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Hammer & Sichel - Review (PC)

Wertung:
69 %

Einleitung:

CDV bringt mit dem Spiel Hammer & Sichel ein neues rundenbasiertes Strategiespiel auf den deutschen Markt. Entwickelt wurde das Taktik-RPG-Spiel übrigens von dem Entwickler Nival Interactive. Schon beim Kauf dürfen sich Spieler freuen, denn das Spiel kommt für einen UVP von gerade einmal 29,99 Euro in den Handel. Ob Hammer & Sichel neben einem guten Kaufpreis noch mehr zu bieten hat, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Hammer & Sichel kommt natürlich nicht ohne eine Story aus. Wir schreiben das Jahr 1949, Anfangsphase des Kalten Krieges, der Konflikt zwischen Sowjetunion und Westalliierten eskaliert. Als ambitionierter, sowjetischer Spion mit besten Absichten agiert der Spieler im britischen-amerikanischen Sektor. Verrat und Spitzeleien bestimmen den Alltag unseres Agenten, der in aufgewühlter Nachkriegsatmosphäre eine unglaubliche Verschwörung aufdecken muss. Welche Macht profitiert davon, die explosive Stimmung in Deutschland für düstere Zwecke zu missbrauchen und so den 3. Weltkrieg auszulösen? Wie Ihr vielleicht bemerkt habt, wurde für dieses Spiel ein recht unverbrauchtes Setting gewählt. Diesmal treten Russen und nicht Amerikaner als Hüter des Weltfriedens auf. Wir oben schon erwähnt schlüpfen wir in die Rolle eines sowjetischen Geheimdienstlers, der hinter feindlichen Linien diverse Aufträge erledigen soll. Bevor wir aber in unsere erste Mission starten, fangen wir erst einmal ganz von vorne an. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, dürfen wir uns erst einmal einen einführenden Film ansehen. Mit echten Filmausschnitten und deutscher Sprachausgabe wird die Story passend eingeleitet. Anschließend erblicken wir das Hauptmenü mit dem Menüpunkten Tutorial, Kampagne, Modifikationen, Laden, Einstellungen und Highscore. Unter Einstellungen kann der Spieler Grafik, Sound und Spieleinstellungen vornehmen. Wer einen Spielstand hat, darf diesen unter Laden aktivieren. Daneben gibt es noch die Modifikationen. In diesem Bereich kann der Spieler Spielmodifikationen (Mods) laden, die Änderungen am Spielszenario oder an einzelnen Spielgebieten beinhalten können. Beste Ergebnisse inkl. erreichter Punktzahlen kann man sich dann noch unter Highscores ansehen. Am Anfang sollte jeder erst einmal das Tutorial durchspielen. Das Training bringt uns in ein spezielles Gebiet, in dem wir die Grundlagen der Spielsteuerung erlernen können. Außerdem dürfen wir kleine Übungen und Trainingsmissionen absolvieren und so das Spielprinzip, die Menüs und unsere Möglichkeit kennen lernen. Natürlich werden wir auch mit den diversen Waffen wie Messer, Pistole, Maschinengewehr oder Granaten vertraut gemacht. Außerdem erlernen wir das Schleichen, Klettern und interagieren mit der Umgebung. Hat der Spieler diesen Bereich beendet, so wird ihm der Einstieg in das eigentliche Spiel recht leicht fallen. Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Dieses starten wir, indem wir den Menüpunkt Kampagne anklicken. Anschließend legen wir den Schwierigkeitsgrad (Leicht, Normal, Schwer oder Benutzerdefiniert) fest und erstellen einen Charakter. Von der militärischen Spezialisierung (Soldat, Scharfschütze, Grenadier, Späher, Ingenieur und Sanitäter) über die Attribute (Stärke, Geschicklichkeit und Intelligenz) bis hin zum Aussehen dürfen wir alles frei bestimmen. Anschließend beginnt unsere erste Mission.

Das Spiel läuft grundlegend immer gleich ab. Vor einem Auftrag werden wir ausgiebig über unsere Ziele informiert und so wird der Spieler nie grundlos eine Mission bestreiten. In der ersten Mission soll der Spieler unbemerkt vom sowjetisch besetzten Sektor in den amerikanischen gelangen - um dort eine Kontaktperson zu treffen. Selbstverständlich gibt es einige Überraschungen, auf die wir jetzt nicht näher eingehen wollen. Je nach Spielweise ergeben sich aber unterschiedliche Enden. Durch unsere Entscheidungen beeinflussen wir den Spielablauf und so lohnt sich auch ein erneutes durchspielen. Wie oben schon erwähnt ist Hammer & Sichel ein rundenbasiertes Strategiespiel mit Rollenspielelementen. Das Spiel läuft also rundenweise ab. Dementsprechend haben alle beteiligten Figuren Aktionspunkte - um z.B. Bewegungen auszuführen, eine Waffe abzufeuern oder Objekte zu durchsuchen. Hat die Figur seine Aktionspunkte verbraucht, so muss der Spieler die Runde beenden und der Computer macht seine Aktionen. Wie bei solchen Spielen üblich, dürfen wir auf ein reichhaltiges Waffenarsenal zurückgreifen. Von diversen Nahkampfwaffen, über Fernwaffen bis hin zu Granaten ist alles vorhanden. Gut 90 authentische Waffen aus dem 2. Weltkrieg wurden eingebaut und so hat man viele Möglichkeiten um einen Auftrag zu erledigen. Unsere Spielfigur hat allerdings eine begrenzte Tragfähigkeit und so muss der Spieler gut überlegen, welche Objekte er mitnimmt. Waffen erhalten wir nicht nur von erledigten Feinden, sondern viele Gegenstände finden wir auch in Kisten, Schränken usw. - die überall im Spiel verstreut sind. Das Untersuchen der Umgebung lohnt sich also. Unsere Spielfigur hat selbstverständlich diverse Fähigkeiten. Neben unterschiedlichen Körperhaltungen, kann unsere Figur u.a. auch Klettern, von Erhöhungen herunter springen und Leitern nutzen. Hin und wieder sollen wir auch mit Personen sprechen, die oftmals wichtige Informationen geben. Ein wichtiger Aspekt in dem Spiel ist natürlich das Kämpfen. Töten wir feindliche Einheiten, so erhält unsere Spielfigur Erfahrungspunkte. Durch diese steigen wir mit der Zeit immer weiter auf und erweitern so unsere Fähigkeiten. Außerdem erhalten wir Fertigkeitspunkte, die der Spieler frei verteilen darf. So verbessern wir mit der Zeit z.B. unsere Treffsicherheit. Wir agieren nun durch die unterschiedlichen Levels, lösen taktisch klug unsere Missionen, bauen unseren Charakter immer weiter auf und folgen der etwas anderen Story.

 

Technik:

Die Grafik haut einen zwar nicht vom Hocker, aber dennoch ist diese ganz ordentlich. Wir werden in den Levels sehr viele Objekte und Gebäude zu sehen bekommen. Außerdem ist eine nette Vegetation genauso vorhanden, wie ansprechend animierte Figuren. Diese sehen allerdings - durch die Zoomfunktion - etwas klobig aus. Zufrieden kann man auch mit den Effekten wie Explosionen sein. Neben unterschiedlichen Tageszeiten sind auch Licht- und Schatteneffekte vorhanden. Meckern kann man eigentlich nur bei den Texturen und das manche Objekte etwas klobig wirken. Hier hätte der Hersteller mehr machen können. Mit dem Sound kann man ebenfalls zufrieden sein. Ansprechende Waffengeräusche werden wir genauso zu hören bekommen, wie authentische Soundeffekte oder Musik. Selbst mit den deutschen Synchronstimmen kann man gut leben. Allerdings gibt es hier einige Unterschiede, denn wirklich gut klingt eigentlich nur die Stimme unseres Spielcharakters. Die anderen Synchronstimmen klingen dagegen sehr verstellt und zum Teil auch übermotiviert. Dennoch wird die Story gut vermittelt. Nett ist auch, dass eine kleine Physikengine vorhanden ist. Allerdings wurde diese nicht bei allen Objekte verwendet. Hinzu kommt, dass viele Gegenstände nicht zerstörbar sind. Besser sind da schon die Steuerung und die Menüs ausgefallen. Grundlegend wird jeder Spieler schnell mit der Lenkung und den Buttons klar kommen. Habt Ihr dann noch das Tutorial durchspielt, so wird die Steuerung keine Probleme bereiten. Die Kamera ist frei einstellbar und so haben wir es selber in der Hand, wie unser Blickwinkel ausfällt. Da das Spiel rundenbasiert ist, hat der Spieler alle Zeit der Welt um eine gute Ansicht auszuwählen. Diese braucht er allerdings auch, denn die Kamera ist leider etwas störrisch. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber an diese und so kommt man damit genauso gut klar, wie mit den gut sortierten Menüs. Die KI der Gegner ist wie gewohnt mager. Wirklich intelligent verhalten sie sich kaum. Aber das kennt man ja von solchen Spielen. Fass man alles zusammen, so kann man grundlegend mit der technischen Seite zufrieden sein.

 

Fazit:

Natürlich muss man rundenbasierte Spiele mögen. Wer damit überhaupt nichts anfangen kann, sollte die Finger von diesem Spiel lassen. Alle anderen werden ein ansprechendes Taktik-RPG erhalten, das gut 20-30 Stunden fesseln kann. Selbstverständlich hat man schon optisch anspruchsvollere Spiele gesehen. Allerdings darf man auch nicht den Anschaffungspreis aus dem Auge verlieren. Das Spiel kostet gerade einmal 30 Euro und für diesen Preis kann man nicht viel mehr erwarten. Der Hersteller hat uns dafür ein komplett lokalisiertes Spiel gegönnt, dass genretypisches Gameplay bietet. Außerdem wird der Spieler gut in das Spiel eingeführt. Neben einem 79 Seiten starken Handbuch wurde uns auch ein hilfreiches Tutorial spendiert. Nett ist außerdem nicht nur der Taktikanteil in dem Spiel. Es macht auch viel Spaß seinen Spielcharakter aufzubauen. Allerdings erwartet jetzt kein üppiges Rollenspiel, denn das Spiel bietet keine riesigen Ausbaumöglichkeiten. Interessant ist auch, dass wir in einem etwas anderen Szenario spielen. Endlich kann man auch mal aus der russischen Sicht ein Spiel bestreiten. Etwas heftig ist dann noch der Schwierigkeitsgrad. Gerade Anfänger werden durch diesen etwas überfordert. Uns hat das Spiel ganz gut gefallen - auch wenn es das Genre nicht revolutioniert. Dank eines guten Preis-Leistungsverhältnis kann man das Spiel aber getrost allen Spielern empfehlen, die rundenbasierte Spiele mögen.

 

Features:

- Spannende, nichtlineare Story mit detailliert ausgearbeiteten Charakteren
- Riesige, real nach empfundene Landschaft
- Integrierte Spielzeit: Figuren sind zu einer bestimmten Tageszeit nicht erreichbar
- Zeit beeinflusst die Handlungen des Spieler
- Geld spielt eine elementare Rolle
- 90 authentische Waffen aus dem 2. Weltkrieg
- Durch den Tag und Nacht- Wechsel wird der Spieler noch mehr gefördert
- 6 verschiendene Charaktertypen mit unterschiedlichen Fähigkeiten
- Spieler kann sich auf allen Ebenen frei bewegen
- Wechsel des Outfits und der Stimme möglich

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

Hammer & Sichel (PC)

 
 Hammer & Sichel
EUR 34,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 62 %  
Sound: 68 %  
Bedienung: 75 %  
Singleplayer: 70 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 72 %  
Gesamtwertung:  69 %  

Systemanforderungen:

Minimum:

- Windows 98/ME/2000/XP, DirectX 9.0
- 1000 MHz Pentium III / Athlon
- 256 MB RAM
- 32 MB 3D Grafikkarte GeForce2 MX/Radeon 9000
- DirectX-kompatible Soundkarte
- 3 GB HDD

 

Empfohlen:

- Windows 98/ME/2000/XP, DirectX 9.0
- 2,2 GHz Pentium 4 / Athlon
- 512 MB RAM
- 128 MB 3D Grafikkarte GeForce 3 / Radeon 9700
- Dolby Surround 5.1
- 3 GB HDD

 

 

 

 

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