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Scratches - Review (PC)

Wertung:
78 %

Einleitung:

Rondomedia bringt mit Scratches ein neues Mystery-Psycho-Adventure auf den deutschen Markt. In einem alten Herrenhaus warten diverse Rätsel und eine mysteriöse Story auf uns. Hinzu kommt ein ansprechender Anschaffungspreis. Für gerade einmal 29,99 Euro könnt Ihr das Spiel schon kaufen. Wir konnten uns das klassische Adventure-Spiel jetzt näher ansehen. Ob es Fans des Genres ansprechen kann und ob sich ein Kauf lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Scratches kommt natürlich nicht ohne eine Story aus. Wir schlüpfen in dem Spiel in die Rolle von Michael Arthate, einem erfolgreichen Schriftsteller, der mit dem Erlös seines ersten Bestsellerromans ein beeindruckendes viktorianisches Herrenhaus am Rande der kleinen ländlichen Stadt Rothbury in Nordengland gekauft hat. Hier will der Schriftsteller an seinem zweiten Horror-Roman arbeiten. Das alte Herrenhaus soll ihm dabei die gewünschte Abgeschiedenheit und Ruhe bieten. Während Michael nach Inspiration für den Schluss seines nächsten Romans sucht, deckt er die schrecklichen Geheimnisse auf, die in diesem Herrenhaus verborgen sind: Das Rätsel, das die ehemaligen Bewohner, die exzentrische Familie Blackwood, umgibt. Nur wenige wissen genau, was in diesem Haus geschah und was James T. Blackwood so in den Wahnsinn trieb, dass er seine Frau brutal tötete. Von dieser vergessenen Tragödie fasziniert, beschließt Michael, es sich zur Aufgabe zu machen, herauszufinden, was wirklich geschah. In einem beklemmenden Szenario erkunden wir nun das Anwesen der Blackwood-Familie aus der Ego-Perspektive. Dabei werden wir nicht nur das Haus kennen lernen, sondern auch eine Kapelle, ein Gewächshaus, eine Gruft und einen großen Garten. Wir beginnen das Spiel in dem düsteren Herrenhaus. Die Zeit im alten Gemäuer scheint stehen geblieben zu sein. So finden sich allerorts Reliquien aus vergangenen Tagen, die eine Geschichte zu erzählen haben. Ein altes Telefon ist die einzige Verbindung zur Welt außerhalb des Anwesens.

Damit der Einstieg leicht fällt, hat der Hersteller eine Art Tutorial eingebaut. Über Texteinblendungen wird uns die Steuerung sehr detailliert erklärt. Die Lenkung ist denkbar einfach ausgefallen. Wir erkunden die Spielwelt aus einer 3D-Panoramaansicht, mit der wir die Umgebung auf sehr einfache Weise erforschen können. Die Ansicht kann der Spieler in alle erdenklichen Richtungen verändern, indem er die Maus an die jeweiligen Ränder des Bildschirms bewegt. Natürlich können wir die Ansicht auch mit der Tastatur ändern. Über die Pfeiltasten schwenkt diese dann um 90°. Alle wichtigen Informationen bzw. die Gedanken und Bemerkungen unserer Spielfigur können wir am unteren Bildschirmrand nachlesen. Um die Umgebung zu erkunden, bewegen wir die Maus über den Bildschirm. Der Cursor verwandelt sich entsprechend der Art der Interaktion, die in dieser Situation möglich ist. Eine Faust zeigt z.B. an, dass keine Aktion möglich ist. Wird ein ausgestreckter Zeigefinger eingeblendet, so können wir in diese Richtung gehen. Gegenstände untersuchen wir, sobald eine Lupe erscheint und ist die Hand ausgestreckt, können wir ein Objekt aufnehmen oder verwenden. Wir bewegen uns nun Bild für Bild durch die unterschiedlichen Spielabschnitte. An bestimmten Orten wird die Ansicht näher an ein Objekt herangezoomt und wir können so z.B. einen Tisch oder Schrank noch besser untersuchen. Dabei werden dann auch kleine Animationen eingespielt, wenn wir beispielsweise Schubladen öffnen oder einen Globus drehen. Sind wir mit unseren Aktionen fertig, so klicken wir an den Bildschirmrand und schon sind wir wieder im normalen Steuerungsmodus.

Daneben gibt es noch das Inventar, das unsere Tasche darstellt. In diesem bewahren wir alle Gegenstände auf, die wir im Spiel finden. Die Anzahl der Gegenstände, die wir tragen können, ist unbegrenzt. Ihr müsst Euch also keine Sorgen machen, dass Ihr zu viele Objekte einsammelt. Auf das Inventar können wir selbstverständlich zu jeder Zeit zugreifen. Das muss der Spieler auch häufig machen, denn die vielen unterschiedlichen Rätsel lassen sich oftmals nur mit den eingesammelten Objekten lösen. Außerdem können Gegenstände auch mit anderen Inventargegenständen kombiniert werden. Eine wichtige Rolle spielen auch die Gespräche mit anderen Charakteren. Allerdings können wir uns nur mit dem oben schon erwähnten Telefon mit ihnen in Verbindung setzen. Bei den Gesprächen erhalten wir dann wichtige Informationen oder Tipps. Die Story wird allerdings nicht nur durch die Telefongespräche vorangetrieben. Immer wieder finden wir Schriftstücke oder Bücher, wodurch wir ebenfalls viel über die Geschichte erfahren. Mit den erhaltenden Hinweisen und logischem Denken versuchen wir nun alle gestellten Aufgaben zu bewältigen. So agieren wir durch die diversen Umgebungen, erforschen die Spielwelt, lösen viele unterschiedliche Rätsel, holen uns immer mehr Informationen ein und versuchen das mysteriöse Geheimnis zu lösen. Das Ende werden geübte Spieler leider schnell sehen, denn Scratches kann man in gut acht bis zehn Stunden durchspielen.

