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Obscure II - Review (PS2)

Wertung:
83 %

Einleitung:

Als das Hydravision Entertainment-Spiel Obscure 2004 auf den Markt kam, brachte es frischen Wind in das Horrorgenre. Vor allem Spieler die einen kooperativen Zweispielermodus bevorzugen, kamen damals voll auf ihre Kosten. Nach gut drei Jahren kommt endlich der Nachfolger des hoch gelobten Survival-Horrorspiels auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Atari-Spiel Obscure II. Das actionreiche Game ist erst einmal für PC und PlayStation 2 angekündigt. Wir konnten jetzt die fertige PS2-Version ausgiebig testen. Ob sich das Spiel für nervenstarke Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Obscure II kommt natürlich nicht ohne eine anständige Story aus. Vor zwei Jahren steckte eine Gruppe von Schülern der Leafmore High School in ihrer Schule fest - gejagt von Monstern, die der verrückt gewordene Schuldirektor auf sie hetzte. Manche von ihnen überstanden die schreckliche Nacht, andere starben. Für die Überlebenden gilt es, das Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sie studieren mittlerweile. Doch etwas ist faul an der Fallcreek University. Sonderbare schwarze Blumen sprießen plötzlich überall auf dem Campus. Als sie im Rahmen des Unterrichts untersucht werden, entdeckt man eine gefährliche Substanz, die ebenso sonderbare wie lebhafte Träume verursacht. Doch einige Studenten finden heraus, dass es weit mehr als erwartet auf sich hat mit diesen Blumen - als die Saat aufgeht, wird ein böser Traum plötzlich zur entsetzlichen Realität. Bevor wir in das grusselige Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Weiter" und "Optionen". Wie gewohnt könnt Ihr unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Ist ein Spielstand vorhanden, so dürft Ihr diesen unter "Weiter" aktivieren. Am Anfang bleibt uns allerdings nicht anderes übrig wie ein neues Spiel zu starten. Bevor es losgeht, müsst Ihr noch entscheiden, ob Ihr alleine oder mit einem Freund zusammen spielt. Fangt Ihr allein an, so ist das kein großes Problem. Zu jeder Zeit kann sich ein weiterer Spieler in das Game einklinken. Es erscheint nun ein einführendes Intro. Stimmungsvoll leitet der kleine Film - mit englischer Sprachausgabe und deutschem Untertitel - das Spiel ein. Jetzt könnt Ihr endlich in die Haut der ersten Figuren schlüpfen. Schon nach wenigen Spielminuten kosten wir von den oben erwähnten Pflanzen und gelangen in eine Parallelwelt. Alles ist wie ausgestorben, Schreie verunsichern unsere Helden, Blut fließt in Strömen von den Wänden und fiese Monster nehmen uns in die Mangel. Egal wie sehr Ihr Euch wehrt, es nutzt nichts und das Spiel ist … zum Glück noch nicht zu Ende. Wir haben alles nur geträumt. Allerdings wird es nicht das letzte Mal sein, das wir in die Parallelwelt reisen.

Kommen wir nun zum eigentlichen Gameplay. Wie schon im ersten Teil lenken wir diversen Figuren durch das Spiel. Insgesamt gönnt man uns 6 Charaktere mit einzigartigen Fähigkeiten. Es gibt sportliche Figuren wie Corey, genauso wie das Computergenie Mei. Dementsprechend müssen wir die Figuren auch unterschiedliche in dem Spiel einsetzen. Amy entziffert zum Beispiel als einzige Geheimzeichen und nicht mit jeder Figur kommen wir in abgeschlossene Räume rein. Welche Fähigkeiten die einzelnen Charaktere haben, darf man zu jederzeit in einem Menü nachlesen. Damit auch jeder weiß, wann er welche Figur einzusetzen hat, gibt uns das Spiel ausreichende Hinweise. Hinzu kommt die Tatsache, dass wir immer zu zweit durch die Räume rennen. Somit ist es auch kein Problem, wenn sich ein Freund in das Spiel einklinkt. Er übernimmt automatisch die zweite Figur. Ist kein menschlicher Spieler zur Stelle, so wird die andere Figur vom Computer gesteuert. Wahlweise dürft Ihr dann zwischen den Charakteren wechseln. Damit wir mit den richtigen Figuren losziehen, gibt uns das Spiel meistens vor, welche Charaktere aktuell zusammenarbeiten. Hin und wieder kommt es aber auch vor, dass wir das Team selber zusammenstellen sollen. Vor allem, wenn die falschen Leute mitgekommen sind, bleibt uns oft nichts anderes übrig, wie eine Figur auszutauschen. Die Figuren müssen allerdings nicht nur bei Rätseln zusammenarbeiten. Auch bei den diversen Kämpfen führt kooperatives Vorgehen schneller zum Erfolg. Die actionreichen Auseinandersetzungen werden dann immer wieder durch kleine Rätselaufgaben unterbrochen. Um diese zu lösen, sollten wir alles mitnehmen, was wir einstecken können. Das ist dringend notwenig, denn nur selten bekommen wir einen Hinweis auf wichtige Items. Also suchen wir wirklich jeden Ort nach Gegenständen ab. Dabei finden wir auch diverse Waffen, die wir frei auf die Figuren verteilen können. Das Waffenarsenal ist reichhaltig. Von diversen Schlagwerkzeugen, über Kettensäge bis hin zu mächtigen Schießprügeln ist alles vorhanden. Passende Munition findet Ihr dann im Spiel, genauso wie lebenswichtige Medipacks. So agieren wir nun an den unterschiedlichen Orten, suchen diese nach nützlichen Objekten ab, lösen kleinere Rätsel mit den diversen Fähigkeiten der spielbaren Figuren, kämpfen gegen unendlich viele Gegner und folgen vor allem der ansprechenden Story.

