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Richard Garriott's Tabula Rasa - Review (PC)

Wertung:
83 %

Einleitung:

Rollenspielfans werden mit Sicherheit die Ultima-Reihe und - falls sie auch Massively Multiplayer Online bevorzugen - Ultima Online kennen. Maßgeblich an den Spielen beteiligt war der Spieldesigner Richard Garriott. Dieser hat sich in letzter Zeit nicht nur mit Geld zählen beschäftigt, sondern auch an dem neusten NCsoft-Spiel mitgearbeitet. Es handelt sich dabei um das MMORPG Tabula Rasa. Entwickelt wurde das Game übrigens von Destination Games. Das Spiel trumpft nicht nur mit einem frischen Science-Fiction-Setting auf, sondern es vereint auch Rollenspiel, Shooter und MMO-Elemente miteinander. Wir konnten uns jetzt die fertige PC-Version ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel für alle Rollenspielfans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Selbst ein Spiel wie Tabula Rasa kommt nicht ohne eine Rahmenhandlung aus. Die menschliche Zivilisation steht vor dem Ruin. Vom Alien-Volk der Bane auf dem als sicher geltenden Heimatplaneten überrannt, vermochten sich nur wenige Erdlinge ins All zu retten. Als Rekrut der Allied Free Sentients (AFS) - ein Zusammenschluss verschiedener Völker - nehmen Spieler den Kampf gegen die Bane auf. Unterstützung finden sie beim mächtigen Volk der Eloh, das sie in der Nutzung von Logos, der außerirdischen Macht der Eloh, unterrichtet. Am Anfang erstellen wir erst einmal einen Charakter. Neben dem Geschlecht bestimmt der Spieler auch noch das Aussehen. Wer jetzt enttäuscht ist, dass er keine Klasse anlegen darf, kann beruhigt sein. Diese entwickelt sich später im Spiel. Eine weitere nette Sache ist das Klonen. Ihr dürft Euren eigenen Charakter klonen und so vielfältige Optionen offen halten. Merkt Ihr später z.B. dass die Fähigkeitspunkte falsch gesetzt wurden, kann man durch den kopierten Charakter Fehler wieder rückgängig machen. Wir dürfen sogar das Aussehen der Figur komplett verändern. Nach der Anfangsprozedur, folgt der Übungsbereich, wo wir das Spiel und die Steuerung erst einmal in aller Ruhe kennen lernen. Das Tabula Rasa ein etwas anderes Onlinerollenspiel ist, wird schon nach wenigen Minuten klar. Wir steuern unsere Spielfigur aus der Third-Person-Perspektive. Die Ähnlichkeiten zu einem Shooter sind unverkennbar. Allerdings werden wir nicht die Hektik solcher Spiele verspüren. Dank einer automatischen Zielerfassung laufen die Kämpfe recht entspannt ab. Selbst auf dem wildesten Schlachtfeld bricht hierdurch keine Hektik aus. Viel mehr ist es im Kampf unsere Aufgabe, die richtige Waffe und die besonderen Fähigkeiten unserer Figur einzusetzen. Über die Schnellzugriffsleisten können wir auf diverse Waffen und Fähigkeiten zurückgreifen, was in der Praxis sehr hilfreich ist. Mit der linken Maustaste feuern wir nun unsere ausgesuchte Waffe ab. Magische Fähigkeiten oder z.B. Medipacks werden dann mit der rechten Taste aktiviert. Mit dem Cursor selber visieren wir dann unsere Gegner an. Davon gibt es in dem Spiel wirklich viele, denn ununterbrochen werden feindliche Bane-Truppen auf uns losgelassen. Diese führen nichts gute im Schilde und so setzen sie allen daran, um z.B. unsere Außenposten zu erobern. Werden diese angegriffen muss der Spieler den NPC zu Hilfe kommen, denn allein werden sie einem massiven Angriff nicht standhalten. Diese Außenposten sind wichtig in dem Spiel, denn hier finden wir neben Heilstationen auch Transporter, die uns schnell zu anderen Orten bringen. Allerdings sind das nicht unsere einzigen Aufgaben. Daneben müssen wir noch viele andere Quests erledigen.

