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Robin Hood - Review (PC)

Wertung:
88 %

Einleitung:

Wer kennt nicht den berühmten Recken aus dem Sherwood Forest, der den Reichen das Geld nimmt. Jetzt kann jeder in die Rolle von Robin Hood schlüpfen um es ihm gleich zu tun. Die Desperados-Macher (Spellbound) bleiben ihrer Linie treu und bringen mit "Robin Hood" ein weiteres Echtzeit-Taktikspiel auf dem Markt. In der Rolle des legendären Robin Hood kämpft Ihr Euch in altbewährter ISO-Perspektive durch malerische Dörfer und Burgen. 

 

Zum Spiel:

In dem Spiel "Robin Hood" übernehmt Ihr die Rolle des Titelhelden. Getreu der Originalstory versucht der Rebell, das Lösegeld für Kreuzfahrer-König Richard aufzutreiben. Nur so kann der thronräuberische Prinz John gestoppt werden. Insgesamt muss man sich durch über 40 Missionen mit fünf großen Burganlagen kämpfen und tricksen. Um den Einstieg zu erleichtern gibt es drei Schwierigkeitsstufen, von leicht bis schwer. Damit sich auch Anfänger zurechtfinden, werden schon in der Einleitung zu den Missionen Hinweise gegeben. Im Spiel selber findet Ihr dann noch zusätzliche Schriftrollen in denen die Steuerung und weitere Hilfestellungen erklärt werden. Die Ansicht erfolgt im Spiel über die altbekannte zweidimensionale ISO-Grafik. 

Robin und sein Kumpan Stuteley sind zu Beginn die einzigen Hauptcharaktere. Unterstützt werden sie von drei Nebendarstellern. Weitere vier Helden und noch mehr Zufallsgefolge bekommt der Spieler nach und nach als Belohnung für bestandene Missionen. Die Räuberbande hält sich im Sherwood Forest versteckt, der von drei Straßen und fünf großen Städten umgeben ist. Auf einer großen Übersichtskarte sind alle Orte zusammengefasst. Hier wählt der Spieler auch die nächsten Ziele an. Die Stelle an der gerade was passiert wird jeweils angezeigt. Es bleibt einem selber überlassen welchen Ort man anklickt. Man sollte nur auf die Sanduhr achten, die das Zeitlimit anzeigt. 

Wenn ein Auftrag beendet ist, kehrt die Truppe in den Wald zurück um sich auszuruhen. Von dort aus startet Ihr dann auch jeweils in die nächsten Missionen. Der Unterschlupf im Sherwood Forest ist aber mehr wie nur ein Versteck. Hier befinden sich auch unterschiedliche Gebäude in der die Waldbewohner Items herstellen, die man anschließend zum Kämpfen braucht. Dazu benötigt Ihr nur einen Nebendarsteller der am entsprechenden Gebäude platzieren wird, damit er seine Arbeit aufnimmt. So entstehen Heilkräuter, Pfeile usw. die Ihr später benötigt und auch verbraucht. Desweiteren kann jeder Rebell seine Angriffswerte mit Schwert und Bogen in je fünf Stufen verbessern. Durch diese Rollenspiel-Elemente wachsen einem die Hauptcharaktere noch mehr ans Herz. 

Vor jeder Mission wird eine Gruppe mit bis zu 6 Leuten zusammengestellt. Um nun an das heiß ersehnte Gold zu kommen, dringen die Figuren in Burgen ein oder locken Steuertransporte des Sheriffs in einen Hinterhalt. Die Wald-Szenarien kann man allerdings überspringen, was bei den Stadt-Missionen nicht möglich ist. Das hat einen ganz einfachen Grund, denn mit den Stadt-Szenarien wird die Story voran getrieben. In allen Leveln versucht Ihr die Häscher des Sheriffs zu umgehen und eine Zielperson oder einen Zielort zu erreichen. Das kann manchmal ganz schon schwierig werden, gerade wenn man eine Stadt infiltrieren soll. Auch das Gold ist hier eher selten zu finden. Wenn dann kann man es eigentlich nur in Kisten oder an Wachen klauen. 

Das richtige Geld wartet in Goldtransporte die der Spieler an Waldkreuzungen überfallen kann. Nachdem die Kutsche in einen Hinterhalt geraten ist, verteilen sich die Soldaten im Wald um nach den Räubern zu suchen. Jetzt ist die Zeit gekommen sich zu verstecken um listig an das Geld zu kommen. Dabei können z.B. Bogenschützen auf kleine Zielscheiben schießen um Fallen auszulösen oder die Wachen werden in Falllöchern gelockt. So bald alle Wachen ausgeschaltet sind ist der Weg zum Gold frei. 

