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Red Ocean - Review (PC)

Wertung:
81 %

Einleitung:  

First Person Shooter auf dem PC gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Um sich von der breiten Masse abzusetzen, muss man sich schon gewaltig was einfallen lassen. Ein viel versprechender Titel kommt jetzt über dtp entertainment auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Spiel Red Ocean. Dieses wurde übrigens von Collision Studio entwickelt, die bekannt wurden durch PC-Spiele wie Thandor, Napoleon oder Augustus. Wir konnten uns die fertige PC-Version jetzt genauer ansehen. Ob sich das Egoshooterspiel für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Selbst Egoshooter brauchen eine Rahmenhandlung. Red Ocean entführt uns in eine mächtige Unterwasserstation tief unter dem Ocean. Es beginnt eine gnadenlose Jagd durch eine mörderische Welt, voll skrupelloser Terroristen, tödlicher Energiewaffen und hoch brisantem Sprengstoff. Doch unter dem Druck der Wassermassen und des übermächtigen Gegners wachsen wir über uns hinaus und machen aus den Jägern die Gejagten. In dem Spiel schlüpfen wir in die Haut von Jack Hard. Er hatte sich sein neues Leben anders vorgestellt, als er aus der Armee ausschied und eine Tauchschule gründete. "Treasure-Dive Inc.", eine kleine Firma, die sich auf das Schatztauchen spezialisiert hat und einer zahlungskräftigen Klientel Tauchabenteuer zu gesunkenen Wracks auf der ganzen Welt bietet. Alles begann mit einem seltsamen Auftrag. Ein Mann namens Hammerson, mietete Jack und sein Boot, um sich auf die Suche nach einem gesunkenen U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg zu machen. Zwei Wochen später, 200 Seemeilen vor den Corvo Islands, bereiteten sich die beiden auf einen Tauchgang vor, den Jack Hard niemals wieder vergessen wird. Das Ganze wird natürlich passend durch einen einführenden Film eingeleitet. Bevor wir allerdings in das Spiel starten, wollen wir erst einmal das Hauptmenü besprechen. Dieses beinhaltet die Menüpunkte "Neues Spiel starten", "Spielstand laden" und "Optionen". Wie immer darf der Spieler unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen und unter Spielstand laden einen bestehenden Speicherpunkt aktivieren. Wie Ihr evtl. bemerkt habt, bleibt jetzt nur noch ein Punkt übrig: Neues Spiel starten. Dieser bezieht sich auf den Einzelspielermodus. Leider hat der Hersteller auf einen passenden Multiplayerbereich verzichtet. Schade eigentlich, denn das Spiel hätte sich gut dafür geeignet. Nachdem wir nun ein neues Spiel aktiviert haben, muss noch der Schwierigkeitsgrad bestimmt werden. Gleich drei Stufen (Leicht/Mittel/Schwer) werden angeboten und so dürfte für jeden Spieler eine passende Herausforderung dabei sein. Nach einem Intro kann das Abenteuer endlich beginnen. Wir tauchen mit unserer Spielfigur zu dem oben erwähnten U-Boot ab und finden uns dann - mit einem Messer bewaffnet - auf einer Unterwasserstation wieder. Der erste Spielabschnitt dient gleichzeitig als Tutorial. Dieser Übungsbereich bringt uns das Spielprinzip und vor allem die Steuerung in kleinen Schritten bei. Wir können also direkt in das Geschehen einsteigen.

