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Ring 2 - Review - (PC)

Wertung:
78 %

Einleitung:

Aus den tiefen Wäldern des Nordens entspringt eine Legende: Vom verlorenen Kind, das keine Angst kannte. Vom zerbrochenen Schwert, das neu geschmiedet werden musste und von seinem Kampf gegen den Drachen, den Hüter des Ringes der Macht, dessen Herr er eines Tages sein würde. Mit diesem Spiel wird die Saga von Siegfried erlebbar: Seinen Sieg über die Riesen, seinen Kampf gegen die Mächte, seine Liebe zu einer Walküre und auch, wie durch seinen Sturz die Götterdämmerung begann.

Eigentlich müßte jedes Kind etwas mit der Nibelungen-Saga anfangen können, deren mittelalterliche Helden die Fantasie vieler Generationen beflügelte. Falls nicht kann man mit dem epischen Adventure Ring 2 von Arxel Tribe Abhilfe schaffen, das sich grob an Wagners Ring des Nibelungen orientiert. Arxel Tribe veröffentlichte im Jahr 1998 das Grafik-Adventure Der Ring des Nibelungen (nach Motiven aus Richard Wagners Oper) wo Spieler die epische Erzählung um strahlende Helden, tragische Liebschaften und hinterhältige Intrigen aus der Sicht von Alberich, Logo und Siegmund erleben durften. Das Spiel konnte sich weltweit über 400.000 mal verkaufen. Nun können alle in Ring 2 in die Haut des Drachentöters Siegfried schlüpfen, der zu Beginn seiner Geschichte als kleiner Held mit punkiger Frisur ins Abenteuer seines Lebens einsteigt. Genauso wie der Vorgänger kommt der zweite Teil mit abgefahrenen Szenarios auf den Markt - wo der Aufstieg vom Sohn von Siegmund und Sieglinde bis hin zum germanischen Superheld im Mittelpunkt steht.

 

Zum Spiel:

Eins muß man im Vorfeld erwähnen - wer die vage Story von der Siegfried Saga nicht mehr vor Augen hat, wird es schwer haben der Geschichte von Ring 2 zu folgen - denn die dürftigen Erläuterungen im Spiel reichen nicht aus um das Heldentum, die Zwerge, das Schwert Nothung, den Drachen Fafner - der den Ring bewacht - und die Walküre zu verstehen. Wer die Story ein wenig kennt kann sich aber zurecht finden und mit ein wenig Vorwissen bekommt jeder schnell wieder einen Einstieg in das Geschehen. Trotzdem sollte man die kleine Einführung in der Anleitung lesen. Im Menue kann man außerdem den Punkt Geschichte anwählen um die Story von Erda usw. anzusehen. Dem Spieler wird so an die verschiedenen Abenteuer von Siegfried im Verlauf des Spiels erinnert.

Als recht ungewöhnlich kann man den Mix ansehen, in der die mystische Welt von Ring 2 angesiedelt ist. Schon zu Beginn überrascht der kleine Siegfried mit seinem recht ungewöhnlichen Aussehen bzw. Frisur. Damit der Junge die schwere Arbeit beim bösen Zwerg Mime schafft wurde er in eine Art robotorähnliche Maschine eingesperrt. Gimlis verfügt über ein mechanisches Hammerwerk anstatt auf einen Amboss zu schlagen. Dieses ändert sich auch nicht nachdem Siegfried älter geworden ist. Der wasserstoffblonde Hüne sieht anders aus als man sich ihn vorstellen würde genauso wie der Drache und alle anderen Figuren. Rundum wurde die alte Saga ins futuristische verlagert.

Die Steuerung erfolgt über die Tastatur. Der Held kann die gewohnten Richtungen Vorwärts, Rückwärts, Links und Rechts einschlagen, springen, laufen, mit der Umgebung interagieren, seine Waffe ziehen/zurückstecken, zustoßen bzw. angreifen. Alle Dialoge oder Animationen können mit der Esc-Taste unterbrochen werden. Icons im Spiel weisen auf mögliche Aktionen wie Zoom, Aktion, Klettern oder Objekte hin. Diesen Objekten ist eine gewisse Bedeutung zuzumessen, da sie für das Spiel sehr wichtig sind. Jedes mal, wenn Siegfried ein Objekt aufnimmt, erscheint ein Symbol. Jedes Objekt wird dann kurz durch einen Untertitel beschrieben. Mehrere Objekte können auch verbunden werden um neue Werkzeuge zu erzeugen. Die Realisation solcher Verbindungen erfolgt immer automatisch, wenn sie anwendbar ist.

