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Galactic Assault: Prisoner of Power - Review (PC)

Wertung:
82 %

Einleitung:

Koch Media bringt jetzt das rundenbasierte Strategiespiel Galactic Assault: Prisoner of Power auf den deutschen Markt. Das Paradox Interactiv-Spiel bietet eine packende Story, die auf dem Roman Prisoner of Power von Arkady und Boris Strugatsky basiert. In dem SciFi-Strategiespiel kämpfen vier verfeindete Rassen in einem nicht enden wollenden Krieg erbittert um den Sieg. Wir konnten uns die fertige PC-Version jetzt sehr genau ansehen. Ob sich das Game für angehende Kriegsherren lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Das neuste Paradox Interactiv-Spiel kommt selbstverständlich nicht ohne eine Story aus. Maxim Kammerer ist ein wagemutiger junger Mann, der dem Raumforschungsprogramm seines Landes beitritt. Während einer Mission wird sein Schiff über dem abgelegenen Planeten Saraksh abgeschossen, der sich gerade langsam von einem brutalen Atomkrieg erholt. Als er nach der Bruchlandung wieder zu sich gekommen ist, findet er sich im Land der unbekannten Vorväter wieder, einem Land, das von einem Gedankenkontroll-Netzwerk beherrscht wird. Max kann die zentrale Übertragungsstation schon bald ausfindig machen und zerstören, was zum Zusammenbruch des Kontrollnetzwerks führt und die Bewohner des Landes unter verschiedenen Nachwirkungen leiden lässt, darunter komaähnliche Zustände. Die benachbarten Khonties, die sich die Schwäche ihrer Feinde zunutze machen wollen, ergreifen diese Gelegenheit beim Schopfe und greifen den Norden des Landes an. Die Handlung setzt nach Max Zerstörung der zentralen Übertragungsstation ein. Die Armee des Landes der unbekannten Vorväter hat im Norden eine Niederlage gegen ihre bösartige und unerbittliche, aus Khonties, Barbaren und dem Inselreich bestehende Gegnerschaft erlitten, die sich die Vernichtung der gesamten Rasse des Landes der Vorväter auf die Fahne geschrieben hat. Bevor wir nun in das Spiel einsteigen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem Galactic Assault: Prisoner of Power installiert und gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten Kampagne, Szenarien, Death Matches, Spiel laden, Multiplayer, Wiederholung anschauen, Optionen und Hilfe. Unter zu letzt genannten Punkt könnt Ihr alles über das Spiel erfahren. Anhand vieler informativer Texte wird das komplette Spiel genau erklärt. Wie gewohnt kann man außerdem unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen für Grafik, Audio und Gameplay vornehmen. Wer mag darf unter "Wiederholungen anschauen" in vergangene Schlachten reingehen. Einen bestehenden Spielstand aktiviert man außerdem unter dem Punkt Spiel laden. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielarten. Wer gegen menschliche Spieler ein Match bestreiten möchte, sollte in den Bereich Multiplayer wechseln. Die Spielschlachten können hier in den Kombinationen Spieler gegen Spieler und Spieler gegen KI über LAN und Internet ausgetragen werden. Zuzüglich dürfen Spieler auch im herkömmlichen Hot-Seat-Modus spielen. Nach diversen Einstellungen kann die Schlacht ganz nach den Vorstellungen der Spieler beginnen. Bevor Ihr Euch allerdings mit menschlichen Gegnern messt, solltet jeder erst einmal ausgiebig den Einzelspielerbereich durchspielen. Dazu gönnt uns der Hersteller diverse Spielmodis. Sehr interessant ist z.B. der Modus Death Matches. Das Game bietet uns 12 herkömmliche Echtzeitstrategie-Death-Matches an. Das Missionsziel dieser riesigen Missionen besteht in der Eroberung aller feindlicher Basen. Das war bei weitem noch nicht alles. Unter Szenarien dürft Ihr 11 davon spielen. Jedes dieser Spiele kann mit einer der vier unterschiedlichen Rassen bestritten werden: dem Land der unbekannten Vorväter, den Khonties, den Barbaren und dem Inselreich. Obwohl die unterschiedlichen Rassen optisch anders rüber kommen, lassen sich alle grundlegend gleich spielen. Das bringt natürlich spielerische Vorteile, vor allem bei Multiplayergefechten.

