Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







Runaway: The Dream of the Turtle - Review (NDS)

Wertung:
83 %

Einleitung:

Als vor gut einem Jahr das PC-Spiel Runaway 2: The Dream of the Turtle erschien, konnte es durch eine interessante Story, ordentlichen Humor und einem ansprechendem Gameplay viele Adventurefans auf Anhieb begeistern. Jetzt kommt über Koch Media auch eine NDS-Version auf den deutschen Markt. Wir konnten das fertige Spiel für Nintendos neusten Handheld jetzt ausgiebig testen. Ob die Umsetzung gelungen ist und ob sich eine Anschaffung für alle Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Das Adventurespiel Runaway: The Dream of the Turtle kommt nicht ohne eine anständige Story aus. Hawaii: ein Inselparadies. Hier verbringen Brian Basco und Gina Timmins ihren wohlverdienten Urlaub. Doch ein spontaner Flugzeugtrip zu einem abgelegenen Eiland wird ihnen zum Verhängnis, als das klapprige Transportmittel in Turbulenzen gerät. Brian wirf Gina mit dem einzigen Fallschirm aus der Maschine, er selber legt mit dem Flugzeug eine glückliche Bruchlandung hin - doch Gina ist verschwunden und die kleine Insel ist erst der Anfangspunkt einer aufregenden Jagd um die ganze Welt. Wir schlüpfen nun in die Haut von Brian. Mithilfe des DS Touchpen bewegen wir uns nun durch die diversen Umgebungen. Dabei sollen wir adventuretypische Aktionen durchführen. Der Spieler muss zum einen alle Spielabschnitte sehr gründlich nach nützlichen Gegenständen absuchen. Damit Ihr nichts überseht, gönnt uns der Hersteller eine kleine Hilfefunktion. Mit dieser werden alle spielrelevanten Orte sofort sichtbar gemacht und man darf diese dann direkt anwählen. Haben wir einen wichtigen Gegenstand gefunden, so wird dieser automatisch in unser Inventar verstaut. Dieses befindet sich übrigens im Topscreen, wo wir zu jeder Zeit darauf zugreifen können. Hier kann man alles in Ruhe ansehen, kombinieren oder an dafür vorgesehene Orte benutzen. Außerdem solltet Ihr viele Sachen im Spiel ausgiebig betrachten, um Hinweise zu bekommen oder spielwichtige Orte zu finden. Etwas schade ist allerdings, dass wir nicht sofort alle Utensilien so benutzen können, wie wir uns das vorstellen. Oft braucht unser Held erst einen triftigen Grund oder Tipp um etwas zu machen. Dieses ist z.B. der Fall, wenn wir durch ein Gespräch einen Hinweis erhalten oder durch einen Fehlversuch an Erfahrung gewinnen. Hierdurch muss der Spieler häufig Aktionen mehrmals durchführen oder lange herumexperimentieren, bis auch Brian auf die richtige Lösung kommt. Allerdings hält sich alles noch in Grenzen und so ist dieser Punkt nicht wirklich schlimm.

Daneben gibt es noch viele abgedrehte Charaktere in dem Spiel. Mit diesen muss sich unser Held ausgiebig unterhalten. Dabei werden uns diverse Gesprächsthemen vorgegeben, aus denen wir den nächsten Satz aussuchen. Hierdurch bekommt der Spieler das Gefühl, als wenn er maßgeblich das Gespräch beeinflusst. Selbstverständlich laufen die Dialoge oftmals sehr witzig ab, denn neben den komischen Kommentaren unserer Spielfigur, haben auch die diversen Charaktere immer wieder lustige Sprüche drauf. Durch die Gespräche bekommt der Spieler dann kleinere Aufgaben, Hinweise oder Tipps. Es lohnt außerdem immer, eine Figur mehrmals anzusprechen. Vor allem, weil ein Charakter - nach ein paar ausgeführten Aktionen - oftmals etwas Neues zu sagen hat. Das Herzstück des Spiels sind die genretypischen Rätsel. Permanent muss der Spieler diverse Aufgaben wie Kombinations- oder Aktionsaufgaben bewältigen, die es zum Teil in sich haben. Die Problematik bei den Rätseln ist leider, dass wir nur wenige Hinweise erhalten. Zwar wissen wir stets was grob zu tun ist, allerdings wie wir ein Problem lösen, ist oft unklar. Haben wir dann eine Aufgabe bewältigt, ist bei weitem noch nicht Schluss. Oft folgen Anschlussaufgaben die wieder gelöst werden müssen. Mit unter kann das schon nerven. Allerdings beziehen sich die Rätsel alle auf klassische Adventureaufgaben. Alle Rätsel sind recht logisch aufgebaut und so bleibt man nur selten im Spiel hängen. Wenn es dann doch einmal passiert, so liegt es meistens daran, das wir ein Objekt nicht gefunden haben oder den Gesprächen nicht aufmerksam gefolgt sind. Das ganze wird dann noch durch viele kleine Videos anständig zusammengehalten. Dabei wurden die Filme gut in das Spiel integriert, denn alles schmiegt sich zu einem flüssigen Handlungsverlauf zusammen. Leider wurde keine Sprachausgabe eingebaut, was wirklich Schade ist. Dennoch kann man anhand der vorhanden deutschen Texte alles gut nachvollziehen. Wir erkunden nun die vielen unterschiedlichen Orte, durchsuchen diese nach nützlichen Gegenständen, lösen diverse Aufgaben, führen unzählige Gespräche und folgen der sehr ansprechenden Geschichte.