Damit die Aufgaben leichter fallen besitzen die Hauptcharaktere unterschiedliche Fertigkeiten. Insgesamt sind es 19 verschiedene wie Heilen, Durchsuchen, Fesseln usw. die nicht allen zur Verfügung stehen. Die sechs Hauptcharaktere haben je 3 Fähigkeiten, die Nebencharaktere zwei. Durch Kombination der unterschiedlichen Aktionen können auch knifflige Situationen bewältigt werden. So kann z.B. Robin Hood bestens mit dem Bogen schießen oder Wachen niederschlagen aber zum wegtragen der Körper wird Little John benötigt der das durch seine Kraft schafft. 

Irgendwann kann es nicht mehr verhindert werden und es kommt zum offenen Kampf mit den Soldaten. Durch anklicken von Aktionen wie Schlagen oder Schießen werden diese dann vom Helden umgesetzt. Sollte die Übermacht an Feinden zu groß sein kann die Figur immer noch zurück weichen oder flüchten. Eine Zeit lang wird man dann zwar noch verfolgt aber mit der Zeit verlieren die Bösen Gesellen das Interesse und es kehrt wieder Ruhe ein. 

Um die Übersicht nicht zu verlieren erkennt Ihr alle auf der Karte befindlichen Personen. So lange noch kein Sichtkontakt herrscht seht Ihr nur eine Silhouette, sodas man nicht weiß ob es ein Soldat oder nur ein spielendes Kind ist. Wer Hilfe braucht kann zum örtlichen Bettler gehen, der gegen ein paar Münzen alles verrät was wichtig ist. Für Hilfestellung ist also gesorgt. Die Schwierigkeit ist nur zum Bettler zu kommen, denn nicht selten befinden sich Wachen in seiner Umgebung. 

Die KI der Gegner ist sehr gut. Die Wachen reagieren auf realistische Einflüsse wie Geräusche oder Bewegungen. Aber auch geschwätzige Marktfrauen können einen verraten -wenn sie laut schreien "Ist das nicht Robin Hood". Sofort kommen die Wachen angeschossen um einen fest zu nehmen. Die einzelnen Level sind gerade dadurch so anspruchsvoll, das man nie die Konzentration verlieren sollte.

Im laufe des Spiels befreit Robin auch Lehnsherren, denen der Sheriff ihr Land weggenommen hat. Wenn genug Geld zusammen gekommen ist maschieren diese gegen den gehassten Despoten. Wenn dann ein Belagerungsfeldzug stattfindet, fordern sie die Gefolgschaft von Robin. Nun kann auch der Titelheld eingreifen und erlebt eine wunderbar tobende Schlacht. 

 

Technik:

Zwar wird das Spiel in einer zweidimensionalen ISO-Grafik dargestellt, die schon einige Jahre auf dem Buckel hat, aber trotzdem kann das Spiel mit seinen malerischen Dörfern und Burgen voll überzeugen. Eine weitere Augenweide sind die Burganlagen, die mit sehr vielen Details ausgestattet sind. Auch die Figuren stehen um nichts nach. Das Design und der Bewegungsablauf der Figuren ist eine wahre Augenweide. Egal ob Bauern, Wachen oder der Held - alle wirken sehr lebensecht. Leider verpixelt die schöne Optik ein wenig mit der höchsten Zoomstufe.

Ebenso gut gelungen ist der Sound. In jeder Situation kommt das passende Geräusch, sodas man sich fast Vorort fühlt. Auch die Stimmen sind gut synchronisiert worden und die Intros bringen die Story sehr gut rüber. Als letztes Glanzstück muß ich die Steuerung noch erwähnen, die einfach aber auch effektiv ist. Zu jeder Zeit ist der Spieler Herr der Lage. Manchmal verliert man nur ein wenig den Überblick wegen der vielen Details - die ich aber nicht missen möchte.

 

Fazit:

Spellbound hat mit dem Spiel "Robin Hood" wieder einmal eine Perle raus gebracht. Auch wenn die Story ein wenig ausgelutscht ist kann man ohne Zweifel behaupten, das einen das Spiel sofort in den Bann zieht. Dank der Rollenspiel-Elemente werden die Charaktere einen sogar richtig ans Herz wachsen. Leider vermisst man manche Fähigkeiten bei den Hauptcharaktere wie z.B. das einzelne Figuren keine Räuberleiter machen können. Trotzdem kommen alle Figuren mit ihrem eigenen Charme rüber und jede Person glänzt mit ihrer rein persönlichen Fahigkeit. Auch das Spielprinzip - das mehr auf Taktik wie auf Aktion ausgelegt ist - bringt frischen Wind in das Genre. Ein weiteres Highlight sind die Schlachten am Ende des Spiels. 

