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S.T.A.L.K.E.R. Shadow of Chernobyl - Review (PC)

Wertung:
89 %

Einleitung:

Hört man den Namen S.T.A.L.K.E.R., denkt man gleich an Releaseverschiebungen. Selten wurde ein Spiel so oft angekündigt und dann doch wieder verschoben. Die komplette Leidensgeschichte dauert mittlerweile schon gut drei Jahre. Jetzt ist es aber endlich soweit, denn THQ bringt das heiß erwartete Egoshooterspiel auf den deutschen Markt. Wir konnten die fertige PC-Version des GSC-Spiels jetzt ausgiebig testen. Ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat und ob sich Genrefans auf ein tolles Spielerlebnis freuen können, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Das S.T.A.L.K.E.R. Shadow of Chernobyl mehr wie nur ein einfaches Egoshooterspiel ist, erkennt man schon an der vorhandenen Story. Im Jahre 1986 erschütterte eine starke Explosion das Atomkraftwerk von Tschernobyl und löste eine der verheerendsten nuklearen Katastrophen der Geschichte aus. 20 Jahre vergehen, bis eines Tages eine erneute Explosion das alte Reaktorgelände in ein grellweißes Licht taucht. Doch die wahren Ursachen bleiben im Dunkeln. Seit dieser Zeit werden ansteigende Energiestörungen beobachtet, die lokale tödliche Anomalien verursachen, gegen die selbst die beste Schutzkleidung wirkungslos ist. Im Jahre 2012 gelingt es ersten Expeditionen unter Missachtung der geltenden Gesetze, die Region zu erkunden, die nun als "die Zone" bezeichnet wird. Unter jenen, die sich hineinwagen, befinden sich Glücksritter und Plünderer - bekannt geworden als "S.T.A.L.K.E.R." (Scavenger, Trespasser, Adventurer, Loner, Killer, Explorer und Robber / Aasgeier, Landstreicher, Abenteurer, Einzelgänger, Mörder, Forscher und Räuber). Sie setzen ihr Leben aufs Spiel, um verstrahlte Artefakte in der Zone zu erlangen, die hohe Preise auf dem Schwarzmarkt versprechen. Doch sie sind nicht allein. Das ukrainische Militär ständig auf den Fersen, müssen die S.T.A.L.K.E.R. sich gegen wilde mutierte Kreaturen zur Wehr setzen, die in der Region leben, und zugleich ihre Konkurrenten bei der Jagd nach wertvollen Artefakten abhängen. Das ganze wird selbstverständlich passend durch einen erstklassigen Film inkl. deutscher Sprachausgabe eingeleitet. Bevor wir nun zur Waffe greifen, wollen wir erst einmal das Hauptmenü besprechen. Hier finden wir die Punkte "Neues Spiel", "Spiel laden", "Spiel speichern", "Netzwerkspiel" und "Optionen". Wie üblich darf man unter Spiel laden einen Spielstand aktivieren und unter Spiel speichern ein aktuelles Spiel sichern. Hinzu kommen die obligatorischen Optionen, in denen man die spielrelevanten Einstellungen anpassen darf. Am Anfang werden sich alle erst einmal auf den Singleplayermodus stürzen. Nachdem Ihr auf den Punkt "Neues Spiel" geklickt habt, muss noch der Schwierigkeitsgrad bestimmt werden. Gleich vier unterschiedliche Stufen stehen zur Auswahl und so dürfte für jeden eine passende Herausforderung dabei sein. Im Spiel angekommen schlüpfen wir nun in die Haut unserer Spielfigur - der Gezeichnete, der nach seiner vermeintlichen Rettung durch einen fremden Stalker, bei einem Händler ohne Gedächtnis aufwacht. Wir können uns nun auf die Story direkt konzentrieren oder auch Nebenhandlungen abarbeiten. Wie wir in dem Spiel vorgehen, bleibt komplett uns überlassen. Wir raten allerdings jedem Spieler auch die Sidequest zu absolvieren, denn nur so wird man die fantastische Spielwelt so richtig kennen lernen. Gespielt wird aus der Egoperspektive. Eines unserer wichtigsten Utensilien ist unser PDA, das alle wichtigen Gespräche, Tipps und Infos speichert. Hinzu kommen die aktuell aktiven Aufträge, die wir noch erledigen sollen. Diese erhält man übrigens von Personen im Spiel, mit denen wir über Auswahlantworten sprechen können. Damit wir uns in der riesigen Spielwelt gut zurecht finden, hat uns der Hersteller eine nützliche Karte gegönnt. Diese zeigt uns alle wichtigen Orte und die Richtung inkl. der Entfernung zu unserem nächsten Ziel.

