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Bullet Witch - Review (Xbox 360)

Wertung:
73 %

Einleitung:

Atari bringt endlich ein zweites Spiel für Microsofts Xbox 360 auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Action-Adventure Bullet Witch, das übrigens von Cavia entwickelt wurde. Diesmal schlüpfen wir in die Haut einer Hexe. Es handelt sich dabei um die hübsche Alicia. Mit purer Waffengewalt und magischen Fähigkeiten geht sie gegen böse Mächte vor, welche die Menschheit auslöschen will. Wir konnten das actionreiche Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Bullet Witch kommt selbstverständlich nicht ohne eine Story aus. Wir schreiben das Jahr 2013. Die Menschheit steht kurz vor dem Aussterben. Naturkatastrophen, Hungersnöte, Kriege, Seuchen und das plötzliche Erscheinen der Armee des Bösen - eine anhaltende Serie von Ereignissen, ausgelöst durch das Wiedererwachen von Dämonen in der modernen Welt, hat die Weltbevölkerung auf weniger als eine Milliarden Menschen schrumpfen lassen. Doch gerade, als die wenigen Überlebenden das Ende der Zivilisation akzeptiert haben, erscheint eine schöne Frau, gekleidet in Schwarz und ausgestattet mit den magischen Kräften einer Hexe sowie einer mächtigen Waffe, geformt wie ein Besen. Ihr Name ist Alicia. Bevor wir mit der sympathischen Heldin in den Kampf ziehen, dürfen wir uns die Vorgeschichte in einem kleinen Intro ansehen. Dieses wird übrigens mit englischer Sprachausgabe und deutschem Untertitel gezeigt. Im Anschluss erblickt Ihr das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Fortsetzen", "Levelauswahl", "Optionen" und "Xbox Live". Wie üblich darf man unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Über den Menüpunkt Xbox Live öffnet Ihr dann das Xbox Live-Menü. Ist eine Verbindung aufgebaut, darf man Downloads wie neue Outfits oder Konzeptmissionen ausführen oder die Rangliste einsehen. Um in das Spiel zu kommen muss der Spieler entweder einen bestehenden Spielstand laden, ein schon gespieltes Level anwählen oder ein neues Spiel starten. Nachdem wir ein neues Game begonnen haben, folgt die Einstellung des Schwierigkeitsgrades. Das Spiel bietet davon drei unterschiedliche Stufen (Leicht/Normal/Schwer) an. Somit dürfte jeder Spieler eine passende Herausforderung finden. Im Anschluss folgt ein weiterer Film. Nun beginnt das erste Level, das als Tutorial dient. Über hilfreiche Einblendungen wird uns die Steuerung in kleinen Schritten näher gebracht. Wir schlüpfen nun in die Rolle von Alicia, die schlagkräftig gegen das Böse vorgeht. Das machen wir hauptsächlich mit unseren Waffen. Alicia benutzt einen Feuerstab, eine Schusswaffe, deren Form an einen Hexenbesen erinnert. Munition kann mit magischen Kräften erzeugt werden. Da es sich um magische Kugeln handelt, kommen dadurch weder Menschen noch Verbündete zu Schaden. Eine nützliche Sache, denn so können wir auf jeden schießen, der sich bewegt, ohne etwas Schlimmes anzurichten.

