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Earth Defence Force 2017 - Review (Xbox 360)

Wertung:
76 %

Einleitung:  

Obwohl das Spiel Earth Defence Force 2017 schon seit geraumer Zeit weltweit erschienen ist, mussten deutsche Gamer bis jetzt auf das Actionspiel warten. Endlich kommt das Xbox 360-Game über Koch Media auch bei uns in den Handel. Die erste kleine Überraschung erlebt Ihr beim Kauf, denn das Spiel kostet noch nicht einmal 50 Euro. Wir konnten die fertige Xbox 360-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich das Spiel für angehende Alienjäger lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Natürlich darf eine Rahmenhandlung nicht fehlen. Wissenschaftler entdeckten rätselhafte Funksignale aus dem All und bewiesen damit, dass wir nicht allein im Universum sind. Schon kurz danach wird die Erde von den Außerirdischen besucht. UFOs tauchen in den Städten auf und riesige Insekten fallen über die Menschen her. Wir müssen nun als Mitglied der Earth Defence Force (EDF) gegen die Bedrohung vorgehen. Bevor wir allerdings als Insektenvernichter in die diversen Missionen starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Zu Beginn erblickt der Spieler das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel fortsetzen" und "Kampfmodus". Letzterer Punkt erlaubt es zwei Spielern einem Gefecht beizutreten. Dazu stehen alle Waffen zur Verfügung die im Missionsmodus freigeschaltet wurden. Dieser ist auch das Herzstück des Spiels. Bevor wir nun in eine Mission starten, erscheint das EDF-Menü. Hier kann man neben dem aktuellen Spielstand sichern auch seine Spielfigur ausrüsten. Das Spiel erlaubt es uns zwei Ausrüstungsgegenstände mitzunehmen. Es wird bei den Waffen unterschieden in Sturmgewehr, Gewehr, Scharfschützengewehr, Raketenwerfer, Suchraketenwerfer, Granaten und Spezialwaffen. Von jeder Waffenart gibt es viele unterschiedliche, die allerdings erst mit der Zeit zur Verfügung stehen. Haben wir nun eine Ausrüstung gewählt, kann es endlich auf das Schlachtfeld gehen. Wir spielen nun mit unserer Spielfigur aus der Third-Person-Perspektive. Die Gegner finden wir in den frei begehbaren Levels recht schnell durch eine nützliche Minikarte. Dabei stürmt nicht nur ein Alien auf uns zu. Wenn die fiesen Widersacher auftauchen, dann gleich in einem ganzen Rudel. Schlimmer ist noch, dass sie riesige Ausmaße annehmen. Aliens in Form von Ameisen können mehrere Meter groß sein und kommen gleich Dutzende auf uns zugestürmt, so ist der Bildschirm schnell gefüllt. Das war allerdings nicht das einzige bedrohliche, was wir erblicken. Roboter wirken genauso erschreckend, wie die monströsen Raumschiffe am Himmel. Es wird eine interessante und vor allem bedrohliche Situation erschaffen, die einen sofort am Bildschirm fesselt. Mit unseren mitgenommen Waffen gehen wir nun gegen die Bedrohung vor. Wirklich sparsam muss der Spieler nicht mit seinen Mordwerkzeugen umgehen, denn wir schöpfen aus einem unendlichen Munitionsdepot. Einzig zum nachladen pausieren wir unser Dauerfeuer. Ist dann eine Gruppe von Gegnern gesichtet, geht es mit unseren Kollegen direkt auf sie zu. Jetzt wird geballert bis der Arzt kommt. Das ändert sich dann auch in späteren Missionen nicht. Einzig, dass wir auch mal Fahrzeuge besteigen können, sorgt für ein wenig Abwechslung. Dabei gönnt uns der Hersteller neben Panzern und Mechs auch Kampfhubschrauber. Bei unseren Kämpfen kommt es natürlich auch vor, dass wir Schaden nehmen. Wirklich schlimm ist das allerdings nicht, denn in den Levels liegen unzählige Items herum. Damit füllen wir dann unsere Gesundheitsanzeige wieder auf oder erhöhen die Panzerung. In dem Spiel gibt es dann noch verbündete Einheiten. Diesen darf man sogar einfache Befehle geben. So durchkämmen wir nun die weitläufigen Areale, sammeln viele nützliche Items auf, suchen die Heerscharen von Gegnern, die wir dann mit unseren ausgesuchten Waffen martialisch niederstrecken. Ist eine Mission erfüllt, rüsten wir unsere Spielfigur mit den aktuell zur Verfügung stehenden Waffen neu aus und starten in ein weiteres actionreiches Level.

