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Condor - Review (PC)

Wertung:
80 %

Einleitung:

Simulationsspiele gibt es wirklich viele auf dem PC. Mittlerweile wird fast jede Nische durch diverse PC-Spiele abgedeckt. Jetzt bekommen auch Segelflugfans ein passendes Game spendiert. Es handelt sich dabei um das Sniper-Spiel Condor Segelflugsimulator. Dieses kommt übrigens über Koch Media auf den deutschen Markt. Wir konnten die fertige PC-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich das Segelflugsimulationsspiel für alle angehenden Möchtegernpiloten lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Bevor wir in die Lüfte steigen, wollen wir allerdings erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, muss ein neuer Pilot angelegt werden. Dazu geben wir einen Namen, eine Registriernummer und eine Wettbewerbsnummer ein. Es folgt das Hauptmenü mit den Punkten Pilot, Flugschule, Freiflug, Multiplayer, Wiederholung, Fluganalyse, Setup und Handbuch. Unter zu letzt genannten Punkt wird das Handbuch als PDF-Datei aufgerufen. Obwohl das Spiel selber übersetzt wurde, ist dieses nur als englische Version verfügbar. Ihr könnt allerdings beruhigt sein, denn beim Kauf des Spiels erhaltet Ihr auch ein deutschsprachiges Handbuch. Unter Setup dürft Ihr außerdem die spielrelevanten Optionen wie Grafik, Ton, Netzwerk usw. einstellen. Wer seine Pilotendaten ändern möchte, darf dieses unter Pilot zu jeder Zeit machen. Nett ist auch der Bereich Wiederholung. Jeder Flug kann aufgezeichnet und später angesehen werden. Hinzu kommt die Fluganalyse, wo wir unsere Flüge bis ins kleinste Detail analysieren können. Bevor Ihr allerdings diese Features nutzt, müsst Ihr erst einmal ins virtuelle Cockpit steigen. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielarten. Da wäre zum einen der Mutiplayerbereich. Hier wird es uns ermöglicht, über LAN oder das Internet mit anderen menschlichen Piloten zu fliegen bzw. kleinere Wettkämpfe auszutragen. Viel interessanter wird für die meisten Spieler natürlich der Einzelspielerbereich sein. Diesen sollte man auch ausgiebig durchspielen, bevor man sich mit anderen Gamern misst. Spielt Ihr zum ersten mal Condor, so sollte jeder zu Beginn die Flugschule besuchen. Dieser Bereich bringt uns alle nötigen Informationen näher, um das Fliegen zu erlernen. Die Flugschule basiert dabei auf diverse Lektionen. Nach informativen Texten kann man das Erlernte mit Übungen gleich ausprobieren und so werden selbst blutige Anfänger schnell ein Segelflugzeug unter Kontrolle bringen. Haben wir das Spiel grundlegend verstanden, kann es endlich in den Freiflug-Modus gehen. Bevor es allerdings in die Luft geht, erscheint der Flugplaner. Hier definieren wir unsere Flugaufgabe. Das geschieht durch die Wahl des Startflughafens und durch späteres hinzufügen der Wendepunkte.

Das war selbstverständlich noch nicht alles. Daneben kann der Gamer auch das Wetter frei bestimmen und ein Segelflugzeug aussuchen. Hinzu kommen diverse Spieleinstellungen, wodurch wir den anstehenden Flug komplett nach unseren Wünschen gestalten können. Haben wir alles eingestellt, so kann es endlich in das Cockpit gehen. Jetzt sollen wir die gestellte Aufgabe bewältigen. Das ist natürlich nicht so einfach, denn das Spiel ist eine reinrassige Simulation. Der Hersteller hat auf wirklich alles geachtet. Grundsätzlich agieren wir im Segelflugzeug, wo wir alle wichtigen Instrumente erblicken. Daneben gönnt man uns auch noch diverse Außenansichten. Im Flugzeug kann der Spieler sich frei umschauen und gegebenenfalls an Instrumente heranzoomen. Zahllose Hilfefunktionen wie eine Anzeige für Aufwinde erleichtern unsere Arbeit. Wir sollen nun wirklich alles selber machen. Nachdem wir in die Luft gezogen wurden, lösen wir die Verbindung zum Schleppflugzeug bzw. der Winde. Im Anschluss übernimmt der Spieler das Ruder, mit dem er das Flugzeug frei in der Luft steuert. Hinzu kommen Luftbremse, Flügel hoch/runter, Trimmer und so weiter. Außerdem kann der Pilot Wasserballast abwerfen oder Rauch an der Flügelspitze aktivieren. Klappt mal etwas nicht, so ist das kein großes Problem, denn mit Hilfe einer Taste darf man sein Fluggerät sofort reparieren oder an Höhe gewinnen. Die voreingestellten Wettereffekte wirken sich selbstverständlich direkt auf das Flugverhalten aus, denn Ihr müsst die Windrichtung genauso beachten, wie die Temperatur oder die Thermik. Dazu beobachten wir unsere Umgebung. Wolken geben uns z.B. schnell Aufschluss darüber, wo man aufsteigen kann und selbst die Topographie spielt eine wesentliche Rolle. So versuchen wir nun unser Fluggerät recht lange in der Luft zu halten und die gestellten Aufgaben zu bewältigen.

