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Dead Man's Hand - Review (Xbox)

Wertung:
77 %

Einleitung:

Ein Zeitalter das in Shooterspielen nicht allzu häufig verwendet wird ist das des Wilden Westens. Dabei bietet sich diese Epoche für Ego-Shooter-Spiele doch sehr gut an. Das dachte sich auch Human Head und Atari und so dürfen wir nun das Spiel Dead Man´s Hand auf der Xbox begrüßen. In dem Spiel könnt Ihr nach Herzenslust alles abknallen was Euch vor die Flinte läuft. Neben dieser Version erscheint auch ein PC-Ableger. Wir konnten das Spiel für Microsofts Xbox jetzt testen. Ob sich Dead Man's Hand gegen die vielen Ego-Shooterspiele durchsetzen kann erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Der Spieler schlüpft in die Rolle von El Tejon einem Revolverheld der nach Rache sinnt. Er wurde von der Bande The Nine hintergangen und zum sterben zurückgelassen, nur weil er das Töten von Frauen und Kinder nicht gut fand. Seid diesem Zeitpunkt sucht er die Mitglieder der Bande um Rache auszuüben. Vor allem steht der Anführer Tennessee Vic auf seiner Abschussliste. Trotz der ansprechenden Story und der Umgebung ist Dead Man's Hand eher ein Fun-Shooter. Dieser Eindruck kommt vor allem durch die Optik und die Spielart zustande. Trotzdem startet Ihr nicht wie bei anderen Ego-Shootern grundlos in das Abenteuer. Der Spieler beginnt unbewaffnet in einem Gefängnis wo er gleich ausbricht. Bevor wir nun eine Waffe in die Hand gedrückt bekommen, erlernen wir die Steuerung. Neben laufen dürfen wir auch springen und ducken. Außerdem dürfen Leitern benutzt werden. Anschließend erhalten wir erste Waffen mit denen wir uns ein wenig vertraut machen können. Kurze Zeit später kommen schon die ersten Gegner. Das Spiel ist in unterschiedliche Levels und Teilabschnitte unterteilt. Diese dürfen zu jeder Zeit einzeln angegangen werden, sobald wir einen Bereich erreichen. Im Spiel selber dürfen wir nicht speichern. Sterben wir so müssen wir den kompletten Bereich neu angehen. Wir dürfen nun ballern was die Waffen hergeben. Die Levels sind sehr linear aufgebaut. Nach einigen Metern erscheinen die Gegner in Fenstern, Türen oder auf der Straße. Mit schneller Reaktion und guter Treffsicherheit werden diese erledigt. Die Umgebung spielt dann ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Ihr könnt nämlich auch Gegner mit Objekten im Level erledigen. Das geschieht durch zerschießen von Dynamitfässern. Außerdem dürft Ihr auch noch durch zerquetschen Feinde beseitigen. Dafür müsst Ihr einfach Wagen, Bäume oder Felsen ins Rollen bringen die dann die Gegner niedermähen. Da dieses um einiges schwieriger ist erhaltet Ihr dafür extra Punkte.

Diese sind für den Highscore wichtig der am Ende ermittelt wird. So habt Ihr immer wieder einen Grund, ein Level noch einmal durchzuspielen. Wer will nicht den besten Punktestand haben. Punkte bekommt Ihr dann auch noch durch besondere Tötungsarten wie Serienkill oder Explosionskill. Aber auch das abschießen von Hüten oder das zerstören von Scheiben, Lampen, Bildern oder Schildern bringt was für die Gesamtpunktzahl ein. Außerdem wird die Trefferquote berücksichtigt. So schießt Ihr auf fast alles was im Raum herumliegt. Die Gegner verhalten sich nur bedingt intelligent. Oft genug bleiben sie einfach stehen oder warten nur darauf erschossen zu werden. Zumindest bewegen sie sich ab und zu mal oder laufen weg um allerdings nach wenigen Sekunden wieder zu kommen. Etwas schwerer sind die Endgegner in den Levels. Diese bestehen aus den ehemaligen Bandenkollegen. Je weiter Ihr kommt desto stärker werden diese. Bei diesen Figuren wird dann auch eine Lebensleiste eingeblendet die wir runterknallen müssen. Im Spiel nehmen wir natürlich auch Schaden. Die Gesundheit wird dann durch Medipacks wieder aufgefüllt. Außerdem können wir auch noch Munition aufsammeln die wir dringend brauchen. Waffen gibt es auch reichlich. Mit der Zeit bekommt Ihr immer neue Knarren die vor jedem Level ausgesucht werden dürfen. Jede hat dabei andere Eigenschaften. Vom Riflegewehr über die Schrotflinte bis hin zum Colt ist alles vorhanden. Außerdem dürfen wir auch noch mit Dynamitstangen herum werfen. Nett ist vor jedem Level auch, dass wir um Extras pokern dürfen. Wer ein gutes Blatt hat darf so extra Munition oder Leben mit ins Spiel nehmen. Verliert Ihr ein Pokerspiel so startet Ihr mit den Grundwerten. Vor jedem Level darf der Spieler den Schwierigkeitsgrad bestimmen. Dead Man's Hand hat drei davon. Allerdings darf ruhig ein schwierigerer genommen werden da das Spiel ansonsten sehr schnell vorbei ist. Zumindest hat man noch die Möglichkeit sein Highscore zu verbessern. Neben dem Singleplayermodus darf dann auch noch über das Xbox Live Netzwerk ein Mehrspielerduell ausgetragen werden. Leider sind nicht viele Maps vorhanden.

