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Europa Universalis: Rome - Review (PC)

Wertung:
84 %

Einleitung:

Die Europa Universalis-Reihe werden Fans von Strategiespielen bestimmt kennen. Vor gut acht Jahren wurde die Serie ins Leben gerufen. Zwei Jahre später folgte dann der zweite und letztes Jahr der dritte Teil. Vor allem die unendlich vielen strategischen Möglichkeiten und der spielerische Tiefgang konnten Gamer in der Vergangenheit überzeugen. Koch Media bringt nun mit Europa Universalis: Rome den nächsten Teil auf den deutschen Markt. Entwickelt wurde das Strategiespiel wieder einmal von Paradox Interactive, die u.a. durch Hearts of Iron 2 bekannt wurden. Wir konnten uns die fertige PC-Version von Europa Universalis: Rome jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel für Genrefans lohnt und ob die hohen Erwartungen erfüllt wurden, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Wie der Titel von Europa Universalis: Rome schon verrät, steht diesmal die Antike im Mittelpunkt. Dabei könnt Ihr nicht nur mit Rom ein Weltreich erschaffen. Die bedeutendsten kulturellen und militärischen Zivilisationen der damaligen Zeit, darunter die römische, keltische, griechische sowie ägyptische, stehen zur Auswahl. Bevor wir allerdings die Geschicke einer Nation leiten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü. Hier findet der Spieler die Punkte Einzelspieler, Multiplayer, Tutorial und Optionen. Wie immer, dürft Ihr unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten Einstellungen anpassen. Bei Multiplayer könnt Ihr außerdem ein Spiel gegen menschliche Spieler wagen. Bis zu 32 Gamer dürfen hier um die Weltherrschaft kämpfen. Bevor Ihr allerdings hier Land seht, sollte jeder zu Beginn den Tutorialbereich aufsuchen. In vielen Trainingsszenarien werden uns die Grundlagen des Spiels beigebracht. Diesen Übungsbereich können wir nur jedem Neueinsteiger wärmstens empfehlen, denn Europa Universalis: Rome ist ein sehr komplexes Spiel. Kommen wir nun zum Einzelspielerbereich und den historischen Kampagnen. Hier treten wir als Anführer einer von vielen Regierungen gegen Computergegner an. Die Zeitepoche in der wir agieren reicht von 278 v. Chr. Bis 25 n. Chr.. Europa Universalis: Rome selber sieht aus wie ein rundenbasiertes Strategiespiel, in Wahrheit läuft aber alles in Echtzeit ab. Wir dürfen allerdings zu jeder Zeit das Tempo ändern oder das Spiel pausieren um in Ruhe unsere Handlungen auszuführen. Ihr erblickt nun die Hauptkarte, die im Geländemodus Ebenen, Flüsse, Gebirge und Wüsten farbig darstellt. Gezeigt werden allerdings nur die Länder der mediterranen Welt sowie das umliegende Territorium. Ihr könnt übrigens zum ersten Mal bei einem Paradox-Spiel den Blickwinkel und die Kartenperspektive verändern. Daneben werden uns unterschiedliche Darstellungsformen für die Hauptkarte angeboten. Neben der Terrainkarte gönnt man uns noch eine politische und religiöse Karte sowie eine Handels- und Dimplomatiekarte. Über der Karte finden wir dann die Informationsleiste. Sieben Symbole (Länderüberblick, Wirtschaft, Diplomatie, Religion, Militär, Technologie und Forschung & Dynastie) erlauben uns ein Interface aufzurufen. Unter der Karte befindet sich dann noch die Sondermenüleiste. Hier kann man u.a. mit Barbaren verhandeln, das Diplomatie-Interface aufrufen, Bauvorhaben in Auftrag geben und Armee oder Flotte ausheben. Über Nachrichten werden wir außerdem über alles informiert, was in unserem Land passiert.

Wie schon bei den Vorgängerspielen sind wir auch bei Europa Universalis: Rome für alles zuständig. Wir kümmern uns um unsere Provinzen, heben Truppen aus und bestimmen deren Anführer. Außerdem müssen wir dafür sorgen, dass unsere Finanzen stimmen. Dafür sorgen u.a. unsere berufenen Stadthalter die Steuern eintreiben. Hinzu kommen Tributzahlungen und der Handel, den wir in Schwung bringen müssen. Nur wenn unsere Wirtschaft floriert, werden wir nötigen Ausgaben tätigen können. An altbekannte Bereiche wie die Diplomatie wurden genauso gedacht, wie an die Religion. Hier dürfen wir diesmal sogar Omen beschwören. Ein sehr wichtiger Bereich ist das Militär. Schließlich müsst Ihr Euch gegen andere Nationen verteidigen, Eure Interessen auf dem Schlachtfeld durchsetzen oder feindlich gesinnte Nationen schwächen und Provinzen erobern. Dazu stehen viele unterschiedliche Einheiten zur Auswahl, die alle andere Vor- aber auch Nachteile haben. Neue Technologien soll der Spieler dann auch noch erforschen. Das war bei weitem noch nicht alles. Der Akteur muss außerdem die verschiedenen Regierungsämter mit passenden Leuten besetzen. Jeder Charakter hat dabei unterschiedliche Werte in den Bereichen Kriegskunst, Charisma, Raffinesse, Beliebtheit, Loyalität und Korruption. Nur wenn wir die richtigen Leute auf einen Posten setzen, werden diese auch anständige Arbeit leisten. Die Schwierigkeit in dem Spiel besteht darin, die richtige Mischung in den einzelnen Bereichen zu finden und passend auf Probleme zu reagieren. Setzt Ihr zum Beispiel zu sehr auf das Militär, so kann es schnell zu einem Aufstand kommen, weil die Bevölkerung unzufrieden ist. Hinzu kommen Bereiche wie Diplomatie, Religion oder die innenpolitische Verwaltung. Daneben gibt es selbstverständlich noch viele weitere Features, die wir allerdings nicht alle aufzählen können. Es gibt ohne Zweifel kaum einen Bereich der vernachlässigt wurde. Damit uns nicht langweilig wird, muss man zusätzlich permanent auf Ereignisse und Benachrichtigungen reagieren. Das kann mit der Zeit schon sehr stressig werden. So verwalten wir nun unsere Provinzen, treiben Handel, bauen die Beziehungen zu anderen Nationen aus oder führen Krieg um unsere Ziele zu erreichen.

