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Master of Orion 3 - Review (PC)

Wertung:
89 %

Einleitung:

Fans von Strategiespielen warten schon lange auf einen Nachfolger der Master of Orion Serie, die bis jetzt sehr erfolgreich verkauft wurde. Nun ist es endlich soweit, Infogrames wird einen neuen Teil mit dem Titel Master of Orion 3 auf den Markt bringen. Dieses Spiel steht vor allem im Interesse der Spieler, da es kaum gute Strategiespiele gibt, die im Weltraum angesiedelt sind. Bis jetzt war die Serie gleichbedeutend mit packendem Gameplay und einem immens hohen Suchtfaktor. Eigentlich sollte Master of Orion 3 schon letztes Jahr veröffentlicht werden, doch die Beta-Test-Phase zog sich extrem in die Länge. Das warten hat ein Ende denn nun darf jeder in die Rolle des Imperator schlüpfen, der ein riesiges, viele Galaxien umfassendes Reich verwalten, erweitern, aber auch verteidigen muss. Das Spielprinzip ist weder neu noch sonderlich innovativ. Der Spieler sucht sich aus einer Reihe von Alienrassen seinen Favoriten heraus um dann diese in der ganzen Galaxis zum Erfolg zu führen. Das dieses Prinzip nicht neu ist dürfte jedem klar sein aber trotzdem - oder gerade deswegen - hat das Spiel das gewisse Extra, was einen immer wieder in den Bann zieht. Nicht ohne Grund wurden die Vorgängerteile immer wieder als Referenztitel herangezogen um sie mit anderen Spielen zu vergleichen.

 

Zum Spiel:

Fans des Managements können schon einmal freudig in die Luft springen, denn die auffälligsten neuen Features des Spiels findet man in der Verwaltung des Imperiums. Eine riesige Optionsvielfalt warten auf den Spieler - die kaum beschrieben werden können, weil sie extrem Komplex sind. Die Anzahl der Menüs und Untermenüs und der miteinander verbundenen Checkboxen und Schiebebalken nehmen gigantische Ausmaße an. Die Ziele des Spiels sind eigentlich wie immer: Gegner müssen militärisch besiegt werden, der Imperator soll zum Präsidenten des Senats von Orion aufsteigen, oder die fünf Artefakte - die von den antiken Antaranern über die komplette Galaxie verteilt wurden - müssen gefunden werden. 

Bevor sich der angehende Imperator in das Abenteuer der Diplomatie, Wirtschaft und Kolonisation stürzen kann, muss er erst einmal entscheiden, welches Volk er führen möchte. Insgesamt 16 Rassen stehen hier zur Auswahl und diese Palette an unterschiedlichen Lebensformen ist vielschichtig. Sie reichen von gewöhnlichen Humanoiden über Echsenartige Lebensformen bis hin zu Lebewesen die im Wasser hausen. Jede Zivilisation hat dabei eine unterschiedliche Lebensweise, Kultur und Fähigkeit. Die Menschen sind z.B. besonders einfallsreich, während sich Insektoiden auf den Gemeinschaftssinn verlassen. Diese große Unterscheidung findet sich auch in den Planeten wieder. Vom erdähnlichen Planeten mit großen Sauerstoff- und Wasservorräten über trockene Wüstenplaneten, auf denen Sandstürme zur Tagesordnung gehören, zu reinen Gasplaneten, die vorwiegend den gasförmigen Lebewesen als Heimat dienen, erstreckt sich die Vielfalt der einzelnen Planeten. Die vielen Galaxien sind in Sektoren unterteilt. Diese setzen sich wieder aus 256 Systemen zusammen, die Planeten, Monde und Asteroidengürtel beinhalten. Alle können übrigens besiedelt werden so das genügend Platz vorhanden ist um ein Imperium zu vergrößern. 

