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Die Legende von Beowulf: Das Spiel - Review (Xbox 360)

Wertung:
75 %

Einleitung:

Aktuell kommt der Hollywood-Blockbuster Beowulf von Paramount Pictures und Shangri-La Entertainment in die deutschen Kinos. Passend dazu veröffentlicht Ubisoft das Actiongame "Die Legende von Beowulf: Das Spiel". Erscheinen wird das Game übrigens für Playstation 3, Xbox 360, PC und Sony PSP. Wir konnten jetzt die fertige Version für Microsofts Next-Gen-Konsole ausgiebig testen. Ob sich das Xbox 360-Spiel nicht nur für Filmfans lohnt, erfahrt Ihr in unseren Review.

 

Zum Spiel:

Wir schlüpfen in dem Spiel in die Haut von Beowulf, dem legendären nordischen Krieger mit der Stärke von 30 Männern. Arrogant, egozentrisch und gierig nach Ruhm und Gold begeben wir uns auf die Reise nach Dänemark, um ein blutrünstiges Monster zu jagen, das Verwüstung über das eisige Land bringt. Aber das Böse überlebt und wir schließen einen Pakt, um noch mehr Ruhm und den dänischen Thron zu beanspruchen. Als König muss der Spieler den Konsequenzen unserer bestialischen Taten ins Auge sehen, auch wenn sich der Krieg wie ein Schleier langsam über das Land legt. Ihr führt nun Eure Recken in die Schlacht, um Feinde zu zerschmettern und Titanen aus uralten Zeiten zu fällen, die unser Königreich und unser Volk zu bedrohen suchen. Bevor wir mit dem unerschrockenen Helden in den Kampf ziehen, wollen wir erst einmal das Hauptmenü besprechen. Dieses erscheint direkt nach dem Spielstart. Hier findet ihr die Punkte "Neues Spiel", "Extras" und "Optionen". Unter zu letzt genannten Punkt dürft Ihr wie gewohnt alle Einstellungen wie Grafik, Audio oder Steuerung Euren Bedürfnissen anpassen. Nett ist auch der Bereich Extras. Dort verstecken sich Trophäen, Bonusmaterial und eine nette Filmvorschau. Bevor wir allerdings alles betrachten können, müssen so einige Sachen im Hauptspiel erledigt werden. Daher starten wir ein neues Spiel und nachdem man den Schwierigkeitsgrad (Recke/Legende) bestimmt hat, wird die Steuerung anhand eines einfachen Bildes schnell erklärt. Es folgt das obligatorische Intro in Spielgrafik, das uns stimmungsvoll in das Game bringt. Jetzt durchlaufen wir ein paar Übungsaufgaben, die uns das Spiel und die Steuerung näher bringen. Es wird schnell klar, das unser spielbarer Held mehr kann, wie nur Blut zu vergießen. Unsere Spielfigur muss Wände hinaufklettern, Objekte aufnehmen, Waffen austauschen und Feinde vermöbeln. Das war selbstverständlich noch nicht alles. Magische Kräfte hat unser muskelbepackter Held dann auch noch. So kann er z.B. einen Wutausbruch herbei schwören, wodurch er noch stärker und mächtiger wird. Das geht dann so weit, dass er in einen wahren Blutrausch verfällt. Selbst seine eigenen Leute sind dann nicht mehr vor ihm sicher. Allerdings kann er in diesem Zustand auch viele Objekte als improvisierte Waffen benutzen. Säulen, Stalagmiten uns sogar Felsen stellen handliche Gegenstände für unseren Helden dar. Es ist also nicht unbedingt schlecht, wenn wir getroffen werden. Je mehr unsere Spielfigur einsteckt, desto schneller füllt sich die Wutanzeige auf. Ein König muss natürlich ein paar Gefolgsleute haben, die an seiner Seite kämpfen. Ihre Anzahl variiert allerdings, denn erst zu späteren Zeitpunkten haben wir die gut zwölf Mann starke Truppe vollständig zusammen. Denen dürft Ihr sogar einfache Befehle geben und so kommt ein Hauch von Taktik in das Spiel. Es gibt selbstverständlich auch Missionen, die wir alleine bestreiten.