Das Missionsdesign ist allerdings recht genretypisch. Mal sollen wir Sachen besorgen, bestimmte Gegner töten, Laufdienste erledigen oder Orte beschützen bzw. erobern. Wirklich neu ist das wirklich nicht. Zumindest wurde alles in eine nette Story gepackt. Dabei werden wir auch in moralische Zwickmühlen geraten, wodurch sich der weitere Verlauf der eigenen Geschichte ändert. Ein Rollenspielbereich ist natürlich auch vorhanden, denn Tabula Rasa ist bei weitem mehr wie ein einfaches Shooterspiel. Zu Beginn des Spiels starten wir als einfacher Rekrut in das Abenteuer. Durch das erledigen von Quests und Gegnern erhalten wir obligatorische Erfahrungspunkte, die genretypische Aufstiege einbringen. Ab einer bestimmten Stufe müssen wir uns nun für einen Weg entscheiden. Jede Ausrichtung ist spezialisiert. Soldaten sind effektive Kämpfer, die später sogar zu Scharfschützen oder Grenadiere aufsteigen können. Wichtig sind auch die aus Shootern bekannten Ingenieure, die mit technischen Hilfsmitteln mächtig viel Schaden anrichten können. Hinzu kommen Fähigkeiten die andere Spieler unterstützen, wie das errichten von Kraftfeldern. Sehr hilfreich sind auch die Supporter, die Mitspielern Heilung verschaffen. Ihr seht schon, dass man sich in jede erdenkliche Richtung weiter entwickeln darf. Kein Wunder, denn es werden 14 Spezialisierungen vom Kommandosoldaten bis zum Mikrobiologen angeboten. Das Waffenarsenal ist selbstverständlich ebenfalls sehr reichhaltig. Neben anfänglichen Pistolen wären das Gewehre, Schrotflinten, Raketenwerfer, futuristische Waffen und so weiter. Jede Waffe hat spezielle Vor- aber auch Nachteile und so muss der Spieler genau darauf achten, welche Waffe er gegen welchen Gegner einsetzt. Vor allem, weil die Gegner oftmals einen Schutzschild haben, der erst einmal ausgeschaltet werden muss. Hierdurch ist es absolut notwenig, ständig zwischen den Waffen hin und herzuschalten. Dabei müssen wir auch mal in Deckung gehen. Wer einfach nur in der Gegend herum steht und ballert, wird schnell das Zeitliche segnen. Hinzu kommt, dass die Waffen auch mit unterschiedlicher Munition schießen. Neben den Knarren kann man auch Gegnern aus der Nähe eins überbraten. Sind wir nah genug an einen Feind herangekommen, besteht die Möglichkeit, diesen mit Nahkampfaktionen auszuschalten. Dazu nutzt unser Charakter effektive Nahkampfwaffen, die dann in netten Finishing Moves enden. Die Gegner sind recht vielfältig. Der Hersteller schöpft hier aus dem Vollen, denn wir müssen gegen tierische Feinde genauso kämpfen, wie gegen Roboter und Monster. Dadurch, dass wir immer wieder andere Kontrahenten zu sehen bekommen, ist das Gameplay recht abwechslungsreich. Das war natürlich noch nicht alles. Wir dürfen außerdem noch die Macht von Logos entfesseln. Wir machen uns durch diese außerirdischen Technologien die Kräfte des Kosmos für Angriffe, Heilung und vieles mehr zunutze. Hinzu kommt das der Gamer auch Gegenstände herstellen und verkaufen kann. Neben dem normalen Onlinespiel gibt es auch noch einen genretypischen PvP-Bereich. Spieler können hier ausgiebig Kleinkriege austragen und alte Rechnungen begleichen. Selbst Clan-Kriege sind möglich. Dazu seid Ihr allerdings nicht verpflichtet. Habt Ihr keine Lust dazu, so nehmt einfach die nächste Storymission an.

 

Technik:

Die Grafik von Tabula Rasa ist wirklich ganz nett. Wir werden zum einen viele unterschiedliche Landschaften inkl. unzähligen Details zu sehen bekommen. Es gibt aber auch Bereiche, die etwas dröge wirken. Allerdings muss man dabei immer beachten, dass es sich bei dem Game um ein Onlinerollenspiel handelt. Solche Spiele werden nie so gut aussehen, wie reine Offlinespiele. Etwas entschädigt werden wir dann noch durch die nett modellierten und animierten Figuren. An Effekten und kleineren Licht- und Schattenspielen hat der Hersteller ebenfalls gedacht. Vor allem bei den Kämpfen wird ein kleines Grafikfeuerwerk abgefeuert. Das Beste ist natürlich, das alles sehr flüssig läuft. Nicht schlechter ist der Sound. Die Ingamegeräusche werden passend eingespielt und selbst die Kampf- und Waffengeräusche klingen authentisch. Die stimmungsvolle Musik kann einen ebenfalls gut unterhalten. Mit der Steuerung wird jeder sofort klar kommen. Die Figur reagiert sehr direkt auf unsere Anweisungen und durch das übersichtliche Interface, wird jeder direkt in das Spielgeschehen einsteigen können. Die CPU Figuren agieren außerdem recht intelligent, was für eine gute KI spricht. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite sehr zufrieden sein.

