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Piraten - Herrscher der Karibik - Review (PC)

Wertung:
84 %

Einleitung:

Seid dem der Film Fluch der Karibik in den Kinos kam kommen Piratenspiele immer mehr in Mode. So erscheint auch zur richtigen Zeit das Spiel Piraten - Herrscher der Karibik von Ascaron. In diesem Spiel schlüpft der Spieler in die Rolle eines Freibeuterkapitäns der die Karibik unsicher macht. Wir konnten jetzt die fertige Version testen. Ob sich das Spiel von der breiten Masse absetzen kann erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Nachdem das Spiel gestartet wurde könnt Ihr im Hauptmenü die Optionen einstellen, die Ruhmeshalle begutachten und ein bestehendes Spiel laden. Neueinsteiger müssen notgedrungen ein neues Spiel starten. Leider werdet Ihr keinen Multiplayerbereich finden und so bleibt nur der Singleplayermodus. Wird ein neues Spiel im Hauptmenü angewählt muss der Spieler entscheiden welches Szenario er spielen möchte. Die einzelnen Abschnitte sind nach Zeitepochen aufgeteilt und in Nationen. Wenn man Piraten - Herrscher der Karibik das erste mal spielt steht nur ein Modus zur Verfügung. In diesem recht einfachen Spielmodus tritt der Spieler der spanischen Nation bei. Da es eher ein Trainingslevel ist kann hier jeder erst einmal alles in Ruhe kennen lernen. Natürlich haben wir auch ein Hauptziel. Wir müssen in einer bestimmten Zeit eine gewisse Anzahl von Städten erobern. Da wir aber diese nur erobern können, wenn wir einen Auftrag von unserem Gouverneur erhalten, müssen wir erst einmal abwarten. Davon mal ab wäre der Spieler am Anfang sowieso zu schwach dafür. Den Befehl erhalten wir erst, wenn wir das Vertrauen des Gouverneurs erlangt haben. So dürfen wir erst einmal andere Aufträge erfüllen, bevor uns die heiß ersehnten Stadtangriffe angeboten werden. Mal müssen wir Piraten jagen oder Transporte durchführen. Daneben kann man aber auch andere Aufträge annehmen um sich ein kleines Zubrot zu verdienen. Dazu sprechen uns Bürger in den verschiedenen Städten an, die uns gegen Bezahlung verschiedene Aufgaben zuschanzen wollen. Es ist uns immer freigestellt diese Aufträge anzunehmen. Haben wir gerade was anderes zu tun lehnen wir diese Aufgaben einfach ab. Das kommt nicht selten vor denn wir haben ein weiteres Ziel in diesem Spiel - Beute machen.

Geld verdienen steht in Piraten - Herrscher der Karibik ebenfalls im Mittelpunkt und wir haben verschiedene Möglichkeiten an das ersehnte Gold zu kommen. Wir können Plündern, Kapern, Auftragsarbeiten erledigen oder Handeln. Plündern und Kapern erfolgt im Anschluss einer erfolgreichen Schlacht. Ebenso lukrativ ist das Handeln. In jeder Stadt finden wir einen Marktplatz der diverse Waren anbietet. In jeder dieser Stadtzentren ist der Preis der Waren anders. Ganz nach unserer Geldbörse und dem Fassungsvermögen unseres Schiffes wird nun Ware eingekauft die wir Profit bringend in der nächsten Stadt veräußern. Das Geld wird zum einen benötigt um neue Waren zu kaufen aber vor allem um das eigene Schiff besser auszustatten oder reparieren zu lassen. Nicht nur die Gegner nehmen in den Schlachten schaden, sondern auch wir und nach einer gewissen Zeit kommt man gar nicht daran vorbei sein Schiff in die Werft zu schicken. Hat man genügend Geld wird das Schiff komplett repariert. Nach einer gewissen Zeit will aber auch die Mannschaft ihren Anteil an der Beute sehen und so müssen wir das Geld aufteilen. Machen wir das nicht verschwinden mit der Zeit Leute mit einem großen Teil der Beute. Da wir ja Kapitän sind lohnt sich das Aufteilen und so bekommen wir auch den größten Anteil den wir zu unserem Privatvermögen hinzufügen. In dem Spiel können wir aber noch mehr erreichen als nur Reichtum. Es werden diverse Ränge vergeben die leistungsabhängig sind. Durch bestimmte Aktionen steigt die Erfahrung und immer, wenn der Erfahrungsbalken gefüllt ist, steigt der Spieler im Rang auf. Erfahrung bekommt der Akteur in dem Spiel durch das Versenken und Entern von Schiffen, neue Städte entdecken, erfüllen von Aufträgen oder Vernichtung eines bekannten Piraten. Desto höher der Rang ist um so schwieriger werden die anstehenden Missionen, die der Gouverneur anbietet. Man kommt aber nicht daran vorbei da nur mit den letzten Rängen die benötigten Stadteroberungs-Aufträge angeboten werden.