Nach wenigen Minuten finden wir dann auch die erste Waffe (Pistole), mit der wir ankommende Gegner erledigen. Munition entdecken wir in dem Spiel genauso häufig, wie nützliche Medizin - die unsere Lebensleiste wieder auffüllt. Der Spieler braucht nur über die leuchtenden Objekte laufen um diese einzusammeln. Hin und wieder entdecken wir auch Lagerräume mit Regalen, die ebenfalls Items beinhalten. Diese findet man außerdem in zerstörbaren Kisten und bei getöteten Feinden. Wirklicher Munitions-mangel wird also nur dann aufkommen, wenn wir verschwenderisch mit unseren Waffen umgehen. Red Ocean spielt sich grundlegend wie ein reinrassiger Egoshooter. In der First-Person-Perspektive laufen wir durch unterschiedliche Levels, drücken Schalter und ballern alles weg, was uns vor die Knarre läuft. Das ganze wird dann noch durch eine recht ansprechende Story, kleinen Filmeinspielungen und hilfreichen Funksprüchen zusammengehalten. Das besondere an dem Spiel ist eindeutig das Szenario. Wir agieren in einer Unterwasser-Forschungsstation, in der Terroristen geheime Waffenexperimente durchführen. Hinter jeder Ecke lauert ein Schurke, der sich oftmals durch Schritte oder gesprochene Sätze ankündigt. Öffnen wir eine Tür, so stürmen fast immer mehrere Gegner auf uns zu. Da helfen dann nur noch eine ordentliche Deckung und eine geladene Waffe. Davon gibt es natürlich reichlich in dem Spiel. Das umfangreiche Waffenarsenal beinhaltet eigentlich alles, was man sich nur vorstellen kann. Von der obligatorischen Pistole, über Maschinenpistole bis hin zur Strahlenkanone ist alles vorhanden. Hinzu kommen dann noch Granaten und ein Messer für den Nahkampf. Mit unseren Schießprügeln gehen wir nun gegen anstürmende Feinde vor. Dabei müssen wir allerdings aufpassen, denn so ein Feuergefecht kann schlimme Auswirkungen haben. Herumstehende Fässer lösen teilweise Kettenexplosionen aus und befinden wir uns in einem Glasgang, so kann dieser - durch unsere Einwirkung - zusammenkrachen. Ist das Wasser erst einmal eingebrochen, geht es schwimmend weiter. Selbstverständlich können wir auch jetzt Gegner abknallen. Durch passende Schleusen gelangt der Akteur dann wieder in trockene Bereiche. Die Gegner selber haben so manche Moves drauf. Neben abfeuern einer Waffen, können sie noch Granaten schmeißen oder in Deckung gehen. Wirklich realistisch verhalten sie sich dabei allerdings nicht. Hin und wieder treffen wir dann noch auf stärkere Gegner, die ein wenig mehr Geschick von uns abverlangen. So erkunden wir nun die Umgebung, folgen der Story und erledigen einen Gegner nach dem anderen.

 

Technik:

Die Grafik macht einen wirklich guten Eindruck. Wir agieren in düsteren Levels die mit vielen Licht- und Schatteneffekten ausgestattet wurden. Nette Texturen sind genauso vorhanden, wie viele herumliegende Objekte. Hinzu kommen tolle optische Effekte wie Explosionen, Druckwellen oder Feuer. Ordentlich sind auch die Wassereffekte. Vor allem wenn im kühlen Nass etwas explodiert, bekommt man glänzende Augen. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte die stören. So sieht das Blut nicht sonderlich toll aus. Außerdem wirken alle Levels irgendwie gleich. Klar agieren wir in einer Unterwasserstation, die nicht andauernd neue Umgebungen aufweist. Allerdings hätte man sich ein wenig mehr Abwechslung gewünscht. Zumindest werden wir durch gut modellierte Spielfiguren ein wenig entschädigt. Diese agieren allerdings etwas steif durch die Levels. Vor allem kennen sie nur drei grundlegende Aktionen: Gehen, sich hin knien und ihre Schießhaltungen. Das war es dann auch schon. Hier hätte man eindeutig mehr machen können. Gefallen hat uns dann noch die eingebaute Physik-Engine. Viele Objekte lassen sich zerstören oder zumindest durch Explosionen verschieben. Kommt es dann noch zu einem Wassereinbruch, wird gleich alles durcheinander gewirbelt. Etwas unverständlich ist aber, warum getroffene Gegner teilweise meterweit durch den Raum gleiten. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Zum einen werden wir eine stimmungsvolle Musik zu hören bekommen. Diese klingt genauso gut wie die Ingamegeräusche, Waffeneffekte oder die deutschen Synchronsprecher. Zwar sprechen manche etwas überzogen, dennoch wird insgesamt ein ordentliches Ambiente erschaffen. Mit der Steuerung kommt man schnell klar. Zum einen liegt es an dem einführenden Tutorial. Hinzu kommt, dass der Hersteller auf die genretypische Steuerung setzt. Wer also schon einmal ein Egoshooter gespielt hat, wird sofort mit dem Spiel klar kommen. Die KI ist dann ebenfalls ein zweischneidiges Schwert. Zum einen gehen Gegner in Deckung, ducken sich und schießen recht präzise. Meistens aber ballern sie wild in der Gegend herum, laufen direkt auf uns zu oder bleiben immer wieder an der gleichen Stelle stehen. Wirklich Schade ist dann noch, dass der Hersteller auf einen Multiplayermodus verzichtet hat. Somit können wir uns nur auf den Einzelspielerbereich bzw. die Kampagne stürzen.