 

Technik:

Mit der technischen Seite kann man eigentlich gut leben. Im Vorfeld muss man allerdings erwähnen, dass dieses Spiel schon auf einem 1 GHz-Rechner läuft. Dementsprechend bewegt sich die Grafik auf einem guten aber nicht auf einem Topniveau. Wirklich toll sind die Flieger, die viele Details zeigen. Äußere Teile wurden nett animiert und so sieht man sich gerne das Segelflugzeug von außen an. Gefallen hat uns auch das Cockpit, das alle wichtigen Instrumente beinhaltet. Abwechslungsreich sind auch die Landschaften. Fliegen wir in einer gewissen Höhe, werden die Bodenlandschaften recht gut dargestellt. Kommen wir dem Boden allerdings näher, so wird der Detailgrad immer schlechter. Sehr ansprechend ist auch der Sound. Viele eingespielte Soundeffekte klingen sehr authentisch und so kommt schnell ein gutes Ambiente auf. Die Kamera hat grundlegend alles im Blick. Viele unterschiedliche Ansichten lassen das Gamerherz schnell höher schlagen. Hinzu kommt eine frei einstellbare Cockpitansicht, die wir sogar zoomen dürfen. Die Steuerung ist ebenfalls in Ordnung. Alle Aktionen lassen sich sicher ausführen. Da es sich bei dem Spiel um eine Simulation handelt, wurden notgedrungen viele Tasten belegt. Das bedeutet natürlich, dass wir uns erst einmal in die vielen Möglichkeiten einarbeiten müssen. Hinzu kommt, dass unser Fluggerät sehr direkt auf die Anweisungen reagiert. Es ist nicht immer einfach den Segelflieger unter Kontrolle zu halten. Mit ein wenig Übung klappen später
aber auch gewagte Flugmanöver. Fasst man alles zusammen, so kann die Technik grundlegend überzeugen.

 

Fazit:

Condor wird nicht jeden Gamer ansprechen. Allerdings dürfte das keinen Spieler wirklich überraschen. Der Segelflugsport hat nichts mit Action oder spannenden Wettkämpfen zu tun. Vielmehr wird hier der Sport in seiner ganzen Bandbreite simuliert. Wir müssen auf das Wetter und Aerodynamik genauso achten, wie auf unser Fluggerät. Das bedeutet notgedrungen auch, dass durch die vielen Optionen Anfänger schnell überfordert werden. Wer sich nicht lange mit dem Spiel beschäftigt, wird kaum gestellte Aufgaben bewältigen. Alle anderen, die schon immer einmal ein virtuelles Segelflugzeug besteigen wollten, kommen dagegen kaum noch vom Rechner los. Das Fliegen macht nach einer gewissen Zeit wirklich Spaß, denn alles verhält sich so, wie man es erwartet. Das liegt nicht nur an der guten Physik-Engine, sondern auch am realistischen Schadensmodell. Etwas Schade ist eigentlich nur, dass relativ wenig am Himmel los ist. Hier hätte man sich ein wenig mehr Vielfalt wie Gegner bzw. Mitflieger oder Vögel gewünscht. Auch eine zeitgemäße Grafik wäre nicht schlecht gewesen. Wer also keinen High-Endrechner hat und gerne mal am PC in einen Segelflieger steigen möchte, der hat jetzt die Gelegenheit dazu. Seid Ihr Fan von lautlosen Flügen und bereit einige Stunden in das Spiel zu investieren, so werdet Ihr eine wirklich gute Simulation erhalten. Bringt Ihr allerdings keine Geduld für das Spiel auf, so wird Condor schnell wieder von Eurem Rechner fliegen.

 

Features:

- Detailliertes Flugverhalten berücksichtigt Aerodynamik und Wetterverhältnisse
- Verschiedene Spielmodi sorgen für maximale Abwechslung über den Wolken
- Liebevoll gestaltete Landschaften laden zu Rundflügen ein
- Multiplayer Modus für bis zu 32 Spieler

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Condor (PC)

 
 Condor
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 76 %  
Sound: 84 %  
Bedienung: 86 %  
Singleplayer: 77 %  
Multiplayer: 79 %  
Spielspaß: 80 %  
Gesamtwertung:  80 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Windows 2000/XP/Vista
- CPU: 1,0 GHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
- Speicher (RAM): ab 256 MB RAM
- CD-ROM: Laufwerk erforderlich
- Grafikkarte: 3D-Grafikkarte mit 64 MB
- Zusatz: Processor: +1 GHz (non-Celeron) DirectX and all drivers up to date

 


 

 

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