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Infinite Undiscovery - Review (Xbox 360)

Wertung:
81 %

Einleitung:  

Aktuell können Rollenspielfans nicht gerade aus dem vollen Schöpfen. Wirklich viele Games aus dem doch recht beliebten Genre kann man leider nicht für Microsofts Next-Gen-Konsole kaufen. Allerdings bedeutet das nicht, dass keine Spieler mehr veröffentlicht werden. Jetzt ist es mal wieder soweit, denn über Koch Media kommt das Spiel Infinite Undiscovery in den deutschen Handel. Es handelt sich dabei um ein Rollenspiel von tri-Ace, die bekannt wurden durch Spiele wie Star Ocean oder Valkyrie Profile. Wir konnten das exklusive Xbox 360-Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Ganz grundlos werden wir natürlich nicht auf unsere Gegenspieler gehetzt. Eine kleine Story ist auch bei Infinite Undiscovery vorhanden. Seit uralten Zeiten glauben die Menschen daran, dass der Mond der Sitz der Götter ist, und nutzen seine Energie, um ihren Wohlstand zu fördern. Eines schicksalhaften Tages fesselte der "Orden der Ketten" den Mond an die Erde. Die Menschen lebten von nun an in Furcht vor dem Orden und seinem Anführer, den sie den Schreckensritter nannten. Unsere Geschichte nimmt ihren Anfang in einem Gefängnis, das vom Orden der Ketten bewacht wird. Ein Junge namens Capell wird dort zu Unrecht festgehalten, da man in ihm einen Volkshelden vermutet. Nicht ganz zu Unrecht: Ohne sein Wissen ist er es, dem es bestimmt ist, das Schicksal der Welt in neue Bahnen zu lenken. Das ganze Spiel wird selbstverständlich durch unzählige Filme zusammengehalten und so agiert man eigentlich hoch motiviert durch die virtuelle Welt. Wir schlüpfen in dem Spiel natürlich in die Haut von Capell der nun diverse Abenteuer bestehen muss. Bevor es allerdings losgeht, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, wird ein einführendes Intro gezeigt. Dieses leitet das Spiel stimmungsvoll ein. Es folgt das obligatorische Hauptmenü, wo wir neben den Optionen auch in das Spiel gelangen. Zu Beginn müssen wir notgedrungen ein neues Game starten. Dazu darf man zwei Schwierigkeitsgrade auswählen. Es folgt ein weiterer Film in Ingamegrafik. Nach einem etwas missglückten Ausbruchsversuch schlüpfen wir nun in die Rolle des Helden Capell. Bevor wir allerdings die ersten Gegner niederstrecken, wird uns die Steuerung über kleine Bilder ausgiebig erklärt. Wir müssen leider erwähnen, dass das Game nicht übersetzt wurde. Die Menüs, die Sprachausgabe und alle Texte werden in englischer Sprache eingeblendet. Eine deutsche Übersetzung gönnt man uns also nicht. Kommen wir nun zum Gameplay. Wir agieren mit unserer Spielfigur und seinen Begleitern in recht linearen Umgebungen. Diese sollen wir nun erkunden, um zum Beispiel nützliche Kisten - die uns Extras einbringen - zu finden. Daneben finden wir hin und wieder auch Speicherpunkte, die man zum sichern des Spielstandes nutzt. Das war bei weitem noch nicht alles. Haben wir im Spielverlauf Zutaten oder Material eingesammelt, so kann man neue Waffen oder Rüstungen schmieden, nützliche Tränke herstellen oder neue Musikstücke schreiben. Diese darf man dann auf einer Flöte abspielen um z.B. Passagen oder Schatztruhen sichtbar zu machen. Außerdem hat die Musik Auswirkungen auf Feinde und unsere Verbündeten.

Neben den Erkundungstouren sollen wir außerdem diverse Aufgaben meistern. Der Hersteller schöpft hier aus dem Vollen, denn Eskortierjobs warten genauso auf uns, wie Schleichpassagen oder die Flucht vor gigantischen Gegnern. Dabei werden wir es genretypisch mit vielen unterschiedlichen Feinden und Fallen zu tun bekommen. Diese sorgen dann nicht nur dafür, dass wir unsere Lebensleiste einbüßen. Auch Zustandsveränderungen müssen wir in Kauf nehmen. Diese werden übrigens sehr realitätsnah dargestellt. Werden wir z.B. verwirrt, so wirkt sich das auf unsere Steuerung aus. Daneben soll der Spieler noch kleinere Rätsel lösen und vor allem Kämpfen. Greifen uns Feinde an, so wird in Echtzeit gekämpft. Jetzt schwingen wir unsere Waffen und setzen unsere speziellen Fähigkeiten ein. Unsere Partymitglieder unterstützen uns natürlich im Kampf. Ihnen dürfen wir sogar Verhaltensbefehle geben. Die Hauptarbeit in einem Kampf liegt allerdings bei uns und so dürfen wir unser ausschweifendes Kampfsystem mit Kombotechniken nutzen. Dabei wird in leichte und schwere Angriffe unterschieden. Hinzu kommen die diversen Kombinationsmöglichkeiten, das Kontern oder das Einsetzen von unserer Flöte. Unseren Partymitgliedern darf man außerdem spezielle Aktionen zuteilen. Hierdurch kann man Kombos verketten oder spezielle Angriffe ausführen. Wer in den Kämpfen die nötige Zeit findet, darf viele unterschiedliche Varianten ansetzen um seine Feinde auszuschalten. Leicht ist das allerdings nicht, denn die Kämpfe laufen sehr hektisch ab. Selbst wenn Ihr das Menü aufruft, um z.B. ein Item einzusetzen, läuft der Kampf weiter. Weiterer Schaden ist notgedrungen die Folge. Durch die Auseinandersetzungen sammeln wir genretypische Erfahrungspunkte, wodurch wir noch stärker werden. Unsere Partymitglieder werden übrigens ebenfalls belohnt und so entwickeln sie sich immer weiter. Das gilt auch für die Mitglieder die nicht aktuell in unserer Gruppe sind. Der Spieler muss daneben auch noch zusehen, dass er seine Leute mit guten Ausrüstungsgegenständen versorgt. So erkunden wir nun die diversen Umgebungen, die von Wüsten über Wälder bis hin zu Höhlen reichen, kämpfen gegen viele unterschiedliche Gegner, lösen kleinere Aufgaben, bauen unsere Truppe immer weiter auf und genießen die vielen Filmeinspielungen.

