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Republic: The Revolution - Review (PC)

Wertung:
82 %

Einleitung:  

Eidos versucht sich jetzt an einem ganz neuen Thema. Diesmal geht es um eine politische Umsturzsimulation, indem der Spieler die Rolle eines jungen Russen übernimmt. Welche Richtung Ihr einschlägt hängt von Euch selber ab, denn Ihr könnt das Land retten aber auch weiter ins Chaos stürzen. Im Mittelpunkt des Geschehens steht unser Heimatstaat Novistrana. In diesem Staat wohnen viele Menschen die allerdings nicht wissen welche politische Ausrichtung sie haben. Sie sind nur zu gerne bereit eine neue Führung anzunehmen. Wir sind aber nicht die einzige Partei die nach der Macht strebt denn es gibt in dem Spiel unterschiedliche Gruppierungen, gegen die wir bestehen müssen bzw. mit denen wir zusammenarbeiten können. Alle Gruppen verfolgen dabei das gleiche Ziel - die Macht in Novistrana zu erlangen.

 

Zum Spiel:

Nach dem Zerfall der mächtigen Sowjetunion entstanden unzählige autonome Einzelstaaten. In einem dieser Staaten, der Republik Novistrana, blüht seitdem die Kriminalität und die Korruption. Der skrupellose Diktator Vassily Karasov regiert das Land mit eiserner Hand. Seine Herrschaft stützt sich ausschließlich auf Angst und Unterdrückung. Doch langsam wächst in der Bevölkerung die Unzufriedenheit. Es wird Zeit, dass Ihr den Despoten absetzt und das Volk befreit ... es wird Zeit für eine Revolution!

Bevor wir uns allerdings mit dem eigentlichen Spiel beschäftigen können, müssen wir uns erst einmal mit der Steuerung und dem Tutorial auseinandersetzen. Dieses ist leider recht unglücklich ausgefallen, denn man bekommt nur einige Bildschirme mit Texten und kleinen Screenshots zu sehen die alles erklären sollen. Da das Spielprinzip und die Handlungsmöglichkeiten recht vielfältig sind reicht dieses leider nicht ganz aus und so muss das Handbuch auf jedenfall für weitere Informationen herhalten. Mit der Zeit und viel Übung wird einem dann aber alles klar, so dass es verspätet losgehen kann.

Bevor nun ein richtiges Spiel beginnt müssen wir erst eine Spielfigur erstellen und eine Partei gründen. Dieses geschieht durch einen Persönlichkeitstest der recht schnell einen passenden Charakter erstellt. Für die Partei wird dann noch ein Logo ausgesucht und schon kann es losgehen. In unserem Staat herrscht das Chaos, denn hohe Arbeitslosigkeit, Korruption und Morde stehen auf der Tagesordnung. An der Spitze steht Präsident Karasov der mit eiserner Hand regiert. Der Herr lebt in Saus und Braus, während das Volk mit der Armut zurecht kommen muss. So wundert es nicht das Banden, Untergrundorganisationen und kleine Parteien sich in der Stadt breit machen und nach der Macht streben. Unser Ziel ist es eine eigene Partei mit verschiedenen Aktionen an die Macht zu bringen. Wir beginnen in Ekaterine und versuchen nun mit Komplizen unseren Kampf zu beginnen.

Jeder Tag ist in drei Abschnitte unterteilt, in der Ihr je drei Aktionen ausführen könnt. So dürfen dann verschiedene Aktionen - wie gegnerische Anhänger bearbeiten bis sie neutral sind oder mit Plakaten und anschließenden Reden neue Mitglieder locken - ausgeführt werden. Die Zeit läuft dabei normal ab. Außer ein abspulen der Zeit bei fünffacher Geschwindigkeit gibt es keine Möglichkeit Zeit zu überspringen. So muss der Spieler auch mal Wartezeiten in Kauf nehmen. Auch auf Informationen muss der Spieler lange warten denn z.B. die Statistiken über das aktuelle Machtverhältnis benötigt mehrere Tage bis es bei uns einflattert.

Alles spielt in dem Spiel irgendwie zusammen. Die Aktionen die erfolgreich beendet wurden bringen z.B. den Personen Erfahrungspunkte ein, die dann deren Charakterwerte aufbessern - dieses kostet dann allerdings wieder Ressourcen was durch unsere Anhänger bestimmt wird. Deswegen sollte der Spieler auch zusehen das er so viele Bezirke wie möglich unter Kontrolle bekommt. Ist erst einmal ein Bezirk unter Kontrolle stehen viele Möglichkeiten offen. Aber nicht alles kann richtig gemacht werden und die Gegner warten nur auf kleine Schwächen um Wahlstimmen aus unseren Bezirken zu gewinnen. Da die Gegner nicht Faul auf der Haut herum liegen muss der Spieler viele Befehle geben was wieder Ressourcen kostet. So darf man dann auch permanent Stadtviertel erkunden, Stimmen gewinnen und Informationen beschaffen und das ganze unter dem Druck das es keine sicheren Einnahmequellen gibt.

In dem Spiel müssen dann auch Hauptaufgaben bewältigt werden. Diese gehen von Machtübernahme in bestimmten Bezirken, Befreiungen von Gefangenen bis hin zu Kauf eines Casinos. Die Story wird durch kleine Zwischensequenzen in Spielegrafik erzählt, so dass man immer weiß was als nächstes ansteht. So kann der Spieler nun viele Stunden Spaß und Spannung genießen - was nach der schwierigen Einführung auch nötig ist.