 

Technik:

Die Grafik ist zwar ganz nett, allerdings haut sie einen nicht um. Wir agieren zum einen in großen Arealen, die mit vielen Objekten ausgestattet wurden. Leider ist hier nicht alles zerstörbar, was wirklich schade ist. Geht dann doch mal etwas kaputt, wird das recht plump dargestellt. Vor allem wenn Bäume umfallen, kommt man ins Schmunzeln. Zumindest gönnt man uns viele Effekte und eine ansprechende Texturqualität. Hinzu kommen authentische Städte und gut modellierte Aliens. Wenn diese in Massen auftauchen, sieht das schon furchterregend aus. Leider sind deren Animationen nicht sonderlich zeitgemäß. Vor allen wenn sie zu Boden gehen, wirkt das sehr steif. Nett kommen außerdem die fetten Raumschiffe rüber, die sich am Himmel befinden. Hierdurch wird ein gutes Ambiente erschaffen, das an B-Movies erinnert. Etwas Schade ist dann noch, dass es viele grafische Macken gibt. Vor allem die Clippingfehler nerven mit der Zeit. Der Sound kann mit der Grafik gut mithalten. Immer wieder werden deutschsprachige Funksprüche eingespielt. Hinzu kommen dann noch minimalistische Ingamegeräusche und ansprechende Waffeneffekte. Die Steuerung ist leider auch ein zweischneidiges Schwert. Sind wir zu Fuß unterwegs, kann man alle Aktionen sicher ausführen. Unsere Spielfigur reagiert direkt auf unsere Anweisungen und selber das Zielen und
Abfeuern der Waffe klappt auf Anhieb. Sind wir dann aber mit Fahrzeugen unterwegs, müssen wir uns mit einer sehr schwammigen Lenkung auseinandersetzen. Vor allem bei dem Hubschrauber dauert es lange, bis man wirklich gut mit ihm klar kommt. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht sonderlich hoch. Die Aliens verhalten sich strohdumm und dank vieler Items, wird man kaum das zeitliche segnen. Fasst man nun alles zusammen, so kann die Technik - trotz diverser Macken - grundlegend überzeugen.

 

Fazit:

Earth Defence Force 2017 ist kein wirklicher Überflieger. Das Missionsdesign wiederholt sich sehr oft und das Gameplay ist äußerst monoton. Hinzu kommen viele Grafikfehler und eine etwas nervige Fahrzeugsteuerung. Auch bei der Optik und dem Sound hätte man sich ein wenig mehr gewünscht. Der Spielumfang ist ebenfalls nicht sonderlich groß. Schon nach wenigen Spielstunden ist das Ende erreicht. Allerdings muss man auch den Anschaffungspreis sehen. Für das Geld kann man keinen Genreprimus erwarten. Allerdings hat das Spiel auch viele gute Seiten, die man nicht verachten sollte. Der unkomplizierte Ballerspaß kann einen - durch die netten Levels und die monströsen Gegnermassen - lange am Bildschirm binden. Außerdem ist ein nettes B-Movie-Ambiente vorhanden. Es sieht schon cool aus, wenn die Ufos am Himmel kreisen und Armeisen an den Hochhäusern klettern. Wer dann noch mit einem Freund zusammen spielt, wird kaum noch das Tageslicht erblicken. Wer also unkomplizierte Ballerorgien mag, keine anspruchsvolle Story oder Gameplay braucht und kurzweilige Spiele nicht scheut, der wird viel Spaß mit dem Spiel haben. Nimmt man dann noch den moderaten Anschaffungspreis, so kann man das Spiel kaum noch liegen lassen. Auch wenn vieles nicht Perfekt ist, hat uns das Game ganz gut gefallen und daher können wir Earth Defence Force 2017 allen Genrefans ans Herz legen. Sind Eure Erwartungen nicht allzu hoch, so werdet Ihr einen Kauf nicht bereuen.

 

Features:

- Dutzende durchschlagskräftige Waffen mit bis zu 170 verschiedenen Kombinationen
- Über 50 atemberaubende Missionen in unterschiedlichen Umgebungen
- Gigantische Gegner wie Rieseninsekten, Roboter und Dinosaurier
- Bis zu 2 Spieler gleichzeitig

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Earth Defence Force 2017 (Xbox 360)

 
 Earth Defence Force 2017 dt.
EUR 44,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 76 %  
Sound: 74 %  
Bedienung: 78 %  
Singleplayer: 70 %  
Multiplayer: 75 %  
Spielspaß: 84 %  
Gesamtwertung:  76 %  



 

 

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