 

Technik:

Technisch kann das Spiel nicht immer überzeugen. Das fängt schon bei den Intros an die die Story immer wieder vorantreiben. Hier werden oft nur einzelne Bilder gezeigt die mit englischer Sprache und deutschem Text die Geschichte erzählen. Aber auch Filme werden verwendet die dann wieder ganz passable sind. Die Optik kommt insgesamt gut rüber. Leider bietet das Spiel aber sehr schwache und leicht verschwommene Texturen. Zumindest sind die Levels mit vielen Details ausgearbeitet worden, so dass insgesamt ein nettes Ambiente entsteht. Besser schneidet die Physikengine ab. Viele Objekte lassen sich zerstören oder zumindest wegschießen. Unverständlich ist nur das hinter vielen Glasscheiben eine Bretterwand ist. Trotzdem macht es schon riesigen Spaß alles anzuknallen. Die Gegner sehen dann auch nur mittelmäßig aus. Ein paar Polygone mehr hätten nicht geschadet. Hinzu kommen sehr hölzerne Bewegungen die man ebenfalls besser hätte machen können. Ab und zu kommt es dann auch mal zu derben Rucklern inkl. schlechter Framerate. Der Sound schneidet ein wenig besser ab. Es wird eigentlich alles geboten was man bei so einem Spiel erwartet. Ein wenig merkwürdig ist nur das man die Gegner nicht anhand der Stimmen ermitteln kann. Egal wo sie sich befinden, sie klingen immer gleich laut. So kann ein Feind mal direkt neben einen stehen oder weit weg sein. Mit der Steuerung wird jeder schnell zurecht kommen. Sie ist zwar ein wenig träge aber das stört nur wenig. Ansonsten bewegt man sich sehr sicher durch die Levels. Man kommt auch in das Spiel gut rein. Es gibt zwar kein Trainingslevel aber durch den Anfang bekommt Ihr einen guten Einstieg. So kann ein Gamer das Spiel auch nach Monaten wieder rausholen um sofort weiter zu machen. Ihr werdet nichts verlernt haben. Wirklich merkwürdig ist die Trefferzone bei dem Game. Ihr müsst nicht genau zielen um einen Gegner zu killen. Es reicht schon aus neben ihm zu zielen um dann einen Treffer zu landen. Da das Spiel aber eher eine Funshooter ist kann man großzügig darüber hinweg sehen. Anders wäre es auch nicht erklärbar das man ganze Balkone mit einem Schuss zum Einsturz bringt. Der Hersteller hat halt alles auf die einfache Bedienung abgestimmt. Insgesamt hat die Technik viele Macken die teilweise den Spielspaß trüben. Findet man sich mit diesen zurecht wird man aber das witzige Gameplay genießen können.

 

Fazit:

Das Spiel hat einige positive aber auch viele negative Punkte. Gut hat uns das gesamte Ambiente gefallen. Zwar wird die Story nicht toll erzählt aber durch das Leveldesign geht man hoch motiviert an die Aufgaben heran. Da die Optik dann ganz OK ist kann man durch das gute Gameplay auch mit den etwas dürftigen Texturen leben. Wirklich störend ist eigentlich nur die niedrige Framerate an manchen Stellen. Zumindest wird der Spieler durch die gute Physikengine entschädigt. Es macht einfach nur Spaß auf alles zu ballern. So jagt man auch gerne öfters durch ein Level um sein Highscore zu verbessern. Dank eines kleinen Onlinemodus werden auch Mehrspielerfans angesprochen. Schade ist nur das kein 2 Spielermodus vorhanden ist. So muss man schon das Xbox Live Netzwerk nutzen um mit anderen zu spielen. Lange kann dieser aber nicht binden. Dafür hätte der Hersteller mehr bieten müssen. So entwickelt sich das Spiel in jeder Spielart zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen das nach wenigen Stunden erledigt ist. Die Stunden die Ihr erlebt sind aber sehr witzig und machen jede menge Spaß. Auch wenn das Spiel nicht sehr tiefschichtig ist reicht das gebotene aus um die Zeit gut zu vertreiben. Natürlich kann man das Spiel nicht mit erstzunehmenden Egoshooterspielen vergleichen. Es ist halt eher ein Fungame das im Wilden Westen angesiedelt ist. Wer also einfache lineare Fun-Ego-Shooter mag und nichts gegen Cowboys hat, kann bei Dead Man's Hand problemlos zuschlagen. Leute die lieber ernst gemeinte Egoshooterspiele mögen werden mit Dead Man's Hand wohl weniger glücklich werden.

 

Features:

- 20 komplexe Abenteuer in den Wüsten, Bergen, Minen, Flussdampfern und Städtchen des Wilden Westens.
- Detailliert ausgearbeitete Innen- und Außenschauplätze: vom baufälligen Saloon über weite Steppenpanoramen bis hin zu dunklen Bergwerk-Schächten.
- Ein motivierendes Wertungssystem vergibt Punkte für die Taten des Spielers. Hierdurch erhöht sich dessen Ruhm, um zu einer echten Western-Legende aufzusteigen. So erlernt der Spieler zudem neue Fähigkeiten wie z.B. spektakuläre Trickschüsse.
- Etliche authentische Feuerwaffen stehen zu Auswahl: Sagen Ihnen Pistole, Büchse oder Flinte nicht zu, greifen Sie zur Whiskeybombe, Dynamitstange oder zum Gatling-Maschinengewehr.
- Packende Mehrspieler-Duelle am geteilten Bildschirm oder über Xbox Live! Stellen Sie ein Team zusammen oder treten Sie gegeneinander an - jede Konstellation ist möglich!

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Dead Man's Hand (Xbox)

 
 Deadman's Hand
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 75 %  
Sound: 78 %  
Bedienung: 84 %  
Singleplayer: 76 %  
Multiplayer: 68 %  
Spielspaß: 82 %  
Gesamtwertung:  77 %  



 

 

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