersteller verzichtet. Das ist aber nicht ganz so schlimm. Erst wenn alle Teammitglieder gestorben sind beginnt das Spiel an festgelegten Kontrollpunkten. Wer nicht gerne alleine spielt wird bei dem Spiel viele Möglichkeiten finden. Bis zu vier Spieler dürfen im Splitscreen oder bis zu acht Spieler über die Xbox Link-Funktionen an diesem Shooter teilnehmen. Wenn Ihr die Wahl habt nutzt lieber die Link-Funktion, da der Splitscreen doch ein wenig unübersichtlich ist. Das gute bei dem Spiel ist aber das sich zu jeder Zeit neue Spieler in das Spiel einklinken aber auch ausloggen können. So dürfen dann die anderen weiter spielen. Die zusätzliche Figur wird einfach nur ein- bzw. ausgeblendet. Neben der Kampagne dürfen auch Spielarten wie Deathmatch ausgewählt werden. Leider kann man mit diesem Spiel nicht online spielen. Zwar darf sich der Spieler in das Xbox Live einloggen aber nur um neue "Downloads" runter zu laden. Trotzdem bietet das Spiel vor allem im Mehrspielerbereich viel Spielspaß so das man kaum was vermisst. Rundum ist Brute Force technisch recht gut gelungen.

 

Fazit:

Das Spiel macht wirklich Spaß - vor allem wenn man mit Freunden zusammen sitzt. Mit der Zeit wird das Spiel auch immer anspruchsvoller und so kommt nie Langeweile auf. Positiv fällt die Idee auf eine Truppe im Singleplayer-Modus zu dirigieren, leider wurde aber dieses ein wenig versaut. Das liegt vor allem daran das sich die nicht kontrollierten Figuren zu dumm verhalten. Wird auf die Truppe geschossen laufen sie oft genug mitten in das Feuer rein und so werden die sehr wichtigen Medipacks verschleudert. Zum Glück kann der Spieler die Truppe aber bremsen was allerdings auch wieder bedeutet, dass der Spieler fast alles alleine erledigen muss. Trotzdem macht es auch im Singleplayer-Modus Spaß und wenn erst einmal Freunde die Rolle der anderen Figuren übernommen haben kann man gemeinsam alle Aufgaben lösen. Begeistern kann ebenfalls die gute Optik und das gute Leveldesign. Da die einzelnen Missionen auch noch in einer angemessenen Story eingebunden sind, wird nie das Gefühl aufkommen das Ihr umsonst durch die vielfältigen Level rennt. Insgesamt ist das Spiel eine gelungener Shooter der stundenlang fesseln kann. An Spiele wie Halo kommt es zwar nicht ganz heran aber weit entfernt ist es auch nicht. Wer das Ambiente von Halo mochte wird mit dem Spiel sofort glücklich werden und dank der Mehrspielervariante macht es mit Freunden genauso viel Spaß. Shooterfans können ohne große Überlegung zu dem Spiel greifen, denn das Geld ist es auf jedenfall wert.

 

 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

Brute Force - Review (Xbox)

 
 Brute Force
EUR 57,99
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Grafik: 86 %  
Sound: 89 %  
Bedienung: 85 %  
Singleplayer: 86 %  
Multiplayer: 88 %  
Spielspaß: 87 %  
Gesamtwertung:  87 %  



 

 

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