 

Fazit:

Tabula Rasa bringt endlich frischen Wind in das Genre. Es macht schon Spaß mit seinem Charakter gestellte Aufgaben zu erledigen. Allerdings werden viele sagen, dass dieses Spiel nichts anderes ist, wie ein Shooterspiel mit leichten Rollenspielelementen. Ganz abstreiten kann man das leider nicht, denn der spielerische Tiefgang ist doch ein wenig mager. Auch sammelwütige Spieler könnten ein wenig enttäuscht sein, denn wirklich viele Rüstungsteile und Entwicklungsstufen gibt es leider nicht. Trotzdem ist das Spiel ein durchdachtes Onlinespiel, das einen über viele Stunden am Bildschirm bindet. Auch wenn Tabula Rasa das Genre nicht wirklich revolutioniert, kann es doch viele Gamefeatures gut miteinander verbinden. Wer also Rollenspiele und 3-D Actiongames mag, ein gutes shooterlastiges Kampfsystem bevorzugt und nichts gegen eine dichte Atmosphäre hat, der darf gerne bei diesem Spiel zuschlagen. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, hat uns das neuste NCsoft-Spiel recht gut gefallen und daher können wir eine Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Richard Garriotts kreative Vision: Eine vielschichtige Story mit zahlreichen Höhepunkten in einer fesselnden Spielwelt mit durchgehender Handlung.
- Kombiniert Rollenspiel mit Schlachtfeld-Action: Rasante Action, die Fertigkeit, Taktik und Strategie mit Charakterentwicklung (RPG) im Maßstab eines Massively Multiplayer Online-Spiels (MMO) kombiniert.
- Entfesseln Sie die Macht von Logos: Machen Sie sich mit Hilfe von außerirdischer Technologie die Kräfte des Kosmos selbst für Angriffe, Heilung und vieles mehr zunutze!
- Ethische Parabeln: Zum Erreichen von Zielen oder dem Abschließen von Missionen müssen Spieler moralische Entscheidungen treffen, die Einfluss auf die Spielwelt und den Verlauf ihrer eigenen Geschichte haben.
- Kontrollpunkte auf dem Schlachtfeld: Sichere Positionen können auf einem beliebigen Schlachtfeld im Laufe einer Schlacht vom Gegner übernommen werden und Spawnpunkte sowohl verbündeter als auch feindlicher Charaktere beeinflussen.
- Charakter-Klonsystem: Entwickeln Sie Ihren Charakter in eine andere Richtung, ohne noch einmal ganz von vorne anfangen zu müssen.
- Handwerkssystem & Wirtschaft: Spieler haben die Möglichkeit, Gegenstände herzustellen und zu verkaufen.
- Player vs. Player (Spieler gegen Spieler): Fordern Sie im freiwilligen PvP-Modus andere Spieler heraus.
- Integrierter Voice-Chat: Ermöglicht Ihnen Unterhaltung in Echtzeit mit Ihren Teamgefährten.

 

 

Screenshots:
 

Wertungsbox:

Richard Garriott's Tabula Rasa (PC)

 
 Richard Garriott's Tabula Rasa
EUR 44,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 81 %  
Sound: 83 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer:   --  %  
Multiplayer: 85 %  
Spielspaß: 86 %  
Gesamtwertung:  83 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Microsoft® Windows® XP
- Prozessor: 2,5 GHz Intel® Pentium® 4 oder gleichwertiger Prozessor
- Speicher: 512 MB RAM
- Optisches Laufwerk: DVD-ROM
- Festplatte: 5 GB freier Festplattenspeicher
- Graphik: Videokarte der Reihe ATI™ Radeon® 9600 oder NVIDIA® GeForce FX 5700 mit 128 MB VRAM
- DirectX: DirectX 9.0c
- Audio: 16-Bit Soundkarte
- Internetverbindung: Breitband-Internetverbindung
- Eingabegeräte: Tastatur und Maus

 


 

 

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