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Deus Ex: Invisible War - Review (Xbox)

Wertung:
88 %

Einleitung:  

Nur selten kommt ein Spiel raus das so viele Genre miteinander verbindet. Eigentlich ist der neuste Deus Ex-Teil als Action-Adventure angekündigt worden aber ohne Problem kann man das Spiel auch in die Bereiche Egoshooter oder Rollenspiel einteilen. Das sich Deus Ex von der breiten Masse der Spiele abheben kann zeigte schon vor ein paar Jahren der erste Teil. Nun kommt das neuste Spiel mit dem Titel Deus Ex: Invisible War auf den Markt. Wieder wird vieles angekündigt was für ein geniales Spiel spricht. Wir konnten jetzt die fertige Xbox-Version testen. Ob die hohen Erwartungen erfüllt werden können erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Die Story spielt zwanzig Jahre nach der des ersten Teils. Es werden zwar ein paar Anspielungen gemacht aber ansonsten darf man sich auch in das Abenteuer stürzen ohne den ersten Teil je gespielt zu haben. Deus Ex: Invisible War ist ein eigenständig Spiel das ohne Vorkenntnisse auskommt. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Alex D, einem Studenten der Tarsus Academy. Ihr dürft dieses Spiel übrigens auch als weiblichen Charakter durchspielen. Der Held darf an eine Eliteausbildung teilnehmen die im Forschungszentrum Security Operations Residency durchgeführt wird. Dort muss er sich körperlichen aber auch geistigen Aufgaben stellen. Die ruhigen Zeiten sind aber schnell vorbei, denn ein terroristischer Angriff auf Chicago zerstört die ganze Stadt. Der Held macht sich nun auf um die Hintergründe aufzudecken. Bevor wir das Spiel aber starten müssen wir erst einmal einen Charakter, dessen Aussehen und Frisur bestimmt. Anschließend erwachen wir in dem Spiel, wo wir recht planlos beginnen. Schon nach kurzer Zeit entdecken wir unterschiedliche Fraktionen wie kirchliche Sekten, kapitalistische Organisationen oder Terroristen. So verwirrend die Strukturen aussehen ist auch die Story. Bis zum Ende wissen wir nicht was für eine Rolle uns zugesprochen wird. Das Ende des Spiels wird maßgeblich durch die Handlung des Helden bestimmt. Diese Innovation sorgt dafür, dass wir nicht - so wie in anderen Spielen - einer gradlinigen Story hinterher jagen. Uns stehen immer wieder mehrere Optionen zu Verfügung die unsere Persönlichkeit beeinflussen. So erreichen wir auch mal Punkte, wo wir vor der Frage gestellt werden für wen wir arbeiten wollen. Sollen wir einen Mann töten oder lieber seinen Mordauftrag annehmen und dann unseren ehemaligen Auftraggeber killen? Damit wir den Überblick bei den ganzen Wendungen nicht verlieren steht uns ein Quest-Tagebuch zur Verfügung. Dort werden die Aufträge inklusive der Auftraggeber eingetragen. Es kann dann auch mal passieren, dass wir mehrere Aufträge bekommen, die sich extrem widersprechen. Welchen wir dann ausführen bleibt uns überlassen.

Je nach Belohnung muss nun der Spieler selber entscheiden welchen Auftrag er erfüllen will. Leider haben diese unterschiedlichen Aufträge oftmals einen gravierenden Nachteil. Sie liegen sehr weit auseinander und so rennen wir nicht selten durch das halbe Spiel um eine Aufgabe zu erledigen. Bei dem herumlaufen fallen dann auch die langen Ladezeiten extremer auf. Da manche Belohnungen sehr klein ausfallen ist oftmals zu wenig Motivation vorhanden um alle zu erledigen. Je nach Spielweise könnt Ihr das Spiel dann zu einem Egoshooter oder zu einem Rollenspiel machen. Durch die spielerische Freiheit und den ganzen Nebenquests wird die Vorgehensweise komplett freigestellt. So dürfen wir gestellte Aufgaben auch auf unterschiedliche Art bewältigen. Entweder wir knallen alles nieder was uns vor die Flinte kommt oder wir wählen die etwas komplizierte Methode. Wachposten können so zum Beispiel überredet werden. Hier stehen uns entsprechende Antworten und Fragen zur Verfügung die den weiteren Ablauf beeinflussen. Außerdem können wir Wachen auch umgehen, indem wir in Stealth-Manier um sie herum schleichen oder Lüftungsschächte benutzen. Die Story passt sich der Spielweise an. Unsere Entscheidungen sorgen dann auch dafür, dass wir unterschiedliche Gegner und Aufträge erleben dürfen. Es lohnt sich daher auch das Spiel noch einmal durchzuspielen. In den unglaublich großen Levels gibt es dann noch viele versteckte Bonusmissionen und Waffen. Wer alles mitnimmt wird es insgesamt leichter haben da die Spielfigur viele interessante Objekte erhält. Unser Held hat außerdem die Fähigkeit Biomods anzulegen. Diese verbessern nicht nur die körperlichen, sondern auch die geistigen Fähigkeiten. Diese Biomods und deren Updates sind im Spiel verteilt und können somit nach und nach gefunden werden. So verbessern wir unsere Sprungkraft oder das Schleichen aber auch Selbstheilung ist möglich.