In dem Spiel erwarten Euch zwölf zeitgenössische Schiffstypen die von kleinen Pinassen bis hin zur Galeone reichen. Jedes Schiff unterscheidet sich in Ladekapazität, Kanonenanzahl, Besatzung, Geschwindigkeit, Wendigkeit und Trefferpunkte. Daher ist es an der Tagesordnung immer bessere Schiffe zu bekommen. Vor allem wenn man feststellt, dass eine gewisse Größe benötigt wird um nicht wie Freiwild für die anderen Schiffe zu wirken. Zu beginn besteht unser Konvoi aus nur einem Schiff. Mit der Zeit und diversen Seeschlachten fügen wir immer neue Schiffe hinzu, die wir behalten aber auch verkaufen können. Wenn wir mit allen Nationen befreundet bleiben wollen dürfen wir uns nur auf die Piraten stützen. Diese sind die ersten Opfer die wir überfallen. Im späteren Spielverlauf bekommen wir aber auch Kaperbriefe angeboten und so dürfen nun auch Schiffe anderer Nationen angegriffen werden. Treffen wir auf ein Schiff stehen uns drei Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen wir segeln einfach weiter. Grüßen wir so bekommt man die aktuellen Nachrichten zugeschanzt. Die dritte Möglichkeit ist die des Angriffs. Klickt man hier so sucht man sich sein Schiff aus und die Schlacht auf See kann beginnen. Nun tritt unser ausgesuchtes Schiff gegen den ganzen Konvoi an. Jedes Schiff unterscheidet sich in Kanonenanzahl und Besatzungsgröße. Nun muss der Spieler den Wind sinnvoll ausnutzen um die anderen Schiffe auszumanövrieren. Dabei sollte beachtet werden das man dem Gegner wenig Gelegenheit bietet auf das eigene Schiff zu feuern. Kommen wir mit unserer Breitseite in Schussposition können wir auf das Schiff feuern. Wir haben beim angreifen vier unterschiedliche Möglichkeiten. Zum einen feuern wir mit Massivkugeln, die großen Schaden am Rumpf und der Besatzung anrichtet. Daneben können wir mit Kettenkugeln auch die Segel zerfetzen damit das feindliche Schiff langsamer wird. Möchten wir das Schiff nicht zerstören, so bieten sich die Streukugel an, die besonders effektiv gegen die Besatzung sind. Als letztes dürfen wir auch Entern. Dieses bietet sich nur an, wenn wir mehr Besatzungsmitglieder auf unserem Schiff haben wie unser Gegner. Wir aber auch die Feinde haben noch eine weitere Möglichkeit - die Flucht. Dieses kann erreicht werden, wenn ein Schiff den Kartenrand erreicht. Dabei muss auf den Wind und die Geschwindigkeit des Schiffs geachtet werden damit man schneller ist wie der Gegner. Ist nur noch ein Schiff auf der Karte zu sehen hat dieses die Schlacht gewonnen und kassiert die Schiffe ein die vorher nicht versenkt wurden. Nun darf sich der Gewinner entscheiden, ob er die Waren möchte oder gleich das ganze Schiff.

 

Technik:

Optisch wird das Spiel ganz ansehnlich präsentiert. Auf der Hauptkarte werden neben den Schiffen auch Inseln gezeigt die mit Bäumen und Bergen bedeckt sind. Die Schiffe selber sehen recht gut aus. Noch deutlicher werden sie in den Seeschlachten gezeigt, wo die Kamera auch mal näher an die Schiffe heranzoomt. Ansonsten merkt man leider der Grafik an das sie schon einige Jahre auf dem Buckel hat denn sie ähnelt sehr stark an die von Port Royale. Trotzdem bietet sie auch schöne Seiten. Das Wasser glitzert und die Wolken ziehen wunderbar an uns vorbei. Besser sieht die Optik dann in den Schlachten aus. Zwar sieht man hier nur die Schiffe und kein Land aber dafür ist der Detailreichtum hier deutlich höher. Sogar Leute kann der Spieler auf dem Deck entdecken und selbst Masten fallen mal runter, wenn die Beschädigungen zu groß sind. Auch auf Details wie Schatten hat der Hersteller geachtet, so dass hier nichts zu bemängeln ist. Bei der Auflösung wird leider nur zwei Varianten angeboten. Es sind die beiden Auflösungen 1024x768 und 1280x1024. Hinzu kommen die nett anzusehenden Städte. Diese sehen zwar gut aus und unterscheiden sich auch aber dafür ist ansonsten kein Leben zu spüren. Nur die einzelnen Gebäude zum anklicken werden hier dem Spieler angeboten. Ansonsten werden alle Gespräche und Informationen mit Textfenstern dargestellt, so dass man sich noch nicht einmal auf ein nettes Intro freuen kann.

