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Crusty Demons - Review (PS2)

Wertung:
65 %

Einleitung:  

Deep Silver und Koch Media bringen mit Crusty Demons ein neues Moto-Cross-Spiel auf den deutschen Markt. Dieses erscheint übrigens exklusiv für die PlayStation 2. Bei dem Game handelt es sich um eine Kombination aus Extremsport-Gameplay, Freestyle-Tricks und halsbrecherischen Stunts. Wir konnten Crusty Demons jetzt ausgiebig testen. Ob sich ein Kauf für angehende Stuntfahrer lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Das Actionspiel lässt die extreme Zerstörungswut der Crusty Demons neu aufleben und ermutigt die Spieler dazu, spektakuläre Unfälle zu bauen und ihren Fahrer im Spiel den größten Gefahren auszusetzen - natürlich alles im Namen der Unterhaltung! Die Crusty Demons sind übrigens eine Biker-Gang, die rund um den Globus tourt, um der Welt ihre atemberaubenden Bike-Stunts und verrückten Parodie-Einlagen auf ihren heißen Öfen zu zeigen. Bevor wir uns auf die Motorräder begeben, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem Crusty Demons gestartet wurde, soll der Spieler die Sprachauswahl bestimmen. Zur Wahl stehen die englische, spanische, französische, italienische und deutsche Sprache. Nachdem wir dann einen Speicherpunkt angelegt haben, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten "Story Modus", "Teufelsrennen", "Freeride", "Multiplayer", "Freischaltbar" und "Optionen". Wie gewohnt darf man unter letzterem Punkt alle spielrelevanten Einstellungen wie z.B. Spiel- oder Soundoptionen vornehmen. Außerdem wird es uns hier erlaubt, Spielstände zu sichern oder neu zu aktivieren. Unter dem Menüpunkt "Freischaltbar" findet man außerdem Videos, Fahrer und eine Fotogalerie. Allerdings müssen diese im Spiel erst freigespielt werden. Das bringt uns zu den eigentlichen Spielarten. Zum einen dürft Ihr in den Modus Freeride gehen. Hier kann sich jeder erst einmal in aller Ruhe in den freigeschalteten Bereichen umschauen. Dieser Modus bietet sich übrigens wunderbar an um das Spiel und die Steuerung kennen zu lernen. Wer es etwas anspruchsvoller mag, sollte in ein Teufelsrennen starten. Bei dieser Spielart fahren wir gegen die Uhr und versuchen diverse Aufgaben zu erfüllen. Der Spieler soll z.B. innerhalb einer vorgegebenen Zeit Marken finden, Absprungziele zerstören und vor allem Punkte durch atemberaubende Stunts einsammeln. Die wichtigste Spielart ist ohne Zweifel der Story-Modus. Hier soll sich
der Akteur auf einen Einsatz des Chaos und Zerstörung begeben. Bevor Ihr allerdings loslegt, erstellt Ihr ein passendes Profil. Im Anschluss folgt ein einführender Film, der mit Bildern, englischer Sprachausgabe und deutschem Text die Story einleitet. In dem Spiel schlüpfen wir in die Rolle eines Bikers der Crusty Demons, der um seine Seele fährt. Die Truppe hat einen Deal mit dem Teufel abgeschlossen, um unsterblich zu sein. Allerdings läuft nicht alles nach Plan. Wir ackern nun durch unterschiedliche Szenarios um den Vertrag rückgängig zu machen. Zu Beginn soll der Spieler - wie in den anderen Spielmodis - erst einmal eine Spielfigur auswählen. Diese Biker besitzen unterschiedliche Eigenschaften, die unterteilt werden in Luftkontrolle, Fluglänge, Empfindlichkeit und Trickfähigkeit.

