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Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII - Review (PS2)

Wertung:
74 %

Einleitung:  

Geht es um das Thema Rollenspiele, so kommt man an Final Fantasy VII nicht vorbei. Viele Genrefans bezeichnen das PSOne-Rollenspiel immer noch als das eindrucksvollste Game. Neben dem Helden Cloud gab es noch viele weitere charismatische Figuren. Einer davon war der mysteriöse Charakter Vincent Valentine. Mit diesem starten wir nun in die inhaltliche Fortsetzung des legendären PlayStation-Rollenspiels. Allerdings handelt es sich bei dem neusten Square-Enix-Spiel nicht um ein RPG, sondern um ein Action-Shooter. Wir konnten uns Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII jetzt genauer ansehen. Ob sich die Anschaffung für FF VII-Fans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Selbstverständlich kommt Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII nicht ohne eine anständige Story aus. Der Spieler übernimmt die Rolle des mysteriösen Charakters Vincent Valentine und steht einer zwielichtigen Militärorganisation namens "Deepground" gegenüber. Einst gehörten diese Soldaten zu einem von Shinras geheimsten Projekten, doch nach der Zerstörung der Hauptstadt Midgar wurden sie unter den Ruinen und Trümmerfeldern vergessen. Jetzt muss sich Vincent Valentine mit seiner bewährten Cerberus-Pistole dieser neuen Bedrohung stellen. Bevor wir uns in das Actionspiel stürzen, das gut drei Jahre nach dem berühmten Rollenspiel angesiedelt ist, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint ein einführendes Intro. Im Anschluss finden wir uns im Hauptmenü wieder. Hier erblickt der Spieler die Menüpunkte "Spielstart", "Tutorial-Menü" und "Zusätzliche Features". Unter letzterem kann sich der Akteur Videosequenzen, Charakter-ansichten, Sound- und Grafikgalerien ansehen. Hinzu kommen zusätzliche Missionen, die allerdings am Anfang noch nicht zugänglich sind. Die über 40 Levels darf der Spieler erst dann angehen, wenn er diese im Spiel freigeschaltet hat. Zu Beginn solltet Ihr Euch erst einmal in den Übungsbereich begeben. Hier werden einem das Spielprinzip und die Steuerung gut beigebracht. Hat der Spieler sich im Tutorial ein wenig aufgehalten, so darf er ohne große Sorgen in den eigentlichen Spielmodus wechseln. Nachdem wir im Hauptmenü auf Spielstart gedrückt haben, muss man den Schwierigkeitsgrad (Normal oder Schwer) bestimmen, einen Speicherpunkt festlegen und die Konfiguration anpassen. Anschließend folgt ein einführendes Intro. Dieses leitet das Spiel passend ein. Die Videos werden übrigens in englischer Sprache und deutschem Untertitel wiedergegeben. Wie man es von Square-Enix-Spielen kennt, ist der Film nicht nur sehr beeindruckend, sondern auch relativ lang. Im Spiel selber werden wir dann vor allem Ingame-Sequenzen zu sehen bekommen, die ebenfalls die Story ordentlich erzählen. Hin und wieder gibt es aber auch tolle gerenderte Movies. Nachdem unser Augen beglückt wurden, starten wir nun endlich in das Spiel. Ihr schlüpft in die Haut von Vincent Valentine, der ziemlich actionlastig gegen seine Feinde vorgeht. Wer jetzt glaubt, viele bekannte Orte aus dem Rollenspiel wieder zu sehen, wird leider enttäuscht werden. Es sind zwar ein paar vorhanden, ansonsten agieren wir aber in komplett neuen Umgebungen.