Der interessanteste Modus ist ohne Zweifel der Bereich Kampagne. Diese umfasst 17 Missionen zuzüglich dutzender Szenarien für die verschiedenen Rassen. Die Schlachten finden auf 20 unterschiedlichen Karten statt, die sich in Größe und Topographie unterscheiden. Die ersten sieben Missionen sind dabei als Tutorial ausgelegt, die einen wunderbar das Spiel und die Steuerung näher bringen. Dazu erklärt uns ein deutscher Sprecher jede Kleinigkeit. Anschließende praktische Übungen verfestigen das Erlernte und so kann jeder sehr schnell in das Geschehen einsteigen. Damit jeder eine passende Herausforderung findet, gönnt man uns dann noch drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Somit dürfte kein Gamer überfordert werden. Zwischen den Missionen wird uns jeweils ein Text gezeigt, der die Aufgabenstellung klar festlegt. Hinzu kommt ein Sprecher der uns alles Wichtige sagt. Somit wissen wir immer, worum es in der bevorstehenden Schlacht geht. Kommen wir nun zum Gameplay. Das Spiel ist ein reinrassiges rundenbasiertes Strategiespiel. Der Spieler soll in einer Schlacht seinen Feind so schnell wie möglich erledigen, feindliche Stellungen zerstören bzw. gegnerische Basen erobern. Das ganze ist in Runden aufgeteilt, wo jede Seite ihre Züge macht, bevor der nächste dran ist. Jede Runde ist in eine Kampf- und Nachschubphase unterteilt. In der Kampfphase ziehen wir jede einzelne Einheit auf den Hexfeldern. Diese geben uns farbig an, wie weit wir ziehen können. Jeder Truppenteil hat eine andere Beweglichkeit und so muss der Spieler genau darauf achten, wohin er eine Einheit zieht. Die Topographie spielt natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle, denn je nachdem wo wir uns befinden, gibt es Bonuspunkte oder Abzüge. So kommt man z.B. auf der Straße weiter voran, als wenn man durch einen Wald geht. Allerdings bietet dieser ebenfalls Vorteile, die nicht zu verachten sind. Bessere Deckungs- oder Angriffsvorteile sind entscheidende Faktoren für bevorstehende Auseinandersetzungen. Übrigens können sich manche Einheiten auch tarnen oder eingraben. Kommen wir nun in Reichweite eines Gegners, so kann dieser sofort zurückschießen. Dadurch wirkt alles etwas actionlastiger, da man auch Aktionen während der Züge sieht. Hinzu kommt, dass der Gamer direkt mitbekommt, wenn er in einen Hinterhalt gerät. Schließlich können schützende Artilleriegeschützte schnell unseren Vormarsch zu Nichte machen. Eine weitere Besonderheit in dem Spiel ist die Moral der Einheiten. Eine Einheit hat neben einer Lebensleiste auch eine Moral. Diese wird in unterschiedlichen Farben dargestellt. Bei Grün ist noch alles in Ordnung. Kritischer wird es bei Geld und bei Rot ist unsere Einheit fast erledigt. Jetzt kann man sie nur noch ziehen aber nicht mehr kämpfen lassen. Zum Glück darf der Spieler angeschlagene Einheiten in seiner Basis regenerieren. Das ist nicht unwichtig, denn die Truppen sammeln in einer Schlacht Erfahrung. Hierdurch werden sei noch stärker. Neben den Infanterieeinheiten gibt es natürlich auch noch viele weitere. Welche Vorteile sie besitzen, kann man zu jeder Zeit über eine Auflistung von Grundwerten ansehen. Dabei gönnt uns der Hersteller viele unterschiedliche Einheitentypen. Von Panzer, Schiffen über Artillerie bis hin zu Transportern oder Flugzeugen ist alles vorhanden. Hinzu kommen Pioniere, die Brücken bauen können. Eine Basis haben wir dann auch noch. In dieser können wir Einheiten erschaffen und gegebenenfalls auch aufrüsten. Hinzu kommt die Möglichkeit Einheiten zu regenerieren und Reparaturen durchführen zu lassen. Gegnerische Basen dürft Ihr übrigens auch erobern. Schafft Ihr dieses, so erhaltet Ihr volle Kontrolle über deren Depots. So agieren wir nun mit unseren Truppen auf den unterschiedlichen Karten und versuchen taktisch klug unsere Gegenspieler vom Feld zu fegen.