 

Technik:

Die optische Seite hinkt der spielerischen Klasse ein wenig hinterher. In dem Spiel werden wir eher eine schlichte und zweckmäßige Grafik erblicken. Vor allem die Kartenansicht haut einen nicht wirklich vom Hocker. Bis auf kleinere Details werden wir nur noch ein paar Einheiten und eine leichte Vegetation sehen. Hinzu kommen allerdings übersichtliche und gut geordnete Menüs und Statistikfenster. Diese trösten dann auch über die magere Präsentation und die altbackene Grafik hinweg. Mit dem Sound kann man zufrieden sein. Eine genretypische Musik ist genauso vorhanden, wie viele kleine Ingamegeräusche. Gut gelungen ist außerdem die Steuerung. Wir können so gut wie alles mit der Maus erledigen. Das klappt dank gut positionierter Schaltflächen sehr gut. Allerdings darf man bei den ganzen Menüs und Unterfenstern nicht den Überblick verlieren. Bis Ihr Euch komplett in dem Spiel auskennt, werden Tage vergehen. Zum Glück gönnt uns das Spiel einen netten Übungsbereich und ein detailliertes Handbuch. Ackert man diese zu Beginn durch, so wird man recht schnell in das Spielgeschehen einsteigen können. Mit der Ansicht kann man diesmal auch gut leben. Endlich dürfen wir die Kamera drehen und uns selber eine gute Perspektive aussuchen. Zufrieden muss man ebenfalls mit der KI der computergesteuerten Gegner sein. Diese verhalten sich sehr menschlich und so machen Spiele gegen den Computer genauso viel Spaß, wie gegen eine Person. Fasst man nun alles zusammen, so kann man trotz einer eher dürftigen Grafik insgesamt mit der technischen Seite sehr zufrieden sein.

 

Fazit:

Europa Universalis: Rome kann nahtlos an die Vorgängerspiele anschließen. Wer sich gerne mit solchen komplexen Strategiespielen beschäftig, wird ohne Probleme mehrere Woche mit dem Game verbringen können. Natürlich solltet Ihr die Antike und deren Völker mögen. Das tolle an dem Spiel ist eindeutig die Vielfalt und der spielerische Tiefgang. In kaum einem anderen Spiel kann man so viel mit einer Nation machen. Wir müssen uns wirklich um alles kümmern und keinen Bereich aus dem Auge verlieren. Nur wenn wir klug und weitsichtig handeln, werden wir gegen die anderen Nationen bestehen können. Schade ist eigentlich nur, dass der militärische Bereich nicht zeitgemäßer rüber kommt. Es würde noch spaßiger sein, wenn man opulente Schlachten sehen oder noch mehr beeinflussen könnte. Diese laufen leider etwas langweilig ab und so können Möchtegerngeneräle direkt in den Ruhestand gehen. Dafür bekommen wir aber in allen anderen Bereich mehr als genug zu tun. Das bedeutet selbstverständlich auch, dass man eine gewisse Einarbeitungszeit überstehen muss. Bis Ihr wirklich alles verstanden habt, werden viele Stunden vergehen. Anschließend wird Euch das Spiel sofort am Bildschirm fesseln. Der Suchtfaktor bei diesem Game ist ohne Zweifel enorm. Wer also auf sehr komplexe Strategiesimulationen steht, die Antike mag und nichts gegen eine eher mittelmäßige Grafik hat, der darf gerne bei diesem Strategiespiel zuschlagen. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, hat uns Europa Universalis: Rome sehr gut gefallen und daher können wir das Game allen Genrefans ans Herz legen.

 

Features:

- Wählen Sie aus 10 unterschiedlichen Zivilisationen, darunter die römische, keltische, griechische sowie ägyptische
- Wählen Sie aus mehr als 53 spielbaren Fraktionen auf einer Karte mit hunderten Provinzen
- Starten Sie zu einer beliebigen Zeit zwischen 280 v.Chr. und 27 v. Chr.
- Karte komplett mit 3D-Grafik und detailreicher Topografie

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Europa Universalis: Rome (PC)

 
 Europa Universalis: Rome
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 72 %  
Sound: 75 %  
Bedienung: 85 %  
Singleplayer: 88 %  
Multiplayer: 90 %  
Spielspaß: 92 %  
Gesamtwertung:  84 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Windows 2000/XP
- CPU: 1,9 GHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
- Speicher (RAM): ab 512 MB RAM
- CD-ROM: Laufwerk erforderlich
- Grafikkarte: DirectX 9.0c-kompatible Grafikkarte mit mindestens 128 MB & Pixelshader 2.0-Unterstützung
- Zusatz: VISTA-kompatibel

 


 

 

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