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Prince of Persia - Review (Xbox 360)

Wertung:
87 %

Einleitung:

Jeder der sich ansatzweise für Videospiele interessiert, der wird schon einmal etwas über die Prince of Persia-Spiele gehört haben. Kein Wunder, denn die Reihe gehört mit zu den ältesten Spielserien. Alles begann im Jahr 1989 mit dem ersten Teil. In dem Abenteuer musste der Spieler innerhalb kürzester Zeit eine Prinzessin aus den Klauen des bösen Großwesirs Jaffar befreien. Vier Jahre später erblickte der Nachfolger das Licht der Welt. Abermals muss die Prinzessin gerettet werden. Anfang 1996 wagte der Prinz in Prince of Persia 3D den Sprung in die Dreidimensionalität. Ubisoft nahm sich dem Prinzen sieben lange Jahre später an und veröffentlichte die Reinkarnation unter dem Namen Prince of Persia: The Sands of Time. Die Trilogie schlossen dann die Spiele Warrior Within und The Two Thrones ab. Das ist allerdings nicht das Ende, denn aktuell kommt ein neuer Teil in den deutschen Handel. Wir konnten uns das neuste Prince of Persia-Spiel in den letzten Tagen ausgiebig ansehen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Genretypisch werden wir uns nicht grundlos mit dem Prinzen in die diversen Aufgaben stürzen. Wie nicht anders zu erwarten war, ist auch im aktuellen Teil eine Story vorhanden. Diese wird übrigens immer wieder durch kleine Filmeinspielungen inkl. deutscher Synchronisation vorangetrieben. Das neue Prince of Persia spielt in einem Land, dessen Wurzeln in der antiken persischen Mythologie verankert sind. Der Prinz findet sich inmitten eines epischen Kampfes zwischen den ursprünglichen Kräften von Licht und Dunkelheit wieder: Ormazd, der Gott des Lichts fordert seinen Bruder Ahrimann, den zerstörerischen Gott der Dunkelheit, heraus. Der Prinz muss mit ansehen, wie der legendäre Baum des Lebens durch diesen Konflikt zerstört wird. Nun droht die gesamte Welt in ewiger Dunkelheit zu versinken. Diese Bedrohung manifestiert sich in einer dunklen Substanz, die Land und Luft durchzieht und vergiftet. Der Prinz muss sich mit seiner Tod-bringenden Begleiterin Elika verbünden, um die Welt vor dem Verderben zu retten. Bevor wir uns allerdings in das Abenteuer stürzen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel laden", "Optionen" und "Extras". Unter zu letzt genannten Punkt findet man nette Sachen wie eine Kunstgalerie oder den Skin Manager. Im Vorfeld muss der Gamer aber erst einmal die Sachen im Hauptspiel freischalten. Wie gewohnt kann man außerdem unter Optionen die spielrelevanten Einstellungen für Anzeige, Sound oder Speichergerät anpassen. Hinzu kommt eine Erklärung für die Steuerung und eine Kombo-Liste. Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Ist ein Spielstand vorhanden, so könnt Ihr diesen unter Spiel laden aktivieren. Zu Beginn bleibt uns aber nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Dieses wird nun durch ein kleines Intro passend eingeleitet. Im Anschluss schlüpfen wir in die Haut des Prinzen, der sich diversen Aufgaben stellt. Damit der Einstieg selbst für Anfänger leicht fällt, hat uns der Hersteller einen kleinen Tutorialbereich spendiert. Über Hilfetexte und anschließenden Übungen geht die Lenkung schnell ins Blut über und man kann direkt in die erste Mission starten.