 

Fazit:

Red Ocean ist eigentlich ein sehr interessantes Spiel. Das Game wird filmreif präsentiert, eine ordentliche Grafik ist vorhanden und alle wichtigen Genrefeatures wurden eingebaut. Hinzu kommen eine leicht erlernbare Steuerung und viele imposante Effekte. Allerdings gibt es auch ein paar negative Punkte. Da wäre vor allem die KI der Gegner. Diese verhalten sich nicht immer realistisch und so sind sie oft ein gefundenes Fressen für unsere Waffen. Hinzu kommen immer gleich wirkende Levels, die dann noch sehr linear ablaufen. Zumindest werden wir durch die interessante Mischung aus normalen Egoshooteraufgaben und Schwimmeinlagen anständig entschädigt. Das Spiel ist ein sehr solides Shootergame, das auf schnelle und unkomplizierte Action setzt. Die einfachen und effektreichen Feuergefechte binden einen immer wieder an den Bildschirm. Da dann noch eine zeitgemäße Präsentation vorhanden ist, bleibt man hoch motiviert am Rechner sitzen. Das Ende ist allerdings recht schnell gekommen, denn nach gut 10 Stunden hat man die Kampagne durchgespielt. Wer also auf einfache aber dennoch gut gemachte Shooterspiele steht, mal eine Unterwasserstation unsicher machen wollte und nichts gegen eine kurze Spielzeit hat, der darf gerne bei diesem Spiel zuschlagen. Auch wenn Red Ocean das Genre nicht revolutioniert, kann es dennoch gut unterhalten.

 

Features:

- Unkomplizierte Shooter-Action
- Einzigartiges Szenario
- Spannende Tauch-Sequenzen
- Knallharte Feuergefechte über und unter Wasser
- Mächtige Physik-Waffen

 

 

 

Screenshots:
 

Wertungsbox:

Red Ocean (PC)

 
 Red Ocean
EUR 47,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 85 %  
Sound: 81 %  
Bedienung: 86 %  
Singleplayer: 76 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 78 %  
Gesamtwertung:  81 %  

Minimale Systemanforderungen:

- Windows 2000 (SP4), Windows XP/XP64 (SP2), Windows Vista
- CPU 1.8 GHz
- 512 MB Hauptspeicher
- DirectX 8.1 Grafikkarte mit 64 MB
- DirectX kompatible Soundkarte
- ~800 MB freien Festplattenspeicher
- CD-Rom Laufwerk
- Aktuelles DirectX (9.0c enthalten)
- Es werden eine Tastatur sowie eine Maus benötigt.

 

Empfohlene Systemanforderungen:

- Windows 2000 (SP4), Windows XP/XP64 (SP2), Windows Vista
- CPU 3.0 GHz
- 1024 MB Hauptspeicher
- DirectX 9.0 Grafikkarte mit 256 MB
- DirectX kompatible Soundkarte
- ~800 MB freien Festplattenspeicher
- CD-Rom Laufwerk
- Aktuelles DirectX (9.0c enthalten)
- Es werden eine Tastatur sowie eine Maus benötigt.

 


 

 

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