 

Technik:

An der Steuerung muss man sich erst einmal gewöhnen. Sämtliche Aktionen - vom Informationen sammeln über den Stimmenfang bis hin zum Anwerben von Parteimitgliedern - werden durch ein verschachtelten Menü und einer gezeigten Stadtkarte ausgeführt. Bei Gesprächen schaltet das Spiel in eine Nahansicht um. Es folgt ein noch verworreneres Diskussionsmenü. Mit der Zeit wird dieses System zwar praktikabel aber man muss sich wirklich eine ganze weile an diese Art der Menüführung gewöhnen. Anschließend erkennt man den Sinn solch eines Systems. Auf der Karte bewegen wir uns dann mit der Maus und einigen Klicks. Ein wenig überempfindlich ist diese Art der Fortbewegung zwar aber mit der Zeit gewöhnt sich der Spieler auch an diese. Während des Spiels wird ein netter und passender Sound abgespielt. Dezente Stadträusche unterstützen das gesamte Ambiente. Optisch präsentiert sich das Game zweckmäßig und desto stärker der eigene Rechner ist, desto mehr Leben kann in der Stadt erzeugen werden. Die verwendete 3D Stadtansicht ist recht gut gelungen, auch wenn es ein wenig realistischer hätte sein können. Auch die Animationen der Figuren laufen nicht perfekt ab. Personen wirken einfach zu hölzern und lassen so einige Wünsche offen. Insgesamt gesehen ist das Spiel zwar technisch nicht perfekt aber mit der Zeit, ein wenig Übung und viel Geduld kommt man mit den kleinen Macken zurecht und so kann das Spiel selbst durch die Technik nicht mehr gebremst werden und sein Potential voll ausspielen.

 

Fazit:

Hat man die ersten quälenden Stunden der Einarbeitung hinter sich gebracht entfaltet Republic sein ganzes Potenzial. Die politischen Gegner legen mitunter einen verblüffenden Ideenreichtum an den Tag und daher ist das Spiel im späteren Verlauf nie langweilig. Gut gefallen kann das innovative Szenario, die vielen Schwierigkeitsgrade, der ansprechende Sound und die Musik, gute Gespräche, realistische Stadtarchitektur und die motivierenden Hauptaufgaben. Leider gibt es aber auch negatives zu berichten. Neben der problematischen Einführung sind da vor allem die technischen Mängel. Mit den meisten kommt man aber mit der Zeit gut zurecht und wenn erst einmal das richtige Spielfieber ausgebrochen ist wird der Spieler schnell vergessen was vorher noch für Aufregung gesorgt hat. Schade eigentlich auch das jedes Spiel die gleichen Hauptaufgaben hat. Wenn man hier noch ein paar Variationen eingeführt hätte würde das Spiel noch mehr Spaß machen.

Zumindest wird die Story mit dem Spiel immer besser und da Republic: The Revolution sehr viele Spielvarianten aufweist lohnt sich auch ein zweites Spiel - auch wenn die Aufgaben die gleichen sind. Gut rüber kommt auch die KI. Zum einen bei den Gegnern und zum anderen bei den Personen die in der Stadt agieren. Republic: The Revolution hat das Potenzial zum richtig guten Strategiespiel, leider wurden die Möglichkeiten nicht ganz ausgeschöpft. Trotzdem macht das Spiel richtig Spaß - wenn man in das Geschehen erst einmal eingetaucht ist - und daher können wir Republic: The Revolution auch allen Empfehlen die ein neuartiges und gut durchdachtes Strategiespiel suchen. Spieler die lieber das schnelle Spiel für zwischendurch bevorzugen und ein Spiel sehen wollen was technisch Perfekt ist werden wohl mit diesem Strategiespiel nicht glücklich werden. Vor allem die lange Einarbeitungszeit wird dieses verhindern. Wer sich jetzt nicht sicher ist sollte vor einem Kauf erst einmal ein Probespiel wagen.

 

Features:

- Sind Sie ein skrupelloser Diktator? Oder sind Sie ein geschickter Politiker, der durch gute Argumente neue Anhänger gewinnt? Beherrschen Sie die Instrumente der Macht und verstehen Sie, wie man einflussreiche Unterstützer korrumpiert? Erobern Sie den Präsidentenpalast von Novistrana oder bleiben Sie ein kleiner Provinzpolitiker in Republic: The Revolution?
- Gewinnen Sie neue Wähler und bringen Sie die Opposition zum Schweigen. Natürlich gehören dabei Schmiergelder, Auftragsmorde, gezielte Polizeiaktionen und Verleumdungen zu Ihrem Alltag ... schließlich wollen Sie Präsident werden!
- Organisieren Sie Aufstände und Demonstrationen, gründen Sie Verbrechersyndikate, veranstalten Sie Wohltätigkeitsbälle, koordinieren Sie Einsätze der Geheimpolizei, manipulieren Sie das Volk mit Ihrer Propaganda.
- Verfolgen Sie Ihre Ziele als skrupelloser Despot oder zeigen Sie Verständnis für die Bedürfnisse Ihrer Untertanen. Sie haben die Wahl!
- Erforschen Sie die riesigen Städte Pugachev, Ekaterine und Berezina. Die Vorlagen für diese detailliert modellierten Metropolen lieferten echte osteuropäische Städte.
- Intuitive Oberfläche mit kontextabhängigen Bildschirmsymbolen und Menüs.
- Totality™ - Die neuartige Grafikengine von Republic verspricht uneingeschränkten Detailreichtum: Von der Satellitenansicht zoomen Sie nahtlos in die Straßen Novistranas und verfolgen in Echtzeit die Geschicke Ihrer Bürger.

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Republic: The Revolution (PC)

 
 Republic - The Revolution
EUR 44,99
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Grafik: 81 %  
Sound: 85 %  
Bedienung: 71 %  
Singleplayer: 85 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 87 %  
Gesamtwertung:  82 %  



 

 

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