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Final Fantasy XII - Review (PS2)

Wertung:
95 %

Einleitung:  

Eine der bekanntesten, ältesten und vor allem beliebtesten Rollenspielserien ist ohne Zweifel die Final Fantasy-Reihe. Seid vielen Jahren erfreuen die Spiele von Square Enix Genrefans auf der ganzen Welt. Seid den 80ern überzeugen die imposanten Teile immer wieder durch eine grandiose Story, perfekt inszenierten Intros und ein geniales Gameplay. Jetzt kommt endlich der neuste Teil mit dem Titel Final Fantasy XII auf den deutschen Markt. Wir konnten uns das neuste Meisterwerk genauer ansehen. Ob das Spiel ein Pflichtkauf für alle Rollenspielfans darstellt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Was wäre Final Fantasy ohne eine anständige Story? Die Zukunft von Ivalice steht auf Messers Schneide, ein Krieg zwischen dem mächtigen Archadianischen Imperium und seinem alten Feind Rozarria scheint unausweichlich. Zwischen diesen großen Reichen liegt das winzige Königreich Dalmasca, das von den feindlichen Armeen überrollt wird. Zwei Jahre später: Der Straßenjunge Vaan aus Dalmasca träumt davon, sein von Feindtruppen besetztes Heimatland zu verlassen. Er wünscht sich, das sorglose Leben eines Luftpiraten führen zu können und große Abenteuer zu erleben. Doch um seine eigenen Träume zu verwirklichen, muss er zuerst die eines ganzen Volkes in die Tat umsetzen. Wie man es von der Reihe gewohnt ist, wird die Story passend durch ein erstklassiges Intro und vielen Texten minutenlang eingeleitet. Dieses wird teilweise durch Ingame-Szenen ergänzt. Wir starten am Anfang mit dem dalmascanischen Rekruten Reks in das Abenteuer und erleben die letzten Stunden vor dem Fall des Reiches. Es folgt ein einführendes Tutorial, das die grundlegende Steuerung und das allgemeine Spielprinzip wunderbar erklärt. Nach einem weiteren Intro beginnt das eigentliche Spiel, gut zwei Jahre nach diesen Ereignissen. Jetzt schlüpfen wir in die Haut von Vaan, einem 17-jährigen Jungen der direkt in das Abenteuer seines Lebens startet. Die Story selber wird natürlich immer wieder durch perfekt inszenierte Render- und Echtzeitsequenzen vorangetrieben. Da wir dieser häufig zu sehen bekommen, bleibt die Spannung im Spiel permanent auf einem hohen Nivea. Wie bei der Serie üblich agiert unser kleiner Held nicht allein. Nach einer gewissen Zeit wächst unsere Gruppe immer weiter an, bis zum Schluss eine schlagkräftige sechsköpfige Heldentruppe zur Verfügung steht. Jeder Charakter wird natürlich passend in das Spiel eingeführt und da dann noch jeder eine eigene Persönlichkeit bzw. spezielle Fähigkeiten besitzt, passen sie optimal zusammen. Erwähnen muss man aber auch, das keine Figur wirklich aus der Gruppe heraus sticht. Was direkt auffällt, Final Fantasy XII hat keine nervigen Zufallskämpfe mehr. Viele werden sich noch an die genretypischen Kämpfe erinnern, wo wir einfach gegen unbekannte Gegner antreten mussten. Erst wenn die Kampfarena geladen war, konnte man sich mit diesen auseinandersetzen. Diese Zeiten sind nun endgültig vorbei. Endlich sehen wir unsere Widersacher aus der Entfernung und können selber entscheiden, ob wir gegen diese kämpfen möchten. Kommt es zu einem Kampf wird er an Ort und Stelle in Echtzeit ausgetragen, nicht in einem separaten Kampfbildschirm. Der Akteur hat natürlich immer die Wahl, einer Konfrontation aus dem Wege zu gehen oder falls es doch zum Kampf kommt, zu fliehen. Es liegt also allein am Spieler, ob er sich mit einem Gegner anlegen möchte.