Unser Held muss in dem Spiel mit geballter Feuerkraft gegen seine Widersacher vorgehen. Daneben kann unser Held auch im Nahkampf Gegner ausschalten. Da bis auf zwei Grundkombos (Luft und Boden) aber keine weiteren Aktionen möglich sind, greift man notgedrungen lieber zur mächtigen Waffe. Mit dieser zielen wir recht grob auf unsere Gegner. Wird ein Fadenkreuz eingeblendet, kann der Spieler auf den Feuerknopf drücken. Der Rest geht vollautomatisch und so ist das abknallen kein großes Problem. Wer es ein wenig schwieriger mag, darf übrigens die Zielfunktion ändern. Dann ist auch das halbautomatische Zielen möglich. Unsere Waffe bzw. das Waffensystem kann man insgesamt als gelungen ansehen. Wir agieren grundlegend mit einer Waffe, die sich mächtig aufrüsten lässt. Mit der Zeit finden wir im Spiel Upgrades wie z.B. Zielfernrohre oder diverse Läufe. Mit diesen modifizieren wir unseren Schießprügel. Je nach Gegner und Situation, soll der Spieler nun seine Waffe umrüsten. Dabei tauschen wir z.B. Durchschlagskraft gegen eine erhöhte Feuerrate oder größere Reichweite. Da man zwischen den Waffen wechseln darf, ist im späteren Spielverlauf für jeden Feind ein passender Schießprügel in unserem Sortiment. Das klingt recht interessant, ist es auch … zumindest am Anfang. Im späteren Spielverlauf findet unser Held aber immer weniger Teile und so ist das Arsenal schnell gefüllt. Jetzt gibt es kaum etwas Neues zu entdecken, sondern wir können uns nur noch mit der Modifizierung beschäftigen. Daneben gibt es auch noch unterschiedliche Munition. Neben der Standartladung gönnt man uns auch Munition, welche auf die Grundelemente Feuer, Eis und Blitz verweisen. Diese werden wie ganz normale Muni abgeschossen. Futter für unsere Waffe und viele weitere Objekte - wie Heilpacks - finden wir übrigens im Spiel. Abgeschossene Feinde lassen Objekte genauso liegen, wie nützliches Gil. Mit der erhaltenen Währung kann der Spieler dann nette Gegenstände - wie weitere Aufrüstungen für die Waffen - kaufen. Das war natürlich noch nicht alles. Das Geld darf man auch für Tränke und andere Hilfsmittel ausgeben. Letzteres nehmen wir z.B. ein, wenn unsere Spielfigur schaden nimmt. Die Shops selber finden wir hin und wieder im Spiel oder am Ende eines Levels. Daneben kann sich unser Held auch noch in ein Monster verwandeln. Der Zustand hält leider nicht lange an und so ist das Vergnügen schnell vorbei. Ab und zu erledigt der Spieler dann noch kleinere Aufgaben mit der Katze Caith-Sith. Die Einsätze beziehen sich allerdings nur auf kurze Stealth-Einlagen. Anschließend geht es mit Vincent weiter. Dieser soll sich dann noch in fast jedem Level einem Bosskampf stellen. So agieren wir durch die unterschiedlichen Abschnitte, knallen alles ab, rüsten unsere Waffen auf und verfolgen die minutenlangen Sequenzen. Das ganze endet dann nach gut 10 Stunden Spielzeit.

 

Technik:

