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Dragon Throne: Battle of Red Cliffs - Review (PC)

Wertung:
77 %

Einleitung:

China steht im Mittelpunkt des 3D-Echtzeit-Strategiespiel Dragon Throne. Um genauer zu sein versetzt das Spiel von Modern Games die Strategiespielfans in das alte China, wo drei Herrscher um die Kontrolle des Landes kämpfen. Der Spieler kommandiert drei Armeen in Echtzeit-Schlachten, um das Land zu vereinen. Ob das Spielprinzip mit einer historischen Story Fans des Genre ansprechen kann erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wir befinden uns in China des 14. Jahrhunderts. Diese Epoche dient als Hintergrund für epische Auseinandersetzungen. Das Land ist in drei Königreiche gespalten. Die Herrscher Liu Bei, Sun Quan und Cao Cao schicken sich in turbulenter Zeiten an, dem Land die Einigung zu bringen, die Jahrhunderte überstehen soll. In drei Kampagnen soll nun der Spieler auf unterschiedliche Pfade das Schicksal des Landes bestimmen. Dragon Throne vereint chinesische Kunst in Kampf und Strategie mit Gameplay und Steuerung eines modernen 3D-Echtzeit-Strategiespiels. Die Handlung lehnt sich hierbei an real existierende Figuren der Historie an. Die Story in Dragon Throne: Battle of Red Cliffs hat ihren Ursprung in dem Roman Romanze der Drei Königreiche. Kommen wir nun zum Spiel. Nachdem Dragon Throne gestartet wurde werden wir durch ein ansprechendes Intro auf das Spiel eingestimmt. Anschließend befinden wir uns im Hauptmenü. Hier findet Ihr u.a. die Punkte Einzelspieler, Mehrspieler und Optionen. Unter Optionen dürfen wir alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen.

Neben dem Multiplayermodus, indem wir über LAN oder Internet mit anderen spielen können, steht vor allem der Einzelspielermodus im Mittelpunkt. Hier darf der Spieler dann z.B. "Neue Kampagne" anwählen. Anschließend wird der Schwierigkeitsgrad bestimmt. Nun dürfen wir ein Hauptcharakter bestimmt, den wir spielen möchten. Sollte der Spieler im Modus "schwer" alle Aufträge des Kriegsherrn erfolgreich beendet haben, wird zusätzlich ein sehr schwerer Schwierigkeitsgrad verfügbar. Anschließend beginnt die Kampagne. Daneben gibt es noch den Spielmodus Mission. In diesem Modus können wir vorhandene Missionen einzeln spielen. Bevor wir aber richtig in das Spiel einsteigen widmen wir uns erst einmal dem Trainingsmodus zu. Hier können Anfänger das Spiel kennen lernen. Hat man dieses hinter sich gebracht kann man ohne Probleme die Kampagne angehen.

Im Spiel angekommen stehen zwei grundverschiedene Charaktere zur Verfügung. Zum einen diverse Krieger und die Bauern. Diese werden benötigt um die notwenigen Rohstoffe einzusammeln. Der Spieler muss darauf achten das die Bauern den diversen Gebäuden zugewiesen werden. In denen ist Platz für fünf Leute die dann für das Gebäude die Arbeit erledigen. Hinzu kommt noch das sie unterschiedliche Berufe ausüben können. So kann man Bauern zu Feldarbeitern aber auch zu Schweinezüchtern bestimmen. Wenn alles richtig eingestellt wurde werden die fleißigen Helfer Holz hacken, Felder anlegen, Schweine züchten, Erz abbauen, Wein herstellen und so weiter. So können die nötigen Ressourcen beschafft werden um alle Baumaßnahmen zu tätigen. Die Gebäude sind hierbei recht weit greifend. Von Wohnhäusern über Waffenkammern bis hin zu Forschungseinrichtungen ist alles vorhanden. Grundlegend gilt für das Spiel, genauso wie bei anderen Genrevertretern, erst Rohstoffe sammeln um dann nötige Gebäude zu bauen, Forschung betreiben und genügend Einheiten erschaffen. Mit diesen kann man dann defensiv sein Lager schützen oder offensiv gegen Gegner vorgehen. Feindliche Lager benötigen dann noch stärkere Einheiten wie unsere Bogenschützen, Schwertkämpfer usw., so dass wir nötige Belagerungswaffen unbedingt haben müssen. Nun muss der Spieler die richtige Mischung aus Wirtschaft und Kriegführung finden.

Nachdem Ihr Eure eigene Stellung gut abgesichert habt ist die Zeit der offensive gekommen. Nun kommen die unterschiedlichen Einheiten und Belagerungswaffen zum Zuge. Schwertträger, Bogenschützen und Lanzenträger sorgen dafür, dass die Kriegsgeräte ungestört ans Haupttor der gegnerischen Festung fahren können. Schafft man das Tor einzureißen darf der Spieler mit allen Einheiten ins feindliche Lager eindringen und dieses zerstören. Ist der Widerstand zu groß könnt Ihr auch mit Hilfe von Sturmleitern über die Mauer klettern und so Einheiten auf die andere Seite schaffen. Wie in anderen Spielen aus diesem Genre sind diese Geräte aber erst verfügbar, wenn die Forschung diese Entwicklungen entdeckt hat. Ganz witzig ist dann noch die Tatsache das Fußtruppen auf gefangenen oder selbst gezüchteten Pferden zu Reitertruppen aufsteigen können. Allerdings muss man dazu sahen das es einiges an Arbeit bedeutet bis man eine komplette Truppe so ausgestattet hat. So agieren wir nun in den unterschiedlichen Missionen bzw. Kampagnen.