Neben den legalen gibt es auch noch illegale Verbesserungen wie die Fähigkeit Computer zu Hacken oder die Roboterkontrolle. Je nachdem für was wir uns entscheiden entwickelt sich unser Charakter für die eine oder die andere Richtung. Wollen wir mehr auf das Schleichen gehen ist es ratsam das Hacken zu nehmen, da anschließend Überwachungskameras und Roboter kaum noch ein Problem darstellen. Will man dann doch die rabiatere Variante spielen, so nimmt man lieber Mods die den Körper aufbauen. So kann man die Gegner dann auch vernichten oder umgehen. Dem Spieler ist es komplett freigestellt wie er das Spiel durchspielen möchte. Natürlich gibt es auch viele Waffen. Die Pistole ist genauso vorhanden wie eine Schrotflinte. Aber auch futuristischere Waffen wird man verwenden können. Energieklingen werden wir genauso erhalten wie EMP-Gewehre. Alle Waffen darf der Spieler dann auch noch verändern. Mit den richtigen Modifikationen werden so aus kleinen Waffen echte Todbringer. Hinzu kommen dann noch besonders gute Waffen die der Spieler allerdings auch sehr schwer erhält. Wer sie nicht findet kann zumindest auf viele nützliche Items wie Granaten zurückgreifen. Mit herumliegenden Multitools dürft Ihr dann auch noch Schlösser knacken. Da nicht genügend Multitools vorhanden sind müsst Ihr Euch gut überlegen welche Tür oder Kiste Ihr öffnet. Da zu jeder Zeit gespeichert werden kann ist ausprobieren schon fast Pflicht. Wer keine große Lust auf Suchaktionen hat sollte sich mal den Händlern zuwenden. Diese bieten ebenfalls viele Waffen und nützliche Gegenstände an. Selbstverständlich kostet diese Ware auch Geld und so ist es oft aufwendiger die Sachen zu kaufen wie im Spiel zu finden. Mit den richtigen Kontakten lassen sich aber auch Rabatte heraushandeln. Über ein gut geordnetes Inventar verwaltet der Akteur seine Waffen und Objekte. Hier könnt Ihr dann alle Informationen nachlesen, Modifikationen ausführen oder sortieren. So darf der Spieler nun sehr frei in den Levels agieren und je nach Wunsch eine Richtung einschlagen. Ein erneutes Spielen lohnt sich durch die vielen Wendungen ebenfalls, so dass Ihr sehr lange Deus Ex: Invisible War genießen könnt.

 

Technik:

Optisch kommt das Spiel ganz gut rüber. Alles sieht sehr realistisch aus. Hinzu kommen viele Details und Objekte die wir nutzen können. So dürfen wir fast alle Objekte nehmen und werfen. Das fängt bei Gläsern an und endet bei Sesseln. Aber auch Bälle kann man aufnehmen die dann physikalisch korrekt springen bzw. abprallen. Die Licht und Schatteneffekte können dann auch überzeugen. Hier wird der Spieler einiges zu sehen bekommen. Waffeneffekte und Explosionen lassen dann ebenfalls keine Wünsche offen. Ein paar Ruckler stören allerdings das gute Gesamtbild. Ein wenig schlechter kommen auch die Gesichter rüber die zwar nett anzuschauen sind aber trotzdem sehr plastisch wirken. Hier hätte der Hersteller ein wenig mehr machen können. Bei den Animationen sieht man ebenfalls das sich der Entwickler angestrengt hat. Alle Figuren bewegen sich relativ geschmeidig durch die Spielewelt. Der Sound kann ebenfalls überzeugen. Die Synchronsprecher sind grandios und da sehr viele bekannte Sprecher engagiert wurden merkt man schnell was für eine Mühe sich der Hersteller gemacht hat. Hinzu kommen unzählige Gespräche die wir uns stundenlang anhören dürfen. Die Umgebungsgeräusche aber auch die Waffen und Explosionen klingen dann auch noch sehr realistisch und so wird ein sehr gutes Ambiente geschaffen das durch die Musik toll untermalt wird. Die Steuerung ist einfach angeordnet und wenn man sich eine gewisse Zeit mit dem Spiel beschäftigt hat wird selbst die volle Belegung des Pads schnell ins Blut übergehen. Ein paar Probleme gibt es dann aber bei Sprüngen. Hier wird man evtl. ein paar Versuche brauchen bis man alles fehlerfrei schafft. Die Menüs können sich sehen lassen. Hier wurde alles sehr übersichtlich angeordnet. Man wünscht sich nur ein größeres Inventar um mehr Objekte aufnehmen zu können. Die KI der Gegner ist dann auch in Ordnung. Sie verhalten sich zwar nicht immer so wie wir es erwartet haben aber trotzdem zeigen sie einige Variationen. Da unterschiedliche Schwierigkeitsgrade vorhanden sind werden Anfänger genauso gefordert wie Profis. Fasst man alles zusammen kann das Spiel trotz leichter Macken begeistern.