Kommen wir nun zum Gameplay. Ubisoft startet mit Prince of Persia einen kompletten Neuanfang. Das fängt schon bei der optischen Neuausrichtung an. Anders wie in den Vorgängerteilen werden wir nämlich eine nette Comicgrafik zu sehen bekommen. Dazu später aber mehr. Auch spielerisch hat sich so einiges geändert, auch wenn sich das grundlegende Gameplay an die bekannte Reihe anlehnt. Hauptsächlich sollt Ihr mit Eurer Spielfigur diverse Jump & Run-Einlagen meistern und vereinzelt Gegner mit mächtigen Schlägen aus der Welt schaffen. An unserer Seite kämpft die hübsche Prinzessin Elika, die uns auf Schritt und Tritt folgt. Nützlich ist unsere weibliche Begleiterin vor allem, wenn wir mit unserer Spielfigur bei den Kletteraktionen das Zeitliche segnen. Kommt es zu einem Absturz, so werden wir durch die Prinzessin gerettet und zum letzten Absprungpunkt gebracht. Eine nützliche Sache, die keine Frustmomente aufkommen lässt. Schließlich starten wir an genau der Stelle, wo wir vorher versagt haben. Die rettende Hand nutzt man später allerdings auch um weite Sprünge zu absolvieren. Mit einem einfachen Knopfdruck kann man sich gekonnt über weite Distanzen schupsen. Ihre Fähigkeiten darf man daneben auch im Kampf einsetzen. Drücken wir bei einer Auseinandersetzung einen Knopf, so setzt Elika ihre magischen Fähigkeiten ein. Hinzu kommen dann noch unsere eigenen Attacken, die wir mit dem Schwert oder unserem Körper ausführen. Dabei werden uns viele unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten angeboten, wodurch atemberaubende Attacken ausgeführt werden. Das ganze wird wie schon in den Vorgängerteilen wunderbar in Szene gesetzt. Neben unseren Angriffen kann man zusätzlich feindliche Attacken blocken oder kontern. Bei manchen Gegnern reicht es allerdings nicht aus, nur normale Schläge auszuführen. Oftmals sollt Ihr diese mit der Umgebung bezwingen. Wer jetzt glaubt, dass man - wie in früheren Spielen - ständig den Säbel zieht, der wird sich wundern. In dem aktuellen Teil kämpfen wir eigentlich recht selten und teilweise können wir diese Kämpfe sogar umgehen. Dazu erledigen wir die wenigen Gegner schon im Vorfeld, bevor sie aus einem schwarzen Strudel erscheinen. Das war zum Glück noch nicht alles. Ihr müsst neben den hin und wieder auftretenden Fights noch viel mehr machen. Schließlich sollen wir die einzelnen Areale des Königreichs von der Dunkelheit befreien. Dazu müssen wir die vielen Gebiete aufsuchen und unterschiedliche Aufgaben und Rätsel bewältigen. Nett dabei ist vor allem, dass sich der Grafikstil in den Levels immer wieder ändert. In den Spielabschnitten sollt Ihr nun auftauchende Lichtkeime aufsammeln, die Elika für ihre magischen Fähigkeiten benötigt. Hierdurch gewinnt sie neue und vor allen nützliche Fähigkeiten. Um an alle Orte in einem Abschnitt zu kommen, müssen unsere Helden vor allem eins machen … klettern und springen. Zum Glück sind die Protagonisten sehr agil, denn sie können nicht nur über Abgründe springen, sondern auch an Wänden laufen, über Stege balancieren oder an Säulen springen. Außerdem verfügt unser Held über eine Kralle, mit der er sich an Wänden herablassen kann. Obwohl sich das jetzt insgesamt recht komplex anhört ist das Gameplay sehr einfach. Grundsätzlich laufen wir nämlich nur vorgegebene Wege ab und drücken im richtigen Moment die entsprechende Taste. Alles andere wird fast automatisch ausgeführt. Wisst Ihr dann doch einmal nicht weiter, so hilft uns Elika auch hier, denn sie gibt uns mit Hilfe eines Lichtsignals einen Hinweis, wohin wir als nächstes müssen. So erkunden wir nun die diversen Levels, absolvieren die ausgiebigen Jump & Run-Aufgaben durch Hüpfen, Schwingen, Laufen, Klettern, kleineren Flugeinlagen und kämpfen gegen überschaubare Gegner um die Welt vor dem Verderben zu retten.

 

Technik:

Die optische Seite wird notgedrungen nicht jedem gefallen. Der Hersteller setzt auf eine Comic-Grafik, die in unseren Augen wunderschön aussieht. Da wären zum einen die Levels. Viele Details sind genauso vorhanden, wie imposante Effekte und unterschiedliche Umgebungen. Immer wieder agieren wir in anderen Landschaften, was sehr viel Spaß macht. Hinzu kommen die fantastischen Animationen der Charaktere. Es sieht schon toll aus, wenn sich die Figuren geschmeidig und fließend durch die Umgebungen bewegen. Außerdem dürft Ihr gute Lichtspielereien bewundern. Auf einem ebenso hohen Niveau bewegt sich der Sound. Fantastisch ist zum einen die Synchronisation. Es wurden professionelle deutsche Sprecher engagiert, die den Charakteren ordentlich Leben einhauchen. Hinzu kommen eine ansprechende Soundkulisse und eine stimmungsvolle Musikuntermalung. Hier stimmt wirklich alles. Zufrieden kann man auch mit dem Schwierigkeitsgrad sein. Dank Elika´s Hilfsaktionen werden selbst oft auftauchende Todessprünge schnell revidiert und so kommen kaum Frustmomente auf. Außerdem kann man eigentliche jede Passage dank der einfachen Steuerung schnell überwinden. Selbst an einen einfachen Einstieg hat der Hersteller gedacht. Nach dem anfänglichen Tutorial wird jeder Gamer direkt in das Abenteuer starten können. Die Kämpfe laufen dabei genauso einfach ab, wie die diversen Jump & Run-Einlagen. Das liegt allerdings auch daran, dass die Steuerung sehr minimalistisch gehalten wurde. Wer gerne komplizierte und schwierige Sprungpassagen liebt oder sein Können bei Kämpfen durch feinabgestimmte Kombos zeigen möchte, der wird leider ein wenig in die Röhre schauen. Alles läuft halbautomatisch ab, wodurch der Gamer nur selten wirklich gefordert wird. Fasst man nun alles zusammen, so kann man dennoch sehr zufrieden mit der technischen Seite sein.

