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Cold War - Review (Xbox/PC)

Wertung:
79 %/77 %

Einleitung:

Stealth-Action-Spiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Jetzt versucht DreamCatcher mit dem Spiel Cold War das Genre aufzumischen. Entwickelt wurde das Game übrigens von den Mindware Studios. Beim Anschaffungspreis kommt gleich die erste Freude auf. Für gerade einmal 29,95 Euro könnt Ihr dieses Spiel schon kaufen. Neben einer PC- kommt auch eine Xbox-Version in Deutschland auf den Markt. Wir konnten jetzt beide Versionen testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Natürlich werdet Ihr nicht grundlos hinter den eisernen Vorhang geschickt. Wir schreiben das Jahr 1986. Matt Carter, freiberuflicher Journalist aus den USA, reist zwecks Story-Recherche nach Moskau. Der harmlose Trip kippt schnell zum Überlebenskampf: Zwölf Stunden nach seiner Landung wacht der Journalist im KGB-Gefängnis auf. Um seiner scheinbar ausweglosen Situation zu entfliehen und die Hintergründe für seine Entführung aufzudecken, bleibt Carter nur Improvisationsgeschick und Erfindungsreichtum. Mit selbstgebauten Gadgets und entwendeten Waffen ausgestattet, steht er vor der fast unlösbaren Aufgabe, sowjetische Elite-Truppen zu überlisten und die Verschwörung zu enttarnen. Nachdem wir das Spiel gestartet haben, suchen wir erst einmal einen passenden Spielmodus aus. Bei der PC-Version stehen gleich vier Varianten zur Auswahl. Handlung, Zeit, Pazifist und Geist. Handlung ist der übliche Modus, den jeder am Anfang nehmen sollte. Daneben gibt es aber auch die Spielart Zeit, wo wir die Levels in einer bestimmten Zeit schaffen müssen. Bei Pazifist sollen wir in einem Level keinen Töten und bei Geist dürfen wir kaum Alarm auslösen. Alles Spielarten die wir erst angehen sollten, wenn wir das Spiel schon einmal durchgespielt haben. Wir fangen natürlich mit der Handlung an. Bei der Xbox-Version ist dieses übrigens der einzige Anfangsspielmodus. Nun kommt die Wahl des Schwierigkeitsgrades. Unter Leicht, Mittel und Schwer suchen wir einen passenden aus und schon kann das Spiel beginnen. Jetzt folgt ein Film, der die Story mit Comicbildern und deutschen Sprechern einleitet. Wir schlüpfen nun in die Rolle von Matt Carter. Am Anfang läuft alles erst einmal sehr gemächlich ab, denn die Steuerung und das Spielprinzip wird uns in kleinen Schritten erklärt. Was erwartet Euch nun in diesem Spiel. Zum einen ist Cold War ein Stealth-Action-Spiel und daher sind genretypische Features wie Schattenanzeige, dunkle Ecken, diverse Verstecke und so weiter vorhanden. Wie bei anderen Genrevertretern können wir auch betäubte Feinde aufnehme, durchsuchen und verstecken, damit sie von anderen Wachen nicht gefunden werden. Die typischen Überwachungskameras fehlen in dem Spiel dann genauso wenig wie Sicherheitskonsolen oder Laserbarrieren.

Wie wir eine Aufgabe bewältigen, bleibt allein uns überlassen. Schleichend oder gewaltbereit - alle Möglichkeiten stehen uns offen. Beim ersten durchspielen werden wir allerdings kaum auf unsere unterschiedlichen Waffen verzichten. Nutzen wir diese, schaltet das Spiel von der Third-Person in eine Schulterperspektive um. Mit einem Fadenkreuz können wir jetzt auf Feinde schießen. Daneben muss der Spieler alles gründlich absuchen. Kommen wir an einer Stelle, wo sich ein Objekt befindet, wird automatisch ein Menü eingeblendet. Nun wählen wir aus verschiedenen Handlungen eine aus. Das gleiche passiert übrigens, wenn wir uns an Gegner heranschleichen. Über das eingeblendete Menü befehlen wir unserer Spielfigur die Wache auszuschalten. Das Spiel bietet natürlich auch eine Kartenfunktion, die uns immer den richtigen Weg zeigt. Allerdings müssen wir aufpassen, da sich überall Wachen und Überwachungskameras befinden. Daher sollte unsere Spielfigur immer schön schleichen und einen Schatten aufsuchen. Die Aufgaben wurden recht vielseitig gestaltet. So sollen wir mal Objekte finden, eine Person beschützen oder jemanden überwältigen um an Infos zu kommen. Nicht immer sind wir der Mann an der Front. Es kommt auch mal vor, das wir an Überwachungskameras sitzen und einen Mitstreiter an Wachen vorbeilotsen. Selbstverständlich können wir auch viele Gegenstände benutzen. Das interessanteste Objekt ist ohne Zweifel die Röntgen-Kamera. Mit dieser ist es möglich durch Wände, Decken oder Türen zu sehen. Das war aber noch nicht alles, denn die Kamera kann auch noch durch Wände Energiestöße abfeuern. Hierdurch lassen wir schnell mal eine ahnungslose Wache zu Boden gehen. Damit haben wir diese allerdings nicht getötet, sondern nur schlafen gelegt. Dieser Zustand hält nicht für immer an und so sollten wir sicherheitshalber lieber ein Betäubungsmittel nachreichen. Wirklich interessant ist das Feature, dass unser Held alle möglichen Gegenstände zusammenbauen kann - MacGyver lässt grüßen. Aus wirklich unnützen Objekten zaubern wir gefährliche oder nützliche Gegenstände. So erforschen wir nun die unterschiedlichen Levels, weichen Wachen aus, erledigen diese auch manchmal und basteln aus Alltagsgegenständen missionswichtige Objekte. Begleitet wird das ganze durch eine nette Story.