 

Technik:

Ein wenig gewohnheitsbedürftig ist die Karte. Das Spiel verwendet eine ganz eigene Aufteilung. Jedes Lager liegt in einer eigenen Karte die durch ein Gebäude betreten werden darf. Anschließend trifft man, nach ein wenig Gelände, eine vorhandene riesige Mauer mit einem Tor. Dahinter befindet sich dann das jeweilige Lager mit den Gebäuden. Die Eingänge zu diesen Lagerkarten liegen auf einer separaten Karte auf denen man offene Feldschlachten ausführen kann. Bis der Spieler mit diesen Karten klar kommt vergeht einige Zeit. Ein wenig kompliziert ist auch die Steuerung der schweren Kriegsgeräte. Bis der Spieler erst einmal einen Leiterwagen so ausgerichtet hat, dass er Truppen rüber schicken kann vergeht einiges an Zeit. Mit einiger Übung klappt das dann auch mal, was aber nicht bedeutet, dass wir Truppen rüber schicken können. Da auf der anderen Seite feindliche Truppen sind, schießen diese wacker das Krieggerät ab, bevor wir dieses nutzen können. Da die Verteidigung immer recht stark ist hilft nur eins - der Spieler muss Masse schicken um das Bollwerk zu stürmen. Dadurch geht der taktische Aspekt sofort unter. Probleme gibt es dann auch bei den offenen Feldschlachten. So können eine kleine Gruppe von Bogenschützen ganze Heere aufreiben. Hier muss man klar sagen, dass das Gleichgewicht der Einheiten nicht stimmt.

Aber nicht alles ist schlecht. Ansonsten lässt sich das Spiel genauso gut steuern wie genreübliche Spiele. Auch die anderen Funktionen wie z.B. die der Gebäude sind so angelegt, dass jeder sich sofort damit zurecht findet. Daneben kann die Vielfalt an Gebäude, Einheiten und Features überzeugen. Außerdem ist auch eine recht nette Story vorhanden, die zum weiterspielen motiviert. Ein wenig wird dieses allerdings durch die Stimmen vermiest. Diese sind einfach zu überzogen. Dank vieler chinesischer Begriffe merkt man schnell, das sich der Sprechern nicht wohl fühlt. Der restliche Sound ist dagegen recht gut gelungen. Je nach aktueller Kartenansicht wird ein passender Ton eingespielt der immer zur Situation passt. Bei der Musik findet man überhaupt keine Kritikpunkte, da dieser perfekt zum Spiel passt. Nicht ganz so gut fällt die Grafik aus, die zwar alles gut wiedergibt aber ein wenig veraltet rüber kommt. In der heutigen Zeit erwartet man ein wenig mehr. Zumindest wird man Wettereffekte und kleine Details wie Tiere erleben können, die ein wenig über das öde Ambiente hinweghelfen. Die Animationen dagegen sehen wieder ganz gut aus. Vor allem die Pferde werden sehr detailliert dargestellt. Problematisch ist dann noch, die Einheiten auseinander zu halten. Fasst man seine eigenen Truppen zusammen verschmelzen sie in einen großen Haufen. Der Spieler braucht erst gar nicht versuchen einen bestimmten Kämpfer anzuklicken. Genauso problematisch ist das zusammentreffen mit gegnerischen Truppen. Die Einheiten unterscheiden sich nur durch einen leichten farblichen Unterschied in der Kleidung. In einer hektischen Schlacht kann das zum Chaos führen. Leider muss man feststellen das Dragon Throne technisch durchwachsen ist, obwohl viele gute Ansätze zu sehen sind.

 

Fazit:

Dragon Throne: Battle of Red Cliffs muss man zweigeteilt betrachten. Zum einen bietet es eine interessante und authentische Geschichte die fesseln kann. Diese wird aber durch die Sprecher schlecht rüber gebracht. Viel zu verkrampft versuchen diese die Story zu vermitteln. Dadurch geht viel Atmosphäre verloren. Das Gameplay ist genreüblich angelegt, so dass erfahrene Spieler schnell mit der Spielweise klar kommen. Leider ist aber die KI der Gegner nicht besonders groß. Dann geht der taktische Aspekt auch noch ein wenig unter, da man gegen die guten Befestigungen nur ankommt, wenn man eine große Masse von Einheiten rüber schickt. Mit kleinen Stoßtrupps kann der Spieler nur wenig ausrichten. Optisch ist leider auch nicht alles perfekt, da vieles ein wenig veraltet bzw. öde aussieht. Trotzdem wird so manches wie Gebäude oder die Pferde gut wiedergegeben. Insgesamt gesehen kommt das Spiel optisch nicht an die Topspiele heran, so dass es sich im Mittelfeld einordnen muss. Fasst man alles zusammen ist das Dragon Throne ein gutes Spiel was aber durch die Technik ein wenig abgewertet wird. Trotz der diversen Kritikpunkte macht das Spiel aber Spaß. Vor allem die Spieler die mal ein historisch genaues Spiel sehen wollten werden hier auf ihre Kosten kommen. Sieht man dann den Anschaffungspreis von gerade mal 29,99 Euro sieht die Sache ein wenig anders aus. Dann wird schon wieder sehr viel für das Geld geboten.

 

 

 


Wertungsbox:

Dragon Throne: Battle of Red Cliffs (PC)

 
 Dragon Throne: Battle of Red Cliffs
EUR 29,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 75 %  
Sound: 78 %  
Bedienung: 80 %  
Singleplayer: 76 %  
Multiplayer: 75 %  
Spielspaß: 79 %  
Gesamtwertung:  77 %  

Mindestanforderungen:

- Windows 95/98/2000/XP
- DirectX 8.0
- Pentium 2 266
- 64 MB RAM
- DirectX-kompatible Grafikkarte mit 4 MB Speicher
- 4x CD-ROM-Laufwerk

 

 

 

 

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