Neben den feindlich gesinnten Kreaturen gibt es auch neutrale Wesen, die sich gar nicht um uns kümmern. Allerdings kann man auch mit diesen kämpfen, wenn man Lust dazu hat. Gerade auflevelfreudige Spieler werden diese Wesen nur selten in Ruhe lassen. Kommt es nun zu einem Fight, so können bis zu drei Mitstreiter diesen absolvieren. Der Spieler übernimmt alle Charaktere und kann sie nach seinem belieben einsetzen. Am Anfang sind die Fähigkeiten noch sehr begrenzt und so können unsere Spielfiguren nur einfache Zauber, Schlagangriffe und hilfreiche Objekte einsetzen. Später werden dann auch komplexere Aktionen möglich, wodurch die Kämpfe sehr spannend und taktisch ablaufen. Dabei ist es Euch freigestellt, ob Ihr die Aktionen vorgibt oder ob die Figuren diese automatisch ausführen. Die Handhabung ist dabei sehr einfach. Über ein Menü bestimmen wir die nächste Aktion, die nach einer abgelaufenen Zeit, bei einem bestimmten Feind ausgeführt wird. Unsere Figur macht die zuletzt bestimmte Aktion dann so lange, bis ein Gegner zu Boden geht. Neben unserer Gruppe kämpfen auch andere Figuren oftmals mit uns. Diese handeln eigenständig und so brauchen wir uns um diese nicht zu kümmern. Wer Angst hat, dass die Auseinandersetzungen in Echtzeit zu hektisch ablaufen, darf die Kampfgeschwindigkeit auch reduzieren. Somit wird keiner durch das neue System überfordert. Durch die imposante Spielwelt werdet Ihr hauptsächlich zu Fuß gehen. Daneben gibt es aber auch noch andere Reisemöglichkeiten. Vom Teleportkristalle, über Luftschiffe bis hin zu den allseits bekannten und beliebten Chocobos ist alles vorhanden. Die Welt selber ist in unterschiedliche Bereiche unterteilt, in der wir uns frei bewegen können. In dieser finden wir uns mit einer hilfreichen Karte zurecht. Missionswichtige Orte werden übrigens gut sichtbar eingezeichnet. Eine wirklich nützliche Hilfe. Bei den diversen Umgebungen hat der Hersteller auf Vielfalt gesetzt. Weitläufige Wiesen sind genauso vorhanden, wie nette Wüsten oder Strände. Städte sind selbstverständlich auch vorhanden und so gibt es unzählige Orte, die es zu erkunden gilt.

Dabei werden wir immer wieder auf Personen treffen, mit denen wir uns unterhalten können. Sehen wir eine Figur so wird über ein eingeblendetes Symbol die Gesprächsbereitschaft gezeigt. Wollt Ihr ein Gespräch führen, so braucht Ihr nur dort hin zu gehen und eine Taste drücken. Die meisten Dialoge laufen über Texte ab. Hin und wieder werden aber auch kleine Filme inkl.
englischer Sprachausgabe und deutschen Übersetzungstexten gezeigt. Außerdem finden wir überall Objekte, die entweder Informationen oder nützliche Gegenstände beinhalten. Auch hier wird mit einem Symbol gezeigt, wo sich was interessantes befindet. Wir müssen also nicht mehr jeden Ort nach Items haarklein absuchen. Daneben erhalten wir auch Gegenstände von besiegten bzw. getöteten Feinden oder durch Diebstahl. Die erhaltenen Sachen werden entweder direkt verwendet, in unser Inventar verstaut oder beim nächsten Händler verkauft. Das erhaltene Geld investieren wir dann in nützliche Waffen, Ausrüstungsgegenstände, Zauber oder andere Items. Nicht jeder Gegenstand darf allerdings sofort verwendet werden. Erst wenn wir die entsprechende Fähigkeit bzw. Lizenz besitzen, darf ein Objekt benutzt werden. Ob das Sinn macht, ist eine andere Frage. Fest steht auf jedenfall, dass man hierdurch erst verzögert nützliche Sachen für seine Spielfiguren verwenden kann. Allerdings motiviert dieses System auch zum weiterspielen, denn das entsprechende Lizenzbrett deckt immer mehr Möglichkeiten bzw. Fähigkeiten im Spiel auf, die der Spieler unbedingt ausprobieren möchte. Hinzu kommt, dass wir frei bestimmen können, in welche Richtung sich ein Charakter entwickelt. Viele Handlungsmöglichkeiten gibt es natürlich auch. Wir werden also nicht nur der eigentlichen Story folgen, die unterschiedlichen Umgebungen absuchen, mit Leuten sprechen, kämpfen und unsere Charaktere aufleveln. Der Spieler muss außerdem diverse Minispiele meistern und Sidequests absolvieren. Somit ergibt sich auch eine sehr lange Spielzeit. Die ganzen Handlungen sind aber auch zum Teil notwenig, denn eine gewisse Stärke sollten Eure Figuren schon haben. Schließlich warten neben den normalen Gegnern auch immer wieder Bosskämpfe auf Euch. Hier werden wir nur mit einer guten Konstitution, einer tollen Ausrüstung, mächtigen Angriffen und speziellen Zaubern weiter kommen. Wer nicht mächtig genug ist, muss zusehen, dass er schnell stärker wird und das bedeutet viele Fights gegen schwache Gegner absolvieren. Da man die Kämpfe aber mit interessanten Aufgaben verbinden kann, ist das generelle aufleveln nur selten nervig.