Nachdem wir nun unsere erste Mission von dem Händler geholt haben, geht es gleich raus in die Stadt. Kleine Texteinblendungen erklären am Anfang die Steuerung und so kann man direkt in das Geschehen einsteigen. Unsere Spielfigur verfügt dann noch über ein Inventar, dass allerdings nur gut 50 kg fasst. Hinzu kommt die Tatsache, dass wir durch zusätzliches Gewicht schwerfälliger werden. Da wir an jeder Ecke etwas finden, ist unser Rucksack schnell gefüllt und wir bekommen kleinere Probleme. Zum Glück kann man aber Objekte wieder verkaufen und so nützliches Geld bekommen. Damit darf man z.B. Waffen oder Munition kaufen, die man allerdings auch im Spiel findet. Das Waffenarsenal ist natürlich reichhaltig. Vom obligatorischen Messer, über Pistolen, Schrotflinten, Sturmgewehren bis hin zu schweren Waffen wie Panzerfaust ist alles vorhanden. Granaten fehlen natürlich genauso wenig, wie ein anständiges Scharfschützengewehr. Mit diesen gehen wir nun gegen unsere Widersacher vor. Bei den Missionen zeigt das Spiel seine erste Stärke, denn es ist uns komplett freigestellt, wie wir die Aufträge erledigen. Oftmals haben wir die Wahl mit anderen Leuten einen Ort zu erstürmen oder alleine einen Auftrag zu erledigen. Das kann man dann leise und ohne aufzufallen machen. Die Entscheidungsmöglichkeiten gehen noch weiter. Im späteren Spielverlauf können wir uns auch für eine Fraktion entscheiden, die dann diverse Vorteile einbringt. Wer keine Lust dazu hat, darf auch auf eigene Faust handeln. Allerdings ist eine Unterstützung oftmals nicht verkehrt. Diese Wahlmöglichkeiten bietet selbstverständlich viel Potenzial um das Spiel später noch einmal zu spielen. Außerdem locken unterschiedliche Endsequenzen, was ebenfalls einen anspornt das Spiel noch einmal durchzuspielen. Ein weiterer wichtiger Aspekt in dem Game sind die Artefakte, die man entweder verkaufen oder nutzen kann. Legt man diese an, so erhält man zusätzliche Fähigkeiten wie eine verbesserte Kondition oder eine höhere Lebensleiste. Allerdings gibt es auch negative Folgen. So ist man evtl. anfälliger gegen Feuer. Ob wir einen Gegenstand nutzen, bleibt natürlich uns und der Situation überlassen. Schützen kann man sich auch mit anständiger Kleidung. Von normaler Straßenkleidung über Strahlenschutzanzüge bis hin zu Kleidung die Schüsse besser abwehren ist alles vorhanden. Das wir uns schützen müssen wird schnell klar, sobald wir in der Landschaft herumstreifen. Hier entdecken wir neben feindlichen Personen, wilden Tieren auch mysteriöse Anomalien. Sieht man vom weiten flirrende Luft, so sollte man sich schnell aus dem Staub machen. Macht man das nicht, bekommt man enormen Schaden. So agieren wir nun durch die riesige Spielwelt, sprechen mit Personen, nehmen einen Auftrag nach dem anderen an, sammeln oder handeln mit Objekten, erweitern unsere Fähigkeiten, folgen der interessanten Story und kämpfen mit den diversen Waffen gegen fiese Widersacher. Wer vom Singleplayerbereich genug hat, kann sich außerdem noch im Mehrspielerbereich auslassen. Mit bis zu 32 Leuten darf man sich dann im LAN oder über das Internet diversen Spielarten wie Deathmatch, Team-Deathmatch oder Jagd auf das Artefakt hingeben. Dank eines vorhandenen Rangsystems ist auch diese Spielart sehr interessant.

 

Technik:

Die Grafik kann auf ganzer Linie überzeugen. Wir agieren in einer riesigen Spielwelt die immer wieder Überraschungen aufweist. Von weiten Feldern über Wälder bis hin zu Ortschaften ist alles vorhanden. Dabei glänzt jeder Bereich mit unglaublich vielen Details. Die Texturen sehen dabei genauso gut aus wie die üppige Vegetation. Neben der coolen Außenwelt werden wir auch viele Keller oder unterirdische Bereiche erforschen. Hinzu kommen gut modellierte und animierte Figuren, die sich geschmeidig durch die Welt bewegen. Sie sitzen auch mal ruhig am Lagerfeuer und spielen auf einer Gitarre. Da möchte man am liebsten verweilen und einfach nur zuschauen. Erstklassig sind auch die Gesichtsanimationen. Vor allem beim ersten Händler reibt man sich erstaunt die Augen. Das gleiche geschieht übrigens auch bei den vielen Sequenzen, die mit anderen Topgames locker mithalten können. Überall in der Spielwelt bewegt sich etwas und dank toller Licht- und Schatteneffekte wirkt alles sehr realistisch. Hinzu kommen außerdem noch atemberaubende Effekte wie Explosionen, die einen immer wieder zum Staunen bringen. Das ganze Zusammenspiel der Grafik passt ideal zum Spiel und so wird eine tolle Atmosphäre erschaffen. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Wir werden neben fetten Waffeneffekten auch tolle Ingamegeräusche hören. Überall vernimmt man andere Töne und so wird eine künstliche Spannung aufgebaut, der man sich nicht entziehen kann. Professionelle Synchronsprecher wurden ebenfalls engagiert, die den Figuren Leben einhauchen. Etwas schade ist allerdings, dass nicht alles synchronisiert wurde. Oftmals müssen wir Gespräche über Texte nachlesen. An eine ordentliche Physikengine hat man selbstverständlich auch gedacht. Wir können direkt Einfluss auf unsere Umwelt nehmen. Dank einer intuitiven und genretypischen Steuerung wird auch jeder sehr schnell mit der Lenkung klar kommen. Zufrieden kann man ebenfalls mit der KI der computergesteuerten Figuren sein. Gegner handeln oftmals sehr menschlich. Sie gehen in Deckung oder locken uns in eine Falle. Hinzu kommt eine gute Treffsicherheit, wodurch sich auch ein ordentlicher Schwierigkeitsgrad ergibt. Selbst auf einfacher Stufe werden geübte Spieler Probleme bekommen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite sehr zufrieden sein.

