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Call of Juarez: Bound in Blood - Review (PS3)

Wertung:
86 %

Einleitung:

Westernfreunde dürfen ihre Konsole entstauben, denn aktuell kommt das actionreiche Wild-West-Spiel Call of Juarez: Bound in Blood auf den deutschen Markt. Bei dem Ego-Shooter handelt es sich um ein Prequel des Actionshooters Call of Juarez. Dieses Game kam vor gut zwei Jahren in den Handel und konnte viele Spieler in seinen Bann ziehen. Der aktuelle Teil wird übrigens für Playstation 3, Xbox 360 und PC erscheinen. Wir konnten uns in den letzten Tagen in den virtuellen Sattel schwingen und das Game ausgiebig testen. Ob sich das Spiel nicht nur für eisenharte Wild-West-Fans lohnt, erfahrt Ihr in unseren Review.

 

Zum Spiel:

Das neueste Ubisoftspiel kommt selbstverständlich nicht ohne eine Story aus. Call of Juarez: Bound in Blood spielt im glorreichen Wilden Westen. Wir werden auf eine Reise durch das vom Bürgerkrieg verwüstete Georgia bis hin zu den aztekischen Ruinen von Mexiko geschickt. Der Spieler schlüpft in die Rolle der beiden McCall-Brüder, die sich in ein aufregendes Abenteuer voller Gesetzlosigkeit und Habgier stürzen, das mitten in einer legendären Ära der amerikanischen Geschichte spielt. Ray und Thomas McCall sind eisenharte Südstaaten-Soldaten im Jahr 1864. Während des Bürgerkriegs merken sie allerdings, dass der Kampf gegen die Yankees keinen Sinn mehr macht. Als sie dann noch von der drohenden Zerstörung ihrer Farm hören, entschließen sie sich ihren eigenen Weg zu gehen. Dort angekommen, können sie nur noch die Leiche ihrer Mutter entdecken. Wir tauchen nun ab in ein aufregendes Abenteuer das sich um Verfolgung, Rache und einem sagenumwobenen Schatz dreht. Mehr wollen wir jetzt nicht verraten, schließlich soll das Spiel und die Story interessant für Euch bleiben. Daher fangen wir lieber ganz von vorne an. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint ein kleines Intro. Es folgt das obligatorische Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler, Mehrspieler, Optionen, Trophäen und exklusive Inhalte. Unter zu letzt genannten Punkt kann man per Codeeingabe auf gleichnamige zugreifen. Wie gewohnt findet ihr außerdem unter Trophäen die erreichten Erfolge. Schon im Vorfeld könnt ihr Euch hier ansehen, was Ihr im Einzelnen machen müsst um diese freizuschalten. Die spielrelevanten Einstellungen darf man dann noch unter Optionen anpassen. Wer nicht gerne alleine spielt, der sollte in den Mehrspielermodus gehen. Hier kann man mit bis zu zwölf Spielern an diversen Spielarten auf unterschiedlichen Karten teilnehmen. Gut fünf Modis werden angeboten und so sollte eigentlich für jeden Gamer etwas dabei sein. Nett ist auch, dass durch das Erfüllen von Team-Aufgaben und das Meistern spannender Schießereien im Team-Deathmatch-Modus neue Charaktere freigeschaltet werden. Um eines schon einmal klarzustellen, auf einen Koop-Modus hat der Hersteller leider verzichtet. Obwohl es zwei Spielcharaktere gibt, darf man das Abenteuer nicht mit einem Freund gemeinsam durchspielen. Wirklich schade.