 

Technik:

Das Spiel braucht sich nicht hinter anderen PS2-Spielen zu verstecken. Wir werden eine wirklich ansprechende Grafik zu sehen bekommen. Die düsteren Räume haben uns genauso gut gefallen, wie die netten Außenbereiche. Vor allem durch die gut eingesetzten Licht- und Schatteneffekte kommt mächtig Stimmung auf. Hinzu kommen immer wieder plötzlich eingespielte Effekte, die einen den Schauer über den Rücken laufen lassen. Ganz nett sehen auch unsere Figuren aus, die ordentlich modelliert und animiert wurden. Einzig bei den Monstern kann man ein wenig klagen, denn sie sehen recht grob und ungelenk aus. Der Sound ist wirklich erstklassig. Zum einen hören wir eine stimmungsvolle Musik, die ideal zum Spiel passt. Außerdem werden immer passende Soundeffekte eingespielt. Hierdurch wir ein gutes Ambiente erschaffen. Mit den englischen Sprechern kann man ebenfalls sehr zufrieden sein. Sie passen zu den Charakteren und so hört man den Gesprächen gerne zu. Alle die der englischen Sprache nicht mächtig sind, dürfen übrigens die Dialoge über deutsche Texte nachlesen. Die Steuerung ist leicht erlernt. Sie orientiert sich am Genre und so kann man direkt in das Spielgeschehen einsteigen. Selbst Aktionen wie Klettern oder Kämpfen klappen auf Anhieb. Etwas nervig ist allerdings die Kamera, die wir immer selber nachjustieren müssen. Oft bleibt diese an Ecken hängen und bei Auseinandersetzungen kommt - durch das ewige nachregeln - schnell unnötige Hektik auf. Mager ist dann auch noch die KI der Gegner. Naja man kennt das ja von solchen Spielen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man - trotz kleinerer Kritikpunkte - zufrieden mit der technischen Seite sein.

 

Fazit:

Obscure II ist ein wirklich ansprechendes Survival-Horrorspiel. Es macht einfach viel Spaß mit den sechs steuerbaren Charaktere und deren Spezialfähigkeiten gestellte Aufgaben zu lösen. Hinzu kommen eine gute Präsentation und schaurig schöne Schockmomente. Der Sound sorgt für eine tolle Atmosphäre und steigt dann noch ein Freund in das Spiel ein, so wird die Zeit nur so verfliegen. Allerdings ist nicht alles Perfekt in dem Spiel. Die Speicherpunkte sind viel zu selten gesetzt und ein paar Hinweise mehr im Spiel, hätten ebenfalls nicht geschadet. Oft wissen wir gar nicht, was wir mit eingesammelten Gegenständen machen sollen. Dennoch bleibt das Gameplay insgesamt flüssig. Nur selten stehen wir vor wirklich schweren Problemen. Wer also den ersten Teil mochte, der wird an diesem Spiel kaum vorbei kommen. Aber auch alle anderen Genrefans dürfen ruhig bei diesem Game zuschlagen. Mögt Ihr dann noch einen tollen Zwei-Spieler-Koop-Modus, so stellt Obscure II schon fast einen Pflichtkauf dar. Uns hat das Spiel wirklich gut gefallen und daher können wir eine Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Abenteuer und Action mit der Atmosphäre eines Teenager-Horrorfilms
- 6 faszinierende Charaktere mit einzigartigen Fähigkeiten
- Origineller Kooperations-Modus: Der zweite Spieler kann jederzeit einsteigen
- Detail- und abwechslungsreiche 3-D-Umgebung
- Es gilt Hinweise zu finden und die verschiedensten Rätsel und Geheimnisse zu lüften
- Eine gewaltige Vielzahl an Waffen und furchterregenden Monstern
- Ein packender Soundtrack, eingespielt vom Boston Symphonic Orchestra und dem Kinderchor der Pariser Oper

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Obscure II (PS2)

 
 Obscure 2
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 78 %  
Sound: 84 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 83 %  
Multiplayer: 85 %  
Spielspaß: 84 %  
Gesamtwertung:  83 %  



 

 

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