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Europa Universalis III - Review (PC)

Wertung:
83 %

Einleitung:

Hartgesottene Strategiefans werden die Europa Universalis-Reihe bestimmt kennen. Alles begann vor gut 6 Jahren als der erste Teil auf den deutschen Markt kam. 2002 folgte dann der Nachfolger. Enormer spielerischer Tiefgang und viele strategische Möglichkeiten überzeugten damals viele Hardcore-Gamer. Anschließend wurde es etwas still um die Strategiespielserie. Jetzt veröffentlicht Koch Media den dritten Teil mit dem passenden Titel Europa Universalis III. Entwickelt wurde das Spiel übrigens von Paradox Interactive, die schon an erfolgreichen Titeln wie Hearts of Iron 2 arbeiteten. Wir konnten das neuste Strategiespiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Europa Universalis III ist ein Strategiespiel vor dem Hintergrund der Renaissance und der Reformation. Der Spieler kann aus mehr als 200 Ländern, die während dieser Zeit auf der Welt existierten, auswählen und eine Nation durch mehr als 300 Jahre Diplomatie, Krieg, Handel, religiöse Umstürze, wissenschaftliche Entwicklungen, Entdeckungen und Kolonisation führen. Das Spiel beginnt kurz vor dem Untergang Konstantinopels im Jahr 1453 und spielt sich durchgehend bis zu dessen Schluss im Dezember 1789. Im Laufe dieser Zeit wird der Spieler sich vordergründig auf die Bedürfnisse seines Landes konzentrieren, auf das Verhandeln mit seinen Nachbarn und das Führen von Kriegen zur Selbstverteidigung oder zu Eroberungszwecken. Bevor wir allerdings die Geschicke einer Nation leiten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint ein einführendes Intro inkl. deutscher Sprachausgabe. Im Anschluss erblickt man das Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler, Mehrspieler, Einführung und Optionen. Wie gewohnt kann man unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten Einstellungen wie Grafik oder Sound vornehmen. Zu Beginn bietet sich selbstverständlich für jeden erst einmal das Tutorial an. In diesem Einführungsbereich werden uns die grundlegenden Dinge des Spiels in kleinen Schritten näher gebracht. Da Europa Universalis III ein recht komplexes Strategiespiel ist, sollte jeder diesen Übungsbereich und das deutsche Handbuch ausgiebig nutzen. Haben wir das grundlegende Spielprinzip verstanden, kann man entweder ein Mehrspielerspiel gegen andere Menschen beginnen oder ein Einzelspiel wagen. Die meisten werden sich natürlich am Anfang auf den Einzelspielermodus stürzen. Nachdem wir auf den gleichnamigen Punkt geklickt haben, folgt das Landesauswahlmenü. Hier wählt Ihr neben einer Nation auch ein Startdatum aus. Zur Auswahl stehen u.a. historische Ereignisse wie der "Dreißigjährige Krieg" oder der "Amerikanische Unabhängigkeitskrieg". Wir erblicken nun eine große, scrollbare Weltkarte. Europa Universalis III selber sieht aus wie ein rundenbasiertes Strategiespiel, in Wahrheit läuft aber alles in Echtzeit ab. Wir dürfen zu jeder Zeit das Tempo ändern oder das Spiel pausieren um in Ruhe unsere Handlungen auszuführen. In dem Spiel ist alles möglich. Wir können wirklich das machen, was uns gerade in den Sinn kommt. Vorgegebene Ziele gibt es nicht. Der Spieler strebt einzig danach seinen Ruhm bzw. Reichtum zu mähren und die ausgewählte Nation nach vorne zu bringen. Die Fülle an Handlungsmöglichkeiten werden vor allem Anfänger schocken. Wer dagegen schon Erfahrung mit den Vorgängerspielen gesammelt hat, wird schnell mit dem Spiel klar kommen.