Das war selbstverständlich noch nicht alles. Auf der Weltkarte bestimmen wir einen Ort, den wir befahren wollen. Obwohl hier mehrere angeboten werden (u.a. Texas, Arizona, New York, Cancun, Amsterdam, Rio oder Tokio), kann man zu Beginn nur in zwei Abschnitte gehen. Die restlichen werden erst später freigeschaltet. Das gleiche gilt natürlich auch für die Fahrer und Motorräder. Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein passender Untersatz. Auch hier gibt es unterschiedliche. Die Bikes haben alle verschiedene Werte in den Bereichen Wheelie, Stoppie, Spin, Nitro Tankzeit, Nitro Verbrennung und Geschwindigkeit. Nachdem Ihr alles ausgesucht habt, darf es endlich losgehen. Wir fahren nun in diversen Arealen, in denen es viele Rampen, versteckte Orte und Sprungmöglichkeiten gibt. An diesen sollen wir atemberaubende Sprünge ausführen. Je spektakulärer diese sind, desto mehr Punkte erhalten wir. Dazu stehen über 100 coole Trick-Moves zur Verfügung, die natürlich erst einmal erlernt werden müssen. Damit unser Biker für die Sprünge genügend Anlauf bekommt, darf er Nitro nutzen. In die Luft katapultiert, folgen nun wilde Moves im Stil von Tony Hawk´s. Allerdings erhalten wir auch Belohnungen, wenn unser Fahrer derbe stürzt. Dieses wird dann förmlich zelebriert. Neben einer bedienbaren Zeitlupe, gibt es auch viel Blut und passende Geräusche. Außerdem erhalten wir massig Punkte für den Aufprall, ein gebrochenes Genick oder zerschmetterte Gliedmaße. Stürze und Unfälle sind also ein wesentlicher Bestandteil des Spiels. Das sieht man auch anhand der Statistik, die das verlorene Blut mitzählt. Die Stunts sollen übrigens nicht nur auf Bikes geschafft werden. Viele andere Fahrzeuge - darunter ein Eiswagen, Rasenmäher, ATV und Mini-Bikes - laden ebenfalls zu Gewaltorgien und wilden Stuntfahrten ein. Ganz grundlos sollen wir selbstverständlich nicht durch die Gegend heizen. Im Hauptspiel treffen wir auf Charaktere mit denen wir reden können. Diese geben uns immer wieder kleinere Missionsaufgaben. Wer nicht gerne allein spielt, der sollte auch mal in den Multiplayermodus gehen. Hier warten diverse Herausforderungen auf die menschlichen Fahrer. In den Spielarten Rennen, Fangen, Diebstahl, Stunt-Gefechte oder Crash und Klau dürft Ihr Euch so richtig per Splitscreen auslassen. Selbstverständlich finden diese Wettbewerbe an unterschiedlichen Orten statt und so gibt es auch hier einiges zu sehen. Der Fahrer darf dabei genauso frei bestimmt werden, wie das Motorrad. Hinzu kommen Einstellungen wie Zeitbegrenzung oder Rundenanzahl. So agieren wir nun in den unterschiedlichen Spielmodis, führen wilde Stunts aus und bringen unser Motorrad an seine Leistungsgrenze.

 

Technik:

Die technische Seite haut einen zwar nicht vom Hocker, dennoch gibt es einiges zu sehen. Wir agieren zum einen in netten Arealen, in denen es vieles zu entdecken gibt. Allerdings werden diese Bereiche mit detailarmen und verschwommenen Texturen dargestellt. Hier hat man selbst auf der Playstation 2 schon besseres gesehen. Zumindest gibt es zerstörbare Gegenstände und kleinere Effekte, die ein wenig entschädigen. Daneben erblicken wir Figuren, die nur wenige Details aufweisen. Wirklich toll animiert wurden diese ebenfalls nicht. Unser eigener Fahrer zeigt allerdings schöne Moves, die vor allem bei den Stunts gut rüber kommen. Wirklich extrem laufen dann die Unfälle ab. Diese werden viele als geschmacklos ansehen, denn unsere Spielfigur wird bei einem Crash ordentlich in die Mangel genommen. Das wird dann entsprechend mit viel Blut (das gegen den Bildschirm klatscht) extrem untermalt. Hinzu kommt eine steuerbare Zeitlupe, die passende Schreie und Deformierungen des Körpers beinhaltet. Das Geräusch von berstenden Knochen fehlt ebenso wenig und so ist einem schnell klar, warum das Spiel eine USK 18 Einstufung erhalten hat. Der übrige Sound ist in Ordnung. Fetzige Musik begleitet das Spektakel und selbst die Motorräder klingen recht realistisch. Allerdings wurden sie nicht gut abgestimmt, denn viel zu oft erklingen die gleichen Motorgeräusche. Daneben darf der Spieler auch englischen Synchronsprechern lauschen. Diese machen ihre Arbeit recht gut. Spieler die der Sprache nicht mächtig sind, dürfen übrigens alles über deutsche Texte nachlesen. Die Kamera ist ein wenig gewohnheitsbedürftig. Nur selten richtet sich die Ansicht optimal aus und so sind wir immer gezwungen den Blickwinkel nachzujustieren. In der Hektik des Geschehens wird der Spieler hierdurch oftmals überfordert. Hinzu kommt, dass sich die Ansicht automatisch verschiebt, wenn wir zu dicht an Gegenständen heranfahren. Hier hätte man einiges besser machen können. Die Steuerung zeigt ebenfalls Macken, denn die Motorräder lassen sich viel zu schwammig lenken. Außerdem stürzen wir recht oft, was allerdings zum Spiel dazu gehört. Schließlich wird nicht ohne Grund ein Unfall derart inszeniert. Trotzdem nervt es mit der Zeit, wenn man selbst bei einem kleinen Fahrfehlern den Asphalt küsst. Der Schwierigkeitsgrad ist dennoch recht angenehm. Mit ein wenig Übung schafft man alle Aufgaben und so sind Frustmomente nur selten. Obwohl es bei der Technik viele gute Ansätze gibt, hatte man einiges besser machen können. Wirklich zufrieden kann man mit dieser leider nicht sein.