Das Herzstück des Spiels ist selbstverständlich der Einzelspielermodus. Nachdem Ihr den gleichnamigen Punkt angeklickt habt, erscheint ein weiteres Menü. Angeboten werden neben dem Story-Modus noch die Bereiche Extra-Missionen, Geheimnisse und persönliche Statistiken. Bevor wir in die Geschichte eintauchen, dürfen wir noch den Schwierigkeitsgrad bestimmen. Dank drei unterschiedlicher Stufen, dürfte jeder Gamer eine passende Herausforderung finden. Das Spiel wird nun mit einem stimmungsvollen Intro inkl. deutscher Sprachausgabe passend eingeleitet. Diese Filme werden wir übrigens immer wieder zu sehen bekommen, denn diese treiben die Story permanent voran. Kommen wir nun zum Gameplay. Call of Juarez: Bound in Blood ist ein actiongeladener Egoshooter, das - wie nicht anders zu erwarten war - im Wilden Westen spielt. Genretypisch greifen wir in dem Spiel auf ein reichhaltiges Waffenarsenal zurück. Von verschiedenen Revolvern, großkalibrigen Kanonen bis hin zu Gewehren ist alles vorhanden. Hinzu kommen Dynamit und andere Waffen wie die Gatling Gun. Dazu müssen wir allerdings noch sagen, dass nicht jede Waffe bzw. Fähigkeit von uns genutzt werden kann. Gespielt wird nämlich wahlweise mit einem der beiden Charaktere Ray oder Thomas McCall. Jeder dieser Figuren verfügt über andere Talente und so kann man die einzelnen Spielabschnitte je nach Spielfigur etwas anders durchspielen. Thomas kann zum Beispiel mit einem Lasso an Gebäuden oder Bäumen hochklettern und Feinde mit seinem Wurfmesser lautlos erledigen. Ray ist ein wenig grobmotorischer, denn er bevorzugt lieber Dynamit und fette Waffen. Er tritt auch lieber eine Tür ein, als leise nach einem Hintereingang zu suchen. Welche Figur Ihr nun spielt, bleibt komplett Euch überlassen.

Vor einem Level darf man zwischen den Charaktere wählen und so das anschließende Vorgehen bestimmen. Bis auf die kleinen Fähigkeitsunterschiede spielen sich die Spielabschnitte allerdings recht gleich. Schließlich ballert man meistens alles ab, was sich bewegt. Einen großen Unterschied gibt es allerdings dann doch noch. Uns gönnt man in dem Spiel einen so genannten Konzentrationsmodus. Das ist nichts anderes, wie eine Art Bullet-Time. Hat der Gamer eine bestimmte Anzahl an Gegnern eliminiert, so kann man diesen aktivieren und die Zeit verlangsamen. Im Anschluss dürft Ihr dann Feinde optisch eindrucksvoll und sehr effektiv vom Bildschirm fegen. Ray markiert dazu seine Feinde im Vorfeld um sie dann mit zwei Revolvern abzuschießen. Thomas dagegen erledigt diese einzeln. Die meiste Zeit werden wir allerdings konventionell die Levels absolvieren. Dazu agieren wir recht frei in den Spielabschnitten. Diese sind leider meistens etwas gradlinig aufgebaut, auch wenn man sich hin und wieder frei in der virtuellen Welt bewegen kann. Zur besseren Orientierung gönnt man uns Zielmarkierungen, wodurch wir die nächsten Wegpunkte schnell finden. Ankommende Feinde werden dann mit einem Zielkreuz anvisiert und abgeschossen. Unsere Waffen müssen wir notgedrungen in regelmäßigen Abständen nachladen. Der Spieler sollte daher immer darauf achten, dass er niemals mit einer leeren Waffe auf Gegner trifft. Daneben kann man zwischen den einzelnen Waffen mit einen einfachen Tastendruck wechseln.

