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Roter Sturm: Mockba to Berlin - Review (PC)

Wertung:
85 %

Einleitung:

Aktuell gibt es viele Spiele die den Zweiten Weltkrieg als Thema aufgreifen. Neben Egoshooter-Spielen beschäftigen sich vor allem Strategiespiele mit dieser Zeitepoche. Jetzt kommt über Kochmedia das Monte Cristo Multimedia-Spiel Roter Sturm: Mockba to Berlin auf den deutschen Markt. Das Strategiespiel ist das vierte Spiel einer Reihe, die mit "Afrikakorps vs. Desert Rats" begann und mit "D-Day" und "1944: Winterschlacht in den Ardennen" ihren Fortgang nahm. Wir konnten Roter Sturm: Mockba to Berlin jetzt ausgiebig testen. Ob sich das Spiel für angehende Generäle lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel.

Roter Sturm: Mockba to Berlin bringt den Spieler direkt an die Ostfront. Moscow to Berlin handelt vom östlichen Kriegsschauplatz des 2. Weltkrieges, von dem deutschen Angriff mit Codenamen Barbarossa im Jahr 1941 bis zum Kriegsende 1945, als die Russen ihre rote Flagge auf dem Berliner Reichstag hissten. Die Spieler, die die Vorgänger von Moscow to Berlin bereits kennen, werden sich schnell in das Spiel einfinden. Sie werden nicht nur eine Fülle neuer Einheiten erleben - natürlich vor allem die Rote Armee, sondern auch neue Gebäude, eine völlig neue Atmosphäre und neue KI-Elemente kennen lernen. Das Spiel bietet drei Kampagnen und 20 Single-Player-Missionen. In diesen wird der Spieler gefordert Schlachtstrategien zu planen und diese zu durchleben. Dabei erleben wir wie die Deutschen ihren Pakt mit der Sowjetunion brechen und wie sie nach Moskau vorstoßen. Die Belagerung von Stalingrad darf natürlich ebenso wenig fehlen wie der Einmarsch in Berlin. Fangen wir aber erst einmal ganz von vorne an. Nachdem das Spiel gestartet wurde, gelangen wir in das Hauptmenü. Hier erblicken wir die Menüpunkte "Neues Spiel", "Spiel laden", "Multiplayer", "Tutorial", "Optionen" und "Enzyklopädie". Bei Optionen dürfen wir wie gewohnt alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Wer die Fakten und Statistiken der Einheiten sehen möchte, sollte sich in den Bereich Enzyklopädie begeben. Hier wird alles ausführlich erklärt. So kann man auch am besten die unterschiedlichen Einheiten kennen lernen. Am Anfang sollte jeder erst einmal das Tutorial durchspielen. Dieser Bereich erklärt genau, wie man die Einheiten befehligt. Anschließend seid Ihr fit für die eigentlichen Spielarten. Da wir noch keinen Spielstand haben, starten wir natürlich ein neues Spiel. Nun haben wir die Auswahl aus Kampagne und Szenario. Bei Szenario dürft Ihr bereits abgeschlossene Missionen noch einmal spielen. Dabei kann man diese auf vier Schwierigkeitsgrade angehen. Frei werden die einzelnen Missionen durch die Kampagne. Nachdem wir diese ausgewählt haben, sollen wir ein Kapitel aussuchen. Das Spiel ist in drei Kampagnen aufgeteilt, welche die Hauptphasen des Krieges an der Ostfront abdeckt. Die erste Kampagne konzentriert sich auf die Operation Barbarossa, den deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Sommer 1941, und endet mit dem Scheitern dieser Operation vor den Toren Moskaus. Die Hauptkampagne des Spiels handelt vom Krieg in Russland. Sie beschäftigt sich mit dem deutschen Angriff auf Stalingrad und den Kaukasus, sowie mit der größten Panzerschlacht der Geschichte bei Prochorowka während der Operation Zitadelle. Dieser Teil endet mit dem Rückzug der deutschen Truppen von russischem Gebiet gegen Ende des Jahres 1944. Die letzte Kampagne beschäftigt sich mit der Belagerung Ostpreußens, der letzten deutschen Offensive im Osten (Ungarn, Operation Frühlingserwachen), dem Kampf um die Seelower Höhe (80 Kilometer von Berlin entfernt), dem Halbe-Kessel südlich von Berlin, sowie dem Kampf um Berlin in Sichtweite des Reichstags.