 

Fazit:

Potenzial hat Crusty Demons durchaus. Die Mischung aus Tony Hawk´s, FlatOut und einem Rennspiel kann grundlegend überzeugen. Es macht schon Spaß mit den diversen Vehikeln wilden Stunts auszuführen. Dabei setzt das Spiel allerdings zu sehr auf die Unfälle. Diese werden zum Teil geschmacklos in Szene gesetzt. Irgendwie bekommt man das Gefühl nicht los, als wenn es nur um die Crashs geht. Klar gehört das zur Grundidee des Spiels, allerdings ist die Inszenierung etwas überzogen. Spätestens nach einer viertel Stunde hat man sich an den Blutspritzern satt gesehen und auch die tödlichen Schreie bzw. die Zeitlupen stören dann nur noch. Außerdem stürzt unsere Figur etwas zu häufig. Will man intensiv Stuntkombos ausprobieren, wird man permanent durch die Unfälle davon abgehalten. Nett ist allerdings, dass es viele unterschiedliche Fahrzeuge gibt. Es ist wirklich eine gelungene Abwechslung, wenn der Spieler mit einem Eiswagen die Rampen unsicher macht. Nett wären dann noch eine zeitgemäßere Grafik, eine bessere Kamera und Steuerung gewesen. Hierdurch wird ebenfalls das Gameplay negativ beeinflusst. Dennoch darf man dem Spiel nicht abstreiten, das es für eine gewisse Zeit unterhalten kann. Wer also schon immer einmal wilde Stunts mit knochenbrechenden Unfällen auf der Playstation 2 ausführen wollte, der darf ruhig zuschlagen. Erwartet Ihr nicht zu viel von dem Spiel und mögt Ihr brachiale Crashs mit viel Blut, dann werdet Ihr einen Kauf nicht bereuen. Alle anderen müssen bei diesem Spiel nicht unbedingt zuschlagen.

 

Features:

- Das komplett lizenzierte Spiel präsentiert Seth Enslow, Jeremy "Twitch" Stenberg, Ronnie Faisst, Kenny "The Cowboy" Bartram und Dan Pastor
- Tonnenweise Stunt-Moves! Tricks ohne Ende - Spielen Sie über 100 coole Trick-Moves frei, die die zu radikalen Stunt-Kombos ausbauen können
- Komplette Rag-Doll-Simulationen sorgt während Unfällen und Zusammenstößen für Realismus pur und jede Menge Abwechslung
- 16 abwechslungsreiche Level im Einzelspieler-Modus und 6 Mehrspieler-Level

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

Crusty Demons (PS2)

 
 Crusty Demons
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 62 %  
Sound: 68 %  
Bedienung: 66 %  
Singleplayer: 67 %  
Multiplayer: 69 %  
Spielspaß: 60 %  
Gesamtwertung:  65 %  



 

 

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