Die meisten Kämpfe laufen dann unter einer wahren Blutflut ab. Durch unsere wuchtigen Schläge zerbersten die Feinde förmlich. So ist es auch kein Wunder, dass dieses Spiel keine Altersfreigabe bekommen hat. Wer jetzt glaubt, dass wir nur in altbekannter Hack and Slay-Manier Gegnermassen ins Jenseits schicken, der täuscht sich gewaltig. Daneben gibt es auch viele andere Handlungen. So gibt es diverse Quick Time Events. Bei den so genannten QTE muss der Akteur zum richtigen Zeitpunkt vorgegebene Tasten drücken um z.B. den Takt beim Rudern vorzugeben. Nur wer den richtigen Button genau trifft, wird das Level weiterspielen können. Versagt Ihr bei diesen Aufgaben, so ist das allerdings nicht schlimm. Das Spiel beginnt einfach kurz vorher und so sind Frustmomente kein wirkliches Thema. Neben den länger andauernden Aufgaben müsst Ihr aber auch kurze Quick Time Events überstehen, die den Helden mit der Umgebung interagieren lassen. Es folgen im Anschluss weitere Aufgaben, die nur gemeinsam mit Euren Leuten bestanden werden können. Das bezieht sich nicht nur aufs Kämpfen. Mit ihrer Hilfe kann man z.B. versteckte Abschnitte aufsuchen. Den Kriegern dürfen wir auch Anweisungen geben. Außerdem wird es uns erlaubt die Jungs aufzubauen und die Truppe komplett zu verwalten. Je weiter wir kommen, desto mehr Fähigkeiten bekommen wir zugesprochen. Diese werden mit der Zeit sogar noch verbessert. So ein Spiel kommt, notgedrungen nicht ohne Waffen aus. Davon gibt es sehr viele, die auch im Kampf kaputt gehen können. Zum Glück darf unser Held immer neu Waffen aufsammeln. Jede Waffenart (Einhänder, Bidenhänder, Schild usw.) verfügt über ihre eigenen Eigenschaften (Schaden, Tempo, Combos usw.) und ist gegen eine gewisse Form von Gegner besonders effektiv. Allerdings ist unsere Spielfigur auch ohne Waffen sehr mächtig. Durch seine enorme Stärke kann er Feinde mit bloßer Hand niederschmettern. Viel mehr Spaß macht allerdings das niedermetzeln mit einer scharfen Klinge, da die Aktionen dann noch actionreicher rüber kommen. In regelmäßigen Abständen trifft der Spieler außerdem auf obligatorische Bossgegner. Diese Titanen haben es wirklich in sich, denn teilweise füllen sie den kompletten Bildschirm aus. Allerdings braucht jetzt keiner Angst zu bekommen. Wie immer hat jeder noch so böse aussehende Widersacher eine Schwachstelle. Haben wir diese erst einmal gefunden, gibt es kein Pardon für unseren Gegner. Das ganze wird übrigens durch viele eingespielte Filme gut zusammengehalten. Wir werden also niemals Grundlos in einen Blutrausch verfallen und wilde Bestien und Monsterhorden erledigen.

 

Technik:

Die Grafik ist eigentlich nicht schlecht. Viele Details in der Umgebung sind genauso vorhanden, wie unzählige Objekte und bombastische Effekte. Gerade bei den Kämpfen wird ein wahres Feuerwerk auf dem Bildschirm gezaubert. Kommen dann noch die haushohen Bestien ins Bild, stockt einem zum Teil der Atem. Allerdings gibt es auch Sachen die stören. So wirkt vieles sehr verschwommen. Vor allem bei den Wutausbrüchen kann man kaum noch etwas erkennen. Die Charaktere sehen grundsätzlich auch gut aus, auch wenn sie ein wenig künstlich wirken. Vor allem bei den Gesichtern hätte man noch mehr raus holen können. Zumindest sind ihre Animationen recht geschmeidig. Wirklich gefallen hat uns das düstere Ambiente und das komplette Setting der Levels, die wirklich abwechslungsreich sind. Hinzu kommen dann noch viele eingespielte Filme, die alles ansprechend zusammenhalten. Das bringt uns auch schon zum Sound. Dieser ist wirklich genial. Die musikalische Untermalung passt optimal zum Spiel. Viele passend eingespielte Ingamegeräusche sind ebenfalls vorhanden. Selbst mit den deutschen Synchronsprechern kann man gut leben. Die Steuerung ist dann auch schnell erlernt. Man wird langsam mit den Möglichkeiten vertraut gemacht und so wird jeder direkt in das Spiel hinein finden. Allerdings ist das Kombosystem ein wenig unausgegoren. Man hat bei den Schlag-Kombos einfach das Gefühl, dass vieles mit Glück anstatt mit Können zu tun hat. Die KI der Gegner ist leider genretypisch mager. Die breite Masse der Feinde stürzt fast hirnlos auf uns zu und so sind sie ein gefundenes Fressen für unseren bärenstarken Helden. Selbst die Bestien haben oftmals nur bestimmte Aktionen drauf, die sich nach kurzer Zeit wiederholen. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass dieses Spiel einfach ist. Durch die große Gegnerschar ist es nicht immer leicht, gestellte Aufgaben zu lösen. Hinzu kommen knackige Quick Time Events, die wir oftmals wiederholen müssen. Fasst man nun alles zusammen, so kann die technische Seite trotz kleinerer Kritikpunkte grundlegend überzeugen.