Nach der Wahl des Schwierigkeitsgrades (Einfach, Normal, Schwer und Extrem) kann es endlich losgehen. Jede Mission wird dabei mit netten Filmen und deutschen Sprechern passend eingeleitet. Hier wird auch erklärt was unsere Aufgaben sind. Nun dürfen wir mit unseren Einheiten endlich kämpfen. Wir haben in dem Spiel so gut wie jede Einheit die man sich nur vorstellen kann. Die Palette reicht vom MG-Schützen bis hin zum dicken Panzer oder Flugzeug. Fasst jede Waffengattung ist vertreten und so wird sehr realistisch ein Krieg simuliert. Diesen Einheiten können wir jede Menge Befehle geben. Da wir oftmals an mehreren Orten gleichzeitig agieren, muss der Spieler immer vorausschauend handeln. Wird es mal eng, können wir Luftangriffe anfordern. Befestigte Stellungen sind so kein Problem. Der Hersteller hat sogar daran gedacht, dass Fußeinheiten Gebäude oder Stellungen besetzen können. Auch das erobern feindlicher Fahrzeuge ist möglich. Eine Karte sorgt dafür, dass wir den Überblick nicht verlieren. Der Spieler muss bei dem Spiel zusehen, dass er die Umgebung taktisch klug nutzt. Schließlich sind Panzersperren genauso vorhanden wie Häuser und Bunker. Werden wir beschossen greifen unsere Einheiten eigenständig an und da bei jedem Level viele Gegner sind, wird auch immer etwas los sein. Eine ruhige Minute werdet Ihr also nur selten haben. Spieler die die Vorgänger kennen, wissen was ich meine. Das Wetter spielt natürlich auch eine wichtige Rolle. Jede Mission kann andere Wetterbedingungen und Tageszeiten haben. Ansonsten ist das Gameplay genauso gut wie bei den Vorgängerspielen. Habt Ihr diese gespielt, so könnt Ihr Euch auf viele Neuerungen freuen. Das Spiel enthält eine große Palette an neuen Waffen und Einheiten. Die historischen und technischen Aspekte hat der Hersteller dabei sehr genau beachtet. Ihr werdet diesmal auf der deutschen Seite Nebelwerfer, BM 13 Katiusha, Sturmtiger, Hummel und das Flugzeug ME262 einsetzen können. Auch der Jagdpanther, Jagdtiger, Elefant, Hertzer, Möbelwagen, SD KFZ 251, JU 52 und FW190 sind vorhanden. Klar das die Russen ebenfalls neue Einheiten erhalten haben. Sie verfügen jetzt über T60, T70, BT7, T34, KV1, IS2 sowie SU122, SU100, diverse Artillerie und Flugabwehrkanonen, BA 64, ZIS 22 und den Flugzeugen IL 4 Bomber und IL2 Sturmovik. Ihr denkt jetzt ... "Wow wie soll man die alle auseinander halten?" Naja man wird eine Weile brauchen bis man alle Einheiten mit deren Vor- aber auch Nachteile kennt. Zum Glück liefert der Hersteller genügend Infos, sodass sich jeder einarbeiten kann. Allerdings sollte Euch klar sein, dass Ihr einiges an Zeit in das Spiel investieren müsst. Kommen wir nun zu den anderen Neuerungen. Bei der KI hat sich ebenfalls einiges getan. So ziehen sich Einheiten jetzt auch zurück, wenn sie in aussichtsloser Lage sind. Auch Aufgabe ist jetzt kein Fremdwort mehr. Soldaten geben wie in der Realität auf, laufen zum Feind über oder verschwinden von der Bildfläche. Durch dieses Verhalten wird das Spiel noch realistischer. Das war aber noch nicht alles. Einheiten auf nicht gepanzerten Fahrzeugen springen nun automatisch ab, wenn sie beschossen werden. So sind sie kein leichtes Ziel mehr. Auch das taktische Verhalten des Computers hat sich in vielen Bereichen verbessert. Es ist also nicht immer alles vorhersehbar. So agier Ihr nun in den unterschiedlichen Missionen und löst diese taktisch klug, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Setzt Ihr die Truppen je nach Fähigkeiten ein, dürfte keine Mission zu schwer sein. Ist ein Auftrag dann erledigt, wird eine ausführliche Statistik eingeblendet. Anschließend folgt die nächste Mission, die wieder durch einen Film eingeleitet wird. Wer dann vom Einzelspielermodus genug hat, darf sich auch noch auf den Mehrspielerbereich stürzen. Hier sollt Ihr dann gegen menschliche Spieler kämpfen. Das macht natürlich noch mehr Spaß.