Technisch gesehen ist das Spiel am Puls der Zeit, auch wenn die Grafik bei größerem Zoom ein wenig verpixelt. Trotzdem zeigt das Spiel ein eindrucksvolles Design das kaum was vermissen läßt. Die KI der Gegner ist wirklich gut gelungen. Dank der vielen Hilfestellungen kann aber jede Situation gemeistert werden. Mit der nicht linearen Story wird das Spiel viele begeistern, denn so hat jeder das Gefühl das eine gewisse Freiheit im Spiel vorhanden ist - obwohl die Story ihren vorgefertigten Lauf nimmt. Rundum bietet das Spiel alles was sich Taktik-Fans wünschen. Bei dem Spiel kann man nur eins sagen ..... zugreifen. 

 

Features: 

-Taktik/Actionspiel in Echtzeit Teamplay entscheidet über Sieg oder Niederlage, da sich die einzelnen Charaktere in ihren Fähigkeiten ergänzen 
-Stimmungsvolle Geschichte Die Legende von Robin Hood, wie sie seit Jahrhunderten erzählt wird. Der Spieler beeinflusst den Ausgang der Geschichte. 
-40 abwechslungsreiche, nicht lineare Missionen schneller Überfall im Sherwood -Forrest – unterstützt von Fallen und KI gesteuerten Kämpfern. 
-Infiltration von mächtigen Burgen. 
-Rettungsmissionen, wenn ein Gefährte im Kerker schmort. 
-strategische Belagerungen von mächtigen Burgen 
-Flucht aus vertrackten Situationen 
-3 „Quick Actions“ pro Charakter 
-Der Spieler kann bis zu drei Abläufe im Voraus planen, einstellen und auf Tastendruck ausführen. 
-Schatten: Ähnlich wie beim „Fog of War“ erkennt der Gamer Gegner erst, wenn Robin oder seine Gefährten sie auskundschaftet haben. 
-Drei Schwierigkeitsstufen – Leicht, Normal und Schwer 
-Erfolgserlebnisse sowohl für Profis als auch für Gelegenheitsspieler 
-9 Schauplätze (mit Tages-, Nacht- und Winter-Szenarien) 
-5 Städte und Burgen des Mittelalters: York, Leicester, Lincoln, Derby und Nottingham 
-3 mit Fallen präparierte Kreuzungen um Sherwood 
-Das geheime Lager von Robin Hood und seinen Gefolgsleuten im Herzen des 
Sherwood Forrest
-Sehr detaillierte und liebevoll animierte Hintergrund-Grafiken und Charaktere. 
-Atmosphärische Geräuschkulisse mit gezielt platzierten Soundquellen. 
-Stimmungsvoller Soundtrack 
-Von Profis gesprochene Dialoge 
-Ausgeklügeltes Action Kampfsystem 
-Einfach zu beherrschende Steuerung 
-Viele Spezialattacken pro Held: Rundumschlag, Ausfall, Mordschlag oder Zwerghau 
-Reale Kämpfer bilden das Vorbild für Bewegungen und Kampfabläufe im Spiel 
-Direkter Kampf gegen die Schergen des Sheriffs oder Überlassen des Kampfes an die Künstlichen Intelligenz 
-Intuitiv beherrschbares Iconsystem zur Steuerung der Helden 
-Intelligente Helden und Gegner 
-Jeder mit einer eigenen „Persönlichkeit“ – definiert durch Eigenschaften wie Pflichtbewusstsein, Stärke, Mut, Trinkfreudigkeit usw. 
-Entscheidungen werden in dem Moment gefällt, in dem sie anstehen und nicht durch Scripte vorherbestimmt 
-Beeindruckende Intro- und Endsequenz 
-Von Virgin Lands (Gewinner des Animago Awards 2001 für die Introsequenz von Desperados) 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

Robin Hood (PC)

 
 Robin Hood
EUR 45,99
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Grafik: 89 %  
Sound: 87 %  
Bedienung: 86 %  
Singleplayer: 88 %  
Multiplayer:   - %  
Spielspaß: 90 %  
Gesamtwertung:  88 %  

Systemanforderungen: 

- Windows 98 / ME / 2000 / XP
- Mind. Pentium II Prozessor 300 MHz
- 64 MB RAM
- 900 MB freier Festplattenspeicher
- Direct X 8.0 oder höher 
- 4 X CDROM
- 4 MB Video RAM

 

 

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