 

Technik:

Die Grafik ist mehr als gelungen. Wir werden eine angenehme comiclastige Optik erblicken, die optimal zu dem Spiel passt. Dabei gönnt man uns viele detailreiche Hintergründe, die wunderbar ausgearbeitet wurden. Das Inselfeeling kommt sehr gut rüber und so bewegt man sich gerne in den diversen Spielabschnitten. Auch mit dem Inventar und den Menüs kommt man sehr schnell klar. Alles wirkt aufgeräumt und nicht überladen. Hinzu kommen gut gezeichnete Spielfiguren, die sich recht geschmeidig über den Bildschirm bewegen. An kleinere Animationen hat der Hersteller dann auch noch gedacht und so entsteht schnell ein eindrucksvolles Ambiente. Dazu trägt selbstverständlich auch der Sound bei. Die musikalische Untermalung passt optimal zum Spiel und selbst nach Stunden hört man der Musik noch gerne zu. Immer passend werden dann noch viele kleine Ingamegeräusche eingespielt. Leider wurde auf eine Sprachausgabe komplett verzichtet. Gerade diese konnte in der PC-Version voll überzeugen. Wirklich schlimm ist dieses allerdings nicht, denn man kann alles gut über die deutschen Texte nachlesen. Mit der Steuerung kommt man schnell klar. Allerdings muss man sich an gewisse Eigenarten gewöhnen. Spielt man aber eine gewisse Zeit, so geht die Lenkung schnell ins Blut über und man kann alle Aktionen sicher ausführen. Gut gefallen hat uns das Feature der geteilten Bildschirme. Hierdurch hat man wirklich alles gut im Blick. Etwas verbesserungswürdig sind allerdings die Dialoge. Hier kann es schon einmal - durch die unpräzise Steuerung - passieren, dass eine falsche Antwort aktiviert wird. Die Kamera zeigt dann ebenfalls alles aus einer übersichtlichen Perspektive. Uns wird eine feste Ansicht vorgegeben, die eigentlich alles ansprechend zeigt. Hinzu kommt eine Nahansicht, die unsere Suchaktionen erleichtert. Einzig ein paar Objekte sind in den Hintergrundbildern ein wenig zu klein ausgefallen. Zum Glück gibt es eine sehr nützliche Hilfefunktion. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auf einem guten Niveau. Die Aufgaben sind logisch und nachvollziehbar und so bleibt man eigentlich nur im Spiel stecken, wenn man unaufmerksam spielt. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite insgesamt zufrieden sein.

 

Fazit:

Runaway: The Dream of the Turtle ist ein wirklich gutes und spaßiges Adventurespiel. Vor allem muss man lobend erwähnen, dass dieses Spiel wirklich gut auf Nintendos kleinen Handheld umgesetzt wurde. Das Flair der Insel kommt genauso gut rüber, wie die diversen witzigen Charaktere. Vor allem bei den lustigen Gesprächen, bleibt kein Auge trocken. Im Spiel selber, bewegt man sich außerdem sehr gerne durch die vielen unterschiedlichen Bilder. Da unzählige Details vorhanden sind, gibt es immer etwas anderes zu entdecken. Damit die Suche nicht zu anstrengend wird, gönnt man uns eine nützliche Hilfefunktion. Hiermit kann man die spielrelevanten Objekte schnell finden. Das ganze wird außerdem super in Szene gesetzt, denn immer wieder eingespielte Videos, treiben die Story dynamisch voran. Motivierend sich auch die vielen unterschiedlichen Rätsel. Manche Aufgaben haben es zwar in sich, aber insgesamt kann man jedes Rätsel schnell lösen. Hat man sich erst einmal an die etwas schwammige Steuerung gewöhnt, so kann der ganz große Spielspaß auch direkt beginnen. Wer also klassische Adventurespiele, knifflige Rätsel und eine packende Story mag, der darf dieses Game nicht beim Händler liegen lassen. Selten hat ein Genrevertreter so viel Spaß auf Nintendos Handheld gemacht. Uns hat die NDS-Umsetzung wirklich gut gefallen und daher können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Das erfolgreiche Runaway-Abenteuer erstmals auf dem Nintendo DS
- Über 30 exzentrische 3D-Charaktere, 100 Schauplätze auf der ganzen Welt
- Mehr als eine Stunde Videosequenzen
- Spiel in Deutsch.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Runaway: The Dream of the Turtle (NDS)

 
 Runaway - The Dream of the Turtle
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 86 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 78 %  
Singleplayer: 84 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 85 %  
Gesamtwertung:  83 %  


 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt