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Heroes of Annihilated Empires: Chapter 1 - Review (PC)

Wertung:
82 %

Einleitung:

Das man die beiden Genres Rollenspiel und Echtzeitstrategie miteinander verbinden kann, haben schon viele Spiele bewiesen. Jetzt versucht sich auch GSC World Publishing an so einem Game. Es handelt sich dabei um den ersten Teil einer Fantasy-Trilogie mit dem Titel Heroes of Annihilated Empires. In dem Spiel sollen wir mit Helden in einer Fantasy-Welt diverse Massenschlachten austragen. Wir konnten uns das Spiel jetzt ausgiebig ansehen. Ob der Mix gelungen ist und ob man das neuste Koch Media-Spiel kaufen sollte, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Ganz ohne Grund werden wir natürlich nicht in die Fantasywelt eintauchen. Stellen Euch eine magische Welt vor, die von all den Wesen der Legenden, Sagen und Märchenwelten bewohnt wird. Vor Urzeiten gab es in dieser Welt vier magische Gilden. Diese wurden von dem weisen Obermagier Octon angeführt. Jahrelang hütete er die Krone der Elemente. Diese bewahrte das Gleichgewicht zwischen den Gilden. Als sich Octons langes Leben dem Ende zuneigte, versteckte er die mächtige Krone in den unterirdischen Höhlen der Insel Atlans, um so einen Krieg der vier Erzmagier zu verhindern. Da erhob sich der Erzmagier der Todesmagiergilde Necros, und tötete ihn. Doch bevor Octon starb, verfluchte er Necros und seine Schergen, dass diese fortan als lebende Tote unter der Erde wandelten. Fünfzig Jahre später kehren die Untoten unter der Führung von Necros an die Erdoberfläche zurück und greifen die Elfen-Stadt Aurora an. Dies ist der Zeitpunkt, an dem das erste Kapitel von "Heroes of Annihilated Empires"-Trilogie beginnt. Bevor die Elfen auf die Armee der Untoten treffen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü. Hier kann der Spieler eine Einzelspielerpartie, ein Netzwerk oder ein Internetspiel starten und die spielrelevanten Einstellungen unter Optionen verändern. Am Anfang werden sich die meisten erst einmal auf den Einzelspielerbereich stürzen. Nachdem wir auf den gleichnamigen Menüpunkt geklickt haben, muss ein Profil erstellt werden. Anschließend folgt ein weiteres Menü, wo der Spieler in eine Kampagne starten oder eine bestehende fortsetzen kann. Außerdem darf man eine Einzelschlacht spielen, einen zuvor gespeicherten Spielstand laden, ein neues Profil erstellen oder ein bereits erstelltes Profil laden/bearbeiten. Wollt Ihr eine Einzelschlacht beginnen, müssen vorher noch diverse Einstellungen vorgenommen werden. Dieser Spielart ist übrigens vergleichbar mit dem Mehrspielermodus. Ihr dürft die Rasse und die Charakterklasse des Helden genauso bestimmen, wie die Anzahl der KI-Spieler, den Schwierigkeitsgrad, sowie deren Rassen und Helden. Selbstverständlich kann man diese Einstellungen auch dem Computer überlassen. Daneben bestimmen wir noch eine Spielkarte und die Anzahl der Leben des Helden. Sind alle Einstellungen gewählt, kann das Spiel endlich beginnen. Im Einzelschlachtmodus treten wir nun gegen den Computer an. Im Gegensatz zur Kampagne liegt hier (genauso wie bei den Mehrspielerduellen) keine Hintergrundgeschichte zugrunde. Ziel ist es einzig den Gegenspieler zu vernichten und die vorher eingestellte Siegbedingung zu erfüllen. Bei dieser Spielart stehen uns vier Rassen zur Verfügung, wobei jede Rasse über drei Helden und individuelle Eigenschaften verfügt.