Wir agieren nun auf der oben schon erwähnten Weltkarte, die in mehrere hundert Provinzen aufgeteilt ist. In den eigenen Ländern findet der Spieler Städte, die er aufbauen und mit diversen Verbesserungen aufwerten kann. Von Produktionsgebäuden über Handelshäuser bis hin zu Schutzeinrichtungen ist alles vorhanden. Die Vielfalt geht auch bei den Einheiten weiter. Auch hier darf der Akteur auf eine Reihe an unterschiedlichen Truppen zurückgreifen. Hinzu kommen diverse Schiffe. Unsere angeworbenen Truppen bzw. Einheiten dürfen wir natürlich frei verschieben und ihnen unterschiedliche Anführer zuweisen. Das war selbstverständlich noch nicht alles. Die Karte selber kann unterschiedlich dargestellt werden. Terrain, Religion, Handel oder politische Zugehörigkeit zeigen schnell an, in welche Richtung sich unsere Nachbarn entwickeln. Hierdurch verschafft man sich einen schnellen Überblick, über das aktuelle Geschehen. Gesteuert wird grundlegend mit der Maus. Hinzu kommen viele Schalter, die diverse Menüs aufklappen. Mit diesen verwalten wir unsere Provinzen, treiben Handel, bauen die Beziehungen zu anderen Nationen aus oder führen Krieg. Dieser wird leider etwas unspektakulär dargestellt. Wirklich viel werden wir bei den Schlachten leider nicht zu sehen bekommen. Bei den kriegerischen Handlungen sollte immer darauf geachtet werden, mit wem ein Land verbündet ist. Geht man gegen den falschen Gegner vor, kann es weitreichende Konsequenzen haben. Genauso wichtig sind unsere Finanzen, denn nur mit stabilen und üppigen Einnahmen kann man nötige Ausgaben tätigen. Wer das nötige Kleingeld für seine Armee oder Berater nicht hat, darf sich auch Geld leihen. Allerdings muss dieses zurückbezahlt werden. Könnt Ihr das nicht, so ist der Staatsbankrott vorprogrammiert. Zum Glück bietet uns das Spiel viele Möglichkeiten - wie Steuern und Handel - um Geld zu verdienen. Nett ist auch das neue Feature der nationalen Idee, welches uns im Bereich der Forschung diverse Verbesserungen und Vorteile einbringt. An historische Personen (die als Berater fungieren) oder Spione hat der Hersteller ebenfalls gedacht. Der virtuelle Herrscher sollte auch immer zukunftsorientiert handeln. Nur wer später Kolonien besitzt, wird zu einer wirklich mächtigen Nation aufsteigen. Ein Seezugang ist daher immens wichtig. Haben wir diesen nicht, so sollten wir schnellstmöglich einen schaffen. Krieg ist hierbei die schnellste und zum Teil auch einfachste Methode. Allerdings bedeuten kriegerische Handlungen, dass die Stimmung im Land sinkt und dass die Stabilität in Gefahr gerät. Hinzu kommt ein negatives Ansehen bei anderen Nationen, wodurch die Diplomatie weniger Wirkung zeigt. Unsere Handlungen sollten also immer gut überlegt sein, schließlich müssen wir mit den späteren Konsequenzen leben. Kleinere Länder setzen daher eher auf das Verhandlungsgeschick. Mit starken Verbündeten kann man ebenfalls sehr erfolgreich sein. Außerdem gehen wir diverse Handelsvereinbarungen ein, die uns wirtschaftlich nach vorne bringen. Ob und wie viele Abkommen wir schließen, hängt klar von unserer Spielweise ab. Daneben gibt es selbstverständlich noch viele weitere Features, die wir allerdings nicht alle aufzählen können. Es gibt ohne Zweifel kaum einen Bereich der vernachlässigt wurde. Nur wer die richtige Mischung aus Handel, Diplomatie und Krieg führen findet, wird am Ende seine Ziele erreichen.

 

Technik:

Die Grafik kann leider nicht mit der spielerischen Klasse mithalten. Europa Universalis III zeigt leider eine eher schlichte und zweckmäßige Grafik. Bis auf ein paar nette Extras - wie kleinere Verzierungen im Interface - werden wir eigentlich nur unterschiedliche Kartenansichten erblicken. Hier darf der Spieler dann heranzoomen und so werden - bei der Nahansicht - ein paar Soldaten, Schiffe, leichte Vegetation und kleinere Effekte sichtbar. Etwas schade ist auch, dass die Schlachten eher unspektakulär ablaufen. Hier hätte der Hersteller eindeutig mehr machen können. Das gleiche gilt für die Zwischensequenzen. Diese wurden komplett gestrichen und so fällt die Präsentation eher mager aus. Zumindest muss man dem Spiel zugestehen, dass die Menüs sehr aufgeräumt und übersichtlich sind. Mit diesen kommt der Spieler sehr schnell klar. Vorausgesetzt natürlich, dass er den Überblick nicht verliert. Was hier angeboten wird, sucht seines gleichen. Die Vielfalt ist fast schon erdrückend. Hat man dann aber erst einmal alles kennen gelernt, schätzt man die einfachen Funktionen. Da stört es auch nur wenig, dass es ein paar kleinere Übersetzungsfehler gibt. Ansonsten agieren wir mit der Maus, mit der wir eigentlich alles machen können. Mit dem Sound kann man grundlegend leben. An eine nette Musikuntermalung wurde gedacht und so wird das Spielgeschehen immer passend begleitet. Viele kleine Ingamegeräusche sind ebenfalls vorhanden. Etwas störend ist natürlich, dass es keine Sprachausgabe gibt. Allerdings kennt man das ja von solchen Spielen. Toll ist dann noch die KI, die wirklich menschlich nach Macht strebt. Überraschende Aktionen werden wir genauso erblicken, wie kluge und vor allem strategisch richtige Entscheidungen. Vor allem im Diplomatiebereich handelt der Computer sehr kompetent und so macht das Spielen gegen den PC sehr viel Spaß. Besondere Freude kommt dann noch im Mehrspielermodus auf. Über LAN oder Internet kann man gegen menschliche Spieler sein Können unter Beweis stellen. Auch wenn es einige Kritikpunkte gibt, kann man grundlegend mit der technischen Seite zufrieden sein.

