Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







Dawn of Magic - Review (PC)

Wertung:
78 %

Einleitung:

Hack & Slay-Rollenspiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Um sich von der breiten Masse abzusetzen, muss ein Genrevertreter so einige Neuerungen mitbringen. Ein recht interessanter Titel kommt jetzt über Koch Media auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Sky Fallen-Spiel Dawn of Magic. Wir konnten uns das neuste Action-Rollenspiel ein wenig genauer ansehen. Ob sich die PC-Version für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Genretypisch kommt so ein Spiel nicht ohne eine Story aus. Der unsterbliche Modo wurde seiner Macht beraubt und zur Erde geschickt, um als Sterblicher für seine Verbrechen im Jenseits zu büßen. Der sterbliche Modo ist über diese Erniedrigung so verärgert, dass er beschließt, nicht nur all seine ursprüngliche Macht wiederzuerlangen, sondern stark genug zu werden, um die Erde ein für alle Mal auszulöschen, damit er nie wieder auf so profane Weise bestraft werden kann. Als Held dieser Geschichte muss der Spieler Modos abscheuliches Vorhaben verhindern und ihn endgültig vernichten - oder Modo dabei helfen, seinen Plan in die Tat umzusetzen und die Erde auszulöschen. In diesem mittelalterlichen Fantasy-Universum, wo die Zauberkunst zum Alltag gehört, arbeitet der Spieler sich vom einfachen Handlanger zum mächtigen Erzmagier hoch. Bevor wir allerdings in das actionreiche Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü. Hier findet man die Menüpunkte Einzelspieler, Netzwerkspiel, Tutorial und Optionen. Unter zu letzt genannten Punkt darf der Spieler alle spielrelevanten Einstellungen wie Grafik, Audio, Spiel-Einstellungen, Kamera und Steuerung anpassen. Bevor Ihr Euch in ein erstes Spiel stürzt, sollte jeder das Tutorial durchspielen. Dieser Übungsbereich ist eine kurze Mission, in welcher Ihr schnell die Grundlagen des Spiels erlernt. Im Anschluss werden die meisten erst einmal in den Singleplayermodus wechseln. Bevor es losgeht, müsst Ihr allerdings noch ein Profil erstellen. Zur Auswahl stehen vier Spielcharaktere, die selbstverständlich alle andere Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen. Außerdem sollen wir u.a. der Figur einen Namen geben und die Gesinnung (Gut/Böse/Neutral) bestimmen. Jede dieser Gesinnungen steht übrigens für ein anderes Ziel, das der Spieler verfolgt. Sind alle Einstellungen beendet, kann das actionreiche Spiel endlich beginnen. In der virtuellen Welt wird unsere Spielfigur immer wieder auf Gegner treffen, die uns an den Kragen wollen. Diese werden genretypisch mit diversen Nah- und Fernkampfwaffen niedergestreckt. Hinzu kommen zahllose mächtige Zauber. Dabei verfügt jede spielbare Klasse über andere Fähigkeiten. Wirklich anders spielen sich diese allerdings nicht, denn wir können unsere Figur später in jede erdenkliche Richtung weiterentwickeln. Durch die Auseinandersetzungen erhalten wir obligatorische Erfahrungspunkte, die unseren Charakter weiterentwickeln.