Zu Beginn des Spiels erscheint der von uns ausgewählte Held auf der Karte. Neben den Computergegnern oder menschlichen Spielern bevölkern auch neutrale Rassen die Spielwelt, aus denen wir Truppen rekrutieren können. Natürlich dürfen wir auch gegen diese Völker einen Angriff wagen - um Erfahrungspunkte zu sammeln. Außerdem wird der Akteur auf Händlergebäude, Verstecke und Altare stoßen. Wir können uns nun auf die Verbesserung unseres Helden konzentrieren. Außerdem sollen wir, mit ihm bzw. unseren Truppen, den Gegner bezwingen. Hinzu kommt natürlich noch der Bau einer Basis in der Nähe von Rohstoffvorkommen. Im Einzelschlachten- und Mehrspielermodus kann sich der Spieler für den Rollenspiel- oder Strategieentwicklungsweg entscheiden. Beide Spielarten bieten ein abwechslungsreiches Gameplay. Sollten wir uns für den Heldenentwicklungsweg entscheiden, können bis zu 13 Werte des Helden verbessert werden. Hinzu kommen viele magische Gegenstände. Außerdem soll man Zaubersprüche benutzen und Beziehungen zu anderen Rassen pflegen. Wenn sich der Spieler dagegen für den Strategieentwicklungsweg entscheidet, soll er Rassen weiterentwickeln, eine Basis errichten, Rohstoffe abbauen und Kampfeinheiten rekrutieren. Jede Rasse verfügt dabei über eine Vielzahl an Eigenschaften und Einheitentypen. Noch interessanter ist die Kampagne, die grundlegend das gleiche bietet. Diese wird natürlich passend durch ein gut gemachtes Intro inkl. deutscher Sprachausgabe eingeleitet. Der Hauptcharakter der Kampagne ist ein junger Waldläufer namens Elhant, der sich einer noch nie da gewesenen Bedrohung durch die mächtigen Untoten stellt. Um sein Volk vor dem Untergang zu bewahren, soll der Held diese schrecklichen Feinde besiegen und dabei die gesamte Insel erkunden. Durch das Erfüllen von Aufgaben erhält Elhant Erfahrung und neue Fertigkeiten. Dabei hat der Spieler den Werdegang komplett in der Hand, da er die ihm wichtig erscheinenden Charaktereigenschaften selber verbessern kann. Von Angriffsgeschwindigkeit bis hin zu großen Manawerten und schneller Manaregeneration ist alles möglich. Hinzu kommen dann noch kaufbare Waffen, Tränke und Zauberkarten. Natürlich erhalten wir auch Objekte wie Rüstungen, Waffen oder Ringe. Diese bekommen wir u.a. nach erledigten Aufgaben. Außerdem findet man nützliche Gegenstände auf dem Schlachtfeld. Damit der Spieler weiß, worum es in dem Spiel geht, sollte er auch den vielen Dialogen folgen. Wir werden in Missionen immer wieder Charakteren begegnen, die eine Schlüsselrolle einnehmen oder uns zumindest sekundäre Quests anbieten, für deren Erfüllung Belohnungen und Erfahrungspunkte winken. Ein Tagebuch zeichnet diese Dialoge übrigens auf und so kann der Akteur diese zu jeder Zeit nachlesen. Daneben sollt Ihr auch noch eine riesige Armee aufbauen. Dazu müssen Rohstoffe gesammelt, eine Basis errichtet und ausgebaut werden. Auch hier wird alles genretypische wie Gebäude für die Einheitenproduktion oder Rohstoffgewinnung angeboten. Gut 150 Gebäude und ein üppiger Technologiebaum lassen jedes Strategenherz schnell höher schlagen. Kommt es dann zu einer Schlacht, muss so einiges beachtet werden. Das Gelände, unsere Formation und die ausgewählte Taktik entscheiden genauso über Sieg oder Niederlage, wie die Stärke unserer riesigen Armee. Wer nicht so auf ausgiebige Massenschlachten mit tausenden von Einheiten steht, der darf sich auch ausschließlich um seinen Helden kümmern.

