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City of Villains - Review (PC)

Wertung:
88 %

Einleitung:

Nicht nur die Filmindustrie stürzt sich aktuell auf diverse Superhelden. Auch Entwicklungsfirmen für Spiele haben diese Figuren für sich entdeckt. Gerade bei diesem Thema bietet sich ein Onlinerollenspiel förmlich an und so erschien vor geraumer Zeit das MMORPG-Spiel City of Heroes. Obwohl der Markt eigentlich aktuell von wenigen Spielen geprägt ist, konnte das Heldenspiel von Cryptic Studios viele Spieler ansprechen. Diese bekommen jetzt neues Futter für ihren heimischen PC. Bei City of Villains könnt Ihr endlich mal in die Haut eines echten Antihelden schlüpfen. Wir konnten das Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung nicht nur für City of Heroes-Fans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

City of Villains ist allerdings keine Erweiterung im klassischen Sinn. Anstatt ein Add-on auf den Markt zu bringen, spendiert Euch der Hersteller ein Standalone-Spiel, das ohne das Hauptspiel auskommt. Allerdings werdet Ihr hierdurch auch nicht die gute Seite spielen können. Alleine die Bösewichte stehen bei City of Villains im Mittelpunkt. Am Anfang müssen wir erst einmal einen Schurken erstellen. Dafür suchen wir uns einen Archetypen aus. Zur Auswahl steht der Berserker, Stalker, Mastermind, Dominator und Vernichter. Jeder hat natürlich andere Eigenschaften: Berserker oder Stalker sind eher Nahkämpfer, während der Vernichter auf Distanz seine Vorteile ausspielt. Die Masterminds sind der wahrscheinlich Komplizierteste Archetyp, da die meisten zahlreiche "Pets" - so genannten Handlanger - heraufbeschwören können. Die Handlanger können vier verschiedene Ursprünge haben: Robotik, Nekromantie, Ninja und Söldner. Nachdem wir nun den Archetypen festgelegt haben, müssen wir die Herkunft bestimmen. Die Herkunft bestimmt letzten Endes, über welche Arten von Verbesserungen ein Schurke verfügen kann. Sie hat allerdings keinerlei Einfluss auf die Kräfte oder Fähigkeiten des Charakters - sie gibt ihm lediglich das gewisse Etwas, das bestimmt, woher er seine diabolischen Kräfte bezieht. Sind wir damit fertig, geht es mit der Auswahl von Kräfte-Sets und Ausgangskräften weiter. Das Kräfte-Set ist eine Gruppe von neun zusammenhängenden Kräften. Wir beginnen zunächst mit der Kraft, die sich an erster Stelle der Liste befindet und erhalten dann mit zunehmendem Fortschritt im Spiel weitere Kräfte. Zunächst können wir nur eine der beiden ersten Kräfte des primären Kräfte-Sets und die erste Kraft im sekundären Kräfte-Set auswählen. Anschließend folgt die Auswahl von Geschlecht und Körperbau. Ob klein und dünn oder groß und dick - alles ist möglich. Hinzu kommt, dass der Spieler das Gesicht kreieren darf. Dabei dürfen wir die Kopfgröße genauso beeinflusst wie die Braue, Wange, Kinn, Schädel, Kiefer oder Nase. Ein passendes Kostüm darf ebenfalls nicht fehlen. Dabei dürfen wir nicht nur das Design, sondern auch die Farbe bestimmen. Der Hersteller hat sich bei der Vielfalt selber übertroffen, denn es gibt fast kein Outfit, was nicht vorhanden ist. Es stehen insgesamt so viele Möglichkeiten zur Auswahl, dass jeder seinen ganz persönlichen Schurken zusammenstellen kann. Seid Ihr etwas kreativ, so werdet Ihr nur selten auf einen anderen Charakter treffen, der Euch ähnlich sieht. Wir sind aber noch nicht fertig. Was wäre eine Spielfigur ohne einen passenden Namen. Nachdem wir einen schaurig schönen eingegeben haben, kann es endlich in die Stadt der Schurken gehen.