Durch Aufstufung stehen uns verschiedene Arten von Feuerstäben zur Verfügung. Vom Maschinengewehr über eine Flinte, Kanone bis hin zur Gatling ist alles vorhanden. Da unsere Heldin eine Hexe ist, kann sie auch Zauber einsetzen. Da wäre z.B. eine magische Mauer zum verschanzen, der Rosenspeer um Gruppen auszuschalten oder Willen, der durch eine Schockwelle Objekte hinwegfegt. Hinzu kommt der Zauber Opfer, der verletzte Menschen heilt oder Rabenpanik. Sprechen wir diesen aus, so stürzt sich ein ganzer Schwarm Raben auf die Übeltäter. Großmagie kann unsere Heldin dann auch verwenden. Mit Donner, Tornado oder Meteor holt Ihr zum ganz großen Gegenschlag aus. Die ganzen Zauber kosten natürlich Magiepunkte, die sich erst nach einer gewissen Zeit regenerieren. Daher sind wir oftmals auf unsere Waffe angewiesen. Allerdings gibt es immer wieder Situationen, wo der Spieler ausschließlich mit Hilfe seiner Magiefähigkeiten weiter kommt. Das Spiel ist grundlegend aufgebaut wie ein klassischer 3rd-Person-Shooter. Wir steuern unsere Spielfigur recht frei durch eine virtuelle Welt. Ankommende Feinde visieren wir mit unserem Zielkreuz an. Da das Spiel nicht über eine automatische Zielfunktion verfügt, muss der Spieler sehr genau zielen. Zum Glück gibt es eine Zoomansicht, wodurch man auch weiter entfernte Gegner gut anvisieren kann. Nach ein paar Schuss, einem magischen Spruch oder einfach durch draufkloppen beseitigen wir unsere Feinde. Daneben kann unsere Spielfigur noch springen - um Geschossen auszuweichen. Ist ein Level beendet, erhält unsere Hexe Erfahrungspunkte, die der Spieler auf Alicias Fähigkeiten verteilen darf. Hierdurch können wir uns später schneller heilen oder unsere Angriffe verstärken. Das Spiel selber ist in unterschiedliche Kapitel aufgeteilt. Jedes bietet verschiedene Umgebungen. Diese sind außerdem durch Barrieren abgegrenzt. Erst wenn wir unsere Aufgabe erfüllt haben, wird der nächste Bereich zugänglich. Dabei treffen wir nicht nur auf normale Geistersoldaten oder Walnussköpfe, sondern auch auf besonders starke Gigas. Hier muss der Spieler erst einmal die Schwachstelle finden, um diese zu besiegen. So kämpfen wir uns nun durch die verschiedenen Levels und ballern alles ab, was uns in die Quere kommt.

 

Technik:

Die Grafik ist grundlegend in Ordnung. Wir werden nette Umgebungen erblicken, die viele Details aufweisen. Teilweise sind Objekte zerstörbar oder zumindest bewegen sie sich, wenn wir auf diese schießen. Allerdings fällt schnell auf, dass nicht alles bearbeitet werden kann. Oftmals wundert man sich, dass z.B. Scheiben oder Holzzäune nicht zerbersten. Hier hätte der Hersteller ruhig mehr machen können. Etwas magerer sehen die späteren Spielabschnitte aus. Hier werden wir teilweise nur noch karge Bereiche erblicken. Gelungen sind dafür aber die Charaktermodelle. Unsere Spielfigur aber auch menschliche Begleiter und Gegner sehen sehr gut aus. Allerdings sind deren Animationen etwas hölzern ausgefallen. Entschädigt wird man durch tolle Licht- und Schatteneffekte, sowie bombastische Explosionen. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Zum einen wird eine englische Sprachausgabe eingespielt. Hierfür wurden gute Synchronsprecher engagiert, die ihre Arbeit wirklich professionell machen. Damit Spieler - die der englischen Sprache nicht so mächtig sind - die Story ebenfalls verstehen, werden storyrelevante Sachen mit deutschen Texten übersetzt. Daneben werden viele Ingamegeräusche und eine stimmungsvolle Musik eingespielt. So wird insgesamt ein gutes Ambiente erschaffen. Mit der Steuerung kommt man sofort klar. Dank einem einführenden Tutorial erlernen wir die Tastenbelegung sehr schnell und so können wir direkt in das Spielgeschehen einsteigen. Etwas Schade ist allerdings, dass wir keine Autozielfunktion haben. Somit müssen wir alle Gegner genau anvisieren. Das ist mit dem Pad nicht immer einfach. Zum Glück hat unsere Waffe eine gute Reichweite und so können wir Feinde schon recht früh abknallen. Die Kamera zeigt das Geschehen aus der 3rd-Person-Perspektive. Obwohl man gerne eine etwas weitere Ansicht benutzen oder auch mal in die Egoperspektive schalten möchte, kommt man mit den beiden vorhandenen Varianten gut klar. Allerdings müssen wir die Kamera immer selber nachjustieren. Im Kampf kann das zum Teil etwas hektisch werden. Die KI der Gegner ist nicht sonderlich hoch. Gerade bei den einfachen Feinden werden wir kaum intelligente Handlungen sehen. Somit ergibt sich auch ein recht einfacher Schwierigkeitsgrad, der vor allem Anfänger nicht überfordert. Genrekenner werden dagegen kaum an ihre Leistungsgrenze stoßen. Fasst man nun alles zusammen, so kann die technische Seite grundlegend überzeugen. Es gibt zwar kleinere Kritikpunkte, diese beeinträchtigen aber nur wenig das Gameplay.