 

Technik:

Optisch kommt das Spiel - bei beiden Versionen - ganz ordentlich rüber. Die Umgebungen haben viele Details und auch die Texturen lassen alles sehr realistisch aussehen. Hinzu kommt das gute Charaktermodell unserer Spielfigur. Leider sehen die computergesteuerten Figuren nicht ganz so gut aus. Hier hätte man sich ruhig mehr anstrengen können. Das gleiche gilt für die Animationen. Die Figuren bewegen sich leider viel zu steif durch die Levels. Der Hersteller hat dann noch nette Licht- und Schatteneffekte eingebaut. Genauso gut sehen Nebel, Feuer und Explosionen aus. Grundsätzlich kann man also mit der Grafik zufrieden sein. Klar diese reicht nicht an Genretopspiele heran. Allerdings muss man auch den Anschaffungspreis berücksichtigen. Für den Kurs kann man kein Spiel erwarten, was technisch alles in den Schatten stellt. Schade ist nur, dass die Filmeinspielungen oftmals nur aus Comicbildern bestehen. Passende Filme würden die Story viel glaubwürdiger rüber bringen. Mit dem Sound kann man dann auch gut leben. Neben passenden Ingamegeräuschen werden wir auch gute deutsche Synchronsprecher zu hören bekommen. Hinzu kommt eine dynamische Musik, die für zusätzliche Spannung sorgt. Die Steuerung ist bei beiden Versionen ein wenig nervig ausgefallen. Zum einen bewegen wir uns viel zu träge. Das lahmt das Gameplay gewaltig ab. Hinzu kommt die verschachtelte Anordnung der Aktionshandlungen. Es wird einige Zeit in Anspruch nehmen, bis wir uns damit zurecht finden. Habt Ihr aber eine gewisse Zeit gespielt, kommt Ihr immer besser mit der Steuerung klar. Die KI ist ebenfalls nicht grandios ausgefallen. Viel zu oft verhalten sich die CPU-Figuren unmenschlich. Die Kamera ist ganz in Ordnung. Da wir diese selber einstellen können, haben wir eigentlich alles gut im Blick. Fasst man alles zusammen, so kann die Technik nur teilweise überzeugen. Leider stören ein paar Punkte, wodurch das Gameplay empfindlich leidet.

 

Fazit:

Schade aus
Cold War hätte wirklich etwas werden können. Allerdings scheitert das Spiel an dem linearen Gameplay und dem sehr langsamen Spielcharakter. Der Hersteller hätte unserer Spielfigur ruhig mehr Dynamik verpassen können. Leider sieht es selbst beim Rennen so aus, als wenn er schleicht und so bewegt man sich sehr ungern durch die Levels. Schade ist dann auch noch, dass wir kaum mit der Umgebung interagieren dürfen. So gut wie alles ist starr im Level platziert. Zumindest dürfen wir uns auf eine interessante Story freuen. Hinzu kommt, dass es uns überlassen bleibt, wie wir z.B. Wachen ausschalten. Das waren zum Glück noch nicht alle guten Punkte. Wirklich toll ist das Bastel-Feature. Auch die Neuerungen wie die Röntgen-Kamera machen viel Spaß. Cold War ist insgesamt ein solides aber auch kurzes Stealth-Actionspiel, das leider ein paar kleine Macken aufweist. Trotzdem können sich Genrefans mit dem Spiel intensiv beschäftigen. Wenn man dann noch den Anschaffungspreis sieht, bekommt man eigentlich recht viel für sein Geld. Wer also aktuell ein nettes Schleich-Actionspiel sucht und mit ein paar nervigen Punkten leben kann, darf gerne zu diesem Spiel greifen.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Cold War (Xbox)

 
 Cold War
EUR 29,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 84 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 74 %  
Singleplayer: 75 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 80 %  
Gesamtwertung:  79 %  

Wertungsbox:

Cold War (PC)

 
 Cold War
EUR 29,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 80 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 68 %  
Singleplayer: 76 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 80 %  
Gesamtwertung:  77 %  


Voraussetzungen:

- Windows 98/ME/2000/XP
- 1.2 GHz Prozessor
- 256 MB RAM
- 32MB 3D-Grafikkarte (GeForce 2 MX oder besser)
- CD-ROM Laufwerk

 



 

 

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