Damit wir nicht permanent in gegnerische Kugeln laufen, darf sich unsere Spielfigur noch ducken um so hinter diversen Gegenständen in Deckung zu gehen. Hin und wieder kommt es aber dennoch vor, dass wir das Zeitliche segnen. Zum Glück gönnt uns der Hersteller gut gesetzte Checkpoints, wodurch man nicht allzu viel wiederholen muss. Das Ableben kann man allerdings umgehen, wenn man frühzeitig in Deckung geht. Verfärbt sich der Bildschirm rot, dann dauert es nicht mehr lange bis das Ende naht. Schafft Ihr stattdessen eine gewisse Zeit ohne Treffer auszuhalten, so erholt sich Eure Lebensenergie und es kann weiter gehen. Auch wenn das Spiel zum größten Teil sehr linear aufgebaut ist, gibt es zwischendurch immer mal Phasen, wo wir einige kleine Erkundungstouren starten können. Jetzt warten Nebenaufgaben wie das Erledigen von Zielpersonen auf uns. Als Belohnung winkt dann Geld, das man wiederum in neue Waffen und Munition investieren kann. Das war noch nicht alles. Auf den Rücken eines Pferdes dürfen wir uns auch noch schwingen. Hiermit überbrücken wir längere Wege bis zu Zielorten. Das ganze wird dann noch durch kleine Actionpassagen wie Verfolgungsjagden abgerundet. Was natürlich nicht fehlen darf, sind die großen Showdowns am Ende jedes Levels. Jetzt soll der Akteur im richtigen Moment schnell ziehen und seinen Gegenspieler im Duell erschießen. Eine nette Sache, die bei keinem Westernspiel fehlen darf. Das ganze wird dann noch durch unzählige Filme zusammengehalten, die wunderbar die Story erzählen.

 

Technik:

Bei der Grafik gibt es wenig auszusetzen. Immer wieder werden wir andere Orte zu sehen bekommen, die mit vielen Details versehen wurden. Unser Auge wird dann noch scharfe Texturen und tolle Effekte wie Explosionen erblicken. Hinzu kommen ansprechende Licht- und Schattenspielereien. Der Hersteller hat auch auf eine gute Atmosphäre geachtet. Überall passiert etwas und so kommt man kaum noch vom Bildschirm los. Sehr eindrucksvoll ist auch die Weitsicht. Es sieht schon toll aus, wenn wir unser Auge über die Umgebung schweifen lassen oder von erhöhten Punkten in ein Tal blicken. Leider gibt es aber auch einen kleinen Kritikpunkt. Manche Animationen sehen etwas steif aus und auch abgeknallte Gegner fallen viel zu künstlich zu Boden. Entschädigt werden wir allerdings durch toll modellierte Figuren und viele stimmungsvolle Filme. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlich hohen Niveau. Neben vielen passend eingespielten Ingamegeräuschen lauschen wir auch einer abwechslungsreichen Musik. Hinzu kommen fette Soundeffekte und Waffengeräusche. Sehr gut kommt auch die deutsche Synchronisation rüber. Die Sprecher passen zu den Charakteren, auch wenn diese teilweise etwas zu überzogen reden. Mit der Steuerung kommt jeder sehr schnell klar. Die Tastenbelegung macht Sinn und dank eines anfänglichen Tutorialbereiches wird jeder mit der Lenkung direkt klar kommen. Auch das Zielen fällt einem recht leicht. Gegner kann man ohne große Schwierigkeiten anvisieren und dank einer kleinen Zielhilfe werden auch ungeübte Spieler Feinde schnell vom Bildschirm fegen. Das bringt uns schon zum Schwierigkeitsgrad. Da uns drei unterschiedliche Stufen angeboten werden, bekommt jeder Gamer eine passende Herausforderung. Sterben wir dann doch einmal, so kommen dank guter Checkpoint nur selten Frustmomente auf. Fasst man nun alles zusammen, so kann man sehr zufrieden mit der technischen Seite sein.