 

Fazit:

Bullet Witch ist ein nettes Actionspiel, das einen allerdings nur für wenige Stunden an den Fernseher fesselt. Das liegt zum Teil an der kurzen Spielzeit. Schon nach gut 5 bis 6 Stunden habt Ihr die Story durchgespielt und da kaum Varianten angeboten werden, ist der Widerspielwert sehr gering. Hinzu kommt die Tatsache, dass der Spieler immer wieder das gleiche macht. Spielerische Vielfalt gibt es kaum und so sind wir fast ausschließlich damit beschäftigt, Gegner abzuknallen. Wirklich schwer sind dann auch die Bosskämpfe nicht und so wird man kaum Probleme bekommen, das Spiel zu beenden. Gefallen haben uns zum Teil die Levels, die Kombination aus Magie und Shooteraction und unsere Spielfigur. Sie ist hübsch anzusehen und so bewegt man sich recht gerne durch die diversen Spielabschnitte. Außerdem ist eine nette Präsentation vorhanden, die einen gut motiviert weiter zu spielen. Da das Ende aber schnell gekommen ist, ist Bullet Witch ein sehr kurzes Spielvergnügen. Allerdings muss man auch erwähnen, dass man nach der absolvierten Spielzeit das Ende förmlich herbeisehnt. Da wir immer wieder das gleiche machen, sinkt die Motivationskurve sehr stark ab. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr von einem Spiel. Wer also kurze Spiel und banale Shooteraction mag, der wird mit dem neusten Atarispiel viel Spaß haben. Erwartet ihr nicht zu viel von dem Game, werdet Ihr einen Kauf nicht bereuen. Alle anderen sollten evtl. warten, ob kostenlose Levels nachgeschoben werden. Hiermit würde sich der Kaufpreis relativieren.

 

Features:

- Löse gewaltige Zaubersprüche aus: Verwandle eine Stadt in ein Meer aus Flammen, erschaffe verheerende Meteoritenstürme oder laß einen Tornado über deine Gegner wüten.
- Reale Physikeffekte lassen Stürme Risse durch die Städte ziehen und Krater aus dem Boden heben.
- Alicia`s Waffe: der Gun-Rod durchbohrt die Feinde mit Partonen, die mit Seelen gefüllt sind. Der Gun-Rod läßt sich so weit aufrüstem, daß sich Alicia nichts mehr in den Weg stellen kann.
- Die Feinde kommen in allen möglichen Größen und Formen. Sie lösen Erdbeben aus, rufen Stürme herbei und befallen umherirrende Menschen.
- Xbox Live: Content Download Support

 

 

Screenshots:
 

Wertungsbox:

Bullet Witch (Xbox 360)

 
 Bullet Witch
EUR 69,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 74 %  
Sound: 76 %  
Bedienung: 78 %  
Singleplayer: 70 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 68 %  
Gesamtwertung:  73 %  


 

 

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