Die technische Seite ist leider ein zweischneidiges Schwert. Zum einen wäre da die tolle Präsentation. Man gönnt uns minutenlange Filme, die zum einen aus erstklassigen Renderfilmen und zum anderen aus Ingamemovies bestehen. Diese erzählen sehr gut die Story. Daneben gibt es die Spielegrafik, die aktuellen Titeln hinterher hinkt. Wir agieren in recht statischen Umgebungen, die nur wenige Details aufweisen. Außerdem wirkt alles irgendwie gleich und trist. Hinzu kommen matschige Texturen und kleinere Effekte. Nett ist zumindest, dass wir einige Charaktere aus dem FF-Universum begegnen. Gerade Fans des Rollenspiels werden sich darüber bestimmt freuen. Allerdings werden wir diese nicht spielen können und so beschränkt sich unser Handeln fast ausschließlich auf Vincent. Dieser wurde zumindest ordentlich modelliert und animiert. Etwas unverständlich ist aber, dass wir kaum etwas mit unserem Helden machen können. In den Filmen wird immer wieder eindrucksvoll gezeigt, wozu dieser Mann fähig ist. Akrobatische Sprung- und beeindruckende Schusseinlagen lassen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Anschließend im Spiel kommt die große Ernüchterung, denn bis auf banales abfeuern unser Waffen und kleine Doppelsprünge zeigt unser Held kaum etwas von seinen Fähigkeiten. Noch nicht einmal anständig ausweichen oder eine Seitwärtsrolle kann er machen. Die Gegner strotzen auch nicht mit Vielfalt. Variationen gibt es leider kaum und so begegnen wir immer wieder den gleichen Kontrahenten. Zumindest gönnt man uns hin und wieder Bossgegnern, die um einiges eindrucksvoller rüber kommen. Mit dem Sound kann man voll zufrieden sein. Viele Ingamegeräusche sind genauso vorhanden, wie stimmungsvolle Musik. Selbst die Waffen klingen authentisch und so hört man den Schüssen gerne zu. Professionell sind auch die englischen Synchronsprecher. Eine deutsche Sprachausgabe gönnt man uns leider nicht. Zumindest darf man alles über deutschsprachige Texte nachlesen. Die Steuerung ist grundlegend in Ordnung. Das liegt zum einen daran, dass unser Held wenig machen kann. Hierdurch ist das Pad nicht überladen und der Spieler erlernt schnell die Lenkung. Hinzu kommt eine kinderleichte Zielfunktion. Das anvisieren eines Gegners klappt auf Anhieb und so vergeudet man kaum Munition. Die Kamera darf der Spieler außerdem in jede Richtung justieren. Da der Akteur den Blickwinkel frei einstellen darf, verliert man nur selten den Überblick. Die KI der Gegner ist mehr als mager. Feinde zeigen kaum intelligente Handlungen und so sind nur die Bosskämpfe eine Herausforderung für uns. Fasst man alles zusammen, so gibt es doch einige Kritikpunkte bei der Technik.

 

Fazit:

Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII hätte ein wirklich gutes Spiel werden können. Fantastische Intros sind genauso vorhanden, wie eine ansprechende Story. Allerdings scheitert das Spiel an der Technik. Die Optik ist genauso durchschnittlich wie das Gameplay. Grundlegend muss der Spieler immer wieder das gleiche machen und wirklich frei kann er sich auch nicht in den Levels bewegen. Unser Held agiert in sehr gradlinigen Spielabschnitten, die kaum Abwechslung anbieten. Zumindest ist das Waffensystem interessant und so macht es gerade am Anfang sehr viel Spaß, passende Waffen zu bauen. Im späteren Spielverlauf kommen allerdings kaum noch neue Upgrades hinzu und so kann man sich nur noch auf die Gegner konzentrieren. Diese verhalten sich leider sehr unmenschlich. Währen nicht die Bosskämpfe, so würde man kaum auf erwähnenswerten Widerstand treffen. Zumindest werden wir durch die vielen langen Sequenzen ein wenig entschädigt. Wer jetzt glaubte, dass Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII an die Klasse des Rollenspiels herankommt, den müssen wir leider enttäuschen. Das Spiel ist leider nichts anderes, wie ein mittelmäßiger Actionshooter im Final-Fantasy-Universum. Wer in dieser Welt unbedingt mal ballern wollte, der wird mit dem Game bestimmt ein paar spaßige Stunden verbringen. Alle anderen werden wohl keine großen Luftsprünge machen, wenn sie hier zuschlagen. Zumindest reißt Euch das Spiel kein großes Loch in den Geldbeutel. Gerade einmal 35 Euro verlangt man für das Spiel, was voll in Ordnung geht.

 

Feature:

- Beeindruckende Zwischensequenzen und Bosskämpfe, 46 neue Bonusmissionen
- Wiederkehrende Helden aus dem Originalspiel und dem CGI-Anime Advent Children
- Inhaltliche Fortsetzung des legendären PlayStation-Rollenspiels Final Fantasy VII
- Besiege den Gegner mit beeindruckenden Schussangriffen aus der Luft und vernichtenden Nahkampfkombos

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII (PS2)

 
 Final Fantasy VII: Dirge of Cerberus
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 74 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 78 %  
Singleplayer: 70 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 68 %  
Gesamtwertung:  74 %  



 

 

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