Das Abenteuer selber beginnt in einer Zauberschule, in der es erst einmal gilt, einige Aufträge zu erledigen. Sind diese abgeschlossen, muss man sich für diverse Magieschulen entscheiden. Von Luft- über Feuer- bis hin zu Lichtbeschwörungen ist alles vorhanden und so steht es uns komplett frei, mit welchen Zaubersprüchen wir weiterspielen möchten. Hinzu kommt später noch, dass wir Zauber kombinieren können, wodurch besonders starke Zauber entstehen. Durch die 12 verfügbaren Magieschulen sind übrigens 96 kombinierbare Zauber möglich. Allerdings klappen nicht alle Kombinationen, denn die Magiesprüche werden in Primär- und Sekundärzauber unterteilt. Die mächtigen Zauber darf man dann noch auf Tasten legen. So kann der Akteur schnell drauf zurückgreifen. Im Mittelpunkt des Spiels stehen die Aufträge bzw. Quest, die wir von diversen NPC erhalten. Gut 600 dieser Figuren in über 100 Schauplätzen sorgen für genügend Abwechslung. Bei den Unterhaltungen erfahren wir auch vieles Wissenswertes. Die wichtigen Dialoge werden übrigens in englischer Sprache und deutschen Texten wiedergegeben. Weniger interessante Gespräche dürft Ihr dagegen nur über Texte nachlesen. Bei den Aufgaben handelt es sich um genretypische Jobs. Mal sollen wir Gegenstände einsammeln oder Botengänge absolvieren. Hierdurch werden wir dann die recht große Spielwelt gut kennen lernen, in der es immer etwas zu entdecken gibt. So sammeln wir z.B. viele Items auf. Hinzu kommen Waffen und Rüstungsgegenstände. Die über 1500 sockelbaren Items lassen jedes Sammlerherz schnell höher schlagen. Außerdem kann unser Held ein Handwerk ausführen, Reparaturen durchführen und Gegenstände verzaubern. Mithilfe von Runen verleihen wir Gegenständen magische Eigenschaften, wodurch diese noch mächtiger werden. Handel wird in dem RPG ebenfalls groß geschrieben. Schließlich kann man viele gefundene Items gewinnbringend veräußern. Mit dem erhaltenen Geld werden dann bessere Objekte gekauft. Das war natürlich noch nicht alles. Unsere Spielfigur darf sich auch Tätowierungen zulegen, wodurch ebenfalls neue Charakterfähigkeiten hinzugefügt werden. So erkunden wir nun die riesige Spielwelt, nehmen diverse Aufgaben bzw. Quest an, kämpfen gegen eine Vielzahl von Gegner und bauen unseren Charakter immer weiter auf. Haben wir den Einzelspielermodus beendet, kann man diesen außerdem - auf eine dann zur Verfügung stehenden höheren Stufe - noch einmal durchspielen. Wer genug vom Singleplayermodus hat, sollte sich auch mal im Mehrspielerbereich versuchen. Über das Internet oder LAN kann man mit bis zu 16 Spielern Modis wie Free for All, Team-Deathmatch, Capture The Flag, Markt oder Survival spielen.

 

Technik:

Die Grafik ist leider nicht erstklassig. Wir agieren in einfach gehaltenen Umgebungen, die nur wenige Details aufweisen. Wirklich prickelnd sind auch die Licht- und Schatteneffekte nicht, die vor allem bei Bäumen sehr grob wirken. Etwas besser sind die Bodentexturen ausgefallen. Hier werden wir viele unterschiedliche und scharfe Flächen zu sehen bekommen. Ordentlich kommen auch die Ortschaften rüber, die eine nette Architektur aufweisen. Etwas grobmotorisch bewegen sich dagegen die Spielfiguren durch die Spielwelt. Hier hätte man eindeutig mehr machen können. Zumindest wurden die Figuren ordentlich modelliert. Wirklich entschädigt werden wir dann durch die vielen Effekte, die vor allem bei den Magiesprüchen ein wahres Grafikfeuerwerk auf den Bildschirm zaubern. Lobend erwähnen muss man auch, dass alles sehr flüssig läuft. Selbst wenn viele Gegner auftauchen und mächtige Zauber ausgesprochen werden, wird kein Ruckler zu sehen sein. Nimmt man nun alles zusammen, so wird insgesamt ein nettes Ambiente erschaffen. Etwas magerer ist der Sound. Eine ruhige und stimmungsvolle Musik ist zwar vorhanden, diese passt aber nicht immer zum actionreichen Geschehen. Hinzu kommen dann noch passend eingespielte Soundeffekte und eine englische Sprachausgabe bei spielwichtigen Charakteren. Spieler die der Sprache nicht mächtig sind, dürfen übrigens alles über deutsche Texte nachlesen. Die Steuerung ist grundlegend sehr einfach. Allerdings wird das Gameplay oftmals durch die Kamera gestört. Diese müssen wir ständig nachjustieren. Wahlweise könnt Ihr auch eine vorgegebene Ansicht wählen, die allerdings nicht immer alles im Blick hat. Hinzu kommt dann noch, dass durch die vielen Zauber oftmals die Übersicht verloren geht. Bis man sich daran gewöhnt hat, werden Stunden vergehen. Ansonsten folgt die Spielfigur unseren Anweisungen sehr direkt. Allerdings erschwert das anklicken von Gegnern unser Leben. Nicht immer wird nach einem Klick eine Handlung ausgeführt. Das dürfte in der heutigen Zeit nicht mehr vorkommen. Etwas lieblos gestaltet sind leider auch die Menüs. Vor allem das unübersichtliche Inventar nervt mit der Zeit. Die KI der Gegner ist ebenfalls nicht sonderlich gut. Kaum ein Feind agiert intelligent und so sind sie ein gefundenes Fressen für unsere Waffen.