Diesmal sind wir nicht in Paragon City, sondern auf den Rogue Isles unterwegs. Wenn wir die Stadt der Schurken zum ersten Mal betreten, finden wir uns mitten in einem Gefängnisausbruch wieder. Dieser Ausbruch ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, um sich mit der Mechanik des Spiels und den Grundlagen vertraut zu machen. Außerdem ist dieser Bereich eine schnelle (und ziemlich einfache) Art, Stufe 2 zu erreichen. Wenn Ihr also einen schnellen Einstieg wollt, solltet Ihr unbedingt an diesem Tutorial teilnehmen. In City of Villains wird eine neue Art des Kampfes eingeführt: Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe. Im Gegensatz zu Missionen und den Straßenpatrouillen, wo wir gegen computergesteuerte Gegner kämpfen, treten wir in PvP-Kämpfen gegen andere Spieler an. Es gibt drei verschiedene Arten von PvP-Kämpfen: Erstens können Spieler sich in die Arenen begeben und dort an Matches und Kämpfen teilnehmen. Zweitens haben Spieler die Möglichkeit, in spezielle PvP-Zonen zu reisen. Und drittens können Supergruppen die Stützpunkte anderer Supergruppen überfallen. In diesen Kämpfen können je nach Situation Schurken gegen Helden, Schurken gegen Schurken, ja selbst Helden gegen Helden antreten. Einer der spannendsten Aspekte von City of Villains ist ohne Zweifel die Einführung von PvP-Zonen. Schurken können nicht einfach nach Paragon City stürmen und Anfänger verprügeln. Solche Vorgehensweisen werden nur in einer der drei Übergangs-"PvP-Zonen" geduldet. In PvP erhält unser Charakter einen weiteren statistischen Wert - einen Ruf. Damit werden unsere Fähigkeiten und unser Einsatz in PvP-Kämpfen gemessen. Ruf-Punkte erhalten wir für Siege über andere Spieler in der Arena, in PvP-Zonen und bei Überfällen auf Stützpunkten. Im Gegensatz zu Erfahrung ist unser Ruf nicht von Dauer. Unser Ruf-Punktestand sinkt mit der Zeit - wenn andere Schurken und Helden langsam vergessen, was wir geleistet haben. Ein hoher Ruf ist wichtig, da er uns sowohl vorübergehende als auch permanente Belohnungen einbringt. Ein nettes Feature ist auch, dass wir unendlich anpassbare Festungen bauen können. In diesen darf man dann z.B. wichtige Items einlagern. Spieler können Eindringlinge zusätzlich mit gemeinen Waffensystemen und diabolischen Verteidigungsanlagen abwehren. Daneben gibt es noch die PvE-Zone (Spieler gegen Umgebung). In diesen Zonen trachten wir danach, computergesteuerte Gegner zu besiegen. Vor allem am Anfang werden Spieler viel Zeit in diesen Bereichen verbringen. Natürlich können wir auch die Inseln wechseln. Das geschieht mit Hilfe von Fähren. Zu Beginn des Spiels darf ein Spieler nur mit der Fähre von Mercy Island nach Port Oakes reisen. Später wird dieses natürlich noch anders, denn weitere Orte kommen hinzu. Zusätzlich zu den Fähren erhalten Spieler früher oder später Zugang zu Helikoptern und Flugzeugen, die ihnen das Reisen durch die Lüfte erleichtern werden. So agieren wir nun durch die große virtuelle Welt, nehmen Quests an, kämpfen gegen NPC´s bzw. menschliche Gegner und bauen unsere Fähigkeiten immer weiter aus.

 

Technik:

Die Grafik wurde noch einmal kräftig aufpoliert. Die einzelnen Umgebungen sind nicht mehr so steril und so werden unsere Augen viele Objekte und harmonische Umgebungen zu sehen bekommen. Hinzu kommen bessere Texturen, die alles interessanter aussehen lassen. Das gilt jetzt nicht nur für Innenbereiche sonder auch für die Außenareale. Vor allem die Gebäude sehen jetzt noch düsterer aus. Daneben dürfen sich Spieler auf viele Licht-, Schatten und Feuereffekte freuen. Die Animationen sehen außerdem sehr geschmeidig aus. Hierdurch macht es sehr viel Spaß die Umgebung zu erkunden. Nett ist auch die Physikengine, die getroffene Gegner meterweit wegschleudert. Der Sound kann gut mit der Optik mithalten. Zur richtigen Zeit wird immer ein passender Ton eingespielt und so entsteht eine gute Atmosphäre. Mit der Steuerung wird ebenfalls jeder schnell zurecht kommen. Alle Aktionen lassen sich sicher ausführen. Selbst mit dem Helden kommt man sofort klar. Hin und wieder macht die Kamera zwar ein paar kleine Probleme aber ansonsten hat sie alles gut im Blick. Die spielrelevanten Anzeigen sind auch noch vorhanden und so verschaffen wir uns - zu jeder Zeit - einen guten Überblick über unseren aktuellen Status. Über die KI der Gegner kann man natürlich streiten. Wirklich menschlich reagieren sie nicht. Allerdings kennt man das ja von Onlinerollenspielen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite durchaus zufrieden sein.

 

Fazit:

City of Villains ist ein tolles Onlinerollenspiel. Viele Spieler werden alleine Stunden damit verbringen können, einen individuellen Charakter zu erstellen. Dank vieler Unterscheidungsmöglichkeiten wird jeder Spieler die Chance haben, eine fast einzigartige Spielfigur zu kreieren. Das macht auch Sinn, denn wer will online andauernd auf seinen eigenen Charakter treffen. Neben der optischen Vielfalt können wir auch auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Fähigkeiten zurückgreifen, wodurch ganz eigene Spielfiguren entstehen. Nett ist auch, dass der Hersteller die Optik verbessert hat. Jetzt macht es noch mehr Spaß sich durch die virtuellen Welten zu bewegen. Klar kann man sich auch sehr lange in den PvE-Zonen aufhalten. Allerdings kommt der ganz große Spielspaß bei den PvP-Kämpfen auf. Hier kann man nun zeigen, was man aus seiner Spielfigur gemacht hat. Dank eines guten Kampf- und Levelaufstiegssystems wird sich jeder Spieler sehr lange mit dem Spiel beschäftigen können. Insgesamt ist City of Villains ein erstklassiges MMORPG. Es reicht zwar nicht an Genre-Schwergewichte wie z.B. World of Warcraft heran, allerdings ist das nicht sonderlich schlimm. Endlich dürfen wir mal in die Rolle eines bösen Superhelden schlüpfen. Wer hat nicht schon mal davon geträumt, als virtueller Schurke sein Geld zu verdienen. Uns hat das Onlinerollenspiel sehr gut gefallen und daher können wir das Spiel auch jedem ans Herz legen.

 

Features:

- Eigenständige Fortsetzung des Erfolgsspiels City of Heroes
- Neuartiges Massive Multiplayer Online-Rollenspiel auf der anderen Seite der Maske
- Große 3D-Stadt mit einer Menge an Verstecken und Geheimnissen
- Frisches Charakter-lineup, wie etwa die nie da gewesene Verbrecherbande Arachnos
- Spieler steigen vom gewöhnlichen Räuber zum kriminellen Genie auf
- Große Vielfalt an Missionen, wie Infiltrationen und Entfühungen
- Neue Archetypen, Kräfte und Schurkenkostüme
- Atemberaubende Kämpfe mit anderen MMORPG-Fans im Internet
- Neuartiger Basenbau.

 

 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

City of Villains (PC)

 
 City of Villains
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 85 %  
Sound: 87 %  
Bedienung: 89 %  
Singleplayer:   --  %  
Multiplayer: 88 %  
Spielspaß: 90 %  
Gesamtwertung:  88 %  

Mindestanforderungen an das System:

Microsoft® Windows® 2000/XP
Intel® Pentium® III 800 Mhz oder AMD Athlon™ 800 Mhz
256 MB RAM
DVD-ROM Laufwerk
4 GB verfügbarer Festplattenspeicher
Grafikkarte der NVIDIA® GeForce 2 Serie, ATI® Radeon® 7500 or Intel® i810G Serie
16-bit Soundkarte
56k Modem
DirectX® 9.0c

 

Empfohlene Systemkonfiguration:

Microsoft® Windows® 2000/XP
Intel® Pentium® 4 2.0 GHz oder AMD® Athlon™ XP 2000+
1 GB RAM
DVD Laufwerk
4 GB verfügbarer Festplattenspeicher
NVIDIA® GeForce™ 6200 or ATI® Radeon® 9500 Grafikkarte
16-bit Soundkarte
Breitband-Internetanschluss
DirectX® 9.0c

 

 

 

 

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