 

Fazit:

Prince of Persia spricht selbstverständlich nicht jeden an. Das liegt jetzt nicht nur am neuen Grafikstil, den wir persönlich sehr gut finden. Der hauptsächliche Kritikpunkt wird bei vielen die immer wieder gleichen Aufgaben und das halbautomatische Gamplay sein. Fast alles lässt sich mit einem Knopfdruck erledigen. Das gilt für Kämpfe genauso wie für Sprungpassagen. Oft bekommt man das Gefühl, dass das Spiel für uns agiert und wir nur durch einen einfachen Knopfdruck die Handlung starten. Gerade Profis, die in einem Spiel ordentlich gefordert werden wollen, wird das sauer aufstoßen. Außerdem wurden die Kämpfe ordentlich zurückgeschraubt. So oft wie in früheren Teilen, müsst ihr jetzt nicht mehr zum Säbel greifen. Hinzu kommen die immer wieder gleichen Handlungen in einem Level. Eigentlich müssen wir in jedem Abschnitt das gleiche machen. Wirklich abwechslungsreich ist das Game leider nicht. Allerdings müssen wir jetzt noch einmal klar stellen, dass uns das Spiel dennoch gut gefallen hat. Das Gesamtkonzept stimmt einfach. Die wunderschönen Levels und die Atmosphäre haben es uns genauso angetan, wie der hervorragende Sound, der immer wieder sprühende Wortwitz, das gute Zusammenspiel beider Charaktere und das frustfreie Gameplay. Es macht einfach nur Spaß gestellte Aufgaben zu bewältigen und der Story zu folgen. Vor allem Genreneulinge werden mit diesem Teil sehr viel Spaß haben. Wer also gerne recht einfache Action-Adventure-Spiele mag und mal ein komplett anderes Prince of Persia-Spiel spielen möchte, der darf ohne große Bedenken zuschlagen. Perfekt ist das Game zwar nicht, dennoch kann es einen lange am Bildschirm binden.

 

Features:

- Einen neuer, aufstrebender Held: Der Spieler muss die Akrobatik, die Strategie und die Kampftechniken des agilsten Kriegers aller Zeiten meistern: Rettungsgriffe nach halsbrecherischen Stürzen aus schwindelerregenden Höhen, perfekt abgestimmte akrobatische Kombinationen, waghalsige Sprünge über Schluchten und Gebäude und viele weitere Hürden. Der Prinz muss seine gesamten neuen Fähigkeiten einsetzen, um die korrumpierten Generäle von Ahriman mittels eines völlig neuen Kampfsystems zu besiegen, die Welt vor dem Verderben zu retten und das Licht zurückzubringen.
- Eine neue, epische Reise beginnt: Der Spieler taucht in eine neue Fantasiewelt des antiken Persiens ein. Eine gekonnt erzählte Geschichte und weitläufige Landschaften vermitteln dem Prince of Persia-Fan ein einzigartiges Spielerlebnis, das es mit den besten Hollywood-Filmen aufnehmen kann.
- Eine neue, offene Spielwelt: Erstmals in einem Prince of Persia-Spiel hat der Spieler die Freiheit vorzugeben, in welche Richtung sich das Spiel in diesem nicht linearen Abenteuer entwickeln soll. Der Spieler entscheidet, wie die Geschichte voranschreitet, indem er seinen eigenen Weg einschlägt.
- Eine tödliche Verbündete: Der Prinz erhält tatkräftige Unterstützung in Form von Elika, einer dynamischen K.I.-Gefährtin, die ihm in seinem Kampf um die Rettung der Welt zur Hilfe eilt. Sie besitzt magische Kräfte und unterstützt den Spieler im Kampf bei akrobatischen Einlagen und der Lösung von Rätseln. Dadurch wird es dem Prinzen ermöglicht, neue, höher gelegene Ebenen zu erreichen. Dabei werden spezielle, akrobatische Partner-Bewegungen und -Animationen sowie machtvolle Kampfkombinationen ausgelöst.
- Alles neu macht die nächste Generation: Das Debüt der Spieleserie auf den Konsolen der nächsten Generation nutzt Ubisofts fortgeschrittene Anvil-Engine, mit der auch schon Assassin's Creed™ entwickelt wurde.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Prince of Persia (Xbox 360)

 
 Prince of Persia
EUR 64,99
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Grafik: 89 %  
Sound: 94 %  
Bedienung: 84 %  
Singleplayer: 82 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 87 %  
Gesamtwertung:  87 %  

 

 

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