 

Fazit:

Ohne Zweifel macht Call of Juarez: Bound in Blood jede Menge Spaß. Die permanente Action fesselt einen von der ersten Spielminute an den Bildschirm. Das liegt jetzt nicht nur an der gelungenen Atmosphäre oder den toll inszenierten Levels. In dem Spiel stimmt einfach alles, denn wir müssen viel mehr machen, als nur ständig auf irgendwelche heranstürmenden Gegner schießen. Immer wieder sollen andere Aufgaben erledigt werden und so ist das Gameplay sehr abwechslungsreich und motivierend. Nett ist auch, dass wir mit zwei unterschiedlichen Charakteren spielen. Allerdings fällt hier schnell negativ auf, dass der Hersteller auf einen Koop-Modus verzichtet hat. Dieser hätte sich gerade bei diesem Spiel angeboten. Zumindest gönnt man uns einen Mehrspielermodus in dem man sich ebenfalls einige Stunden aufhalten kann. Das werden wir dann auch länger machen müssen, als es uns lieb ist. Der Storymodus kann einen leider nur für gut zehn Stunden binden. Diese sind aber sehr unterhaltsam. Wer also actionreiche und gut inszenierte Egoshooterspiele mag, der wird kaum an dem neusten Ubisoftspiel vorbei kommen. Uns hat Call of Juarez: Bound in Blood sehr gut gefallen und daher können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Der Spieler als Revolverheld: Der Spieler verfügt über eine Vielzahl an Waffen, darunter verschiedene Revolver, großkalibrige Kanonen und Maschinengewehre. Jeder zielgenaue Schuss erhöht die Konzentration der McCall-Brüder. So schaltet der Spieler neue Feuer-Modi frei und kann gegen eine Überzahl von Feinden bestehen. Teamwork zwischen den Brüdern zahlt sich ebenso aus, denn dadurch lassen sich noch stärkere Angriffe entfesseln.
- Kooperatives Gameplay: Der Spieler wählt zwischen den beiden Westernhelden Ray oder Thomas. Jeder Charakter eröffnet ein spezifisches Spielerlebnis, denn sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Strategie (Nah- oder Distanzkampf), Spezialfähigkeiten (Lasso, Dynamit, etc.) und ihrem durchschlagenen Waffenarsenal (Dual-Revolver, Scharfschützen-Karabiner, etc.) voneinander. So kann sich der Spieler die speziellen Stärken seines Lieblingscharakters zu Nutze machen und selbst die gefährlichsten Kämpfe bestehen.
- Beeindruckende Westernatmosphäre: Der Spieler erlebt eine eindrucksvolle Welt voller gesetzloser Banditen - der ungezähmte Westen, so wie er einmal war. Die McCall-Brüder treffen dabei auf einen abtrünnigen Häuptling der Apachen, einen gierigen mexikanischen Banditen, einen rachsüchtigen Colonel und auf weitere Halunken, denen Moral nichts bedeutet. Eine Vielzahl abwechslungsreicher Abenteuer erwartet den Spieler. Um die Weiten des legendären Wilden Westens zu erkunden, ist dieser stilecht auf dem Pferd, mit Wagen oder per Kanu unterwegs.
- Innovativer Online Mehrspielermodus: Der Mehrspielermodus wurde im Einklang mit dem Einzelspielermodus entwickelt und bietet zahlreiche Modi und Karten, was für endlosen Spielspaß im Wilden Westen sorgt. Revolverhelden, Banditen und Marschalls kämpfen Online um Kopfgelder. Durch das Erfüllen Team-Aufgaben und das Meistern spannender Schießereien im Team-Deathmatch-Modus werden neue Charaktere freigeschaltet. Das neue Kopfgeld-System sorgt für Spannung, denn je mehr Gegner vom Spieler ausschaltet werden, desto höher steigt das Preisgeld. Der wahre Westernheld bezwingt auch die gefährlichsten Gesetzlosen und kassiert das große Kopfgeld!

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Call of Juarez: Bound in Blood (PS3)

 
 Call of Juarez: Bound in Blood
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Grafik: 83 %  
Sound: 85 %  
Bedienung: 87 %  
Singleplayer: 86 %  
Multiplayer: 84 %  
Spielspaß: 89 %  
Gesamtwertung:  86 %  


 

 

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