 

Technik:

Die Technik ist eigentlich ganz in Ordnung. Wir werden zum einen eine gute Grafik zu sehen bekommen. Die Landschaften weisen viele Details auf und neben einer üppigen Vegetation, werden wir auch viele ansprechende Effekte erblicken. Hinzu kommen nett modellierte und animierte Figuren. Diese sind allerdings ein wenig klein ausgefallen. Gut gelungen ist auch die Mischung aus 2D und 3D Grafik. Diese ist notwenig um die vielen Einheiten auf dem PC darzustellen. Da sich die Figuren trotz hoher Anzahl flüssig über den Bildschirm bewegen, kann man gut mit dem gezeigten leben. Der Sound überzeugt ebenfalls. Neben einer stimmungsvollen Musik werden wir auch vielen passenden Ingamegeräuschen lauschen. Außerdem hat uns der Hersteller deutsche Synchronstimmen gegönnt, die den Charakteren Leben einhauchen. Auch wenn manche etwas überzogen sprechen, hört man ihnen gerne zu. Die Steuerung ist sehr genretypisch. Wer schon einmal so ein Spiel gespielt hat, wird sofort damit klar kommen. Die Menüs bzw. das Interface wurden dann noch übersichtlich angeordnet und so hat man deren Bedienung schnell erlernt. Die Kamera bereitet ebenfalls kaum Probleme. Diese lässt sich frei drehen und so behalten wir eigentlich immer den Überblick. Allerdings ist es ein wenig Schade, dass man nicht nah an das Geschehen heranzoomen darf. Der Spieler wird das Geschehen leider nur aus der Distanz betrachten können. Gewohnt mager ist dann noch die KI. Die CPU Figuren verhalten sich nur selten intelligent und auch bei der Wegfindung gibt es kleinere Probleme. Fasst man nun alles zusammen, so kann man - trotz kleiner Macken - insgesamt mit der technischen Seite zufrieden sein.

 

Fazit:

Grundsätzlich ist Heroes of Annihilated Empires ein nettes Spiel. Der Hersteller hat es gut verstanden die beiden Genres Rollenspiel und Echtzeitstrategie miteinander zu verbinden. Wirklich neues werden wir allerdings nicht zu sehen bekommen, denn das Spiel setzt grundlegend auf bekannte Kost. Dabei wurde der Rollenspielanteil etwas vernachlässigt. Wirklich gut ausbalanciert - im Vergleich zum Strategiebereich - ist dieser leider nicht. Für Normalsterbliche ist er aber ausreichend. Zumindest werden wir aber einen guten Strategieanteil inkl. riesiger Massenschlachten erhalten und so kann man insgesamt mit der Mischung gut leben. Obwohl die Grafik ganz ansprechend ist, hätte man sich hier ebenfalls ein wenig mehr gewünscht. Allerdings sollte man auch berücksichtigen, dass bei den Schlachten viele Einheiten dargestellt werden. Somit muss man notgedrungen mit optischen Einbußen klar kommen. Dafür ist das Gameplay sehr angenehm, denn Heroes of Annihilated Empires lässt sich hervorragend spielen. Die intuitiven Menüs und die genretypsiche Steuerung machen einen Einstieg sehr leicht. Hinzu kommt eine nette und vor allem motivierende Story. Wer also auf Rollen- bzw. Strategiespiele steht und nichts gegen ein Fantasyszenario hat, der darf gerne bei diesem Spiel zuschlagen. Da das Game über viele Stunden gut unterhalten kann, können wir ohne Bedenken eine Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Vier vollkommen unterschiedliche spielbare Rassen mit individuellen Fertigkeiten und Waffen, Zaubern und Artefakten
- 12 Helden, 12 neutrale Rassen, 100 Einheiten und 150 verschiedene Gebäude
- Beeindruckend ausgearbeitete Charaktertypen, fantastische Einheiten-Animationen uvm.
- Klassische Multiplayer-Partien mit bis zu 7 Spielern im Netzwerk oder über das Internet

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Heroes of Annihilated Empires: Chapter 1 (PC)

 
 Heroes of Annihilated Empires
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 79 %  
Sound: 81 %  
Bedienung: 85 %  
Singleplayer: 82 %  
Multiplayer: 84 %  
Spielspaß: 83 %  
Gesamtwertung:  82 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Windows 2000/XP
- Arbeitsspeicher: ab 512 MB RAM
- Prozessor: 2,0 GHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
- CD-ROM: Laufwerk erforderlich
- Grafikkarte: 3D-Grafikkarte mit 128 MB
- Zusatz: DirectX 9.0c, 2.5 GB freier Festplattenspeicher

 


 

 

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