Das eigene Imperium besteht aus mehreren Planeten um die man sich individuell kümmern muß. Steuern, Terraforming, Bauvorhaben, regionale Zonen, Rohstoffgewinnung, Entwicklung der wirtschaftlichen Infrastruktur, militärische und zivile Haushaltsplanung und so weiter müssen im Blick des Spielers bleiben. Keines dieser Punkte sollte vernachlässigt werden, denn sie wirken sich auf verschiedene Statistiken wie z.B. Unruhe aus. Eines der wichtigsten Punkte stellt die Wirtschaft da, ohne dessen Hilfe selbst ein militärisch starkes Imperium nicht lange bestehen kann. Es gibt vier grundlegende Wirtschaftsbereiche - Bergbau, Landwirtschaft, Forschung und Industrie. Spezielle Planetenfelder werden dann mit verschiedensten Industrie-, Farm- oder militärischen Anlagen bestückt. Für die Grundlage sorgt der Bergbau der dann die Rohstoffe an die Industrie liefert. Diese kann nun Raumschiffe und Gebäude produzieren. Die Landwirtschaft sorgt währenddessen für die Ernährung der Bevölkerung. Die Forschung ist verantwortlich das die eigene Armee immer mit neuster Technologie versorgt wird. Die Wissenschaft ist ein komplexes Feld die sich immer stärker mit Errungenschaften beschäftigt. Sei unterteilen sind dabei in sechs Bereiche: Biologisches, Mathematisches und Computerwissenschaften, Makrowissenschaften, Mirkrowissenschaften, soziale Künste und Wirtschaft. 

Eine weitere Neuerungen in dem Spiel ist der "Vizekönig" der auf jedem Planeten eingesetzt werden darf. Dieser ist dann zuständig für Routinearbeiten die nach Vorgaben ausgeführt werden. Allerdings darf man nicht davon ausgehen das die Vertreter immer richtig handeln. Neben der Kontrolle der Planeten stehen weitere Aufgaben an: Forschungsüberwachung, Entwicklung, militärische Einsätze, Budgetverwaltung, diplomatische Beziehungen und Spionage gehören ebenfalls zum Tagesgeschäft. Man sieht schon das der Spieler einiges zu tun hat, bevor die Ziele erreicht sind.

Zusätzlich gibt es die Aufgabe Einfluss auf den Senat zu nehmen. In Master of Orion 3 darf der Spieler nun auch Mitglied in dem Senat werden um dann gegen andere Alienrassen u.a. Sanktionen zu verhängen bzw. darüber mit abzustimmen. Das Ziel einmal Präsident dieses Senats zu werden darf allerdings nie aus den Augen verloren werden. Wie in der Realität führen diplomatische Bemühungen nicht immer zum Ziel und so verwundert es nicht das früher oder später Kriege ausbrechen. Diese werden dann im Weltraum und auf den Planeten ausgetragen. Der Spieler hat dabei die Aufgabe Einheiten einzuteilen die in unterschiedliche Missionen eingesetzt werden. Ebenso verhält sich das mit den Bodeneinheiten die in Gruppen eingeteilt an den Schlachten teilnehmen. Wenn ein Kampf beginnt hat der Akteur die Wahl zwischen ausruhen und den Kampf beobachten und selber eingreifen und die Truppen leiten. Wer keine Lust auf das Geplänkel hat kann diese Auseinandersetzungen komplett überspringen. Der Ausgang wird dann lediglich dargestellt. 

Neben dem Singleplay-Modus kann jeder die Multiplayerfunktion nutzen. So darf der Spieler dann über Gamespy oder direkt über eine IP-Adresse gegen den Rest der Welt spielen. Großartig unterscheidet sich der Multiplayer- vom Singleplayermodus nicht. Die wichtigste Änderung betrifft wohl die Optionen, da ein Zeitlimit für einzelne Runden festgelegt werden kann und finanzielle Prämien für das schnelle Abschließen eines Zugs vergeben werden können. Dieses ist auch notwenig geworden da die langen Wartezeiten der Vorgänger wirklich nervenzerreißend war. 

 

Zur Technik:

Viel Freiheit hat der Spieler dank der Menüs die übersichtlich und gut geordnet das agieren leicht machen. Das Managen der vielen Aktionsmöglichkeiten wird dank der gut ausgedachten Steuerung nicht sonderlich schwer gemacht. Raumschiffe werden automatisch zusammengestellt, nachdem der Spieler Parameter wie Schnelligkeit oder Bewaffnung festgelegt hat. Kommt es dann zur Schlacht wird dieser Vorgang in 3D dargestellt. Eine gute Strategie ist hier wichtiger wie schnelles Mausklicken. Auf Special-Effect-Orgien muß man aber bei den Gefechten verzichten. Trotz der 3D-Engine wollten die Entwickler ohne 3D-Karten-Unterstützung auskommen. Dafür glänzt das Spiel mit detaillierte Modelle der Außerirdischen und schön gerenderte 3D Raumschiffe. Ein wenig schlicht wirken die Menüs die eher an ein Tabellenkalkulationsprogramm erinnern als an ein Strategiespiel. Trotzdem verliert das Spiel nichts an Spannung. Dafür wird der Spieler mit schön animierten Verwalter und Verhandlungspartnern belohnt, die ein wenig Leben in das Spiel bringen. Die Optik und der atmosphärische Sound ist in einer guten Qualität, die das Spielgeschehen optimal unterstützen. Rundum ist das Spiel technisch gut gelungen. 

 

Fazit:

Strategiefans werden wohl bald ein Problem bekommen, denn sie werden kaum noch Zeit finden etwas anderes zu spielen. Master of Orion 3 macht süchtig und das fesselnde Gameplay sorgt dafür das man ohne Probleme Stunden vor dem Monitor verharrt ohne an die Zeit zu denken. Der Tiefgang des Spiels ist einfach gigantisch und eine Ende ist kaum abzusehen. Die Tiefe des Spiels entsteht nicht nur durch die vorhandene Optionsvielfalt, sondern auch durch die interessanten und vielseitigen Alienrassen, sowie durch den umfangreichen Technologiebaum. Optisch hätte man zwar ein wenig mehr machen können aber trotzdem ist die Aufmachung genau das Richtige für das Spiel. Ansprechende, intuitive Menü-Gestaltung mit interessanten Handlungen vermischt mit spannenden Schlachten machen das Spiel zu einem knallharten Strategiebrocken das wir jedem Strategiefan nur wärmstens ans Herz legen können.

 

Features:

- Erkunden Sie bekannte Sternen-Systeme, mit schwarzen Löchern, gefährlichen Monstern und feindlichen Alien-Rassen

- Die dynamische Entwicklung der Generationen stellt sicher, dass sich zwei Spiele nie gleichen

- Wählen Sie eine von 16 einzigartigen Rassen

- Entscheiden Sie sich für einen Spielstil: benutzen Sie gewaltsame Kräfte, um Ihre Feinde zu vernichten und ihr Volk zu unterwerfen oder benutzen Sie raffinierte Verhandlungsstrategien auf dem Weg nach oben.

- Entwickeln und erforschen Sie exotische Schiffe und Waffen

- Galaktische Räte und Diplomatie erreichen eine nie vorher erreichte Qualität und Tiefe

- Gigantische Raumschlachten in einer fantastischen Echtzeit-Darstellung

- Nutzen Sie die Möglichkeiten der Spionage, Desinformation, List, Verrat und Mord, um Ihre Ziele zu erreichen

- Kriege haben nicht nur militärische und wirtschaftliche Auswirkungen, sondern auch politische und soziale Konsequenzen.

- Ein intuitives Interface ermöglicht eine schnelle Navigation durch die Menus, auch für Einsteiger

- Neben einem Multiplayer-Modus für 8 Spieler gibt es auch einen Kampagnen-Modus

Sie entscheiden, ob Ihre Zivilisation eine gewaltsame Tyrannei ist, eine freie Republik oder eine vereinigte Theokratie.

- Spiel in englischer Sprache mit englischem Handbuch

Screenshots:

Wertungsbox:

Master of Orion 3 (PC)

 
 Master of Orion 3
EUR 52,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 85 %  
Sound: 90 %  
Bedienung: 88 %  
Singleplayer: 93 %  
Multiplayer: 90 %  
Spielspaß: 89 %  
Gesamtwertung:  89 %  

Mindestanforderungen:

- Windows 98/Me/2000/XP
- Pentium II 300 MHz oder mehr
- 128 MB RAM
- 800 MB freier Festplattenspeicher
- CD-ROM 8 X Speed oder mehr
- DirectX Vers. 8.1 oder mehr
- Multiplayer: TCP/IP (LAN oder Internet
- Modem 56K oder mehr

 

 

 

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