 

Technik:

Optisch bietet das Spiel so einiges. Nicht nur die detaillierte Umgebung kann überzeugen. Auch die Einheiten, Fahrzeuge und Flugzeuge sehen toll aus. Hinzu kommen gute Licht- und Schatteneffekte, Explosionen, realistische Texturen und diverse stimmungsvolle Effekte. Der Hersteller hat sogar auf die Bewegungen der Bäume geachtet, die im Wind schaukeln. Sogar die Auspuffgase der Fahrzeuge sieht man. Die Umgebung wurde ebenfalls mit einbezogen. So werden Gebäude teilweise zerstört, wenn daneben ein Fahrzeug explodiert. Schlägt eine Granate ein, bersten auch Stromleitungen und Bäume. Selbst bei den Animationen kann man nicht meckern. Die Soldaten rennen z.B. recht geschmeidig durch die großen Areale. Einzig die Gesichter sehen etwas eckig aus. Damit kann man aber gut leben. Die Kamera selber ist frei einstellbar. Wir können sie zoomen, frei drehen und so positionieren, dass wir alles im Blick haben. Der Sound passt sich diesem guten Niveau an. Während den Missionen wird eine stimmungsvolle Musik eingespielt, die selbst nach Stunden nicht nervt. Fahrzeuge klingen dann ebenso gut wie Schüsse, Explosionen oder die Stimmen. Allerdings fragen wir uns, warum ab und zu englische Stimmen eingespielt werden. Hier hat der Hersteller wohl nicht aufgepasst. Die KI ist insgesamt in Ordnung. Allerdings bewegen sich Einheiten nicht immer klug durch die Levels. Die Neuerungen bei der KI klappen dann auch ganz ordentlich und so wird das Gameplay noch realistischer. Allerdings müssen wir immer noch mit kleinen Aussetzern rechnen. Mit der Steuerung wird jeder sehr schnell klar kommen. Alles funktioniert so, wie man es in einem Strategiespiel erwartet. Selbst die Schaltflächen sind gut angeordnet. Begeistern kann auch der Mehrspielerbereich, der kaum Wünsche offen lässt. Fasst man alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite sehr zufrieden sein.

 

Fazit:

Roter Sturm: Mockba to Berlin ist ein wirklich gelungenes Echtzeitstrategiespiel. Dabei können die detailreichen Landschaften genauso überzeugen wie die realistisch nachgebildeten Einheiten. Hinzu kommen nette Effekte und ein absolut gelungenes Gameplay. Es macht richtig Spaß in den sehr detailreichen Levels Krieg zu spielen und so kann man sich kaum von dem Spiel lösen. Dank unterschiedlicher Missionen bzw. Aufträge wird das Spiel auch nie langweilig. Immer wieder müssen wir andere Aufgaben erledigen. Dank eines einstellbaren Schwierigkeitsgrades werden außerdem Anfänger genauso gefordert wie Genrekenner. So richtig spannend wird es dann im Mehrspielermodus. Selten hat ein Zweite Weltkrieg-Strategiespiel mit menschlichen Spielern so viel Spaß gemacht. Hier kann man sich sogar noch länger aufhalten wie im Einzelspielermodus. Dieser könnte nämlich ruhig ein wenig länger sein. Viel zu schnell sind die Missionen durchgespielt. Wer also gerne solche Spiele spielt, muss bei Roter Sturm: Mockba to Berlin einfach zuschlagen. Vor allem, wenn man den Anschaffungspreis von unter 30 Euro sieht, kann man das Strategiespiel kaum liegen lassen.

 

Features:

- 3 Kampagnen mit 20 umfangreichen Missionen
- Neue Waffen wie Selbstfahrlafetten, Raketen und Nebelwerfer
- Neue Einheiten und Gebäude
- Neue, ausgeklügelte KI, u.a. mit "Rückzug", "Aufgeben" und "Mobile Einsatztruppen"

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Roter Sturm: Mockba to Berlin (PC)

 
 Roter Sturm: Mockba to Berlin
EUR 27,45
Bei Amazon bestellen

Grafik: 84 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 85 %  
Singleplayer: 83 %  
Multiplayer: 85 %  
Spielspaß: 87 %  
Gesamtwertung:  85 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Windows 98/2000/ME/XP
- Prozessor: 1,0 GHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
- Arbeitsspeicher: ab 256 MB RAM
- Festplattenspeicher: ab 1,2 GB frei
- CD-ROM: Laufwerk erforderlich
- Soundkarte: DirectX 9 - kompatibel
- Grafikkarte: GeForce 3 / Radeon 8500
- Plattform: CD-ROM
- Sprache(n): Deutsch

 

 

 

 

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