 

Fazit:

Dawn of Magic ist eigentlich ein recht spaßiges Action-Rollenspiel. Viele unterschiedliche Magieausrichtungen, kombinierbare Zauber und unzählige Items lassen jedes Rollenspielerherz schnell höher schlagen. Hinzu kommen ein recht einfaches Gameplay, eine flüssige Spielweise und eine lange Spielzeit. Bis wir wirklich alles erledigt und erkundet haben, werden Wochen vergehen. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte die stören. So sind die Quests recht einfach und langwierig ausgefallen. Hinzu kommt, dass wir eigentlich immer das gleiche machen. Selbst die Story haut einen nicht vom Hocker und so muss man sich schon selber motivieren, um weiter zu spielen. Zum Glück bietet das Spiel - durch das Charakteraufbausystem und die Handlungsmöglichkeiten - einige Motivationsgründe, um bis zum Ende durchzuhalten. Da stören die etwas mageren Menüs genauso wenig, wie die gewohnheitsbedürftige Steuerung oder die eher langweilige Grafik. Wer also über so manche Kritikpunkte hinwegsehen kann, gerne Hack & Slay-Rollenspiel spielt und sich gut selber motivieren kann, der darf gerne bei Dawn of Magic zuschlagen. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, kann das Spiel über viele Stunden an den Bildschirm fesseln und so lohnt sich auch der Kauf für eisenharte Genrefans.

 

Features:

- Hochdetaillierte Charakter- und Gebäudemodelle, dargestellt in einer leistungsstarken 3D-Grafikengine
- Über 1500 Gegenstände, ergänzt durch Runen, Schmiedekunst und Verzauberungen
- 12 verschiedene Magieschulen mit 96 Zaubern
- Zusätzliche Multiplayer-Modi für bis zu 16 Spieler über LAN und Internet
- Action-RPG in einer riesigen Spielwelt
- 3 Gesinnungen, 3 Wege: gut, böse, neutral
- Mehr als 600 NPCs, mehr als 100 Schauplätze

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

Dawn of Magic (PC)

 
 Dawn of Magic
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 78 %  
Sound: 74 %  
Bedienung: 76 %  
Singleplayer: 84 %  
Multiplayer: 78 %  
Spielspaß: 80 %  
Gesamtwertung:  78 %  

Minimale Konfiguration:

- Microsoft® Windows® 2000/XP
- Pentium-4 mit 1,6 GHz oder Athlon XP+ 1800 (SSE-Unterstützung erforderlich)
- 512 MB RAM
- 1,5 GB freier Festplattenspeicher für die Installation des Spiels und 0,5 GB für die Spielstände
- Grafikkarte mit 64 MB und Unterstützung von Pixel-Shader 1.1 (zum Beispiel GeForce3, Radeon 8500 oder besser)
- DirectX® 9.0c (auf der Spiel-DVD enthalten)
- 1x DVD-ROM-Laufwerk


Empfohlene Konfiguration:

- Microsoft® Windows® 2000/XP
- Pentium-4 mit 2,4 GHz oder Athlon XP+ 2500
- 1 GB RAM
- 1,5 GB freier Festplattenspeicher für die Installation des Spiels und 0,5 GB für die Spielstände
- Grafikkarte mit 128 MB und Unterstützung von Pixel-Shader 2.0 (zum Beispiel GeForce 6600GT, Radeon X800 oder besser)
- DirectX® 9.0c (auf der Spiel-DVD enthalten)
- 8x DVD-ROM-Laufwerk

 

 

 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt