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Criminal Intent - Review (PC)

Wertung:
76 %

Einleitung:

Fans von spannenden Kimi-Adventures können sich freuen, denn Xiders bringt das PC-Spiel Criminal Intent auf den deutschen Markt. Das Spiel ist im Stil der bekannten TV-Serie gehalten. Als Detective Robert Goren sollt Ihr vier knifflige Mordfälle lösen. Die Fälle stammen übrigens aus der Feder von einem der Serienautoren. Noch eine erfreuliche Nachricht gibt es, denn der Anschaffungspreis liegt bei gerade einmal 30 Euro. Wir konnten uns jetzt das fertige Spiel näher ansehen. Ob sich eine Anschaffung für angehende Ermittler lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Natürlich kommt das Spiel nicht ohne eine anständige Story aus. Diese dreht sich um vier Todesfälle. Der ehrgeizige Staatsanwalt Martin Castillo wird mit zahlreichen Stichwunden tot aus dem East River gefischt. Eine bildhübsche junge Frau wird in einem Hotelzimmer ermordet. Lisa Stokes Pulsadern sind aufgeschnitten und interessanterweise ist ein Kissenbezug über Ihr Gesicht gelegt und der Bank-Vizepräsident James Warren wird in der Diele seines Hauses von einem Angreifer mit einem Baseballschläger zu Tode geprügelt. Während der Aufklärung der einzelnen Mordfälle wird Detective Goren klar, dass zwischen ihnen eine Verbindung besteht. Aber welche? Wir schlüpfen selbstverständlich in die Rolle des Ermittlers und führen ihn Schritt für Schritt durch die Ermittlungen. Wir werden die Tatorte nach Hinweisen absuchen, Labortests, Überwachungsberichte und Überprüfungen anordnen. Bei der Befragung von Zeugen und dem Verhör von Verdächtigen bestimmen wir, welche Fragetechnik zur Anwendung kommt und als Detective Goren ist es unsere Aufgabe, die Mörder zur Strecke zu bringen und der Justiz zu übergeben. Bevor wir allerdings auf die Jagd nach dem Mörder gehen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem wir das Spiel gestartet haben, wird ein kleiner Film eingespielt. Hier erhalten wir drei Akten bzw. Fälle die gelöst werden müssen. Die Reihenfolge spielt dabei keine Rolle. Wir dürfen uns also selber aussuchen mit welchem Fall wir beginnen möchten. Nachdem die drei Fälle aufgeklärt sind, folgt ein weiterer, der die ersten Mordfälle verbindet. Unser eigentliches Ziel ist es, den vierten Fall zu lösen und die ganze Wahrheit aufzudecken. Der Spieler startet nun mit seiner Spielfigur am ersten Tatort. Unseren Charakter dürfen wir frei in einem begrenzten Bild bewegen. Wahlweise kann man diesen Ort in vorgegebenen Richtungen verlassen und weitere Örtlichkeiten erkunden. In einem Bild sind so einige Objekte versteckt. Der Spieler soll diese - mit Hilfe seines Cursors - entdecken. Fahren wir mit der Maus über einen spielrelevanten Punkt, so wird der Cursor andersfarbig dargestellt. Hierdurch erkennen wir direkt, ob ein Gegenstand näher untersucht werden muss. Jetzt stehen uns verschiedene Aktivitäten zur Auswahl. Zum einen kann der Detective ein Objekt ansehen, um neue Informationen zu erhalten. Daneben darf man gegebenenfalls Aktionen an einen Gegenstand ausführen oder diesen einsammeln.

Das war natürlich noch nicht alles. Wir können auch relevante Sachen analysieren. Im Anschluss werden davon ein Labortest und ein Ermittlungsbericht erstellt. Wenden wir dagegen die Analyse bei einem Zeugen an, so wird dieser überwacht. Die anschließenden Testberichte erhalten wir dann im Kriminallabor von den zuständigen Beamten. Damit wir wissen, wann ein Bericht fertig ist, wird der Detectiv rechtzeitig darüber informiert. Dazu nutzen wir unseren einblendbaren PDA. Dieser speichert übrigens auch die Hinweise, so dass man zu späteren Zeitpunkten alles bequem nachlesen kann. Die gefundenen Hinweise werden selbstverständlich automatisch kombiniert. Hierdurch erhalten wir die Möglichkeit neue Orte oder Personen aufzusuchen. Das geht recht einfach über eine Karte, die alle Örtlichkeiten beinhaltet. Im Spiel werdet Ihr dann noch auf viele Charaktere treffen, mit denen Ihr reden könnt. Die Gespräche sind für unsere Ermittlungen sehr wichtig. Allerdings ist es nicht immer einfach die Informationen aus den Leuten herauszuholen. Bei der Zeugenbefragung stehen nicht nur die diversen Fragen zur Auswahl. Der Spieler bestimmt daneben auch, wie die Befragung durchgeführt werden soll. Die Möglichkeiten im Fragemodus reichen von Streitlustig, Schmeichelnd, Gradlinig bis hin zu Einfühlsam. Jeder Befragte reagiert anders auf unsere Fragestellung und so sind seine Antworten immer unterschiedlich. Folgen haben eine richtige bzw. falsche Befragung natürlich auch. Über Balken erkennen wir, ob uns ein Zeuge wichtige Informationen gibt, bzw. ob er verstimmt ist über unsere Vorgehensweise. Übertreiben wir es, so wird er selber die Befragung abbrechen und wir müssen ihn zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal ansprechen. Hierdurch bekommt man das Gefühl, als wenn man wirklich ein Verhör durchführt. Haben wir einen Täter langsam in die Ecke gedrängt, hilft oftmals ein Durchsuchungsbefehl weiter - um ihn zu überführen. Nachdem wir so einen beantragt haben, kann eine Durchsuchung beginnen. Die verschiedenen Indizien und Beweise werden dann am Laptop gesammelt. Hierdurch wird der Fall analysiert und es entsteht ein Täterprofil. Stimmt dieses dann mit einem Verdächtigen überein, so ist der Fall so gut wie aufgeklärt. So durchsuchen wir nun die unterschiedlichen Orte nach relevanten Objekten, untersuchen diese, sprechen mit vielen Personen, lösen kleinere Rätsel und überführen schlussendlich den Mörder.

 

Technik:

Die technische Seite ist leider nur mittelmäßig. Da wäre zum einen die Grafik. Wir agieren in starren und recht klein gehaltenen Bildern. Diese dürfen wir oftmals nach wenigen Schritten verlassen und so neue Bilder aufdecken. In den verschiedenen Abschnitten findet der Spieler dann viele Details die grundlegend gut hervorgehoben sind. Hierdurch und durch die Cursorfunktion entdecken wir schnell, wo sich Handlungen lohnen. Das schützt uns allerdings nicht davor, dass wir oftmals das ganze Bild nach wichtigen Objekten absuchen müssen. Die Levels selber wurden leider nicht zeitgemäß gestaltet. Oftmals sehen wir verwaschene Texturen, die sich erst nach kurzer Zeit scharf stellen. Dennoch kann man sich in den authentischen Bildern gut aufhalten. Hinzu kommen dann noch diverse Personen, die sich etwas steif und künstlich bewegen. Auch die Gesichter hätten ein wenig lebendiger gestaltet werden können. Einzig der Hauptcharakter wurde recht gut getroffen. Um einiges besser kommt der Sound rüber. Neben einer stimmungsvollen Musik werden wir auch diversen Ingamegeräuschen lauschen. Hinzu kommen die professionellen Originalsprecher. Diese machen ihre Arbeit wirklich gut und so kann man den Dialogen sehr gut folgen. Die Steuerung ist genretypisch. Schon nach wenigen Minuten kommt man mit der Lenkung klar und so kann man recht schnell in das Spielgeschehen einsteigen. Einzig ein einführendes Tutorial vermisst man ein wenig. Ließt man aber das Handbuch, so stellt das kein wirkliches Problem dar. Ein paar kleinere Schwierigkeiten macht dann noch der Cursor. Dieser leuchtet oftmals nur auf, wenn man wirklich genau über ein Objekt fährt. Das nervt mit der Zeit. Die Kamera hat dann noch alles gut im Blick. Diese zeigt eine Szene immer aus einem festen Blickwinkel und so findet man sich in einen Abschnitt schnell zurecht. Der Schwierigkeitsgrad ist dann noch sehr angenehm. Anfänger aber auch Genrekenner werden immer eine passende Herausforderung finden. Auch wenn es einige Kritikpunkte gibt, kann man insgesamt mit der Technik gut leben.

 

Fazit:

Criminal Intent bietet eigentlich genau das, was Genrefans erwarten. Eine interessante Story ist genauso vorhanden, wie viele Rätsel und ein guter Spannungsbogen. Ist man erst einmal so richtig in das Spiel eingestiegen, will man unbedingt wissen, wie es weiter geht. Dabei vergisst man auch schnell, dass man eigentlich immer das gleiche macht. Orte nach wichtigen Objekten absuchen, diese untersuchen, die Ergebnisse abholen und unzählige Gespräche führen. Diese machen in dem Spiel am meisten Spaß. Das liegt zum einen an den professionellen deutschen Synchronsprechern. Zum anderen hat der Hersteller es gut verstanden, eine anständige Befragungstechnik einzubauen. Hierdurch muss man genau überlegen, wie man eine Person befragt. Wer also spannende Kriminalfälle ohne viel Action mag und mit einer eher mittelmäßigen Technik leben kann, der darf gerne bei diesem Spiel zuschlagen. Vor allem der Anschaffungspreis motiviert einen nochmals hier zuzugreifen. Für unter 30 Euro bekommt man ein wirklich spannendes Spiel.

 

Features:

- Adventure nach der beliebten TV-Serie mit Original-Lizenz
- Inklusive Serienstars
- Alle vier Mordfallgeschichten von einem Originalautor der Serie geschrieben
- Mehr als 60 sprechende Charaktere und 70 verschiedene Orte

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Criminal Intent (PC)

 
  Criminal Intent
EUR 29,99
Bei Amazon bestellen

Grafik: 70 %  
Sound: 80 %  
Bedienung: 75 %  
Singleplayer: 76 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 78 %  
Gesamtwertung:  76 %  

Systemvoraussetzungen:

- Windows 2000, XP, Vista
- PIII 1500 MHz
- 128 MB RAM
- ca. 2.3 GB freier Festplattenspeicher

 


 

 

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