 

Technik:

Die Grafik ist leider etwas dürftig ausgefallen. Vor allem die Außenbereiche sehen nicht sonderlich gut aus. Pflanzen werden hier genauso unscharf dargestellt wie der Boden oder weiter entfernte Objekte. Überzeugen können dagegen die Innenbereiche, die viele Details aufweisen. Allerdings ist eine gewisse Unschärfe auch hier vorhanden. Hinzu kommt, dass wir nur auf Standbilder treffen, die keinerlei Animationen zeigen. Nur vereinzelt werden wir Bewegungen zu sehen bekommen, wenn wir z.B. eine Schublade öffnen oder einen Globus drehen. Etwas aufwändiger sind eigentlich nur die Türanimationen, denn sie zeigen leichte Lichteffekte auf der Oberfläche. Trotz der etwas dürftigen Grafik hat der Hersteller eine wunderbare Umgebung erschaffen, in der man sich gerne aufhält. Leider wirkt aber alles ein wenig unübersichtlich. Oftmals wird der Spieler Objekte übersehen, da sie kaum zu erkennen sind oder zu gut mit dem Hintergrund verschmelzen. Der Sound ist dagegen erstklassig. Vor allem die düstere Hintergrundmusik trägt viel zu der guten Atmosphäre bei. Allerdings werden wir daneben kaum etwas zu hören bekommen. Ein paar Schritte, eine tickende Uhr usw. sind die einzigen Töne die ansonsten eingespielt werden. Das was wir zu hören bekommen klingt auf jedenfall gut und dank Surround-Sound-Unterstützung kann man den eingespielten Tönen auch zeitgemäß lauschen. Toll ist auch die Sprachausgabe. Namhafte Synchronsprecher - wie die deutsche Stimme von Johnny Depp - konnten für das Spiel gewonnen werden. Leider werden sie nur selten eingespielt. Mit der Steuerung wird jeder sofort klar kommen. Diese ist sehr einfach ausgefallen und dank einer guten Einleitung wird man die Lenkung schnell erlernen. Der Schwierigkeitsgrad ist für so ein Spiel angemessen. Es ist zwar alles ein wenig unübersichtlich aber dank einschaltbarer Hinweise findet man sich gut in dem Spiel zurecht. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der Technik - trotz diverser Kritikpunkte - gut leben.

 

Fazit:

Natürlich muss man solche Renderadventures mögen. Schließlich bewegt man sich stupide durch feste Umgebungen und löst eine Aufgabe nach der anderen. Auch das schrittweise Vorangehen in der Spielwelt spricht nicht jeden Spieler an. Allerdings kennt man das ja von solchen Spielen. Dafür bekommen Adventurefans aber viele logische Rätsel und eine interessante Story zu sehen. Hinzu kommen eine stimmungsvolle Atmosphäre und ein toller Sound. Gerade dieser wird Euch das Blut in den Adern gefrieren lassen. Wirklich schade ist eigentlich nur, dass wir die tollen Synchronsprecher nicht öfters zu hören bekommen. Auch bei der Grafik hätte der Hersteller ein wenig mehr machen können. Diese ist viel zu unscharf und da kaum Animationen eingebaut wurden, wirkt alles sehr steril. Hinzu kommt, dass wir uns ständig durch menschenleere Räume bewegen. Zum Glück sind wir aber permanent damit beschäftigt, etwas zu erledigen und so fällt dieses kaum auf. Außerdem hat man - durch die vorhandene Horroratmosphäre - sowieso nie das Gefühl, alleine zu sein. Ein wenig länger hätte das Spiel dann auch sein können. Geübte Spieler werden das Ende schon nach wenigen Stunden sehen. Obwohl es einige Kritikpunkte gibt, muss man den Anschaffungspreis mit berücksichtigen. Für unter 30 Euro erhaltet Ihr ein schaurig schönes Adventurespiel mit kleinen Macken. Wer also auf solche klassischen Renderadventure steht und nichts gegen eine mittelmäßige Grafik hat, darf gerne zu Scratches greifen. Dank einer fesselnden Atmosphäre, netten Rätseln und einer bombastischen Stimmung wird man für ein paar Stunden bestens unterhalten.

 

Features:

o Mit der deutschen Synchronstimme von Johnny Depp aus Fluch der Karibik - Marcus Off.
o Ein Point & Click-Adventure.
o Gespielt wird aus der Sicht von Michael Arthate (1st-Person-View).
o Mit Surround-Sound-Unterstützung.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Scratches (PC)

 
 Scratches
EUR 29,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 68 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 78 %  
Singleplayer: 76 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 82 %  
Gesamtwertung:  78 %  

minimale Systemvoraussetzungen:

o 800 MHz CPU
o 128 MB RAM
o 16 MB OpenGL-kompatible Grafikkarte
o 24X CD-ROM Laufwerk
o Sound card


empfohlene Systemvoraussetzungen:

o 1.6 GHz CPU
o 256 MB RAM
o 32 MB OpenGL-kompatible Grafikkarte
o 24X CD-ROM Laufwerk
o 5.1 surround sound card
o 350MB hard-drive free space

 


 

 

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