 

Technik:

Galactic Assault: Prisoner of Power hat eine ganz nette Grafik, die einen allerdings nicht vom Hocker haut. Die großzügig gestalteten Karten zeigen viele Details wie Wasser oder eine üppige Vegetation. Einzig die Texturen hätten ein wenig schärfer sein können. Besser kommen die vielen Effekte rüber. Es sieht schon cool aus, wenn die Artillerie ihre Geschosse abfeuern und diese wuchtig beim Gegner einschlagen. Ganz nett sehen auch die Einheiten aus, die sich gut animiert über die Karte bewegen. Wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um ein rundenbasiertes Hexfeldstrategiespiel handelt, kann man gut mit dem Gezeigten leben. An die Klasse von anderen Echtzeitstrategiespielen kommt das Game aber nicht heran. Der Sound kann mit der Optik gut mithalten. Jede Aktion wird mit einem passenden Geräusch begleitet und so entsteht insgesamt ein ansprechendes Ambiente. Hinzu kommen deutsche Sprecher, die allerdings etwas unmotiviert Ihre Sätze abfeuern. Mit der Kamera kann man dann auch noch zufrieden sein. Zu jeder Zeit wird der Spieler das Spielgeschehen wunderbar beobachten können. Die Steuerung ist sehr genretypisch. Dank eines einführenden Tutorials wird jeder schnell mit der Lenkung klar kommen. Ordentlich ist auch die KI der Gegner. Abhängig vom Schwierigkeitsgrad wird jeder Akteur eine angemessene Herausforderung finden. Fasst man nun alles zusammen, so ist die technische Seite ganz passabel.

 

Fazit:

Eigentlich kann man mit Galactic Assault: Prisoner of Power zufrieden sein. Das unverbrauchte Szenario spricht uns genauso an, wie das dynamische Spielprinzip. Viele Einheiten und Karten lassen das Gamerherz schnell höher schlagen. Hinzu kommen nette Features wie die Moral und ein sehr einfaches Gameplay. Selbst Anfänger werden mit dem simplen Spielprinzip sehr schnell klar kommen. Natürlich trägt auch das anfängliche Tutorial dazu bei. Außerdem ist es sehr angenehm, gerade für ungeübte Spieler, wenn man sich viel Zeit zwischen den Zügen lassen kann. Die Schlachten sind trotzdem sehr spannend, denn der Computer spielt gut mit und setzt uns ordentlich unter Druck. Frust kommt trotzdem nicht auf, denn durch den einstellbaren Schwierigkeitsgrad kann man alles seinen Fähigkeiten anpassen. Dennoch muss der Spieler vieles beachten, wie z.B. die Geländevorteile. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte die stören. So nervt ein wenig, dass die Völker kaum Unterschiede aufweisen. Hier hätte man sich doch ein wenig mehr Vielfalt gewünscht. Auch die Aufrüstmöglichkeiten sind eher mager ausgefallen. Hinzu kommt die Optik, die ruhig mehr zeigen könnte. Dennoch macht das Spiel über lange Zeit sehr viel Spaß. Wer also gerne rundenbasierte Strategiespiele mag und kleinere Macken verschmerzen kann, der wird mit Galactic Assault: Prisoner of Power sehr viel Zeit verbringen können. Vor allem Schlachten gegen menschliche Widersacher binden einen sehr lange an den Bildschirm. Uns hat das Spiel insgesamt recht gut gefallen und daher können wir eine Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Packende Story, basierend auf dem Roman "Prisoner of Power" von Arkady und Boris Strugatsky
- 4 völlig unterschiedliche Rassen: Land der Väter, Khonties, Barbaren und das Inselimperium
- Realistische Spielumgebung, komplett in 3D; inklusive Tag-/Nachtwechsel und Wettereffekten
- Kinoreife Kameraführung für Dramatik pur
- Umfangreiches Technologie- und Upgradesystem
- Revolutionäres taktisches Kampfsystem
- Mehr als 70 unterschiedliche Einheiten
- Neuartige Technologien und Forschungsmöglichkeiten

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Galactic Assault: Prisoner of Power (PC)

 
 Galactic Assault: Prisoner of Power
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 78 %  
Sound: 76 %  
Bedienung: 84 %  
Singleplayer: 79 %  
Multiplayer: 85 %  
Spielspaß: 87 %  
Gesamtwertung:  82 %  

Systemvoraussetzung:

- CPU: 2,4 GHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
- Speicher (RAM): ab 512 MB RAM
- Festplatte: ab 2 GB frei
- CD-ROM: DVD Laufwerk erforderlich
- Soundkarte: DirectX - kompatibel
- Grafikkarte: 3D-Grafikkarte mit 128 MB
- Zusatz: Modem: 28.8k und Internetverbindung

 


 

 

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