 

Fazit:

Deus Ex: Invisible War wird den Spieler vom Anfang bis zum Ende fesseln. Vor allem die gute und innovative Story lässt einen kaum los. Da fällt es auch nur selten schwer ewig durch die gleichen Gegenden zu laufen um Aufträge zu erfüllen. Durch die vielen Wahlmöglichkeiten und die Belohnungen wird genügend Motivation geboten um fast alle Aufträge auszuführen. Schade nur, dass wir immer wieder an den Ladepunkten vorbeilaufen müssen um weitere Strecken zu bewältigen. Mit der Zeit will man den Ladebildschirm einfach nicht mehr sehen. Trotzdem wird der Akteur vieles entdecken was Spaß macht. Auch der Rollenspielbereich mit dem Aufbauen des Charakters kann überzeugen. Zwar werden nicht sehr viele Aufbaustufen angeboten aber zumindest kann man durch die entsprechende Wahl die Spielfigur für seine Zwecke verbessern. Ebenso gut wird es bei den Spielern ankommen das sie sich frei für eine Lösung entscheiden können. Will man wie in einem Shooter spielen ballert man einfach alles ab. Möchte der Spieler dann lieber ein wenig gewaltfreier agieren nimmt er die Stealth -Methode. Fasst wir alles zusammen so kann Deus Ex: Invisible War voll überzeugen. Zwar ist nicht alles perfekt aber das kritikwürdige wird den Spielspaß nicht mindern. So wird die etwas kurze Spielzeit von ca. 15 Stunden sehr schnell vorüber gehen. Da Ihr aber ruhig ein zweites Mal loslegen könnt ist genügend Motivation geboten um sich noch länger mit dem Spiel zu beschäftigen. Wer also interaktive Spiele mag muss bei Deus Ex: Invisible War einfach zugreifen.

 

Features:

- Actiongeladenes Abenteuer in der Ego-Perspektive mit Shooter-Elementen.
- Fähigkeit, Persönlichkeit und Story entwickeln sich nach Vorgaben des Spielers
- Stealth-Gameplay - Nutzen Sie den Schutz der Dunkelheit und agieren Sie lautlos, damit Ihre Gegner keinen Verdacht schöpfen.
- Variables Gameplay - Sie entscheiden selbst, wie Sie Probleme lösen und wie Sie vorgehen.
- Treffen Sie moralische Entscheidungen und erledigen Sie Ihren Auftrag absolut gewaltfrei.
- Unzählige Gegenstände, Eigenschaften und nanotechnische Implantate verleihen Ihrem Helden übermenschliche Fähigkeiten: Schauen Sie durch Wände, springen Sie 40 Meter in die Luft, regenerieren Sie schwere Verletzungen oder schlagen Sie dem Radar Ihrer Gegner ein Schnippchen.
- Alle Aktionen beeinflussen den Verlauf der dynamischen, nicht-linearen Handlung sowie die Entwicklung Ihres Helden. In DX2 haben Sie absolute Handlungsfreiheit!
- Dank der verbesserten taktischen KI arbeiten Kreaturen und menschliche Gegner zusammen und gehen sogar getarnt gegen Ihren Helden vor.

 

 

 


Wertungsbox:

Deus Ex: Invisible War (Xbox)

 
 Deus Ex 2 - Invisible War
EUR 59,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 85 %  
Sound: 89 %  
Bedienung: 87 %  
Singleplayer: 88 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 90 %  
Gesamtwertung:  88 %  



 

 

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