Besser kommt bei dem Spiel der Sound rüber. Die Hintergrundmusik kann der Spieler auch nach Stunden noch hören und da sie thematisch zum Spiel passt ist sie zusätzlich motivierend. Hinzu kommen die anderen Geräusche wie Wind, Schreie und Kanonenschüsse die ideal zum Spiel passen. Leider fehlt die Sprachausgabe die in der heutigen Zeit einfach dazu gehört. Schade dass der Hersteller hier gespart hat. Schnell kommt der Spieler dafür mit der Steuerung zurecht. Sie ist einfach und schnell erlernt. Die gut geordneten Menüs sorgen ebenfalls dafür, dass man sich in wenigen Minuten mit allen Aktionen auskennt. Wer dann noch Fragen offen hat wird genügend Hilfe in dem Handbuch finden, das sehr ausführlich alles beschreibt. Hinzu kommt die Hilfe im Spiel die gerade am Anfang alle aufkommenden Fragen sofort beantwortet. Es gibt aber auch negatives zu berichten. So fehlt eine Suchfunktion was vor allem bei den Städten negativ auffällt. Wir der Spieler in einem Auftrag gebeten irgendwo hinzusegeln sucht er erst minutenlang die vielen Punkte auf der Karte ab. Schade auch, dass es keine Landkämpfe gibt und beim Entern wünscht man sich ebenfalls eine andere Darstellung wie einen Counter der herunterzählt. Trotz dieser kleinen Kritikpunkte wird das Gameplay dadurch nicht gestört und so kann man mit der technischen Umsetzung gut leben.

 

Fazit:

Es ist zwar nicht alles Perfekt bei Piraten - Herrscher der Karibik aber trotzdem macht es einen riesigen Spaß mit seinem Schiff auf die Jagd nach anderen Konvois zu gehen. Das Ambiente stimmt hierbei genauso wie die Spieltiefe und so kommt schnell ein Suchtfaktor auf, so dass der Spieler kaum noch von dem Spiel ablassen kann. Jeder Spieler kommt auch schnell mit dem Spiel klar, da die Steuerung sehr einfach erlernt ist. Leider gibt es auch ein paar Punkte die man besser gestalten könnte. Vor allem bei der Präsentation. Eine richtige Story ist nicht vorhanden und wenn mal Aufträge oder Gespräche kommen werden diese lieblos durch Textfenster präsentiert. Ein paar nette Intros hätten hier nicht geschadet. Auch ein wenig mehr Abwechslung im Spiel hätte man sich gewünscht, denn eigentlich ist der Spieler nur mit seinem Schiff unterwegs und greift andere Schiffe an. So etwas wie Landgefechte oder mal echte Enteraktionen fehlen genauso wie die Tageszeiten. Schade auch, dass es keinen Multiplayermodus gibt. Das hätte den Spielspaß noch weiter nach oben getrieben. So muss man sich leider mit dem Einzelspielermodus begnügen. Dieser ist aber insgesamt gut gestaltet worden, so dass der Spieler sich immer motiviert in das nächste Abenteuer stürzt. So macht Piraten - Herrscher der Karibik trotz kleiner Fehler und Macken richtig Spaß. Durch den günstigen Kaufpreis und dem hohen Suchtfaktor können wir das Spiel auch allen empfehlen, die schon immer einmal Pirat sein wollten.

 

Features:

- Schneller und einfacher Spielstart durch Einstiegslevel und Hilfefenster (abschaltbar)
- 16 umfangreiche Szenarien mit 5 Schwierigkeitsstufen und Endlosoption müssen nach und nach freigespielt werden.
- Freies Spiel: Der Spieler entscheidet selbst, wann er am Erreichen des Spielzieles arbeiten, oder aber lieber auf eigene Faust losziehen möchte.
- Wählbarer Schwierigkeitsgrad durch Auswahl einer bestimmten Nation in einer speziellen Epoche. England ist eventuell schwächer als Spanien, aber stärker als Holland usw.
- Riesige Spielwelt mit 60 Städten der Nationen Spanien, England, Frankreich und Holland.
- Die schwer bewaffnete spanische Schatzflotte gilt als besonders lohnender Konvoi und ist somit eine extrem lukrative Beute.
- Unzählige Missionen, vom Transportauftrag bis zur Eroberung von Städten sorgen für reichlich Abwechslung.
- 12 verschiedene Schiffstypen, von der kleinen Schaluppe bis zum mächtigen Linienschiff.
- Die Seeschlachten werden in Echtzeit-3D-Grafik dargestellt. Schiffe schaukeln auf dem animierten Wasser und Schäden werden unmittelbar am Schiff angezeigt.
- Auflösung 1024 x 768 oder 1280 x 1024

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Piraten - Herrscher der Karibik (PC)

 
 Piraten - Herrscher der Karibik
EUR 24,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 76 %  
Sound: 83 %  
Bedienung: 88 %  
Singleplayer: 85 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 87 %  
Gesamtwertung:  84 %  

Systemanforderungen:

- CPU Pentium II - 450 Mhz Pentium III
- RAM 64 MB
- Freier Festplattenspeicher 500 MB
- CD-ROM 4 fach
- Grafikkarte 16 MB Direct 3D
- Sonstiges DirectX 9 (auf CD enthalten)
- Windows kompatible Soundkarte
- Betriebssystem Windows® 98/ME/2000/XP

 


 

 

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