 

Fazit:

Europa Universalis III erfüllt ohne Zweifel alle Erwartungen. Dass die Grafik, Präsentation und der Sound einen nicht vom Hocker haut, wird Genrekenner nicht verwundern. Schließlich glänzten die Vorgängerspiele ebenfalls nicht mit einem Grafikfeuerwerk. Das Game kann dafür bei vielen anderen Punkten überzeugt. Vor allem der Widerspielwert ist enorm hoch, denn jedes Spiel wird - durch die vielen Einflüsse - komplett anders laufen. Hinzu kommen eine fantastische spielerische Freiheit und eine tolle Komplexität. Kaum ein anderes Spiel kann da mithalten. Nett ist auch, dass sich das Spiel - nach einer gewissen Eingewöhnungszeit - sehr flüssig spielt. Habt Ihr erst einmal den dreh raus, so werdet Ihr den etwas spartanischen Aufbau sehr zu schätzen wissen. Einfache und übersichtliche Menüs sind genauso vorhanden, wie aussagekräftige Statistiken. Toll ist dann noch, dass Matches gegen den Computer genauso viel Spaß machen, wie gegen menschliche Gegner. Die KI ist wirklich erstklassig. Wirklich meckern kann man eigentlich nur über die etwas mageren Schlachten. Diese laufen wirklich unspektakulär ab. Zumindest werden wir durch viele interessante und vor allem sinnvolle Features anständig entschädigt. Wer also gut durchdachte bzw. anspruchsvolle Strategiespiele mag und mit einer eher dürftigen Technik leben kann, der sollte unbedingt bei diesem Spiel zuschlagen. Uns hat Europa Universalis III gut gefallen und daher können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

o Spieler können über 300 Jahre Spielzeit genießen und an JEDEM Datum zwischen 1453 und 1789 starten.
o Nationenentwicklung ist flexibel: entscheide deine eigene Regierungsform, die Struktur deiner Gesellschaft, Handelspolitik und vieles mehr. Die Möglichkeiten sind unendlich.
o Die großen Persönlichkeiten und Menschen der Vergangenheit stehen bereit um dich zu unterstützen. Nimm die Geschichte in deine Hand und rufe Persönlichkeiten wie Sir Isaac Newton, Wolfgang Amadeus Mozart oder René Descartes an deinem Hof.
o Eine üppige topographische Karte in vollem 3D erlaubt einen reichhaltigen und kompletten Weltblick und beinhaltet mehr als 1700 Provinzen und Seezonen.
o Führe jede beliebige von mehr als 250 Nationen, die während des langen Spielzeitraums wirklich existiert haben.
o Du hast mehr als tausend historische Anführer und über 4000 historische Monarchen zu deiner Verfügung.
o Manage mehr als 100 individuelle Truppentypen um soviel Macht als möglich anzusammeln.
o Kooperativer Multiplayer-Modus erlaubt mehreren Spielern zusammenzuarbeiten um eine einzige Nation zu führen.
o Passe das Spiel deinen Wünschen an: Europa Universalis III gibt dir die Möglichkeit, praktisch alles im Spiel zu verändern und anzupassen, was dein Herz begehrt. Trete der großen und ständig wachsenden Gruppe von talentierten Moddern in der Paradox Community bei!

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Europa Universalis III (PC)

 
 Europa Universalis 3
EUR 38,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 66 %  
Sound: 74 %  
Bedienung: 86 %  
Singleplayer: 89 %  
Multiplayer: 91 %  
Spielspaß: 90 %  
Gesamtwertung:  83 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Windows 2000/XP
- Arbeitsspeicher: ab 512 MB RAM
- Prozessor: 1,9 GHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
- CD-ROM: Laufwerk erforderlich
- Grafikkarte: 3D-Grafikkarte mit 128 MB
- Zusatz: Direct X 9.0c

 


 

 

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