 

Fazit:

Das warten auf S.T.A.L.K.E.R. Shadow of Chernobyl hat sich auf jedenfall gelohnt. Selten hat ein Egoshooter soviel Spaß gemacht. Das liegt natürlich nicht nur an den vielen unterschiedlichen Aufträgen. Wir müssen auch mit anderen Figuren kommunizieren, Objekte sammeln und damit handeln. Dabei bleiben wir immer Herr der Situation. Es liegt allein in unserer Hand, wie wir durch die Spielwelt agieren. Dank vieler Entscheidungsmöglichkeiten loht sich auch ein erneutes durchspielen. Hierdurch kann man sich über Wochen mit dem Spiel beschäftigen. Wer dann noch den Multiplayerbereich ausgiebig nutzt, wird kaum noch von dem Spiel los kommen. Toll ist außerdem die opulente Grafik. Was hier auf dem Bildschirm abgefeuert wird, ist schon eine Klasse für sich. Von gigantisch guten Intros bis hin zu einer realistisch wirkenden Spielwelt ist alles vorhanden. Allerdings kostet diese Pracht auch Rechenpower. Nur wer einen wirklich starken PC besitzt, wird alles aufdrehen können. Allein schon wegen der bombastischen Atmosphäre ist das Spiel ein Pflichtkauf für jeden Egoshooterfan. Es macht einfach nur Spaß durch die Welt zu rennen und der Story zu folgen. Da nimmt man auch die etwas eintönigen Nebenhandlungen in Kauf, die einen eigentlich nur von einem Ort zum nächsten schicken. So lernt man zumindest die Umgebung gut kennen. Wer also ein etwas anderes Egoshooterspiel sucht, gerne Rollenspielelemente mag und einen starken Rechner besitzt, der muss bei S.T.A.L.K.E.R. Shadow of Chernobyl einfach zugreifen. Selten hat uns ein Spiel aus diesem Genre so gut gefallen und daher können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Ist es echt oder nur ein Spiel? Ein realistisches postatomares Szenario mit ca. 60 % Original-Bildmaterial aus Tschernobyl in atemberaubender Hi-End-Grafik
- Einzigartiges Lebenssimulationssystem mit ausgefeilter KI: Jeder S.T.A.L.K.E.R., jeder Händler, jedes Monster, jeder Vogel und jedes andere Wesen in der Zone führt unabhängig vom Spieler ein eigenes Leben
- Riesige Spielwelt auf 30 Quadratkilometern mit sich verändernden Anomalien
- Survival-Shooting-Action, gepaart mit Taktik-Elementen: Intelligenter Spielspaß und anspruchsvolles Gameplay auf höchstem technischem Niveau
- Packende Storyline, in der Sie immer mehr Verschwörungen und finsteren Geheimnissen auf die Spur kommen, mit spannenden Wendungen und verschiedenen Enden
- Handel mit Waffen, Artefakten und Gegenständen zur Verbesserung der Ausrüstung
- Einmalige Waffen: Gravitations- und psychotropische Waffen, Telekinese, Telepathie und Gedankenkontrolle
- Tag-/Nacht- und Wettersimulation, die direkten Einfluss auf das Verhalten der Lebewesen in der Zone hat
- Die Zone lebt: Ausgefeilter Mehrspieler-Modus für unbegrenzte Langzeitmotivation
- Komplette englische Version als Bonus bei der deutschen Version enthalten!

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

S.T.A.L.K.E.R. Shadow of Chernobyl (PC)

 
 Stalker - Shadow of Chernobyl
EUR 59,99
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Grafik: 92 %  
Sound: 90 %  
Bedienung: 86 %  
Singleplayer: 88 %  
Multiplayer: 82 %  
Spielspaß: 94 %  
Gesamtwertung:  89 %  

Systemvoraussetzungen:

- Windows XP
- DirectX 8.x
- Pentium-IV 2000 MHz
- 512 MB freier Hauptspeicher
- freier Festplattenplatz
- Laufwerk, Soundkarte,
- Joystick oder Game-Controller

 


 

 

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