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Obscure 2 - Review (Wii)

Wertung:
77 %

Einleitung:

Vor gut vier Jahren kam das Spiel Obscure auf den deutschen Markt und erfrischte das Horrorgenre. Vor allem Gamer die einen kooperativen Zweispielermodus bevorzugen, kamen damals voll auf ihre Kosten. Vor einem Jahr folgte der zweite Teil auf Playstation 2 und PC. Nach einer langen Wartezeit veröffentlicht Atari nun auch das Playlogic-Spiel für Nintendos Wii-Konsole. Wir konnten die fertige Version des Survival-Horrorspiels jetzt ausgiebig testen. Ob sich das Spiel für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Das Horrorspiel Obscure 2 kommt genretypisch nicht ohne eine Story aus. Vor zwei Jahren steckte eine Gruppe von Schülern der Leafmore High School in ihrer Schule fest - gejagt von Monstern, die der verrückt gewordene Schuldirektor auf sie hetzte. Manche von ihnen überstanden die schreckliche Nacht, andere starben. Für die Überlebenden gilt es, das Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sie studieren mittlerweile. Doch etwas ist faul an der Fallcreek University. Sonderbare schwarze Blumen sprießen plötzlich überall auf dem Campus. Als sie im Rahmen des Unterrichts untersucht werden, entdeckt man eine gefährliche Substanz, die ebenso sonderbare wie lebhafte Träume verursacht. Doch einige Studenten finden heraus, dass es weit mehr als erwartet auf sich hat mit diesen Blumen - als die Saat aufgeht, wird ein böser Traum plötzlich zur entsetzlichen Realität. Kommen wir nun zum Spiel. Das Action-Adventure kann man nicht nur alleine zocken. Ist ein weiterer Spieler vorhanden, so kann er sich an dem Spiel beteiligen und gemeinsam versucht man nun in der Story weiter zu kommen. Spielt Ihr dagegen alleine, so übernimmt der Computer die zweite Person. Wahlweise dürft Ihr dann zwischen den Charakteren wechseln. Das wird auch gleich zu einem großen Problem in dem Spiel, denn der Computer macht nicht wirklich viel. Vor allem, wenn Feinde auftauchen, ist er meistens das willige Opfer. Schnell geht er zu Boden und für uns ist das Spiel dann zu Ende. Das kann sehr frustrierend sein. Viel mehr Spaß macht es natürlich mit einem Freund, der zumindest aktiv an dem Spiel teilnimmt. Allerdings hat auch er ein kleines Problem, denn nur ein Spieler ist für die Kamera zuständig. Der andere Gamer muss ständig aufpassen, dass er nicht aus dem Blickfeld verschwindet. Geschieht das doch einmal, so stampft der zweite Charakter blind durch die virtuelle Welt. Die Kamera selber wirft dann ebenfalls kleinere Probleme auf, denn diese wird nicht immer optimal zum Spieler ausgerichtet. Das nachjustieren per Wiimote fällt dann auch nicht leicht. Kommen wir aber zurück zum eigentlichen Spiel. Das ganze wird durch einen einführenden Film passend eingeleitet. Im Anschluss schlüpfen wir in die Haut der ersten Figuren. Schon nach wenigen Spielminuten kosten wir von den oben erwähnten Pflanzen und gelangen in eine Parallelwelt. Alles ist wie ausgestorben, Schreie verunsichern unsere Helden, Blut fließt in Strömen von den Wänden und fiese Monster nehmen uns in die Mangel. Egal wie sehr Ihr Euch wehrt, es nutzt nichts und das Spiel ist … zum Glück noch nicht zu Ende. Wir haben alles nur geträumt. Allerdings wird es nicht das letzte Mal sein, das wir in die Parallelwelt reisen.

Das Gameplay ist eigentlich so, wie man es aus dem Vorgänger schon kennt. Wir lenken diversen Figuren durch das Spiel. Insgesamt gönnt man uns 6 Charaktere mit einzigartigen Fähigkeiten. Es gibt sportliche Figuren wie Corey, genauso wie das Computergenie Mei. Dementsprechend müssen wir die Figuren auch unterschiedliche in dem Spiel einsetzen. Amy entziffert zum Beispiel als einzige Geheimzeichen und nicht mit jeder Figur kommen wir in abgeschlossene Räume hinein. Damit auch jeder weiß, wann er welche Figur einzusetzen hat, gibt uns das Spiel ausreichende Hinweise. Außerdem gibt uns das Spiel oftmals vor, mit welcher Figur wir spielen. Später müssen wir allerdings auch selber entscheiden, mit welchen Charakteren wir weiter machen wollen. Dazu können wir diese in speziellen Räumen austauschen. Achtet jetzt darauf, dass die Fähigkeit der Charaktere zur gestellten Aufgabe passt. Schließlich kann nicht jeder an Fassaden klettern oder schwere Objekte verschieben. Die Figuren müssen allerdings nicht nur bei Rätseln zusammenarbeiten. Auch bei den diversen Kämpfen führt kooperatives Vorgehen schneller zum Erfolg. Die actionreichen Auseinandersetzungen werden dann immer wieder durch kleine Rätselaufgaben unterbrochen. Um diese zu lösen, sollten wir alles mitnehmen, was wir einstecken können. Das ist auch dringend notwenig, denn nur selten bekommen wir einen Hinweis auf wichtige Items. Also suchen wir wirklich jeden Ort nach Gegenständen ab. Dabei finden wir diverse Waffen, die wir frei auf die Figuren verteilen können. Das Waffenarsenal ist reichhaltig. Von diversen Schlagwerkzeugen, über Kettensäge bis hin zu mächtigen Schießprügeln ist alles vorhanden. Passende Munition findet Ihr dann im Spiel, genauso wie lebenswichtige Medipacks. Das Kampfsystem wurde natürlich auf die Möglichkeiten der Wii-Konsole angepasst. Bei einem Nahkampf muss der Spieler die Wiimote schütteln. Fernwaffen werden dagegen mit Z, A zum Anvisieren und B zum Schießen aktiviert. Wirklich einfach ist das allerdings nicht. So erkunden wir nun die unterschiedlichen Orte, suchen diese nach nützlichen Gegenständen ab, lösen kleinere Rätsel mit den unterschiedlichen Figuren, kämpfen gegen unzählige Gegner und folgen der ansprechenden Story.