 

Technik:

Mit der Grafik kann man nicht ganz zufrieden sein. Da wären zum einen die Umgebungen, die nur selten wirklich gut aussehen. Meistens erblicken wir detailarme Levelabschnitte die mit hässlichen Texturen versehen wurden. Auch die Gegner wurden nicht gerade ansehnlich modelliert. Unsere Spielfiguren bzw. Partymitglieder kommen da schon besser rüber. Sie sehen nicht nur nett aus, sondern sie wurden auch ordentlich animiert. An kleinere Effekte hat der Hersteller dann auch noch gedacht. Vor allem bei den Kämpfen werden diverse Lichtspielereien eingespielt. An kleinere Slowdowns müsst Ihr Euch allerdings gewöhnen. Das Leveldesign ist ebenfalls nicht Perfekt. Oftmals agieren wir in sehr linearen Umgebungen. Dann werden wir in großen frei erforschbaren Umgebungen geworfen, in denen man sich fast verläuft. Der Sound ist insgesamt in Ordnung. Eine stimmungsvolle Musik begleitet das Geschehen und diverse Soundeffekte werden immer passend eingespielt. Hinzu kommen gute englische Synchronsprecher, die den Charakteren ordentlich Leben einhauchen. Etwas unverständlich ist allerdings, warum manchmal Gespräche nicht vertont wurden. Negativ ist dann noch, die nicht vorhandene Lokalisation. Leider ist das komplette Spiel in englischer Sprache gehalten. Wer der Sprache nicht mächtig ist, wird leider nicht viel von der ansprechenden Story mitbekommen. Man hätte diesen Spielern zumindest deutsche Untertitel spendieren können. Die Steuerung selber ist schnell erlernt. Die Menüs sind übersichtlich und unsere Spielfigur führt direkt unsere Anweisungen aus. Als störend haben wir allerdings empfunden, dass im Kampf weiter auf uns eingedroschen wird, wenn wir das Menü aufrufen. Mal kurz ein Item einwerfen klappt nur selten. Die Kamera hätte man ebenfalls besser machen können. Ständig ist man damit beschäftigt diese auszurichten. Vor allem im Kampf kann das sehr hektisch werden oder dazu führen, dass wir die Gegner aus dem Auge verlieren. Der Schwierigkeitsgrad ist ganz angenehm. Wahlweise darf man das Spiel auf unterschiedlicher Stufe spielen und so werden Anfänger genauso gefordert wie Genrekenner. Erwähnen müssen wir auch noch, dass das Spiel auf zwei DVDs ausgeliefert wird. Mitten im Spiel muss dann die DVD ausgewechselt werden. Das macht man allerdings nur einmal und schon darf man ungestört bis zum Ende weiterspielen.

 

Fazit:

Infinite Undiscovery ist ein nettes Rollenspiel, was allerdings nicht zu den Topgames des Genres gezählt werden kann. Das liegt an vielen Punkten. Etwas dürftig ist zum einen die Grafik, die dem aktuellen Standard doch ein wenig hinterher hinkt. Außerdem ist das Leveldesign etwas mager und eine Lokalisierung mit zumindest deutschem Untertitel wäre auch ganz nett gewesen. Im Spiel selber stören dann noch die langen Laufwege und die hektischen Kämpfe. Vor allem, dass man nicht in Ruhe sein Menü aufrufen darf, nervt mit der Zeit. Allerdings hat das Game auch viele gute Seiten. Die vielen Charaktere haben uns genauso gefallen, wie die toll inszenierte Story. Auch das Kampfsystem macht grundlegend Spaß, wenn die Kamera mitspielt. Nett sind auch die unterschiedlichen Aufgaben, die wir in dem Spiel erledigen sollen. Hierdurch wird das Gameplay immer interessant gehalten. Schade, dass die Spielzeit - je nach Spielweise - mit gut fünfundzwanzig bis dreißig Stunden etwas kurz ausgefallen ist. Wer also eine gute Story mit überraschenden Wendungen bei einem Rollenspiel genauso mag, wie ein ordentliches Echtzeitkampfsystem, der darf gerne bei Infinite Undiscovery zuschlagen. Zwar ist nicht alles Perfekt bei dem Spiel, dennoch kann es einen gut am Bildschirm binden. Selbstverständlich solltet Ihr der englischen Sprache mächtig sein um die Story zu verstehen. Uns hat das Game recht gut gefallen und daher können wir auch eine Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Direkte und indirekte Kontrolle über den Helden und die 4-Mann-Party
- Beeindruckende 3D-Grafik im typischen tri-Ace-Stil (Valkyrie Profile 2)
- Nahtloser Übergang von Erforschung, Kampf und Zwischensequenzen

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Infinite Undiscovery (Xbox 360)

 
 Infinite Undiscovery
EUR 59,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 75 %  
Sound: 83 %  
Bedienung: 80 %  
Singleplayer: 82 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 85 %  
Gesamtwertung:  81 %  



 

 

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