 

Technik:

Final Fantasy XII kann nicht nur spielerisch überzeugen. Auch die technische Seite ist erstklassig, denn die in die Jahre gekommene Playstation 2 wird an ihre Leistungsgrenze gebracht. Zum einen wird eine tolle Grafik gezeigt. Viele unterschiedliche Umgebungen erfreuen unser Auge. Überall hat der Hersteller Objekte eingebaut und so gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken. Hinzu kommen zeitgemäße Effekte und toll modellierte Charaktere. Der Stil der FF-Reihe wurde beibehalten und so werden wir ein skurriles Wesen nach dem anderen treffen. Beeindruckend sind auch die Animationen. Gegnerische Wesen bewegen sich genauso geschmeidig, wie unsere eigenen Spielfiguren. Toll ist auch, dass wir keine lästigen PAL-Balken erblicken. Diese musste man ja in den älteren Teilen oftmals hinnehmen. Der Hammer ist selbstverständlich die Präsentation. Es ist schon unglaublich, was Square Enix da aus dem Hut zaubert. Immer wieder werden atemberaubende Filme eingespielt, die uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Selbst Filme in Ingame-Qualität sehen toll aus und so wird die Story gut vermittelt. Zu einer zeitgemäßen Präsentation gehört natürlich auch ein ordentlicher Sound. Hier muss man vor allem die stimmungsvolle Musik erwähnen, die selbst nach vielen Spielstunden nicht nervt. Hinzu kommen unzählig eingespielte Soundeffekte und gute englische Synchronsprecher. Dieser verleihen den Charaktere leben und so hört man ihnen gerne zu. Schade ist allerdings, dass die Sprachqualität manchmal etwas dürft klingt. Wirklich schlimm ist dieses aber nicht. Mit der Steuerung kann man ebenfalls gut leben. Unsere Spielfiguren lassen sich angenehm lenken und alle Aktionen werden direkt und ohne Probleme ausgeführt. Selbst mit den übersichtlichen Menüs und dem neue Kampfsystem kommt man sofort klar. Das liegt selbstverständlich auch am guten Tutorial. Dieses beschreibt jedes Detail sehr genau und so kann man sehr schnell in das Spielgeschehen einsteigen. Etwas nervig ist allerdings die Kamera. Grundlegend hat diese alle im Blick. Allerdings müssen wir die Ansicht immer wieder nachjustieren, was nicht so einfach ist. Ihr sollt z.B. den rechten Analogstick nach links lenken, um nach rechts zu schauen. Warum man das nicht ändern kann, bleibt mir ein Rätsel. Ansonsten gibt es aber nichts zu beanstanden und so überzeugt die technische Seite auf ganzer Linie.

 

Fazit:

Ohne Zweifel ist Final Fantasy XII ein erstklassiges Rollenspiel, das sich nicht hinter anderen Genrevertretern zu verstecken braucht. Ein enormer Umfang bzw. eine lange Spielzeit durch Sidequests und Minispiele sind genauso vorhanden, wie spielerische Freiheit, individuelle Charakterentwicklungen, viele unterschiedliche Gegner, eine interessante Story, ein tolles Leveldesign, eine detailreiche Grafik und eine bombastische Präsentation. Hinzu kommen eine erstklassige Steuerung, eine stimmungsvolle Musik und ein tolles Kampfsystem. Obwohl der Hersteller hier neue Wege geht, werden selbst altgediente FF-Fans direkt damit klar kommen. Endlich ist es auch vorbei mit den nervigen Zufallskämpfen. Hierdurch ist das Gameplay viel flüssiger geworden. Natürlich gibt es auch ein paar Punkte die stören. Es wäre ganz nett gewesen, wenn man überall einer Sprachausgabe lauschen könnte. Auch deutsche Synchronsprecher hätten uns gut gefallen. Wenigstens wird alles passend übersetzt. Etwas nervig sind dann noch die etwas langen Ladezeiten. Probleme bereitet am Anfang auch die Kamera. Erst nach ein paar Stunden kommt man damit klar. Wirklich schlimm sind diese Punkte aber nicht. Obwohl Square Enix neue Wege geht, machen sie alles richtig. Immer noch fesselt das Spiel einen ab der ersten Spielminute an den Bildschirm. Wochenlanger Spielspaß auf höchstem Niveau ist also garantiert. Wer also ansatzweise Rollenspiele mag, wird an diesem Titel nicht vorbei kommen. Falls doch, so verpasst Ihr eines der besten Genrevertreter auf Sonys Playstation 2. Uns hat das Spiel sehr gut gefallen und daher können wir Final Fantasy XII ohne Einschränkungen zum Kauf empfehlen.

 

Features:

- Dramatische Schlachten, spannende Story, über 100 Stunden Spielzeit
- Atemberaubende Grafiken und Effekte
- Gambit-System und Lizenzbrett ermöglichen individuelle Charakterentwicklung und Kampftaktiken
- Das neue Active-Dimension-Battle-System verbindet erstmals Erkundung und Kämpfe nahtlos miteinander

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Final Fantasy XII (PS2)

 
 Final Fantasy XII
EUR 55,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 96 %  
Sound: 92 %  
Bedienung: 94 %  
Singleplayer: 95 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 98 %  
Gesamtwertung:  95 %  



 

 

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