 

Technik:

Wirklich vom Hocker haut einen die Technik nicht. Die Grafik sieht irgendwie angestaubt aus. Alles wirkt zu dunkel und wirklich scharfe Texturen wurden auch nicht eingebaut. Zumindest kommt die düstere Stimmung dank gut eingesetzten Licht- und Schatteneffekte gut herüber. Hinzu kommen immer wieder plötzlich eingespielte Effekte, die einen den Schauer über den Rücken laufen lassen. Die Figuren sehen ebenfalls ganz passabel aus, auch wenn man schon bessere in anderen Spielen gesehen hat. Auch die steifen Animationen können nicht wirklich überzeugen. Zum Glück werden wir durch den anständigen Sound ordentlich entschädigt. Diverse Ingamegeräusche werden genauso eingespielt, wie eine stimmungsvolle Musik. Ordentlich sind auch die englischen Synchronsprecher, die den Charaktere Leben einhauchen. Die Steuerung ist leider ein kleiner Reinfall. Wirklich sicher kann man die Figuren nicht lenken und auch Aktionen wie das Suchen oder Kämpfen klappen erst nach sehr viel Übung. Hinzu kommt die nervige Kamera, die nur selten keine Probleme macht. Hier hätte man wirklich vieles besser machen können. Zumindest gönnt uns der Hersteller einen ansprechenden Koop-Modus. Das rettet das Spiel auch zum Teil, da der Computer im Kampf nur Probleme bereitet. Oft steht er nur dumm in der Gegend herum und steckt dankend die Angriffe der Gegner ein. Geht er dann zu Boden, so ist das Spiel auch für uns zu Ende. Hieraus ergibt sich auch ein ordentlicher Schwierigkeitsgrad. Die Rätsel selber sind eigentlich ganz fair. Allerdings werden sie oftmals zu echten Kopfnüssen, da uns nötige Hinweise fehlen.

 

Fazit:

Obscure 2 wäre ein wirklich gutes Spiel, wenn es nicht so viele Probleme gäbe. Neben der schlechten Kamera stört vor allem die Steuerung. Auch bei der Grafik würde man sich mehr wünschen. Wirklich zeitgemäß ist das wirklich nicht. Daneben nerven die weit entfernten Speicherpunkte und die fehlenden Hinweise im Spiel. Oft wissen wir gar nicht, was wir mit eingesammelten Gegenständen machen sollen. Allerdings gibt es auch gute Seiten. Die Story ist ansprechend und das Agieren mit den sechs steuerbaren Charaktere und deren Spezialfähigkeiten macht jede Menge Spaß. Vor allem, wenn man mit einem Freund spielt, kann einen das Game am Bildschirm binden. Mögt Ihr Survival-Horrorspiele und konntet Ihr die Finger nicht vom ersten Teil lassen, so dürft Ihr auch beim Nachfolger zuschlagen.

 

Features:

- Abenteuer und Action mit der Atmosphäre eines Teenager-Horrorfilms
- 6 faszinierende Charaktere mit einzigartigen Fähigkeiten
- Origineller Kooperations-Modus: Der zweite Spieler kann jederzeit einsteigen
- Detail- und abwechslungsreiche 3D-Umgebung
- Es gilt Hinweise zu finden und die verschiedensten Rätsel und Geheimnisse zu lüften
- Gewaltige Vielzahl an Waffen und furchterregenden Monstern
- Packender Soundtrack, eingespielt vom Boston Symphonic Orchestra und dem Kinderchor der Pariser Oper
- Für Wii optimierte Steuerung
- Menü im neuen Design
- Alle Lieder aus dem Spiel sind jederzeit über eine Play List anwählbar
- Alle FMV Cut Scenes können über eine Play List immer wieder angesehen werden
- Storyboard Gallery
- Concept Arts Gallery
- Special Artworks Gallery der verschiedenen Charaktere (besonders der Frauen in sexy Outfits)

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Obscure 2 (Wii)

 
 Obscure 2
EUR 54,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 72 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 69 %  
Singleplayer: 78 %  
Multiplayer: 82 %  
Spielspaß: 76 %  
Gesamtwertung:  77 %  


 

 

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