In dem Spiel findet man neben kleinen Action-Einlagen vor allem Rätseleinlagen die nicht sehr schwer sind. Oft muß der Spieler nur seine Gegenstände an den markierten Stellen ausprobieren um die Lösung zu finden. Allerdings darf der Akteur immer nur einen Gegenstand mitnehmen. Bei der falschen Entscheidung ist zurückrennen unabwendbar. Ansonsten steht das Sammeln von Objekten und die Interaktionen im Mittelpunkt. Rundum gibt es für den Spieler viel zu tun, auch wenn der Schwierigkeitsgrad recht klein ausgefallen ist. Dieses dürfte aber Adventure Anfängern zu gute kommen.

 

Zur Technik:

Wie in jedem guten Point & Click Adventure sind die Hintergründer wunderbar gerendert. Dadurch entsteht eine schöne düstere Kulisse für das Spiel. Insgesamt kommt das Spiel mit Kinoatmosphäre daher, da es die wichtigen Cinemascope-Streifen oben und unten aufweist. Auch die Videos sind gut gelungen die einem wunderbar die Story erklären. Ein wenig schlechter kommen die in Echtzeit berechneten dreidimensionalen Figuren weg. Sie wurden in Form und Design ungewöhnlich umgesetzt und sie fügen sich nicht immer gut in die Umgebung ein. Außerdem gibt es leichte Clipping Fehler. Trotzdem ist die Optik rundum angemessen gelungen.

Gut eingebunden wurde die Musik die permanent aus dem Ring der Nibelungen eingespielt wird. Sie wurde meisterhaft von den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Sir Georg Solti umgesetzt. So ertönen all die bekannten klassischen Melodien aus Wagners Ring, an die sich moderne Spieler allerdings erst einmal gewöhnen müssen. Ein wenig mager fallen dagegen die deutschen Sprecher auf. Trotz dieser kleineren Mängel ist die deutsche Lokalisierung weitgehend gelungen.

 

Fazit:

Klassikerfans werden sich erst einmal eingewöhnen müssen aber trotzdem kann man diese moderne Art der Umsetzung von Richard Wagner Ring der Nibelungen begrüßen. Das Spiel glänzt mit einem schönen düsteren Design und die gute Musik kann voll überzeugen, sodas die Sprecher hinzunehmen sind. Spielerisch kann das Spiel Ring 2 leider nicht so überzeugen, da die Rätsel doch recht simple erscheinen. Auch die guten Actioneinlagen können da nicht viel Boden gut machen. Die Nibelungensaga hätten die Macher ebenfalls besser erklären können, sodas Spieler die noch nie von dieser Geschichte gehört haben besser das Spielgeschehen verstehen können. Eine Einleitung oder auch Erklärung des ersten Teils wäre wirklich hilfreich gewesen. Trotzdem ist das Spiel recht ansprechend in Szene gesetzt worden und daher kann man das Spiel jedem nahe legen der Wagners Siegfried Saga mal in einer modernen und außergewöhnlichen Fassung erleben möchte.

 

Features: 

- Nachfolger des weltweit über 400.000 mal verkauften Ring I

- Die Legende von Siegfried und dem Ring hat ihre Wurzeln in der skandinavischen Mythologie und wurde während des 19. Jahrhunderts von Richard Wagner in seinem monumentalen Opernzyklus des Rings umgesetzt. Dieser Mythos war auch für J.R.R. Tolkien bei der Verfassung seines "Herrn der Ringe" eine große Inspiration

- Eine fesselnde Welt mit grandiosen Dekors und legendären Helden: Das Talent von Philippe Druillet verleiht dem RING II eine absolut einmalige visuelle Identität

- ENGINE CINERGYTM : Personen und Spezialeffekte in 3D Echtzeit und vorberechneten Umgebungen

- Eine Gameplay-Dynamik mit einer perfekten Mischung aus Rätsel, Arkade und Aktion

- 30 Minuten phantastischer Animationen verleihen der Saga noch epischere Dimensionen

-  Cinemascope-Format

- Einfache Bedienoberfläche

Screenshots:

Wertungsbox:

Ring 2 (PC)

 
 Ring 2
EUR 41,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 82 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 78 %  
Singleplayer: 67 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 76 %  
Gesamtwertung:  78 %  

Mindestanforderungen:

-               AMD K6 / 450 MHZ oder Pentium II / 450 MHZ oder höher

-               128 MB RAM (256 MB für Windows XP/2000)

-               850 MB freier Festplattenspeicher

-                Direct3D kompatible Grafikkarte mit ^6 MB Speicher

-                Directsound Kompatible 16-Bit Soundkarte

-                Windows 98, ME, 2000, XP

-                DirectX 8.1 (wird mitgeliefert) oder höher

-                16X CD-Rom

 

Offizielle Seite:

http://ring2.arxeltribe.com/

 

 

 

 

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