 

Fazit:

Die Legende von Beowulf: Das Spiel ist kein schlechtes Actiongame. Es gibt viele spannende Kämpfe gegen zum Teil monströse Gegner. Vor allem die Bestienkämpfe wurden toll in Szene gesetzt. Das tröstet dann auch ein wenig über die Massenschlachten hinweg. Diese sind leider viel zu eintönig. Vor allem wegen dem etwas drögen Kombosystem. Nett ist allerdings, dass man uns viele Waffen und Spezialfertigkeiten gönnt. Auch die komplette Präsentation mit dem tollen Sound kann einen gut am Bildschirm binden. Der Hersteller hat außerdem auf eine gewisse spielerische Vielfalt gesetzt. Wir werden immer wieder andere Sachen erledigen müssen. Klug gesetzte Quick Time Events lockern das Gameplay genauso auf, wie atemberaubende Bossfights. Allerdings gibt es auch diverse Punkte die stören. So hätte die Grafik noch mehr Next-Generation sein können. Wirklich nervig sind dann noch die diversen unscharfen Passagen. Gerade bei den Wutausbrüchen unseres Helden, kommt das eigene Blut mächtig in Wallung. Es ist zwar in Ordnung, dass man diesen Zustand etwas anders darstellt, allerdings sollte der Spieler alles noch erkennen können. Außerdem ist es etwas Schade, dass so ein Spiel keinen Mehrspieler-Koop-Modus hat. Gemeinsam hätte das Game noch mehr Spaß gemacht. Viel zu kurzlebig ist das Actionspiel dann auch noch. Schon nach wenigen Stunden habt Ihr Die Legende von Beowulf komplett durchgespielt. Wer also das Wikingerzeitalter und dementsprechend Beowulf mag, keine kurze Spielzeit scheut und mit kleinen technischen Macken leben kann, der darf ruhig bei diesem Spiel zugreifen.

 

Features:

- Episches Abenteuer: Der Spieler taucht tief in die Geschichte ein und erlebt 30 Jahre aus dem Leben von Beowulf, die es nicht im Film zu sehen gibt. So erfährt er mehr über das Leben von Beowulf und über sein schweres Erbe.
- Erweitere deine Armee: Bis zu 12 Untergebene begleiten Beowulf und unterstützen ihn im Kampf gegen wilde Bestien und Monsterhorden.
- Mächtige Angriffe: Beowulf verfügt über machtvolle Attacken und kann Spezialwaffen wie massive Pfeiler im Kampf einsetzen.
- Befehlshaber: Der Spieler gibt Befehle, besetzt die Positionen seiner Armee und wählt die richtigen Waffen aus, um im Kampf gegen den Feind bestehen zu können.
- Verbesserte Fähigkeiten: Je nach Benutzung erhöhen sich die Fähigkeiten von Beowulf automatisch. Kombinationen oder Angriffe parieren - setzt der Spieler seine Fähigkeiten gekonnt ein, wird Beowulf mächtiger als zuvor.
- Spektakuläre Grafik: Die mystische Welt von Beowulf wird im Spiel neues Leben eingehaucht. Dank der nächsten Stufe der ausgezeichneten YETI Technologie, die bereits in Tom Clancy's Ghost Recon Advanced Warfighter® und Tom Clancy's Ghost Recon Advanced Warfighter® 2 zum Einsatz kam, bietet Beowulf™ dem Spieler eine unerreichte visuelle Erfahrung

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Die Legende von Beowulf: Das Spiel (Xbox 360)

 
 Die Legende von Beowulf - Das Spiel
EUR 74,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 74 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 80 %  
Singleplayer: 72 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 68 %  
Gesamtwertung:  75 %  


 

 

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